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“Apia / West Samoa - Ein Spaziergang durch eine Stadt in der Südsee”
Bewertung zu Apia

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Langenfeld, Deutschland
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“Apia / West Samoa – Ein Spaziergang durch eine Stadt in der Südsee”
4 von fünf Punkten Bewertet am 1. August 2010

Im Rahmen einer Kreuzfahrt kamen wir am 30.Januar 2009 nach Apia auf West Samoa – auf der Nordseite der Insel Upolu. Wie schon öfter auf dieser Reise vorgekommen, ist es ein besonders interessantes Erlebnis, wenn das Schiff in den Hafen einläuft. Man steht an der Reling und verfolgt das langsame Hineingleiten des Schiffes in das Hafenbecken, das Anlegen und natürlich ist man immer wieder überrascht, wenn man Gruppen zur Begrüssung in Originaltracht und die lokale Musikkapelle dazu entdeckt.
Und in Apia war es so. Wir verliessen das Schiff und begaben uns auf eine kleine Entdeckungstour – ohne uns dieses Mal einer Gruppe anzuschliessen. Vorbereitet durch Informationen aus Reiseführern und die Uferstrasse vor Augen, war es einfach, ohne fremde Hilfe, unseren Weg zu gehen – zunächst ein Stückchen die Beach Road entlang.
Nachdem wir die Brücke über den Vaisigano River überquert hatten, standen wir vor dem Aggie Grey’s Hotel – eine Hotellegende in der Südsee! Zunächst entstand 1930 eine Gaststätte von Aggie Grey betrieben, das war eine lebensfrohe Tochter eines Neuseeländers und einer Samoanerin. Im zweiten Weltkrieg wurde es dann das Stammlokal von amerikanischen GI’s. – Vielleicht haben Sie einmal irgendwo das Musical „South Pacific“ gesehen – z.Zt. läuft es wieder einmal in New York – genau diese Stimmung, die das Musical beschreibt, kann man im Aggie Grey’s Hotel empfinden.
Die Hotelhalle in Kolonialstil fast ganz in poliertem Hölzern – mit viel Blumenschmuck. Wir gingen dann die Treppe zur rückwärtigen Seite in den Garten. Dort gruppieren sich die Gästebungalows, so genannte Fales, jeweils benannt nach Hollywoodstars wie Marlon Brando, Gary Cooper u.a., die hier übernachtet haben. All zu weit haben wir uns nicht vorgewagt in den tropischen Garten, wollten auch nicht stören – zurück ins Hauptgebäude, wo wir uns eine Erfischung gönnten.
Wir spazierten dann weiter die Beach Road entlang, die im Bogen Richtung Westen zum Zentrum führt – unterwegs machten wir Halt an der katholischen Kirche mit ihren zwei wuchtigen weissen Türmen – ein grosser Kirchenraum – viel Weiss – nicht so sehr beeindruckend. Aber in einer Seitenkapelle wurde es bunt – Sonnenlicht fiel durch (sehr) bunte Kirchenfenster (für unseren Geschmack ein wenig kitschig), aber halt doch interessant die Kirche besichtigt zu haben.
Gleich gegenüber befindet sich das Touristenbüro – aber wir suchten etwas Anderes…die Post, um wieder einmal schöne Ersttagsbriefe mit farbenprächtigen Briefmarken zu kaufen. Die Post liegt gleich in einer Seitenstrasse von der Beach Road abzweigend – noch vor dem Clock Tower. Ein Denkmal besonderer Art ist der Clock Tower – der Uhrenturm, auf einer Verkehrsinsel mitten im recht geschäftigen Verkehr von Apia, soll er an die im 1. Weltkrieg gefallenen Samoaner erinnern.
Ein Stückchen weiter liegt ein bunt anmutender Flohmarkt – in der alten Markthalle, gegenüber der Fischmarkt für die morgendlichen Anlandungen der Fänge. Wir haben es dann nicht mehr geschafft, die dann beginnende Halbinsel weiter zu spazieren Richtung Mulinu’u Point, dort wo sich Häuptlingsgräber befinden, das deutsche Flaggen-Denkmal (erinnert an das Hissen der deutschen Flagge am 1.3.1900) und das Unabhängigkeits-Denkmal.
Wir nahmen uns ein Taxi, denn etwas Besonderes galt es noch zu besichtigen…in einem schönen Vorort Vailima von Apia befindet sich das Haus des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson – heute ein wunderschönes Museum in einer riesigen, tropischen Parkanlage. Wir fuhren mit dem Taxi die Allee hinauf; mir war es so als müsste ich das Taxi halten lassen, um die letzen Meter zur Villa zu laufen – es schlich sich eine ehrfurchtsvolle Haltung ein. Und so war es auch – wir besuchten das weisse Haus im Kolonialstil, das Wohnhaus von Stevenson, vor 1900 für ihn gebaut. Wir besichtigten die an Hand von Photos 1994 originalgetreu restaurierten Räume – man kann viele kleine Details ausmachen, die Schlafzimmer mit den weissen Spitzendecken, dazu den Waschtisch, den Wandteppich an der Treppe vom ersten Stock zurück ins Erdgeschoss, die Fotos und Bilder an den Wänden in der Nähe des Schreibtisches und daneben das Klavier – schön anzuschauen, gerade wenn man die Treppe hinunter kommt.. Stevensens Hauptwerk – Die Schatzinsel – kennen Sie bestimmt.
Der Schriftsteller setzte sich energisch ein für den Erhalt alter samoanischer Kultur und so haben ihn die Einheimischen geliebt und ihm seinen letzten Wunsch erfüllt, auf dem Gipfel des Mount Vaca begraben zu sein – diese 45 min Anstieg durch den tropischen Regenwald, zu seinem Grab und das seiner Frau, das haben wir nun nicht mehr geschafft – ein bisschen wehmütig – auf der Veranda der Villa nach oben blickend warteten wir auf unser Taxi, das uns zurück zu Hafen bringen sollte…

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2 Danke, Corvus2010!
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