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“Militärgeschichte mal nicht nur für Militaristen!”

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr Dresden
Platz Nr. 23 von 228 Aktivitäten in Dresden
Zertifikat für Exzellenz
Weitere Details zu Sehenswürdigkeiten
Details zur Sehenswürdigkeit
Beschreibung des Inhabers: In der Vergangenheit waren Militärmuseen vor allem Ausstellungshallen für Waffentechnik und für die glanzvolle Repräsentation nationaler Streitkräfte. Sie wurden oft Armeemuseum genannt und wollten die Besucher durch militärische Leistungsschauen beeindrucken, meist mithilfe einer Kette von aneinander gereihten Kriegen, fast losgelöst von anderen historischen Ereignissen. Militärgeschichte war beschränkt auf Schlachten, auf Siegesparaden und waffentechnische Entwicklungen. Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr hingegen sind Krieg und Militär unlösbar mit der allgemeinen Geschichte verwoben. Sie zeigen die Verästelung in die politik-, sozial-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Forschung. Militärgeschichte wird so in ihrer ganzen Bandbreite dargestellt. Die Ausstellung konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit dem eigenen menschlichen Aggressionspotential und thematisiert Gewalt als historisches, kulturelles und anthropologisches Phänomen.
Bewertet 17. September 2013

Das Militärhistorische Museum ist erst seit zwei Jahren neu eröffnet - und die komplett neue Konzeption merkt man ihm an!
Schon beim Ankommen sieht man die Museumskonzeption an der Architektur von Daniel Libeskind: Das alte Gebäude mit einer schönen klassizistischen Fassade wird von einem Metallkeil quasi "durchstoßen". Der Keil symbolisiert die Gewalt, die Thema der Ausstellung ist, aber auch den ganz neuen Zugang zu Militärgeschichte, der hier gewählt wird. Und nicht zuletzt bindet er Dresden in die Architektur mit ein: Seine Spitze zeigt direkt auf das Gebiet, an dem 1945 die ersten Bomben fielen. Ich muss sagen, dass auch mich die krasse Architektur erst verstört hat - sie ist sicherlich nicht auf den ersten Blick "schön". Aber es steckt soviel dahinter, dass ich mittlerweile ganz begeistert bin.
Das bezieht sich auch auf die Ausstellung innen. Man kann zwei Zugängen folgen: Im alten Gebäudeteil eine "klassische" Geschichtsdarstellung, also chronologisch von den Rittern über die verschiedenen europäischen Kriege der Moderne bis zu den zwei Weltkriegen und dem Kalten Krieg (sogar Afghanistan ist drin). Auch wenn das der eher traditionelle Zugang ist, wird hier keine Waffenschau geliefert oder tausend technische Details zu Panzern, sondern eine Kulturgeschichte. Zwar bilden die Kriege und Veränderungen des Militärs - logischerweise - den Roten Faden, aber es geht immer um den Kontext, um Mensch und Gesellschaft. Spannend fand ich vor allem - nicht nur für Kinder - die kleinen Türchen, hinter denen sich "Fassbares" versteckte: zum Beispiel ein Kettenhandschuh zum Anziehen oder ein "Parfüm" mit dem Gestank der Schützengräben.
Mir persönlich gefiel aber die Ausstellung im Keil besser. Passend zu den schiefen Wänden und Deckendurchbrüchen der modernen Architektur wird hier die Geschichte durchbrochen, um bestimmte Fragen in allen Zeiten zu beantworten. Der Themenparcours untersucht nicht nur Schutz und Zerstörung, Technologie oder Formation der Körper, sondern zeigt auch, welche Rolle Tiere beim Militär spielten (eine wahre "Arche Noah" zieht da auf: vom Elefanten bis zur Biene, von der Katze zum Delfin) oder welche Wörter und Ausdrücke wir ganz alltäglich benutzen, die aus dem Militär stammen (Ich wusste zwar, woher "08/15" stammt, aber nicht, was "Kraftprotze" ursprünglich ist!). All das hat auch meine kleinen Geschwister fasziniert. Mit ihnen bin ich allerdings nicht in den Teil "Leiden am Krieg" gegangen, da das doch etwas heftige Stücke sind. Aber dafür ist die Ausstellung auch in einem Kabinett abgeschlossen.

Insgesamt haben wir mit der ganzen Familie einen kompletten Nachmittag im Museum verbracht - und hatten noch längst nicht alles gesehen! Mein kleiner Bruder drängt darauf, dass wir nochmal wiederkommen und die immer wieder wechselnden Sonderausstellungen machen das durchaus wahrscheinlich!
PS: Für mich eher erfreulich war der Mangel an Technik, die man in Armeemuseen sonst findet (ewige Reihen an mehr oder weniger gleich aussehenden Panzern und Waffen). Für Technikfans gibt es aber eine Hoffnung: Es soll wohl in einem Jahr oder so ein weiteres Gebäude eröffnet werden, in dem all die Großexponate ausgestellt werden, die jetzt noch in Depots lagern.

3  Danke, Emma N!
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130 - 134 von 414 Bewertungen

Bewertet 8. September 2013

Hatte mich schon vor dem Museumsbesuch auf die Dauerausstellung vorbereitet. Trotzdem die Megaüberraschung. Mal völlig abgesehen von der gelungenen Architektur, das Konzept bedient wirklich so ziemlich alle Facetten des Krieges. Militaristen werden dort zwar nicht mit einer Heeres-und Waffenschau befriedigt, aber sicherlich zum Nachdenken angeregt. Interessierte an Waffentechnik werden sicherlich trotzdem bedient, jedoch nicht durch ausschließliches Präsentieren von Exponaten. Hintergründe und Auswirkungen stehen da im Vordergrund.

Ich bin sehr beeindruckt gewesen. Insbesondere möchte ich hervorheben, dass für Kinder und Jugendliche "schwierige" Exponate auch als solche vorab gekennzeichnet sind.

Weiterhin zu empfehlen ist, bevor man sich die Zeit zum Rundgang nimmt (4 Stunden sind mindesten einzuplanen), sich in dem angegliederten Restaurant zu stärken. Es bietet in der großen Vorhalle eine angenehme Alternative zu den ansonsten üblichen Museumsverköstigungen.

2  Danke, Gert H!
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Bewertet 30. Juli 2013

nach den neuesten Museums-Konzepten. Sie rezipieren die neuesten Entwicklungen in der Militärgeschichte. Nicht nur für Militär-interessierte empfehlenswert. Viel Zeit mitbringen!

Danke, Sanela S!
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Bewertet 30. Juli 2013

Auch für Pazifisten ein 'must'. Spannende Ausstellungsgestaltung und interessante Exponate. Schöne Sicht auf die Stadt.

1  Danke, princesse61_3!
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Bewertet 29. Juli 2013

Wer sich jemals mit dem Thema 30jähriger Krieg beschäftigt hat, oder sich damit beschäftigen möchte/muss/kann, für den ist die aktuelle Ausstellung im MHM in Dresden ein absolutes Muss. Sehr eindringlich und dennoch informativ informiert die sehr gelungen Ausstellung über das Schicksal eines Söldners im 30jährigen Krieg. Sowohl die Ausgangslage im damaligen Europa, als auch soziale und geografische Herkunft der insgesamt knapp 90 geborgenen Skelette (im Museum Individuen genannt) werden in Schautafeln gezeigt. Von der Anwerbung als Söldner über die Ausrüstung, bis hin zur medizinischen Versorgung und dem täglichen Marschpensum wird anschaulich demonstriert, wie das Leben eines Soldaten um 1636 in Mitteleuropa aussah und welche Anforderungen und Entbehrungen verlangt wurden. Sehr sehenswert, zumal im Sommer, wenn die klimatisierten Räumlichkeiten für eine gewisse Zeit die Gluthitze vergessen lassen.

1  Danke, 993Stephan!
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