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“Ein wirklich bemerkenswertes Museum”

Rautenstrauch-Joest-Museum
Platz Nr. 35 von 268 Aktivitäten in Köln
Zertifikat für Exzellenz
Weitere Details zu Sehenswürdigkeiten
Details zur Sehenswürdigkeit
Eintrittsgebühr: Ja
Empfohlene Besuchsdauer: 1-2 Stunden
Bewertet am 15. August 2011

Bis zur vorläufigen Schliessung im Januar 2008 war das Museum ein Völkerkundemussen unter vielen.
Mit der Neueröffnung 2010 präsentiert sich die Sammlung in großzügigen Räumlichkeiten mit einer innovativen Ausstellungskonzeption. Auf 3.600 Quadratmetern Fläche über drei Etagen lädt der Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten" zu einer Entdeckungsreise ein.Damit wurde die herkömmlich klassische Einteilung Darstellung von geographische Großräumen umgestellt auf eine thematische Darstellung „Der Mensch in seinen Welten“:
„Begegnung und Aneignung:
Grenzüberschreitungen - Wilhelm Joest Weltreisender, Sammler, Ethnograf“, „Der verstellte Blick: Vorurteile“
, „Die Welt in der Vitrine: Museum“
, „Ansichtssachen?! Kunst“
„Türen im Übergang“
„Lebensräume - Lebensformen: Wohnen“
„Der Körper als Bühne: Kleidung und Schmuck“
„Der inszenierte Abschied: Tod und Jenseits“
„Vielfalt des Glaubens: Religionen“
„ZwischenWelten: Rituale“.
Daraus wurde ein richtiger Ausstellungsparcour .Sie zeigt die Themen, die die Menschen bei uns und überall auf der Welt bewegen, denen sie aber je nach ihrer regionaler und kultureller Prägung auf jeweils eigene Weise begegnen.
Diese didaktisch wohl gelungene Darstellungsweise macht nicht nur neugierig, sondern befriedigt diese auf hervorragende Weise. Eine Fülle exquisiter Exponate begeistert den Besucher; spannende Inszenierungen und breitgefächerte Information bieten ein nachhaltiges Museumserlebnis!
Negativ :
Informationen aus Schubladen, Drücken von versteckten Knöpfen, Objekte hinter Faden-
vorhängen. Beschriftungen nahezu unleserlich in Kinderaugenhöhe.Der Aufzug führt nicht zum Ausgang sondern zum Notausgang.
Abgesehen von diesen ( abgesehen von der miserablen Beschriftung ) kleinen Sünden ist der Besuch nunmehr ein Muss !

3  Danke, Reisekurt!
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59 - 63 von 128 Bewertungen

Bewertet am 21. Juli 2011

Heute, am 20.07.2011 war ich mit meinen Schülern einer 7ten Klasse einer Realschule aus dem Oberbergischen im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln.
Nach 20 Minuten wollten wir nur noch raus... Meine Schüler und ich wurde von WIS-Wachleuten durch die Ausstellung gescheucht und ständig ermahnt nichts zu berühren oder sich über das Ausgestellte zu unterhalten. Auch meine Erklärungen und Ausführungen zu den Artefakten, seien störend und nicht erwünscht. Wenn wir nicht Folge leisten würden, müssten wir das Museum augenblicklich verlassen. Nachdem einzelne Schüler wiederholt ziemlich rüde angebafft wurden, haben wir beschlossen diesen ungastlichen Ort zu verlassen. Nur leider gibts keinen Hinweis auf einen Ausgang. Wir sind dann mit zwei anderen Gruppen mit ähnlichen Erfahrungen zum Eingang wieder raus. Offensichtlich sind jungen interessierte Menschen in diesem Museum nicht erwünscht.

4  Danke, Lux63!
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Bewertet am 21. Juli 2011

Mit einem neuen Konzept wartet das RJM in seinem imposanten Neubau am Neumarkt seit Oktober 2010 auf: Nicht mehr nach Regionen ist die Ausstellung gegliedert, sondern nach Lebensbereichen. Im Foyer erwartet den Besucher der sulawesische Reisspeicher als Blickfang. Themenbereiche sind u.a. Vorurteile, Lebenräume/Wohnformen, der Körper als Bühne (Was sagt Kleidung über Geschlecht, Herkunft, soziale Stellung, Lebenszyklen etc. aus?), Umgang mit dem Tod, Religionen, Rituale. Das alles ermöglicht einen wunderbaren direkten Vergleich, wie die Menschen in verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen umgehen, und zeigt, dass die eigene Kultur nur eine von Vielen ist. Sehr gut didaktisiert mit vielen technischen Raffinessen, hervorragende Atmosphäre. Statt den Audio-Guide für 3,- € auszuleihen, kann man sich den Text von der homepage kostenlos auf den MP3-Player herunterladen. Es gibt eine überblicksweise Führung durch die Konzeption des Parcours, eine Highlight- und eine Kinderführung. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen bieten donnerstags um 17.30 h, samstags um 15.00 h und sonntags um 11.00 h und um 15.00 h kostenlose Führungen an.
Und wenn man schon einmal dort ist, kann man vom Foyer aus ins Schnütgen Museum in der ehem. Cäcilienkirche gehen, um im sakralen Ambiente mittelalterliche Sakralkunst zu bewundern. Parkhaus unter dem Museum.

3  Danke, AuW!
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Bewertet am 8. Juli 2011

Nach fünfjähriger Bauzeit konnte endlich im Oktober 2010 die Sammlung des ehemaligen Völkerkundemuseums ein neues Gebäude im Zentrum Kölns beziehen. Während sich die Schauseite des Gebäudes durchaus attraktiv zeigt, präsentiert sich das Gebäude ansonsten eher als ein abweisender dunkler Quader und ist damit keine architektonische Bereicherung für die von vielen Bausünden entstellte Kölner Innenstadt.
Wichtiger als das äußerliche Kleid ist selbstverständlich der Inhalt. Die Strukturierungsprinzipien für die Präsentation der reichen Sammlung folgen neuen Wegen. Die Gliederung orientiert sich nicht an geografisch verteilten Kulturräumen, sondern versteht sich als "Themenparcours", der die Kulturräume unserer Welt anhand zentraler Themenkomplexe, wie Wohnen, Kleider und Schmuck, Tod und Jenseits, erfassen und vermitteln möchte. Das klingt zunächst spannend und macht neugierig. Ein Besuch ist jedoch irritierend und hinterlässt mehr Fragen als Antworten, zumal häufig kleine und sehr tief angebrachte Beschriftungen nicht hilfreich sind, weil sie ohne ein Fernglas nicht gelesen werden können, solange Besucher nicht auf dem Bauch durch die Räume robben.
Die Idee des didaktischen Konzeptes könnte als "Kulturvergleich von Alltagskulturen" verstanden werden, wenn es nicht auch Themenkomplexe wie "Rituale" gäbe, die unseren Blick auf Phänomene lenken, die über eine alltägliche Lebenswelt hinausweisen, indem sie auf Verbindungen mit vermeintlichen spirituellen Kräften oder Mächten verweisen.
Gegenstände, Themen oder Motive können sich nicht gegen Vergleiche wehren. Alles ist mit allem vergleichbar. Um jedoch einer Beliebigkeit von Vergleichen zu entkommen und nicht nur Fragen zu beantworten, die niemand stellt, muss sich die Sinnhaftigkeit von Vergleichen erschließen, indem sie Erkenntnisprozesse anstößt. Diese Erfahrung hat sich bei unserem Besuch nicht eingestellt. Stattdessen werden Besucher mit Symbolen konfrontiert, deren vordergründige Gemeinsamkeit sich bei genauerer Betrachtung auflöst, weil die Bedeutung der Symbole über den kulturellen Kontext variiert und darum keine Strukturen sichtbar werden lässt.
Eine andere Frage betrifft die Auswahl der Themenfelder bzw. die Kriterien der Auswahl, die nicht transparent sind und darum den Eindruck einer Beliebigkeit hinterlassen.

4  Danke, bellakoeln!
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Bewertet am 14. März 2011

Es ist eine tolle Ausstellung, die zu einer Entdeckungsreise verschiedener Kulturen einlädt. Es macht Spass die neuen Technologien, die eingesetzt wurden, zu erkunden und auszuprobieren. Man sollte sich viel Zeit nehmen, um in Ruhe alles bestaunen zu können. Selbst Dufterlebnisse gibt es zu erschnuppern und vieles mehr...

Danke, Vornesitzer!
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