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“Chinesische Überraschung! "Hühnerfüße und eine chinesische Wartebank"”
Bewertung zu Just Dim Sum - GESCHLOSSEN

Just Dim Sum
Weitere Restaurantangaben
Restaurantangaben
Optionen: Reservierung empfohlen
Stadtviertel: Schöneberg
Bewertet am 30. Januar 2012

Hühnerfüße und eine chinesische Wartebank

Es war Zufall. Sind vom Wittenbergplatz in die Ansbacher Straße gelaufen. Plötzlich Hungergefühle, es duftet nach Essen. Der Duft kam aus dem "Just Dim Sum". Ein neues kleines Chinesisches Restaurant, dass seit drei Monaten in Berlin existiert. Schwerpunkt Südchinesische Küche. Auffallend war durch die Fensterscheiben, es futtern dort schon genüßlich chinesische Gäste. Da besteht der Verdacht, das es wirklich chinesische Küche gibt. Der Verdacht hat sich bestätigt.

Obwohl, das Ambiente ist anders als bei den meisten Chinesen in Berlin. Moderner, selbstbewußter. Warme Terra di Siena Ocker Wände. Kaum China Kitsch. Keine chinesische traditionelle Klingklongmusik. Man hat dort sowas nicht nötig. Europäische Unterhaltungsmusik dudelt dezent. Lustig ist die Vintagebeleuchtung aus den 70ern an der Decke. In der Küche sieht es aus wie im modernen Südchina. "Hightech ;-)" plus drei chinesische Köche. Macht Spaß ihnen beim Arbeiten zuzusehen. Jeder Griff sitzt. "Schade, das meine Mutter schon ein paar Jahre tot ist" denke ich. Die hätte die Hühnerfüße gegessen, die es hier gibt. "Scharf gebacken oder als Suppe". Irgendwann wage ich mich da auch ran. Diesmal nicht. "Rindfleisch mit Austernsoße" zu 8.50 €. Zehn Minuten nach der Bestellung wurde serviert. Ein Deutscher Koch bekommt das kaum hin in 10 Minuten Rindfleisch so zart zubereiten, das es auf der Zunge zerfällt. Die Südchinesen können das. Der Trick ist einfach. Ähnlich wie die Fleischzubereitung beim Sauerbraten. Das Fleisch wird vorher in großen Kübeln eingelegt. Ohne viel aufgemotztem Gewürz. Dazu wird im Wok Fenchel, Ingwer und wenig Kohl kurz angebraten. Das komische Bambuszeug samt Sprossen wie sonst bei "Hauptstadtchinesen" war nicht dabei. Krampfhaft reduzierte Soßen gibt es nicht. Die Soße kommt von der Austernbrühe zum marinieren. Reispott dazu, fertig das janze!

Ungewohnt ist die niedrige Sitztiefe der Stühle. Kleine Leute können unter Umständen mit dem Kinn an der Tischplatte essen. Macht aber kein Problem. Ein Chinese hantiert sowieso nicht mit Messer und Gabel in gehobener Sitzposition. Und wir, wir schaufeln das am besten mit einen Löffel in uns rein.
Ein chinesischer Junge am Nachbartisch schaufelt auch mit dem Löffel, derweil Mama und Papa selbst die Suppe mit Stäbchen essen. (Naja, die wuseln die Nudeln mit den Stäbchen raus und trinken die Suppe kurz und schmerzlos aus der eleganten asymetrischen weißen Schüssel)

Problemchen gabs auch. Meine Frau hatte einen Zahlendreher bei der Bestellung verursacht. Bekam Schwein statt Rind. Hat nichts gemacht. Wir haben gemischt und praktisch "halb und halb" gegessen. Aufs Haus gab es dann wegen dem Fehler zwei Bier.

Ehe wir dicksatt und abgefüllt aufgestanden sind, sahen wir ein Wartebänkchen für Gäste, wenn kein Tisch frei ist. Da saßen schon zwei junge Chinesen mit knurrendem Magen und studierten voll konzentriert die Speisekarte.

Empfehlenswert!

© Richard Hebstreit 2011
(oparazzi)
PS. Früher bei uns im Mittelalter waren die Tischplatten auf dem Dorf sowas von voll gekleckert, dass die Oberfläche mit Fett und Suppe imprägniert war. Deswegen sind in den Museen einige Tische noch erhalten. Z.B. die Renaissance-Wangentische. http://www.leo-spik.de/aa/bilder/01465.jpg
In China auf dem Dorf ist es heute noch so. Nur, dass die nie auf die Idee gekommen sind, das Brot unter der Tischplatte zu deponieren. Die hatten kein Brot, weil sie ihre Getreidekörner (Reis) vor dem Backen weg geputzt hatten. Ein chinesischer Eßtisch hat als Riesenzarge an den schmalen Seiten einfach Bretter, die durchbrochen sind um die ausgesägten Teile verbrennen zu können. Das wurde schön schmuckvoll gemacht. Diese Tische stehen im Just Dim Sum. Bei wohlhabenden Chinesen war die Platte mit zig Lackschichten beschichtet, weil man in China beim Essen nicht nur gerne rülpst und schmatzt, sondern auch kleckert. Diese Lackschichten mit einer schönen Brandmalerei gibt es im Just Dim Sum. Damit der feine Lack erhalten bleibt, liegen darüber Glasplatten und kleine ovale Platzdeckchen. Die kann man dann voll kleckern!

    • Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Ambiente
    • Service
    • Essen
1  Danke, oparazzi!
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Bewertungen (15)
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3 - 7 von 15 Bewertungen

Bewertet am 27. November 2011

Das Restaurant liegt west-central und ist gut zu erreichen. Der Service ist sehr freundlich, erkennt auch sofort die Gruppen und bietet getrennte Zahlung an ohne Nachfrage. Ich war positiv erstaunt.
Das Essen: Gut wie man es sich erwartet, viel verschiedenen Konsistenzen und Gerichte. Ich hatte nur Dim Sum, da das der Grund war ich kam, Freunde von mir hatten andere Gerichte, alle zusammen sehr gut und auch schön angerichtet. Für mich einer der chinesischsten Chinesen in Berlin. Ich werde definitiv wieder hin gehen.

    • Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Ambiente
    • Service
    • Essen
Danke, alauri!
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Bewertet am 10. Oktober 2011

Das Restaurant ist sehr schlicht und neutral eingerichtet. Die Bedienung war sehr nett und bereit ausgiebig Auskunft zu geben. Auch ein Extrawunsch wurde uns erfüllt. Die Dim Sums waren die besten, die wir je gegessen haben und werden dort hausgemacht. Das Preis-Leistunsverhältnis ist absolut korrekt.

    • Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Ambiente
    • Service
    • Essen
Danke, Petra F!
Diese Bewertung ist die subjektive Meinung eines TripAdvisor-Mitgliedes und nicht die von TripAdvisor LLC.
Bewertet am 10. September 2011

Unser Besuch bei Just Dim Sum war eigentlich ungeplant, da jedoch das von uns ursprünglich anvisierte Restaurant noch geschlossen hatte, entschlossen wir uns die Küche des Just DIm Sums auszuprobieren. Gehört hatten wir von ihnen via Qype.
Es gibt hauptsächlich kantonesische Gerichte, vor allem Dim Sums und andere Vorspeisengerichte. Die Preise sind moderat, Dim Sums gibt's schon für 2,80 Euro.
Wir entschieden uns für eine gemischte DIm Sum Platte sowie Won Ton Suppe, einmal mit Riesengarnelen, die andere ohne, sowie eine Barbeque-Rind-Vorspeise, dazu Jasmintee auf Empfehlung der wirklich netten Bedienung.
Die Dim Sums waren handgemacht, frisch und auf den Punkt gedämpft. Die Suppen waren hervorragend und gut gewürzt, mit frischen Kräutern und Einlagen. Das Barbequerind in feine Scheiben geschnitten ein echter Genuss und der Tee die optimale Ergänzung. Dazu wurde, wie gewohnt, Sojasauce gereicht, aber nicht die typische Brühe, sondern eine milde Variante, welche sehr gut mit den DIm Sums harmonierte.
Die Überraschung war mein letztes Dim Sum, welches ich mir auf Anraten der Bedienung für den Schluss aufgehoben hatte: es war eine Reiskugel, gewälzt in Kokosnussflocken mit einem Kern aus Pflaumenmus. Perfekt! Dadurch wurden unsere Geschmäcker noch einmal komplett irritiert und das Geschmackserlebnis war wirklich herrlich. Zum Abschluss wurde uns als Geschenk des Hauses ein Drink aus Kokosmilch mit Sagoperlen serviert, der so süffig war, dass wir gut und gerne noch zwei davon hätten trinken mögen.
Fazit:
Essen: superfrisch und handgemacht, mit viel Liebe. Ausreichende Portionen und man isst gerne mal mehr als man vielleicht vorhatte,
Bedienung: ganz reizend und hilfsbereit, spricht gut Deutsch
Ambiente: ungewöhnlich aufgeräumt, keine Schnickschnackschnullchinese mit goldenen Drachen sondern klare, geordnete Formen, helles Interieur, große lichtdurchflutete Räume und gute Farbensprache. Man kann den Köchen beim Zubereiten der Speisen über die Schulter schauen und gleichzeitig schöne Wandbilder bewundern. Es wird mit Stäbchen, wahlweise mit Gabel und Löffel serviert.

    • Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Ambiente
    • Service
    • Essen
Danke, SNAFLG!
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Bewertet am 1. September 2011

Das was man hier in Deutschland in den meisten China-Restaurants bekommt hat mit der Original-Chinaküche oft wenig zu tun. Anders im Just Dim Sum Berlin, nahe dem KDW. Hier bekommt man authentisch chinesische Gerichte, deshalb wird das Restaurant auch vorwiegend von Asiaten besucht. Das Ambiente ist ansprechend und ohne viel China-Schnickschnack. Positiv ist auch, dass man den Köchen durch eine Glasscheibe bei der Zubereitung der Speisen zusehen kann. Die Spezialität sind hausgemachte gedämpfte oder frittierte, verschieden gefüllte, Teigtaschen (Dim Sum). Wir haben einen Daily Deal-Gutschein für ein Original Hong-Kong-Dinner eingelöst. Das Menü war sehr traditionell, kreativ und sehr exklusiv und der Service war flott und sehr freundlich. Der Besuch hat sich gelohnt.

    • Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Ambiente
    • Service
    • Essen
Danke, DagmarD!
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