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“Schwäbische Gastlichkeit”
Bewertung zu Landgasthof Lamm

Landgasthof Lamm
Platz Nr. 12 von 17 Restaurants in Asperg
Küche: deutsch
Restaurantangaben
Backnang, Deutschland
Beitragender der Stufe 6
52 Bewertungen
35 Restaurantbewertungen
common_n_restaurant_reviews_1bd8 143 "Hilfreich"-
Wertungen
“Schwäbische Gastlichkeit”
Bewertet am 5. März 2013

Der Landgasthof Lamm wird in der Stadt Asperg (Baden-Württemberg) als traditionsbewusster Familienbetrieb geführt, den meine Frau und ich spontan und ohne Anmeldung an einem normalen Wochentag um die Mittagszeit besuchten.
Das Restaurant, von außen ein Blickfang durch seine restaurierte Fachwerk-Architektur, und in zentraler Lage von Asperg, am Fuße des Berges Hohenasperg gelegen und in der Region weitläufig bekannt.
Ludwigsburg, bekannt durch das Residenzschloss mit dem blühenden Barock, und die Landeshauptstadt Stuttgart können, bedingt durch gute Verkehrsanbindungen, schnell erreicht werden.
Wenn man mit dem Pkw angereist, kann es sein, dass man in unmittelbarer Nähe zum Restaurant keinen Parkplatz findet. Hier bietet sich ggf. in ca. 50 m Entfernung eine Parkmöglichkeit in der kostenpflichtigen Tiefgarage am Marktplatz an.
Der Zugang zum Restaurant führt an der Stirnseite des Hauses über eine kleine Steintreppe und durch ein rustikal anmutendes Entree. Die Steintreppe stellt zur Überwindung für Gehbehinderte bzw. Rollstuhlfahrer eine mögliche Herausforderung dar, um in die Restauration zu gelangen, was ggf. nur mit fremder Hilfe gelingt.

Vorbei an einer dominanten Theke, bedurfte es ohne Unterstützung des Servicepersonals, zunächst eines gewissen Orientierungslaufs, um einen Platz in der Florian- Jäger- bzw. Allgäuer-Stube oder doch eher im Asperger Eck zu finden. Entschieden haben wir uns für den Wintergarten, der mit seinem hellen Tageslicht-Ambiente, weiß eingedeckten Tischen mit Blumen- und Kerzen-Deko sowie weißer Bestuhlung, dem Raum Weite und Helligkeit und das Gefühl von einer gewissen Offenheit vermittelte.
Der Raum könnte aber noch etwas Abwechslung durch warme Lichtquellen, Muster und Strukturen sowie einige starke Farb-Gegenspieler vertragen, um nicht den Eindruck eines Kühlraums zu vermitteln.
Die im Lehnenbereich abgegriffene, in’s vergilbende Weiß tendieren Bestuhlung des Wintergartens, könnte nach unserem Dafürhalten durch eine Farbauffrischung der Stühle ein Abgleiten der “Edelcharakteristik“ des Wintergartens vermieden werden.

Im Übrigen präsentiert sich das Restaurant mit einem Ambiente von historisch- rustikal bis gediegen-festlich, und bietet mit seinem Platzangebot für Hochzeiten, Jubiläen und Firmenfeste aber auch mit kleinen Sitzecken den Gästen einen adäquaten Rahmen für den Aufenthalt der Gäste.

Nach unserem Dafürhalten, ließ der Hygiene-Standards des Restaurants im Sanitärbereichen und in den Toiletten ein gutes Niveau erkennen.
Aus unserer Sicht zeigte sich aber, möglicherweise durch die architektonischen Voraussetzungen, dass der Zugang zu der im Untergeschoss liegenden Toilette über eine enge, mehrstufige, nicht behindertengerechte Treppe führt.

Nachdem wir uns unserer Garderobe entledigt hatten, nahmen wir erwartungsvoll unsere selbst ausgesuchten Plätze ein, und gesellten uns zu den wenigen, meist “gesetztes“ Publikum.

Es dauerte auch nicht lange, bis uns eine freundliche Bedienung begrüßte.
Wir wurden während unseres Aufenthaltes im Lamm einerseits von einem erfahrenen, hier und da etwas distanziert aber freundlich und aufmerksam wirkenden, andererseits von einem aus unserer Sicht locker-freundlichen Service-Duo begleitet.
Die Empfehlungen der Speisen und des in Frage kommenden Weinangebots, Servierreihenfolge, zeitnahes Abräumen des Geschirrs, Nachfrage für Dessert etc. vermittelten einen guten Gesamteindruck des Service-Personals.

In der uns vorgelegten, sauberen und gut strukturierten Speise- und Getränkekarte (Tageskarte für Mittagsmenü inklusive), wurde uns ein breitgefächertes Angebot an meist deftigen, schwäbischen Gerichten, aber auch saisonabhängige Gerichte, wie Reh- und/oder Wildschweinbraten sowie, leider nur in kleiner Auflage, Fischgerichte offeriert.
Die Getränkekarte gibt ein Standardsortiment wieder und beinhaltet neben Warm- und Kaltgetränke, von alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken, ein gut sortiertes Weinsortiment, meist aus württembergischen Lagen.
Nachdenklich bis nicht nachvollziehbar machte uns die in der Gastronomie wohl gängige Praxis, dass ¼ regionaler Qualitätsrotwein, im Lamm um mehr als 200% teurer ist, als beim Erzeuger.

Wir entschieden uns für einen Wildschweinbraten mit Semmelknödeln, begleitet mit einem halbtrockenen Trollinger aus der Besigheimer Neckar-Region, sowie für einen leicht gebratenes Zander-Filet auf Lauchgemüse, mit einer aufgeschäumten Sahnesoße und Salzkartoffeln als Beilage. Hätte ich später nicht wieder Auto fahren müssen, dann wäre zum Fisch bestimmt ein leichter Riesling die richtige Wahl gewesen; so blieb es beim Apfelsaftschorle.
Dafür wurde meinem Wunsch, die Salzkartoffeln gegen Kartoffel-Croutons zu tauschen, vom “Maitre d’ Restaurant“ bereitwillig entsprochen, wobei er für die Umsetzung des Wunsches durch den „“Commis de Cuisine (Jungkoch) für das Zubereitungsergebnis nichts garantieren wollte.
Dazu bestellten wir jeweils einen Feldsalat, der in Kombination mit gerösteten Speckwürfel und Brot-Croutons angeboten wurde.

Leider wurde einige Minuten später die Vorfreude auf den Wildschweinbraten eingetrübt, da das Wildschwein wohl noch flüchtig, sprich: „aus war.“

Auf Empfehlung fiel dann die Wahl auf einen Schwäbischen Rostbraten, der, wie wohl in den meisten Restaurants mit vorwiegend schwäbischer Küchen-Prägung, auf nahezu jeder Speisekarte als DER schwäbische Gourmet-Klassiker zu finden ist. Auf der Karte im Lamm war er gleich in mehrfacher Variation vertreten.

Die Menüs und Speisen werden, wie wir erfuhren, mit frischen Zutaten hergestellt, was wir später am Geschmack des Feldsalates mit seiner feinen Vinaigrette, des zart angebratenem Zanderfilets mit leichtem Kräutermantel, aufgeschäumter Sahne-Soße und bissfestem Lauchgemüse bestätigen konnten. Dass aus den weniger bevorzugten Salzkartoffeln goldgelbe Kartoffel-Croutons geworden sind, möchte ich gerne als kreativen Beitrag der Küche werten. Nur Lecker!!

Beim schwäbischen Rostbraten, dessen Zubereitungsphase vermutlich wohl schon einige Zeit vorbei war, hielt sich vor allem bei meiner Frau, die Euphorie über sein bedauernswertes Aussehen und Geschmack in Grenzen.
Der schwäbische Parade-Braten hatte nämlich samt Zutaten, so vermuteten wir, den Warmhalte-Tod erlitten, wobei das Fleisch die zarte, und die Bratkartoffel ihre knusprige Konsistenz verloren hatten. Ups!!

Auf den Punkt gebracht.
Das teils historisch- rustikal bis gediegen-festliche Ambiente vom Landgasthof Lamm in Asperg lädt, wenn auch für behinderte Gäste der Zugang zum Restaurant bzw. zu den Toilette beschwerlich ist, zum Verweilen ein und bietet seinen Gästen regional geprägte, gediegene und authentische Kulinarik an.

Dafür, dass Anfang Februar, bei nasskaltem Schmuddelwetter der Mittwochmittag nicht gerade der typische Zeitpunkt für einen Restaurantbesuch zu sein scheint, arbeitet man wohl auch im Landgasthaus Lamm im “Schongang“.
Dennoch gaben das Küchen-Team, bis auf den Fauxpas mit dem Schwäbischen Rostbraten, sowie das Service-Team für das Restaurant eine akzeptable Visitenkarte ab; mit Entwicklungsbedarf beim Jung-Team.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist überwiegend akzeptabel. Dennoch halten wir die Preisgestaltung, z. B. beim Wein, mit einem Zuschlag von über 200% auf den Erzeugerverkaufspreis, für überzogen.

Einen erneuten Besuch im Landgasthof Lamm schließen wir grundsätzlich nicht aus; vor allem dann, wenn es einen Wildschweinbraten gibt.

  • Aufenthalt Februar 2013
    • Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Ambiente
    • Service
    • Essen
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4 Danke, Weltenbummler10_12!
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    Service
    Qualität
    Einrichtung
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