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Sicherheit

St. Pölten
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Sicherheit

Wie steht es um der Sicherheit der Stadt, man lest ja sehr unterschiedliche Extreme. Ich habe nur gehört das es ein Überlebenskampf ist wenn man außerhalb des Hotelareals einen Spaziergang machen möchte! Ist es wirklich so extrem? Und meine nächste Frage wäre, ob alle Hotels in der Inneren Stadt sicher sind? Oder nur die Bekannteren und größeren? Ist ein Besuch der Stadt lohnenswert? Bitte belehrt mich eines besseren!!! Lg Simon

Nürnberg
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1. AW: Sicherheit

Hallo Simon

ich habe zwei Jahre in Johannesburg gelebt und es war eine sehr schöne Zeit, in der ich viele liebe Menschen kennengelernt habe. Es ist eine der grünsten Städte, die ich je gesehen habe und es gibt auch sehr schöne Ecken, die sehenswert sind. Außerdem ist Pretoria nicht weit entfernt und auch bestimmt einen Trip wert. Trotzdem hat Johannesburg natürlich auch eine andere Seite. Die Stadt wird von sehr starken sozialen Unterschieden geprägt, es gibt sehr reiche Leute und sehr, sehr viele sehr arme Menschen. Und dadurch entstehen die Sicherheitsprobleme. Grundsätzlich kann man sich im Auto relativ gut in Johannesburg bewegen, man sollte nur genau wissen, wo man hinfährt und natürlich nicht durch die Townships fahren. Zu Fuß sieht die Sache sehr anders aus. Es gibt Plätze, wo auch die Johannesburger bummeln gehen (Melrose Arch, Einkaufszentren in Sandton), allerdings muß man sich schon als Tourist sehr genau erkundigen, wo das möglich ist.

Was meinen Sie mit "Innerer Stadt"? In Downtown würde ich in kein Hotel gehen, sondern eher in den Außenbezirken. Es gibt aber auch zahlreiche Bed&Breakfast in sicheren Bezirken. Insgesamt würde ich sagen, daß man in Johannesburg auf jeden gut informiert sein muß, um sich dort zu bewegen. Wollen Sie sich denn außerdem noch etwas in Südafrika anschauen? Es ist ein wunderschönes Land mit unheimlich vielen superschönen Ecken.

Viel Spass auf jeden Fall

LG Nicole

St. Pölten
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2. AW: Sicherheit

Hallo Nicole!!

Erst mal danke für deine Antwort.

Naja ein Freund von mir ist Bauleiter und fliegt deshalb beruflich 10 Wochen nach Johannesburg und ich und ein Freund wären für 2 Wochen nachgeflogen, weil ich mich das Land sehr interessiert.

Und Downtown (Innere Stadt - Sorry :-)) wäre seine Baustelle. Und er und seine Freundin wohnen da auch irgendwo in der Nähe dieser Baustelle nur ist die hermetisch abgerreigelt, und daher ist auch für mich keine Unterkunft möglich und um gemeinsam die Stadt (auch das Land) zu erkunden hätte ich halt gedacht, dass es Downtown nicht schlecht wäre ein Hotel zu haben.

Ich bin eigentllich überhaupt kein ängstlicher Mensch, aber während des Tages wären wir halt zu dritt unterwegs und es kennt sich keiner aus in dieser Stadt. Gibt es vielleicht irgendwelche "Reiseführer" die einem die sichersten Wege zu den Sehenswürdigkeiten zeigen.

Was sind die Gefahren das man ausgeraubt wird oder das man umgebracht wird? Und wie ist es mit den öffentlichen Verkehrsmittel sollte man wahrscheinlich auch meiden, oder? Ist es Sinnvoll sich ein Auto zu mieten, oder ist es im dichten Stadtverkehr auch nicht ratsam? Wie hast du dort gelebt bzw. wo? Hast du persönlich negative Erfahrungen auch gemacht? (wenn ich fragen darf)

Nürnberg
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3. AW: Sicherheit

Hallo Simon,

Du darfst mich nicht falsch verstehen. Südafrika ist ein einmalig schönes Land und ich würde jedem dazu raten, es einmal zu besuchen. Johannesburg ist nur leider nicht der sicherste Ort in Südafrika. Aber man braucht halt viel Info. Wenn Dein Freund dort arbeitet, wird er bestimmt südafrikanische Kollegen haben. Man fragt am besten Johannesburger, wo man herfahren kann und wo nicht. Wir haben uns von einem südafrikanischen Kollegen meines Mannes einen Stadtplan von Johannesburg mit roten und grünen Bezirken versehen lassen. Damit sind wir dann losgezogen. Ich glaube nicht, dass man in Downtown eine ratsame Unterkunft findet, denn dort ist es definitiv spätestens bei Anbruch der Dunkelheit sehr gefährlich.

Man muß aber auch in Johannesburg nicht panisch sein, aber sehr vorsichtig. Wie fast überall in großen Städten läßt man auffälligen Schmuck (auch Uhren) am besten zuhause und auch die Kamera vor dem Bauch ist keine gute Idee. Rucksäcke oder Taschen am besten im Auto in den Fußraum beim Fahren oder vor dem Start in den Kofferraum legen, so dass sie nicht gesehen werden können. Fenster geschlossen und Türen sofort verriegeln. Besonders abends in Kreuzungsbereichen vorsichtig sein, denn Car-Hijacking ist leider sehr beliebt. Wenn jemand das Auto will, dann nimmt er es, auch ohne Rücksicht auf Verluste. Daher immer die Umgebung im Auge haben.

Wir haben für Johannesburg ehrlich gesagt keinen Reiseführer benutzt, außer unsere südafrikanischen Freunde. Aber ich benutze für meine ganzen Reisen immer die "Lonely Planet" Reiseführer (ich bin mir nicht sicher, ob es diese nur in Englisch oder auch in Deutsch gibt), denn sie führen einen auch "off the beaten track".

Öffentliche Verkehrsmittel würde ich in Johannesburg auf keinen Fall benutzen. Es gibt ein paar Busse, aber ich glaube, diese sind nicht für Touristen gedacht. Die Minitaxis werden überwiegend von Schwarzen benutzt und sind vor allem meistens nicht verkehrstauglich. Es passieren viele Unfälle, auch weil die Fahrer eher als Kamikazefahrer zu bezeichnen sind. Es ist auf jeden Fall ratsam, sich ein Auto zu leihen. Der Verkehr ist wahrscheinlich auch nicht schlimmer als in London oder Rom. "Expect the unexpected" könnte man als Motto gelten lassen.

Wir haben in Bedforview gelebt (Bezirk Germiston), eine recht weiße und "reiche" Gegend, aber auch mit Wachmann vor der Tür, hinter 2m Mauern plus Elektrozaun. Aber auch ich bin tagsüber mit unserem Hund in der Umgebung spazieren gegangen. Zum Glück ist uns nichts passiert, aber ich kenne einige Deutsche, denen das Auto geklaut wurde oder wo plötzlich jemand im Haus stand. Und natürlich kann auch fast jeder Südafrikaner irgendeinge Geschichte erzählen.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel Info und klang nicht zu negativ. Wir reisen im September wieder nach Afrika und stoppen auch wieder für einen Tag in Johannesburg, um ein paar Freunde zu treffen. Das würden wir nicht tun, wenn wir nicht immer noch von diesem Land überzeugt wären.

Was möchtest Du denn außer Johannesburg noch anschauen? Denn nur Johannesburg für 2 Wochen wäre dann schon eine Schande.

Wenn Du weitere Fragen hast, schreib einfach in das Forum. Ich gucke relativ regelmäßig rein.

LG Nicole

St. Pölten
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4. AW: Sicherheit

Hallo Nicole

Also echt mal vielen vielen Dank für die vielen hilfreichen Tips und die ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Es klingt überhaupt nicht negativ, du schriebst halt nur über die Gefahren und das ist auch sehr freundlich von dir. Weil sonst wäre wir wahrscheinlich blauäugig hingeflogen und hätten dann vielleicht unser blaues Wunder errlebt. Weil unter Gefährlich konnte ich mir bis jetzt nicht viel vorstellen.

Naja wir möchten uns auf jeden Fall Kapstadt (Tafelberg) und Umgebung ansehen. Krüger Nationalpark steht auch ganz oben auf meiner Liste, Kap der guten Hoffnung!!! und die künftigen WM Austragungsorte vielleicht. aber ich glaube dazu sind 2 wochen fast zu kurz! Es gibt ja echt unglaublich viel zu sehen in Südafrika!

Ja ich glaub auch das Angst übertrieben ist, man muss halt eben vorsichtig sein und passieren kann auch in jeder größeren europäischen Stadt etwas, auch wenn man das wahrscheinlich nicht vergleichen kann.

Wir werden einfach auch ein Hotel in einer reicheren und weißen Gegend suchen. Die abgeriegelt und bewacht ist. Aufs Geld kommts ja nicht an.

Aber in jeder größeren Stadt gibt es die Townships oder?

Kapstadt ist da ja noch die sicherste Stadt oder?

Was ist noch ein absolutes "muss" bei einer Südafrika reise, was sollten wir uns noch ansehen?

Ist Durban sehenswert?

Gibt es auch eine "weiße" Großstadt, wo halt hauptsächlich weiße wohnen?

Und falls wirklich etwas sein sollte (Überfall) sollte man sich dann wehren oder sind die meisten auch bewaffnet und haben so und so nichts zu verlieren. Welches Hotel würdest du empfehlen? Wir hätten das Melrose Arch ins Auge gefasst, das hört sich eigentlich hervorragend an.

Aber ich freu mich echt schon riesig auf diesen Urlaub.

 

Nürnberg
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5. AW: Sicherheit

Hallo Simon,

es freut mich, wenn ich Dir ein paar Tipps geben kann. Zu welcher Jahreszeit willst Du denn nach Südafrika?

In 2 Wochen würde ich nicht zuviel reinpacken, sonst habt Ihr nichts davon. Für einen Inlandsflug von innerhalb von Südafrika, z.B. von Johannesburg nach Kapstadt kann ich Euch die "Billigfluglinie" www.kulula.com empfehlen. Sie sind sehr unkonventionell und die Stewardessen laufen in Shorts durch die Gänge, sehr witzig. Und soweit ich weiß, werden die Flugzeuge von denselben Firmen gewartet, die auch die BA Maschinen warten. Außerdem lohnt es sich auch immer, auf www.flysaa.com zu schauen, auch die haben oft günstige Flüge. So fliegen wir z.B. von Johannesburg nach Windhoek, Namibia. Kapstadt ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wollt Ihr dort lieber in einem Hotel oder einem Bed&Breakfast übernachten, direkt in Kapstadt oder in den Außenbezirken? Freunde von mir waren in einem ganz tollen B&B mit Blick über den Hafen. Der Tafelberg, Robben Island, die Waterfront und das Kap der guten Hoffnung sind das übliche Programm. An der Waterfront gibt es ein ganz tolles Steakhouse, ich glaube, Belthazar heißt es. Hervorragende Steaks oder auch Seafood, und man kann fast alle Weine auch im Glas bekommen, nicht nur Flaschen. Dadurch kann man mehrere der hervorragenden südafrikanischen Weine probieren. Die Winelands könnt Ihr mit dem Auto auch sehr leicht erreichen und sind auf jeden Fall eine Reise wert. Auch Weinproben sind dort möglich. Darf ich fragen, wie alt Du bist? Spielst Du vielleicht Golf? Denn auch dafür ist Südafrika ein Traumland.

Das Melrose Arch in Johannesburg ist eines der besten Hotels am Ort. Es ist wirklich wunderschön eingerichtet und die Lage ist auch sehr gut. Sehr gute Restaurants direkt gegenüber, z.B. das Moyo mit afrikanischen Gerichten, sehr lecker, aber auch sehr touristisch.

Im Krüger Park gibt es die Möglichkeit, die Camps im Park selbst zu besuchen. Die kann man über www.sanparks.org buchen, allerdings ist der Krüger Park immer recht voll und man muß damit rechnen, dass mehrere Autos an einem Tier stehen, und leider sind die Leute nicht gerade rücksichtsvoll. Wir haben im Krüger viel gesehen, aber es war uns zu voll. Daher kann ich Dir nur empfehlen (gerade in der Kürze der Zeit) in eine private Lodge in einem der privaten Game Reserves an der Westgrenze des Krüger zu fahren (oder auch zu fliegen). Diese haben keinen Zaun zujm Krüger, so dass die Tiere ungehindert vom Krüger in die Game Reserves wandern können. Daher sieht man alles, was man im Krüger auch sehen kann. Wie z.B. Sabi Sand oder Timbavati, dort gibt es wunderbare Lodges und man wird mit offenen Landrovern durch den Busch gefahren. Die Ranger wissen sehr viel und die Tracker finden die Tiere nur anhand der Spuren, auch mitten im Busch. Außerdem dürfen höchsten 2 Fahrzeuge an einem "Sight" sein, so dass man super Photos machen kann. Die Tier sind wild, aber für sie gehören die Autos zu ihrer Umgebung. Wir haben sogar einen Löwenkill gesehen und hatten noch weitere einmalige Erlebnisse.

Durban fand ich jetzt nicht so sehenswert, aber das ist bestimmt Geschmacksache. Ich glaube, da würde ich eher nach St. Lucia nördlich von Durban fahren, besonders wenn man Natur sehen will.

Ich denke, von den WM Austragungsorten wirst Du noch nicht viel sehen können. Das Stadion in Kapstadt gibt es noch nicht, in Johannesburg liegt das Stadion (soviel ich weiß ist es das jetzige Rugbystadion) in einem Gebiet, in das man nur zu den Spielen fährst. Durban weiß ich nicht.

Townships gibt es überall. Wenn man z.B. von Flughafen nach Kapstadt reinfährt, kommt man an einem sehr großen Township vorbei, in dem die Menschen wirklich in Blechhütten und im Dreck wohnen. Das gibt es in jeder südafrikanischen Stadt.

Bei einem überfall sollte man sich nie wehren, sondern alles hergeben, was verlangt wird, auch das Auto. Denn die meisten sind bewaffnet. Nicht diskutieren, denn alles läßt sich ersetzen, auch ein Auto.

Auf jeden Fall bin ich sicher, dass Du eine tolle Zeit haben wirst.

Liebe Grüße,

Nicole

dresden
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6. AW: Sicherheit

Hallo, mal so kurz.

ich war im märz erst in johannesburg und habe für 4 wochen für eine hilfsorganisation in der innenstadt gearbeitet.

Natürlich sollte man als weißer schon aufpassen, auch wenn man nicht nur als geldquelle gesehen wird.

Schwarze leute werden dort genauso überfallen, was jetzt nicht abschreckend sein soll.

Meiner Meinung nach ist Johannesburg eine der interessantesten Städte der Welt, sehr vielschichtig. Man sieht alles von sehr arm bis sehr reich.

Es gibt auch viele /einige Touristenunternehmen die Städtetouren für ~ R300 (30€) pro Person anbieten.

Diese holen einen am Hotel ab und fahren dann ihre Routen durch die Stadt, auch Innenstadt (Downtown, Hillbrow) und auch Soweto.

DAS Township, welches auf jedenfall einen Besuch wert ist. Es ist sicherer als Joburg, da die Leute dort vom Tourisleben und auch 'nur' 30% sehr arm sind und in Blechhüttenhausen. Aufjedenfall ist das sehr interessant..

Wenn man mal zu Fuß unterwegs sein sollte, lohnt es sich wie gesagt nicht viel Reichtum mit zunehmen. Am besten noch sich vorher die Strecke angucken, falls man ihnen helfen will, sollten sie schon vorsichtig sein. Aber in einer Gruppe und am besten mit einem schwarzen Begleiter sollte nix passieren. Vorallem als Deutscher wird man dort unten respektiert, WM und so...

Was sich noch für Johannesburg empfehlen lässt ist der 'Lionpark' im Norden. Gibt es auch Touren für oder man fährt mit eigenem Auto. Es gibt auch eine 'cubstation', wo man Babylöwen schtreicheln kann, sehr putzig.

Dazu noch das Apartheidmuseum, sehr bewegend und auch recht neu noch.

Auch wenn man als Weißer oft angeguckt wird, bringt diese Hautfarbengeschichte meiner Meinung nach nicht viel. Die schwarzen Südafrikaner sind sehr offen, tanzen und singen viel, sehr lebhaft und auch sehr hilfsbereit, da viele christlich sind. Die Regierung tut auch sehr viel für die Sicherheit und Soziales.

Im großen und ganzen kann man schon 3-4-5 tage Joburg einplanen. Eine gute Vorbereitung ist alles.

Schönen abend noch

Johannes

siegen
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7. AW: Sicherheit

Wir waren im September 2 Wochen in Südafrika Rundreise mit Berge&Meer (unbedingt mit Johanna oder Bianca reisen, wer viel hören will über Land, Leute, Tier, Kultur) .

Sehr zu empfehelen, wenn man das Land kennenlernen will. Top Reiseleitung, super viel gesehen, aber Powerprogramm. Erholung war das nicht, aber im Nachhinein hätte ich auch nichts missen wollen. Wir sind so vom Südafrikafieber infiziert, wir müssen wieder hin.

Ich kann fast alles o.g. bestätigen, außer, dass das Stadion schon gebaut wird in Kapstadt.

Von Johannesburg haben wir allerdings nicht viel gesehen, das war der letzte Abflugtag. Ein Grund mehr hier noch mal genauer zu sehen, was geboten wird.

Pilgrims Rest muss man nicht unbedingt sehen, den Blynd River Canyon unbedingt, Durban nicht so, Kapregion – alles mitnehmen, Weinregion, Mossel Bay, Plettenberg(walewatching) Knysna, Wilderness + überhaupt an der Küste ist es sehr beeindruckend + Swasiland. Macht die Safaris zum Schluß !!! der Reise. Uns haben die Tiere so beeindruckt, hypnotisiert, danach ist alles andere nicht mehr zu toppen. Ich würde wieder im eher weißen Süden anfangen und mich in die schwärzer werdenden Gebiete hocharbeiten.

Von uns wurde keiner ausgeraubt oder sonst etwas.

Man muss auf die Reiseleitungen oder eben Einheimischen hören und bestimmte Gegenden meiden.

Tuen wir in Deutschland auch, oder?

An den Geldautomaten aufpassen!!!

Nur an welche gehen, wo eine Bank daran ist und nie alleine!!! Nie an einen gehen der out of order ist!!!

Nie von Fremden helfen Lassen!

Einer Mitreisenden sind so 5000 Euro vom Konto geräumt worden, wegen out of order trozdem versucht, zack. Ihre Karte kam wieder raus und zu Hause ist es erst aufgeflogen. Sowas passiert hier allerdings ja auch immer mal wieder, dort hält öfter.

Julia

Ulmen, Deutschland
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8. AW: Sicherheit

hey :)

 ich bin im august mit ner freundin für einen monat in johannesburg und wir würden gerne dort arbeiten ..

hast du vielleicht eine adresse von der organisation für die du da gearbeitet hast und kannst uns ein paar infos über diese geben? also arbeiteszeiten gehalt etc.? oder ist es freiwilligenarbeit?

danke! lg isa

Frankfurt
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9. AW: Sicherheit

Hallo,

um auch noch meinen Senf dazu zugeben ;) :

In Johannesburg tut sich einiges. Es entstehen ganz neue Viertel in der Inner City, die mittlerweile richtig "hip" sind und wo man sich gut bewegen kann, so z.B. das Maboneng Viertel mit "Arts on Main", einem Viertel mit Galerien, schönen Restaurants, ausgefallenenen Läden und einem tollen Markt. Schau mal hier: www.marketonmain.co.za

Natürlich muss man wissen, wo man sich bewegen kann. Da kann ich meinen Vorrednern nur beipflichten, sich im Hotel oder bei Einheimischen zu erkundigen, wo man ohne Sorge spazieren kann...

Empfehlenswert sind auch die Stadtrundfahrten in den roten Hop on hop off Bussen: www.citysightseeing.co.za

Ein Besuch im Township lohnt sich auch. Ich war schon in diversen und habe immer eine gute Zeit gehabt und mich immer sicher gefühlt. War aber eben auch mit Leuten unterwegs, die von dort kommen und sich auskennen...Da kann ich für Joburg/Soweto nur wärmstens Thuli empfehlen. Sie ist eine Fremdenführerin aus Soweto und spricht sogar deutsch. Mit Begeisterung und viel Insider-Informationen zeigt sie ihren Gästen ihre Heimat. Hier ihre Website: www.atamelatours.com

Freut Euch auf die Reise! Südafrika ist toll :)

Viele Grüße, Inga

Johannesburg ...
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10. AW: Sicherheit

Dieser Artikel erschien in 2001 in der Süddeutsche Zeitung und inzwichen hat sich soviel veraendert - Dank unsere Besucher die zu uns kommen mit positiver Einstellung! Bis heute seit 1999 wie ich angefangen habe, habe ich keine schlechte Erfahrungen gemacht mit meine Gaeste. 15 Jahre lange bringe ich Besucher nach Jo'burg und Soweto auch fuer Abendtouren.

Come closer to the culture and people of South Africa and feel the warmth of my people - ATAMELA!

Süddeutsche Zeitung

04.12.2001

Thulis Traum vom wahren Afrika

Führungen durch die Townships sollen Südafrika-Besuchern das Leben der schwarzen Bevölkerung näher bringen

Die Krisen kommen immer abends und meistens unerwartet. Dann hadert Thulisile Khumalo mit den Ungerechtigkeiten, die in ihrer Heimat Südafrika noch immer zwischen Weiß und Schwarz herrschen. Dann möchte sie gemeinsam mit ihrem deutschen Freund Ralf Biermann am liebsten die Koffer packen und nach Dortmund zurückkehren. Dorthin, wo sie von 1994 bis 1997 studiert und Ralf kennen gelernt hat.

Doch die Phasen des Zweifels dauern nur kurz. Denn Thuli hat viel gewagt und bereits viel erreicht. Vor sieben Monaten hat sie ihr Zwei-Mann Unternehmen "Atamela" gegründet, um Touristen das schwarze Johannesburg zu zeigen. "Atamela" ist Zulu und heißt so viel wie "Kommt näher!" Eine Aufforderung, die Thuli nicht nur täglich an die hundert Mal ausspricht, sondern auch zu ihrem Lebensmotto erklärt hat. Die schwarze Südafrikanerin macht Führungen durch Soweto, was eine Abkürzung für Southwest-Township ist, welches im Südwesten von Johannesburg auf etwa 100 Quadratkilometer an die zwei Millionen Menschen beherbergt. Thuli ist selbst in Soweto aufgewachsen, zusammen mit ihrer Mutter, den Großeltern und drei Geschwistern. "Ich möchte erreichen, daß Südafrika-Besucher in unserem Land nicht nur auf Safari gehen und Bilder von Elefanten, Giraffen und Nashörnern im Kopf haben, wenn sie wieder nach Hause fliegen", sagt sie. "Die Touristen sollen auch einmal ein Township gesehen, gespürt und gerochen haben, denn auch das ist Südafrika."

Thuli zeigt den Besuchern den Markt, der immer Samstag Vormittag auf, neben und unter einer großen Fußgängerbrücke stattfindet. Xhosa-Frauen sitzen auf umgedrehten Plastikeimern und verkaufen Tomaten, Äpfel, gegrillten Mais und Hunderte von getrockneten Wurzeln und Knollen gegen diverse Zipperlein. Sie haben ihre Ware auf Pappkartons vor sich auf dem Boden ausgebreitet. In Einkaufswagen daneben, dicht gedrängt, gackern, hacken und picken jeweils 15 weiße Hühner aufeinander ein, völlig zerrupft und gezeichnet vom Kampf um den engen Platz. In der Luft liegt der Geruch von auf Kohle gegrilltem Fleisch.

Seit etwa drei Jahren wollen immer mehr Touristen auch die schwarzen Townships in den großen Städten sehen. Spezielle Veranstalter, meist jung und idealistisch wie der weiße Südafrikaner Paul Miedema und seine Agentur "Calabash Tours" in Port Elizabeth, konnten zehn Prozent Steigerung feststellen. In der Hochsaison sind es bis zu 250 Touristen pro Tag, die nicht nur die geschönten Großstadtviertel mit den klimatisierten Einkaufspassagen kennen lernen wollen, sondern auch das "echte" Afrika.

Das hat Miedema und seine Kollegen ermutigt, neuerdings für rund 40 Mark Touren mit thematischen Schwerpunkten anzubieten: Führungen zu Frauenprojekten, religiösen Plätzen oder unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die dunkelhäutige Führerin und ehemalige Sozialarbeiterin Thope Lekau hat im Township Khayelitsha in Kapstadt die erste Bed & Breakfast- Pension eröffnet. "Doch das muss sich erst herumsprechen," weiß Miedema. "Wir sind noch meilenweit von unserem Ziel entfernt, daß Township-Führungen zum Pflichtprogramm für jeden Afrika-Besucher gehören."

Die Sorge, daß die Township-Bewohner diese Touren als eine Art menschlichen Zoobesuch empfinden und ablehnen könnten, hat keiner der Veranstalter. "Ich hole die Touristen vom Hotel oder Flughafen ab", erklärt Lekau. "Sie kommen als meine Gäste, und das wissen die Menschen hier. Sie sind stolz, daß sich endlich jemand für sie und ihre Lebensweise interessiert."

Thuli, die einzige Fremdenführerin in Johannesburg, die über Authentizität und Fachwissen verfügt, gleichzeitig fließend Englisch, Deutsch sowie Zulu spricht und die Nähe zum Township nie verloren hat, sieht ganz andere Probleme: "Es ist unglaublich schwer, die jahrzehntelang bestehenden, überwiegend weißen Seilschaften in der Reisebranche zu durchbrechen und sich mit neuen Ideen durchzusetzen," klagt sie und muss gegen vielerlei Vorurteile kämpfen: "Viele Touristen haben einfach auch Angst vor solchen Ausflügen", meint sie. Die Schauergeschichten, die in den In-Bars die Runde machen, würden ja auch immer schlimmer werden. Dabei habe man bislang nur gute Erfahrungen gemacht. "Wir wissen genau, wo wir hingehen können und welche Ecken wir besser meiden," sagt die in Soweto Geborene. Eine hundertprozentige Sicherheitsgarantie gebe es jedoch nicht. "Die fehlt auf einer Safari aber auch," fügt sie schnell hinzu.

Durchschnittlich alle drei Sekunden geschieht, statistisch gesehen, in den afrikanischen Townships ein Mord. Die Gewaltbereitschaft ist hoch, denn die Menschen haben wenig zu verlieren. Es gibt weder Toiletten noch Strom oder fließend Wasser. Kinder zwischen drei und zehn Jahren rennen barfuß durch den Schlamm, die letzten Tage hat es stark geregnet. Fast allen läuft die Nase, und ihre löchrigen T-Shirts sind fast immer zu groß oder zu klein. Buben und Mädchen umzingeln die Touristengruppe, wollen die leere Plastik-Wasserflasche aus dem Rucksack zum Fußballspielen. Aber mehr als ihnen ein paar Rand zustecken, können Touristen bei ihrem dreistündigen Abstecher auch nicht tun.

Thuli ist dennoch überzeugt, daß ein Besuch im Township beiden Seiten etwas bringe: "Umbruch fängt immer im Kopf an, Annäherung auch." Und neben allem Elend gebe es durchaus Bemerkenswertes. So sei jeder Township-Bewohner stolz auf die Gemeinschaft und den sozialen Geist, der dort herrsche. Und deshalb würden viele auch freiwillig zurückkehren. Wenn die Township-Touren allein diese Botschaft vermitteln könnten, sei schon viel gewonnen.

Dann führt sie die Besucher in ein Vorzeige-Projekt: eine der besseren Wellblech-Hütten, in der 13 Menschen auf 20 Quadratmetern hausen und ein Doppelbett für die ganze Familie ausreichen muss. Ein Mädchen versucht auf dem Markt zu erklären, welche Wirkung eine längliche, dunkelbraune, haarige Wurzel hat, die zu Dutzenden vor ihr auf dem Boden liegen. Die Unterhaltung gestaltet sich schwierig, kaum ein Schwarzer hier spricht Englisch. Nach längerem Hin und Her, eindeutigen Gesten und Thulis Hilfe stellt sich heraus, daß die meisten Früchte, die hier verkauft werden, als Aphrodisiaka dienen, zwei aus der Gruppe verleitet das zum Kauf. Zumindest in dieser Hinsicht treffen sich die unterschiedlichen Kulturen.

Ein paar Meter weiter, unter der Fußgängerbrücke, wirft ein junger Mann Dutzende von Rinderzungen in einen hohen, dampfenden Kochtopf. Nach zweistündiger Garzeit wird das Fleisch gegrillt, in Salz gewendet und in kleinen Häppchen von den Umherstehenden als Finger-Food verspeist. Dicke schwarze, am Boden liegende Haarknäuel verraten, daß in unmittelbarer Nähe ein Friseur seinem Handwerk nachgeht. Tatsächlich sitzt direkt ums Eck ein junger Mann unter einem zerfledderten Pepsi-Schirm und wird geschoren. Daß er dabei von allen beobachtet wird, scheint ihn nicht zu stören. Thuli weiß die erstaunten Gesichter der Touristen richtig zu deuten und erklärt: "Das Leben spielt sich in den Townships auf der Straße ab, das Wort Intimsphäre ist hier unbekannt."

Seit Abschaffung der Apartheid 1994 habe sich der Graben zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung noch verbreitert, meint Thuli. Maximal ein Prozent der Township-Bewohner schaffe es, aus der klassischen "Village"-Karriere, schlechte oder gar keine Schulbildung, arbeitslos, arm, krank, auszubrechen. Sie selbst, deren Mutter als Journalistin bei einer Tageszeitung in Johannesburg arbeitet, war bereits mit 14Jahren politisch aktiv, trat bei den Versammlungen schwarzer Studenten, die sich gegen das Apartheid-Regime auflehnten, in der Kirche Regina Mundi als Rednerin auf. Als sie später Einschusslöcher im Kirchendach zeigt, wirkt ihr Lächeln bemüht.

Weniger Mühe, ihre Emotionen zu verbergen, gibt sich Thuli vor dem Haus von Winnie Mandela: "Sie mögen mich als fanatisch bezeichnen", sagt sie erregt, "aber ich kenne kaum Menschen, die so rigoros und rücksichtslos ihre eigenen Interessen durchsetzen wie diese Frau." Der Grund für Thulis Ärger ist ein Kiosk, den Winnie Mandela dem gegenüberliegenden Nachbarn mit einem Abstand von 50 Zentimetern direkt vor dessen Haus gebaut hat, "so daß kein Sonnenstrahl mehr ins Haus fallen kann und dessen Familie nun statt auf die Straße auf eine öde, graue Hauswand blickt". Je mehr Touristen derartige Ungerechtigkeiten erlebten, desto größer sei die Chance, daß sich vielleicht endlich einmal etwas ändere, hofft Thuli. Und sie berichtet begeistert von einem deutschen Holzhändler, der nach dem Besuch eines Kindergarten-Projekts im Township von Port Elizabeth spontan fünfzig kleine Kinderstühle samt Frachtgebühren gespendet habe.

Von Steffi Hugendubel

Weitere Auskünfte:

"Atamela", Thulisile Khumalo, P.O. Box 787605, Sandton, 2146 Tel./Fax: 0027/11/984 8848, mobil: 0027/78 798 8627, E-Mail: thuli@atamelatours.com;

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