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Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

Hamburg
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Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

Im Sommer 2007 machten wir uns mit 7 Motorrädern auf nach Odesa.

Zwei Übernachtungen in Polen, alles lief glatt, am dritten Tag erreichten wir die Grenze (Ukraine).

Der Grenzsoldat war anfangs freundlich, sprach etwas Deutsch und es war kaum Verkehr, dass wird schnell gehen, dachten wir.

Dann telefonierte er, kam zurück und wir sollten unsere Motorräder rechts auf einen Parkstreifen fahren, dass waren seine letzten (unfreundlichen) Worte.

Es war sehr heiß und zwei Stunden lang passierte nichts (nur das alle anderen Verkehrsteilnehmer weiterfahren konnten).

Es wurde langsam dunkel, als man uns sagte, wir sollen weiterfahren, bis zur eigentlichen Grenze.

Schön, es geht weiter dachten wir..... , nach zahlreichen hin und her (der eine wollte den Führerschein sehen, der nächste die grüne Versicherungskarte, der dritte den Reisepass......) waren dann noch 10€ (immer pro Person) fällig, als wir dann in völliger Dunkelheit nach Chernivtsi fahren durften.

Gute 100km zu fahren, ca.90min, wenn alles glatt geht, aber die Polizei wartete schon

Nach 5 km ein STOP-Schild, keine Kreuzung nur ein kleiner Sandweg der zur Strasse führt.

Die beiden Gesetzeshüter wollten keine Diskussion und auch keine Quittungen schreiben, 10€ und die Sache ist geritzt.

An der Grenze zu Moldawien wieder das gleiche, warten, 10€ Strassengebühr, aber keine Polizei (noch nicht).

In Chisinau war unser Hotel, von wo aus wir am darauffolgenden Tag weiter nach Odesa fahren wollten.

Unsere Route war so geplant, das wir im Süden über die Grenze in die Ukraine fahren, aber nach einem kurzen Gespräch mit einem Kaufmann, der uns versicherte der Grenzbereich um Tiraspol wäre sicher und es gäbe keine Wartezeiten oder Probleme fuhren wir in dieses Gebiet.

Empfangen wurden wir von einem Soldat, der uns freundlich nach rechts schickte über eine Sand-Schotterstrasse, ca. 2km lang.

An diesem Grenzposten war der Schlagbaum unten, drei schwerbewaffnete Soldaten (Peacemaker nach ihren Worten) freuten sich schon auf uns.

Links von uns war ein Schützengraben ausgehoben und an der rechten Seite stand ein Panzer, hier war nur eine Schachtel Zigaretten fällig, der Schlagbaum ging hoch und wir durften fahren.

500m später, die eigentliche Grenze (Ukraine) war zum Greifen nah:

Die Polizei wartete schon 10€ wegen (siehe oben), 10€ Strassengebühr, 10€ Visum.

Nach 3h öffnete sich die Grenze für uns, schon wieder wurden wir erwartet,

aber dieser Polizist sah sehr jung und konnte wohl nichts passendes anbringen, so ließ er uns fahren.

Kaum 500m gefahren wurden wir wieder gestoppt 10€ wegen (siehe oben).

Am abend erreichten wir völlig entnervt Odesa, so hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Als wir nach Rumänien fuhren passierten wir kurz wieder Moldawien (10€ Strassengebühr) und dann ging es Richtung Ungarn.

Ich kann von meiner Seite aus keiner Gruppe empfehlen diese Länder mit dem Motorrad zu besuchen, es sei denn, siehe oben will man erleben.

MFG

5 Antworten zu diesem Thema
Hamburg
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1. AW: Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

wow, das hört sich ja wirklich umständlich an! Danke für die Hinweise, werde Sie an meinen Motorradbegeisterten Freund weitergeben, der schon mit dem Gedanken gespielt hat, auf 2 Rädern nach Osteuropa zu reisen!

Gruß

Babsi

Berlin
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2. AW: Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

Man sollte sich, wenn man Osteuropa bereist, vorher über die Geflogenheiten und Einreisebestimmungen informieren!

Ich fahre seit 2000 am liebsten mit dem Auto oder der Bahn bis auf die Krim, denn besser kann ich Land und Menschen nicht kennen lernen!

Ich habe an der ukrainischen Grenze schon 2 Tage, mal 18 Stunden oder nur 30 min. zugebracht, alles eine Frage der Einstellung. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Da ich russisch spreche bezahle ich auch nicht soviel, für einen ausserplanmäßigen Stop auf ukrainischen Straßen gibt es nie mehr wie 20 - 30 Griwna. Natürlich muss man diskutieren. Aber ich habe doch Zeit, die Polizisten wollen irgendwann einmal nach Hause. Oder ich habe einen Milzionär mal mitgenommen, besser kommt man kaum vorwärts.

Immer freundlich bleiben, sagen wie schön alles ist und weiter.

Ich liebe es und entschädigt, für alle Unannehmlichkeiten, wird man allemal durch Landschaft, Leute und Essen. Die Krim ist wunderschön. Bestättigt wird es da jedes Jahr mehr Deutsche dorthin unterwegs sind.

Für weitere Info: 030 62204685 oder dlzwb@aol.de

Gruß Steffen

Wolfhausen, Schweiz
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3. AW: Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

Hallo zusammen

Wir fuhren letztes Jahr zu zweit mit zwei Motorrädern in die Ukraine. Wir kamen von Moldavien durch Transnistrien in die Ukraine. Abgesehen vom 3 stündigen Einreiseprozedere nach Transnistrien hatten wir absolut keine Probleme und die Zollabfertigung war jedesmal innerhalb von 10 Minuten und ohne jegliche Gebühren erledigt. Transnistrien ist eine abtrünigie Republik und wird nur von Russland unterstützt, ist aber von keinem anderen Staat anerkannt. Erkundigt Euch bei Eurem Aussendepartment über die momentane Situation in Transnistrien. Letztes Jahr wurde vom Schweizerischem Aussendepartment abgeraten von Moldavien via Tiraspol in Transnistrien in die Ukraine zu reisen. Eine akzeptable Route war via Dubasari in Transnistrien in die Ukraine einzureisen. Am Zoll in Dubasari/Transnistien dauerte es etwas (3 Stunden) und für die russischen Papiere auszufüllen wurden 10 Euro verlangt. Die Zollbemten blieben aber immer freundlich und anständig. Die Ausreise bei Odessa und wieder rein nach Moldavien verlief kurz, freundlich und ohne Bezahlung. Weil es uns im Osten so gefallen hat, reisen wir Anfangs Juni 2012 unter anderem wieder in die Ukraine. Wir reisen von Polen bei Jaroslaw nach L'viv ein und reisen bei Sighetu Marmatjei in Rumänien wieder aus. Transnistrien meiden wir diesmal.

Generell kann ich nur sagen, es sind freundliche liebenswerte, hilfsbereite und gastfreundschaftliche Leute.

Wünsche Euch allzeit gute Fahr.

Fritz

Pfarrkirchen ...
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4. AW: Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

Wir waren bis jetzt nur in Rumänien und in der hintersten Slowakei und können solche Berichte in keiner Weise bestätigen. (Wir hatten in beiden Ländern keinerlei Sprachkenntnisse). Dieses Jahr wollen wir in die Ukraine und ich erwarte auch keine Schwierigkeiten. Vielleicht liegt es immer an den Reisenden wie man behandelt wird.

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5. AW: Reise mit dem Motorrad in die Ukraine

Also ich weiß nicht, aber slowakische Polizisten verdienen ca. 800€-1000€ und ukrainische manchmal €50... pro Monat natürlich. Ich glaube man kann die Slowakei nicht mit der Ukraine vergleichen, da dürfen Polizisten gar nichts mehr. Alles muss vom hinten aufgenommen werden, außerdem gilt seitens der Polizei die Beweispflicht. Ein schönes Wort des Polizisten reicht da leider nicht.

Antwort auf: Reise mit dem Motorrad in die Ukraine
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