April 2016 - Myanmar - Yangon - Bagan
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Gerade zurück aus Myanmar und hier einige Erfahrungen nach deren Beantwortung ich vor unserer Reise selbst suchte:

Myanmar

Anders als angekündigt, werden US Dollars immer noch überall akzeptiert. In Banken und Wechselstuben werden US Dollar und Euro getauscht. Der Kurs für Euro war besser! In Europa Euro in Dollar und dort dann Dollar in Kyat (sprich: tschet) zu tauschen macht also wenig Sinn. Wechselkurse waren überall fast identisch. Auf "einwandfreie" Scheine wird weniger Wert gelegt als gemeldet. Der Kurs für 100 und 50 Dollar Scheine bzw. den 50 Euro Schein ist besser als für kleinere Noten. Kreditkarten akzeptieren nur Hotels, Geldautomaten und wenige große Shops.

Gute Taschenlampen mitbringen! Der Zustand der Gehwege ist teilweise gefährlich schlecht, Straßenbeleuchtung eher selten und Stromausfälle an der Tagesordnung. Das Vorurteil, die Menschen seien ausnehmend freundlich, trifft zu. Wir sind viel in SO-Asien unterwegs und haben selten so viele freundliche Menschen getroffen und noch nie soviel mit Einheimischen gelacht wie in Myanmar.

Yangon

Anders als in vielen anderen Orten findet man in Yagon noch von Touristen verschonte "Monk Walks". Also den morgendlichen Gang der Mönche, bei dem Gläubige Gaben überreichen. Finden in allen Stadtteilen statt, immer Rundweg von / bis Kloster. Tipp: 05:15 Uhr zwischen Deutscher Botschaft und Hotel Chatrium. Ein Erlebnis!

Shwedagon und Suhle Pagode sind ein Muss. Beide bei Tag und Abend. Am Osteingang der Shwedagon Pagode sind viele Straßenküchen, am Westeingang einige sehr gute Restaurants, am Südeingang eine weitere Pagode und ein fast surrealistischer Park.

Downtown Yangon ist schmutzig, chaotisch, verfallen... wundervoll! Am besten stundenlang zu Fuß erkunden. Taxis sind billig und immer und überall verfügbar.

Im Viertel um die Universität ist alles moderner, sauberer, neuer. So wird es in Yangon wohl in wenigen Jahren überall aussehen.

Bagan

Die großen (hohen) Tempel sind zum Sonnenuntergang gesperrt. Tagsüber offen. Haben Sie am Flughafen eine Besucherkarte für 25 US$ gelöst, dürfen Sie aber rauf. Durch die Vielzahl der Tempel ist eine Überwachung unmöglich, weswegen viele Touristen und Einheimische einfach auf andere Pagoden klettern. Gesperrt wurde aus Gründen der Sicherheit und des Respekts. Überlegen Sie also ehe Sie klettern.

Die großen Pagoden sind beeindruckend, die kleineren haben dafür einen besonderen Charme.

E-Roller sind überall zu mieten. Ob das romantisch ist, ob man so den Kutschern die Arbeit wegnimmt, kann man bedenken. Sicher ist es aber der beste Weg wenigstens einige der unzähligen Tempel zu besichtigen. Die Roller fahren fast 60 Sachen, sind absolut nicht verkehrssicher und eigentlich ist es Ihnen als Ausländer verboten ein Fahrzeug zu mieten. Deswegen kümmert ein Reisepass, Führerschein oder eine Kaution beim Anmieten auch niemanden. Preis pro Tag: keine 5,- Euro. Entweder auf Gut Glück losfahren oder per GPS-Handy die vorher markierten Tempel ansteuern. Fahren Sie abseits der geteerten Straßen durch kleine Dörfer und Sie lernen sehr nette, hilfsbereite Menschen kennen.

Die Auswahl an Restaurants ist sehr gut und wir erlebten keinen einzigen Reinfall. Die Preise in den größeren Restaurants sind für dortige Verhältnisse happig, für Europäer aber ok. Essen in Straßenküchen spottbillig.