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Auf den Spuren des Jesuitenstaates in Paraguaria

Die Gesellschaft Jesu hatte in Suedamerika ihre Zentren in Lima/Peru und in Cordoba/Argentinien. Von dort aus (Cordoba) wurden die 30 Reduktionen, Wirtschafts- und Glaubenszentrenr der Guarani-Indianer verwaltet. Dieses System entwickelte sich im Laufe von 100 Jahren ausserordentlich erfolgreich. Die verarmte Spanische Krone wollte sich schliesslich diese reichen Provinzen aneignen und expulso die Jesuiten - die Folge war der Zerfall dieser Wirtschaftszentren.

Die Einrichtungen wurdenweitgehend zerstoert und gepluendert, manche ueberlebten nicht die Zeit weil aus Holz oder Lehm errichtet. Im suedlichen Paraguay 30 km von Encarnacion entfernt in den Orten Trinidad und Jesus sind die Ueberbleibsel von eindrucksvollen Sandsteinbauten zu besichtigen. In Trinidad ist die groesste Anlage errichtet im Barockstil, hier lebten 4.000 Indios. Jesus wurde war die letzte Reduktion, ist im Renaissancestil und wurde nie vollendet.

Die Anreise ist problemlos mit bBus oder Auto, alle Strassen sind asphaltiert, ein Country- Hotel befindet sich bei der Mautstation Trinidad von dort aus kann man mit Motosulky die beiden Ruinen besuchen.

Die Ruinen in Trinidad haben von Donnerstag bis Sonntag auch eine Nachtfuehrung “Luzes y Sonidos” (auch in englischer Sprache).

Der ehemalige Steinbruch in Trinidad wurde in eine sehr schoene Freilichtbuehne und in einen Naturpark verwandelt. In der Naehe der Mautstation ist die Jesuitenkapelle San Antonio, das Zentrum der ehemaligen kleinen Estancia.

Beide Ruinen sind Weltkulturerbe, will man sie mit Ruhe besichtigen sollte man sich 2 Tage Zeit nehmen. Will man sehen wie sich die Jesuiten frueher auf dem Parana bewegt haben, Im Hafen Hohenau (15 km) liegt ein grosser Segelkatamaran, man kann den deutschen Kapitaen unter Vertrag nehmen.

Desweiteren befinden sich Jesuitenruinen in San Cosme und Daiman (120 km) und dort im Umkreis Museen und einzelne Bauwerke wie in Santiago, Sta. Rosa, Sta. Maria und San Ignacio.

Man koennte glauben der Oberbayerische Barock hatte hier eine Aussenstelle gehabt, die handwerkliche und kuenstlerische Leistung der Guarani-Indianer unter Anleitung der Jesuiten ist bemerkenswert.