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Enttäuschung

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Enttäuschung

Hallo,

Wir sind zurzeit auf einer Rundreise durch Vietnam und Kambodscha und ich bin heute richtig enttäuscht worden. Ich wollte wissen, ob es jemanden von euch mal genauso ging auf der Reise durch SOA.

Insgesamt sind wir 6 Wochen unterwegs. Wir haben mittlerweile schon gelernt, dass hier einiges einfach anders läuft, als zu Hause. Auch die Mentaliät unterscheidet sich hier natürlich deutlich von zu Hause. Das ist eigentlich auch kein Problem, aber hier erstmal zu dem was heute passiert ist: wir sind zurzeit in einem kleinen Dorf (Ta Van, Ca. 10 km von Sa Pa entfernt) im Norden Vietnams. Was uns hier schonmal unangenehm aufgefallen ist, ist dass hier Kinder ständig versuchen einem etwas zu verkaufen, und die Erwachsenen Frauen, die natürlich auch immer dabei sind, kein Nein verstehen. So weit, so gut. Heute waren wir wandern, nur zu zweit, weil wir keine Tour buchen wollten. Auf einmal trafen wir auf eine Gruppe Hmong Frauen mit einem Kind. Wir gingen weiter und sie folgten uns. Sie waren nett, haben mit uns geredet, uns ihr Obst angeboten. Wir waren auch freundlich, sind aber weiter gewandert. Die Frauen haben uns erzählt, dass sie auch in die selbe Richtung müssen. Irgendwann kamen wir auf einem Berg zu einem Café, wo wir uns eine zweite Flasche Wasser kauften, da unsere langsam aus ging. Als wir raus gingen, waren die Frauen immer noch da. Die Wege kreuzten sich, sie folgten uns noch immer. Irgendwann hat das Mädchen gesagt: ok, ihr geht jetzt da weiter zurück nach Ta Van, aber erst müsst ihr etwas kaufen. Sie waren so bedrängend, dass wir Ihnen zwei Armbänder abkauften und schnellen Schrittes weiter gehen. Es war eine so unglaublich unangenehme Situation. Wir wussten überhaupt nicht, wie wir da weg kamen. Ich fand es zu dem noch wahnsinnig unverschämt. Ich war vor allem enttäuscht, weil ich hier in Vietnam bisher einfach die Erfahrung gemacht habe, dass niemand einfach nur so nett zu uns ist (außer die zahlreichen Hostel- und Homestaybesitzer), sondern nur wenn man etwas kauft. Das macht diese Menschen so hässlich. Vor allem weil sie kein Nein verstehen.

Mein Bericht ist leider sehr emotional gefärbt, weil ich zu dem heutigen Tag noch nicht genügend Distanz habe. Trotzdem fühle ich mich einfach enttäuscht.

Ana

36 Antworten zu diesem Thema
Berlin, Deutschland
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1. AW: Enttäuschung

Als hässlich würde ich diese Menschen nicht beschreiben.

Es ist so, dass du reich bist und die Menschen auf dem Land sehr arm.

Du gibst am Tag mehr Geld für Kleinigkeiten aus, als die Leute dort im Monat verdienen.

Ein Touri fängt an, etwas zum Höchstpreis oder Mondpreis zu kaufen. Das spricht sich schnell herum. Und dann ist es passiert. Jeder will was vom Kuchen abhaben.

Stell dir vor, hier in Deutschland würden viele Fremde sein, die täglich 3.000€ ausgeben und du nur einen kleineren Teil davon im Monat verdienen würdest. Wo ist deine Hemmschwelle, diese Menschen in deiner Not zu bedrängen?

Sehe es locker. Wenn dir wieder jemand ein Bändchen verkaufen will, dann zeige deines und gut ist es.

Zuletzt geändert: 27. Juli 2016, 14:48
Ho-Chi-Minh-Stadt ...
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2. AW: Enttäuschung

Diese Erfahrung habe ich leider auch in Sapa gehabt - und ich muss zugeben das ich nach 24 Stunden in Vietnam gesagt habe das ich das land überhaupt nicht mag. Ich hab mehrmals einfach Nein gesagt, und die haben mich dann auch in Ruhe gelassen. ich habe aber auch Touristen gesehen die sich in ein Geschäft gerettet haben. Seitdem kann ich Sapa auch nicht immer zu 100% empfehlen. In der Hinsicht gibt es in Vietnam keinen schlimmeren Ort. Ich hab insoweit Glück gehabt, das meine Hmong Führerin uns vor diesen Verkaufsfrauen geschützt hat - aber das klappt nicht bei jeden.

Und ich kann in diesem Fall auch Hans nicht zustimmen, dieses Verhalten ist nicht OK. Es ist einer der Gründe warum Vietnam nicht den besten Ruf hat, und auch das weniger als 10% der Touristen wieder nach Vietnam zurück kommen.

Aber zum Glück gibt es dieses Problem nicht in ganz Vietnam. Ich kenne kaum ein anderes Land mit solchen liebenwürdigen und freundlichen Menschen - vor allen in nicht touristischen Orten. Sie sind häufig neugierig, und wollen gerne mit den Touristen nur reden, meistens um Ihr Englisch zu verbessern. Ich habe aufgehört zu zählen wie häufig ich zu Bier, Wein oder essen eingeladen wurden bin - sie haben sich geweigert das ich was bezahle.

Lass bitte diese Erfahrung nicht deine Meinung über dieses tolle Land verderben. Ich bin froh das ich nach meinen ersten 24 Stunden einfach weiter gemacht habe, und ich habe danach meinen ersten Aufenthalt um 2 Wochen verlängert, und war auch wieder 2 mal danach dort.

Ich hoffe deine weitere Reise wird dir noch viel Spass bringen

Zuletzt geändert: 28. Juli 2016, 11:52
Köln, Deutschland
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3. AW: Enttäuschung

In Sapa war ich noch nicht, aber vier mal in allen möglichen Ecken in Vietnam. Generell scheint mir die "Plage" Händler im Vergleich zu Anfang des Jahrtausends eher erheblich angenommen zu haben. Seinerzeit hatte man z.B. in Hanoi permanent irgend einen "Original-Vietnamkriegs-Feuerzeug" oder selbstgemalte Postkarten oder fotokopierte Bücher oder oder oder Verkäufer oder Rikschafahrer am Bein. Das habe ich bei den letzten Besuchen so nicht mehr erlebt, da war in Sachen Händler so gut wie nichts mehr los.

Verglichen mit Marokko oder gar Indien ist das eh sehr gemäßigt in Südost-Asien. Auch wenn es zunächst vielleicht unhöflich erscheint, völlige Ignoranz hilft meist wenn es zu nervig wird. Kein Blickkontakt, allenfalls kurzes "no" und stur weitergehen. Den Indern habe ich die Fähigkeit abgeschaut, den Blick auf irgend einen imaginären Punkt in weiter Ferne zu fokussieren und die Umgebung vollständig auszublenden. Wenn man sich da mit jedem, der einem etwas feilbietet, auf Diskussionen einlässt, würde man auch nicht allzu weit kommen zu Fuss. An manchen Orten in Nordafrika, wo selbst ernannte Fremdenführer wie die Pilze aus dem Boden schießen, war auch ein verständnisloser Blick kombiniert ein Redeschwall in einer exotischen Sprache wie Finnisch geeignet, jene zu vertrieben ;-)

Um das jetzt nicht alles zu negativ klingen zu lassen, ich hatte schon viele nette Begegnungen mit irgendwelchen fliegenden Händlern und Bettlern. Mit Zeit und Lust habe ich durchaus etliche interessante Gespräche erlebt, wurde zum Tee eingeladen und ähnliches. Dafür kaufe ich auch gerne für kleines Geld irgend einen Plunder, den man bei nächster Gelegenheit weiterverschenken kann. Diese Leute haben Zeit und oft einiges zu erzählen, wenn es sprachlich klappt auch mal einen Versuch wert. Auf diese Weise habe ich von einer Bambusflöte (meinem Neffen geschenkt) bis zu irgendwelchen Wunderpillen (weggeworfen, weil unklar für oder gegen was) schon alles mögliche erworben für Centbeträge und wurde dafür mit Kurzweil entschädigt.

Zurück nach Vietnam. Wenn ihr weniger touristische Ecken als Sapa erreicht, sollte sich die Zahl postiver Begegnungen deutlich erhöhen. Ich bin bisher jedenfalls einem Vielfachen mehr an sehr netten und uneigennützigen Menschen begegnet in diesem Land als Schlitzohren.

Shanghai, China
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4. AW: Enttäuschung

Die meisten Leute die sonst nur Thailand oder Indonesien kennen sind von der Kälte der Vietnamesen schockiert. Das Verhalten ist meist auch rsssistisch motiviert, Viets mögen keine Ausländer (darum gibt es auch kaum Bumstouris).

Ho-Chi-Minh-Stadt ...
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5. AW: Enttäuschung

Also ich ziehe die Vietnamesen den Thailämder vor, da ich kaum freundlichere Leute kennen gelernt habe (vielleicht Laos). Ich bin immer begeistert von deren Freundlichkeit und Herzlichkeit. Da wird man. Selbst in Orten wie in Hanoi lernt man Leute kennen, die einfach nur mit dir reden wollen, oder dich auf ein Bier einlädt, ohne etwas zu verkaufen. Deshalb fahr ich auch so gerne immer wieder da hin. Und das es nicht so einen offenen Sextourismus gibt wie in anderen Ländern, ist ein zusätzlicher Vorteil.

Und rassistisch jab ich die Vietnamesen mie erlebt...aber da kenn ich mich nicht so aus

Berlin, Deutschland
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6. AW: Enttäuschung

Meine Meinung und mehr nicht.

Vietnamesen sind wegen ihrer "geschichtlichen Erfahrung" zu recht gegenüber Ausländern reserviert.

Länder und Menschen, die erst kolonialisiert waren und danach zum Spielball der Weltpolitik wurden, sind übervorsichtig.

Im kleinen wirkt sich so aus: "was der Großvater den Enkeln erzählt bleibt mahnend im Gedächtnis hängen".

Zuletzt geändert: 20. August 2016, 11:11
Deutschland
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7. AW: Enttäuschung

Ich habe die Laoten sehr zurückhaltend/introvertiert und oft auch ernst, aber sehr, sehr nett und höflich erlebt. Aber auch sehr phlegmatisch. Inwiefern das mit dem vergangenen Krieg, den aktuellen politischen Verhältnissen und/oder der Mentalität zu tun hat, ist mir nicht ganz klar. Mir schien es aber eine Kombination aus diesen drei Faktoren zu sein. DIE Laoten gibt es natürlich so nicht, wir haben viele unterschiedliche Volksstämme getroffen, aber einige diesbezügliche Gemeinsamkeiten im Vergleich zu anderen Nationen war schon festzustellen.

Die Kambodschaner waren offener, moderner und auch geschäftstüchtiger. Bei vielen habe ich eine Aversion gegen die Vietnamesen festgestellt. Die Korruption dort eine einzige Katastrophe (und wohl grenzübergreifend auch aus Richtung Vietnam präsent).

Wenn auch optisch unterschiedlich, fand ich die Vietnamesen den Kambodschanern ähnlich, offen, kontaktfreudig, aber insgesamt noch moderner (klar, im Schnitt und sehr unterschiedlich zwischen Stadt- und Landbevölkerung) und sehr geschäftstüchtig.

Insgesamt haben mich Land und Leute in Laos trotzdem im Vergleich dieser drei am meisten fasziniert.

Schönen Gruß von

ikarusfly

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8. AW: Enttäuschung

Das ist doch Blödsinn hoch 30. da müssten Phinoys, Burmesen, Laoten, Malayen usw. Auch unfreundlich sein. Ist aber ein Verhalten das für Vietnam und China reserviert ist - meine Meinung: Kulturrevolution. In China wurde die Elite zum Verrecken aufs Land geschickt und in Vietnam für den Kommunismus (den man dann wieder entfernen musste) verheizt. Zurück blieben die ungehobelten Bauern.

Shanghai, China
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9. AW: Enttäuschung

www.forum-vietnam.de/go/viewtopic.php…

Hier mal eine Diskussion zum Thema in einem Vietnam Forum.

Berlin, Deutschland
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10. AW: Enttäuschung

@NorthPanadan

Es gibt keinen Blödsinn hoch drei.

Es gibt unterschiedliche persönliche Meinungen, die diskussionswürdig sind.

Die letzten 80 Jahre für China und Vietnam zu nehmen, ist zu kurz gegriffen.

Vietnam war über zig Generationen von China besetzt. Danach kamen Franzosen , dann die Amerikaner.

Ein Sprichwort der Vietnamesen lautete " Wir haben 1000 Jahre die Chinesen überstanden, dann werden wir die paar Jahre Franzosen auch überstehen".

Übrigens hängen die kleinen Bergvölker in Südostasien noch immer in der Luft, egal ob in Burma, Thailand, Vietnam oder anderswo. Alle Länder versuche sie "zwangsweise einzubürgern". Das geht schief oder wird kaum funktionieren.

Mit der "Landverschickung" der Elite gebe ich dir bei China und Kambodscha recht.

Das "verheizen" der Vietnamesen sehe ich unter einem anderen Blickwinkel.

Weder China, Frankreich oder die USA haben es geschafft, Vietnam in die Knie zu zwingen. Eher das Gegenteil war die Realität.

Antwort auf: Enttäuschung
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