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Indien im Sommer 2008 - Teil 1

Magdebug/Germany
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Indien im Sommer 2008 - Teil 1

Nun habe ich wohl endlich Zeit über unsere Indienreise im Juli/August 2008 zu berichten. Die Planungen begannen bereits im November 2007, was zwar für die Fernflüge günstig war, die Hotels würde ich jedoch im Wiederholungsfall erst 1-2 Monate vor der Abreise buchen. So hatten wir z.B. das Problem, unser Hotel die Bahnanreise und einen Inlandflug stornieren zu müssen, da im Juni in Darjeeling ein unbefriisteter Streik begann und das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgab. Dann ging es endlich los und wir flogen mit Lufthansa nach Delhi, unserem ersten Ziel. Da wir nachts ankamen, hatten wir unser B&B (onelink road)um Abholung gebeten. Das würden wir immer wieder tun, da man so schnell und sicher in sein Bett kommt. Am nächsten Tag besuchten wir Qutb Minar und dann das Zentrum um den Connaught Platz. Motorrikschas sind schnelle Transportmittel, allerdings muss man hinsichtlich des Preises hart verhandeln, denn der reiche Europäer wird natürlich als Einnahmequelle betrachtet. Hier bekamen wir im B&B Richtwerte. Recht lästig sind auch Händler, die einem über weite Strecken folgen, um etwas zu verkaufen.Für den nächsten Tag hatten wir eine Stadtführung unter dem Gesichtspunkt der verschiedenen Religionen und Stadtgebiete Delhis über Magic Delhi gebucht. So besuchten wir einen Sikh-Tempel, die größte Moschee und den größten Hindu-Tempel vor den Toren der Stadt, lernten aber auch die Altstadt kennen und erfuhren eine Menge über die Lebensgewohnheiten der Menschen. Hatten wir am Vortag noch gerätselt, was es mit den getrockneten Kräutern uns dem Zucker, der nach dem Essen auf den Tisch gestellt wurde auf sich hat, so erfuhren wir nun, dass Anis + Zucker nach dem Essen für frischen Atem sorgen. Am nächsten Tag ging es per Flugzeug nach Veranasi. Hier wohnten wir im Hotel Palace on Ganges mit direktem Blick auf den Fluss. Die Ghats waren zumeist überflutet, so dass man nicht am Ufer entlanggehen konnte. Es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, wenn auf ca. einem Kilometer Flussufer Menschen im Fluss baden, ihre wäsche waschen, ihr Geschirr spülen und Tote verbrannt werden. Mit Ausnahme vom Bundesstaat Uttarakhand habe ich nirgends öffentliche Toiletten gesehen. Den vielen Obdachlosen bleiben also nicht sehr viele Möglichkeiten.., hinzu kommt Müll und die Hinterlassenschaft der Kühe - dies alles sorgt in den Gassen von Varanasi für Gestank.. Wir waren froh nur einen Tag in dieser Stadt zu weilen. Nach dem Frühstück auf der Dachterrasse des Hotels flogen wir also zurück nach Delhi, deponierten unseren Koffer am Flughafen und fuhren nur mit Rucksackbepackt zum Bahnhof, um den zug nach Haridwar, einer weiteren heiligen Stadt am Ganges und am Rande des Himalayas u nehemen. Da zu dieser Zeit das Kumbh Mela, die pilgerfahrten an den Ganges, stattfand, war die Stadt voll von orange gekleideten Pilgern. Diese kommen aus ihren Dörfern, um im Ganges zu baden und Wasser des Ganges in einem Krug in den heimischen Tempel zu tragen. Dazu muss eine Tour der Pilgerreise zu Fuß absolviert werden und für den Transport des Kruges gibt es bestimmte Regeln. Die vielen badenden Pilger anden Ghats und in der Stadt - das war sehr beeindruckend. Unser Hotel Haveli Hari Ganga lag sehr günstig zu den Ghats und war auch sehr schön, das Personal freundlich Und hilfsbereit. Mit der Seilbahn fuhren wir zu Mansa Devi Tempel. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Stadt und den Ganges. Vor den Tempeln werden die Schuhe ausgezogen, man gibt sie ab und bekommt sie für ein kleines Trinkgeld nach dem Tempelbesuch zurück. Wir waren das erste Mal froh, "Tempelsocken" (alte Strümpfe, die wir nach dem Tempelbesuch weggeschmissen haben) mithatte. Durch gespendete Nahrungsmittel war der Boden klebrig und dreckig. Außerdem wurde mir klar, wieso Menschen im Tempel tot getreten werden können. Es waren so viele Besucher, dass man keine Chancew hatte Tempo oder Richtung seines Weges zu bestimmen, man wurde durchgeschoben. Ich habe keine Platzangst, aber auf den zweiten Raum verzichtet. Wir mussten Fahrkarten für unsere Weiterfahrt nach Dehra Dun besorgen. Da ich zu Hause nicht einschätzen konnte, ob wir per Bus oder Bahn weiterfahren würden, hatte ich dies nicht per Internet erledigt. Fahrkarten für den Zug sollte man wenn möglich über www.www.irctc.co.in von zu Hause reservieren. Das spart Zeit und Nerven. Es stehen lange Schlangen an den Schaltern und der Beamte erwartet, dass man ein Formular mit Angabe der gewünschten Zugnummer und Wagenklasse bereits ausgefüllt hat. Da kann man sich zu Hause in Ruhe viel besser informieren. Wir hatten mehrere Reservierungen von zu Hause aus getätigt, es ging vor Ort dann alles problemlos.Es ging also weiter nach Dehra Dun und dann per Bus ins Gebirge nach Mussorie. Leider war während unserer Anwesenheit der Himmel so wolkenverhangen, dass wir die hohen berge des Himalayas nicht zu sehen bekamen. Mussorie ist ein schön gelegener Touristenort. Unser Hotel Kasmanda Palace lag sehr ruhig oberhalb des ortes in einem Park. Allerdings war es den Regenfällen nicht mehr gewachsen, es regnete durch, aber mit zwei Gefäßen war auch dieses Problem geklärt. Der Koch des Hotels war super, wir hatten hier eines der besten Abendessen. Wir machten einen Busausflug zu verschiedenen Tempeln und den Kempty-Wasserfällen, sehr schön, nur die Bretterbuden der allgegenwärtigen Händler verschandeln das Bild. Nach zwei Tagen ging es zurück nach Dehra Dun zum Flug nach Delhi, um dann per Zug nach Agra weiter zu reisen. Doch nach einer Stund Wartezeit teilte uns eine freundliche Flughafenmitarbeiterin mit:"The flight is canceled." Was nun - es gab nur einen Flug pro Tag, also schnell ein Taxi nehmen und zum Bahnhof. Der Zug war gerade weg, der nächste fuhr gegen 2.00 Uhr nachts. Ein freundlicher Inder erklärte und, dass alle Stunde ein Bus nach Delhi fährt. Er fuhr uns zum ca. 6 km entfernten Busbahnhof, zeigte uns den richtigen Bus und alles ahne Backschisch. Der Bus war ein normaler Überlandbus - 7 Stunden Fahrt nach Delhi. Die Fenster Schlossen nicht richtig, die Sitze waren wenig bequem, ein Toilettenstop für Frauen mangels entsprechender Einrichtungen nicht realisierbar..,aber egal Hauptsache der weitere Reiseplan gerät nicht total aus den Fugen. Ca. 50 km vor Delhi war die Strasse immer stärker durch parkende LKW beparkt, erst eine Spur, dann beide. Nach ca. 30min Wartezeit verlor der Fahrer die Nerven und nutzte die Gegenspur, die auch befahren war. Um 4.00 Uhr morgens waren wir totmüde und dreckig auf dem Busbahnhof in Delhi. Ach, da war ja noch unser Koffer am Flughafen, also mit der Motorrikscha zum Flughafen, Personal im Gepäckaufbewahrungsraum wecken, Koffer nehmen und zum Bahnhof. um 9.00 uhr trafen wir in Agra ein.

1 Antwort
Heidelberg
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1. AW: Indien im Sommer 2008 - Teil 1

Hi Geograph,

eigentlich wollte ich deinen Schreibfluß gar nicht unterbrechen...

Dein Bericht gefällt mir extrem gut!

Ich bin sehr gespannt auf Teil II!

LG

Quiby

Antwort auf: Indien im Sommer 2008 - Teil 1
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