Sansibar...
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Reise April 2017 Sansibar/Kiwegnwa

Unser erster Urlaub in Tansania sollte der Erholung und Information dienen.

Ankunft in Stone Town in der Nacht um 1.15uhr unser Taxifahrer von Sun-Transfers.com

stand schon lachend parat und fröhlich plappernd ging es gemütlich durch die Nacht nach Kiwegnwa in's Sultan Sands-Beach&Spa Resort. Herzlicher Empfang mit eindrucksvollen und (Geräusche der Nacht) kurzen Spaziergang zu unseren Pwani Nr.326,der sich noch als echtes Refugium erweisen sollte.

Sonntagmorgen,öffne die Gardine zur Terasse und !!!WOW!!!... 100erte Schmetterlinge in allen Grössen und Farben. Schnell lernten wir auch die Einheimischen am Strand kennen,klar...

will jeder irgend etwas verkaufen,aber lenkt man die Gespräche auf alltägliche Dinge und zeigt wirkliches Interesse am Einzelnen,so treten selbst in der "saure Gurken Zeit" reine Verkaufsinteressen in den Hintergrund. Ausschlaggebend für unseren alltäglichen Kontakt mit Einheimischen waren schliesslich diese "geführten Ausflüge" der bekannten Anbieter.

Wir als eingefleischte Kuba-und individual- Entdecker waren alles andere als von den Angeboten und Preisen begeistert. Was hat man uns nicht alles für Gruselgeschichten im Umgang mit " Beach-Boys" erzählt.

Wir haben keine "Beach-Boys" sondern intelligente,sprachgewandte und äusserst zuvorkommende Leute aus Kiwegnwa und Umgebung kennen gelernt!!!

Unsere Ausflug mit Omar-Sharif ,der sich deutsch auf eigene Initiative beigebracht hat,nach Stone Town: Abholung am Hotel mit Van und erst mal zu seiner Schwester auf's Land. Wunderschöner Garten mit allem was auf Sanzibar wächst und gedeiht. Dann nach Stone Town und Treffen mit unseren offiziellen Stadtguide ( inkl) der uns mit einer Ruhe und angenehmen Ausstrahlung die noch so versteckte kleinste Sehenwürdigkeit gezeigt hat. Fahrt nach Bububu zu seiner anderen Schwester und Mittagessen bei der Familie mit leckeren Palau. Ein Tag mit unvergesslichen Eindrücken der Insel und seinen Menschen. Unser Fahrer,einsame Spitze und nicht eine Minute Unsicher gefühlt!!! Herzlichen Dank nochmal dafür...

Nun,das Eis war gebrochen und wir spazierten das 1.Mal ins Dorf mit knapp 1000 Einwohnern.

Lernten George,Ali-"el grande Bandito",Mr. Thomas Cook usw. kennen und mögen.

Am Abend ging ich auf ein Bier mit der Herrenrunde ins Dorf und plötzlich sprach mich Amos im schwizerdütschen Dialekt an. Mit ihm und George sollte sich noch eine tolle Freundschaft entwickeln. Zurück im Bungalow zeigte sich die Tierwelt uns wohlgesonnen.

3 Eichörnchen,zig Geckos,ein Bushbaby...holte sich jeden Abend seine Bananen und brachte die leeren Schalen zurück... Flughunde,2 grosse Echsen und ein äusserst verschmuster Kater gaben ihr tägliches Stelldichein.

Ausflug mit Amos zur Gewürzfarm: auch wieder quer durchs Land und Wanderung durch ländliche Gegend. In einem islamisch geprägten Dorf,legte meine Frau sich nur ein buntes Tuch made in Sanzibar über die Schultern und es gab keine verschlossene Türe oder scheue Blicke mehr. Gewürzfarm war sehr interessant,lehrreich und kurzweilig. Der Tag verging leider wie im Fluge. Unsere Gespräche vertieften sich und ich sprach Amos auf das Problem mit den überall herumliegenden Plastikflaschen an. In Stone Town hatten wir eine Entsorgungsfirma entdeckt und erzählten ihm davon. Auch wollte er wissen,wie das in Europa geregelt ist und so kamen wir am Abend auf die Idee mit der Sammelstelle in Kiwegnwa.

Die Sammlung erfolgt in Bigpacks und wird bei Abholung vom Unternehmen an den Dorfältesten in bar ausgezahlt. Es ist nicht viel,aber als finanzieller Zustupf der 18 Familien bei denen die 25 Waisenkinder untergebracht sind,langt es auf jedenfall.

Das "gesparte Geld" von den Ausflugsanbietern,haben wir im Dorf ausgegeben.

Bei 2 Aktionen zu jeweils 50$ wurden Reis und Bohnen zu Einheimischen Preisen bei verschiedenen Händlern im Dorf gekauft und an die 18 Familien mit den Waisenkindern verteilt. Das war soviel Reis und Bohnen,dass es ordentlich Gewicht zu schleppen gab.

Am Vorabend unserer Abreise hatten wir nochmal im Dorf bei Musik,Tanz und Bier ne Menge Spass und wie immer wurden wir an der Strasse abgeholt, bzw zum Hotel gebracht.

Den genannten Vorschlag in einem Kommentar... mit dem Kauf von Kleidung etc. im Land,kann ich nur unterstützen. Auch wenn wir beim nächsten Trip unsere 46 kg/ Person nutzen werden und dringend benötigte Dinge mirbringen werden.

An dieser Stelle,liebe Sanzibar Reisenden...

Es gibt eine Umrechnungs-App, "My Währung" die auch offline funktioniert. Zeigt den verlangten Preis mit der App dem Händler in Tansania-Schilling und schon hat es eine reale Basis. Kauft bitte nicht alles bei einem Händler,sondern bei verschiedenen eine Kleinigkeit.

Angebotene Ausflüge von Einheimischen... Sie werden peinlichst auf Euer Wohlbefinden und Sicherheit achten. Sollte auch nur einer betrügen,sagt es unverblümt und neben vollständigen Ersatz ist derjenige auf lange Zeit vom Geschäft an Strand und Dorf ausgeschlossen.

Alle Vorkomnisse mit Touristen werden in der Dorfversammlung und öffentlich kund getan!

Fazit...

Sanzibar hat sich uns mit seiner ganzen Flora und Fauna und besonders herzlichen Vielfalt präsentiert. "N'Jambo und auf bald" R.&K. Richter