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23-26.05.14 In Algehro

Rees, Deutschland
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23-26.05.14 In Algehro

Hey !

Ich bin für nen Wochenendtrip vom 23-26-05-14 in Algehro. Da ich gern Leute kennen lerne wollte ich mal fragen obs da besondere Orte gibt oder ob hier jemand zum gleichen Zeitpunkt dort ist ?

Bin 30 !

Grüße

Stefan

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Wien, Österreich
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1. AW: 23-26.05.14 In Algehro

Servus Stefan,

..waren letzten August auf Sardinien, hier ein kleiner Auszug aus meinem Blog zu den Unternehmungen in und um Algehro, vielleicht ist einiges für Dich dabei. Wünsche eine erlebnisereiche Reise (nunbedingt in die Grotte, geht auch mit dem Boot ab Algehro ).......

31.08.2013 Cannigione – Alghero (162 km) – Capo Caccia (25 km) –

Arzachena (155 km) – Cannigione (8 km)

Bereits um 8 Uhr verließén wir das Hotel und fuhren ein Stück entlang der Küste und dann ins Inselinnere nach Arzachena. Unser heutiges Ziel war Alghero und Capo Caccia, knapp 200 km entfernt an der Westküste Sardiniens. Die Straße führte durch dichte Korkeichenwälder und über mit Macchia bewachsene Berge nach San Antonio de Galhura. Granitfelsen ragten aus dem dichten Grün, auch der höchste Berg Sardiniens Punta La Marmora (1834 m) liegt hier. In Tempio Pausania kamen wir wieder an der Korkfabrik vorbei. Heute hielten wir bei einer großen Korkeiche mit frisch geschältem Stamm und dicken Rindeansatz an. Die Korkeichenfrüchte sind kleiner als die der Steineichen.

An der SS672 machten wir Fotostopp bei der Nuraghe Martine kurz vor Ploaghe. Der Kegelstumpf liegt malerisch in der Landschaft, vom Dorf ist nur mehr ein Stück der Umfassungsmauer erhalten.

Um 10.30 Uhr trafen wir Reiseführerin Marcella bei der Kirche Santissima Trinita di Saccargia in der Nähe der Ortschaft Codrongianos. Einsam erhebt sich im breiten Tal des Flusses Murroni die auffallende Kirche mit schwarz-weiß gestreiftem Mauerwerk aus dunklem Basalt und weißem Kalkstein im Stil der pisanischen Romanik. Aus der Gründerzeit 1196 stammt die Mittelapsis, zwischen 1180 und 1200 wurden Kirchenschiff, die Fassade mit Portikus und der Glockenturm fertig gestellt. Säulen und Torbogen des Portikus haben Reliefs mit Fabeltieren und Gesichtern, am Säulenkapitell sind ebenfalls Tier-Reliefs.

In der Apsis der einschiffigen Kirche befindet sich ein kostbarer Freskenzyklus aus dem 13. Jh. im byzantinischen Stil. Es sind die 12 Apostel, links das letzte Abendmahl, Gefangen-nahme Jesu, Kreuzigung und Grablegung dargestellt. Aus dem Mauerwerk des Kirchen-schiffes ragt der Kopf des Kirchenstifters.

Das angeschlossene Kloster ist bereits seit dem 15. Jh. verfallen, nur mehr ein Teil des Kreuzganges und der Brunnen blieben erhalten. Anfang des 20. Jh. wurde die Kirche restauriert.

Um 11.15 Uhr fuhren wir weiter Richtung Sassari, es hatte bereits 29 Grad. Vor Sassari ragen weiße Kalkfelsen auf.

Sardinien ist eine autonome Region Italiens und hat eine eigene Sprache, Sardisch ist die zweite Amtssprache neben Italienisch. Sardisch ist neo-latein mit spanischen und pisanischen Einflüssen. Im Inselinneren wird vorwiegend Schafzucht betrieben und nur wenig Getreide angebaut.

Bei Alghero befinden sich das größte Weinanbaugebiet Sardiniens und Olivenhaine. Alghero ist auch ein Badeort, am Sandstrand kann man Liegestühle mieten, wir fuhren am Lido di San Giovanni mit weißem Sand entlang zum Parkplatz. Hier stiegen wir um 12 Uhr aus und begannen mit der Ortsrunde.

An der Meeresküste erhebt sich die Stadtmauer, die Bastion von Maddalena wurde von den Katalanen erbaut. Beim Garibaldi- oder Maddalena Turm kamen wir über Stufen in die Altstadt zur Piazza Civica, dem Stadtplatz. Hier findet man schöne Geschäfte und Cafes, sowie den restaurierten Palazzo d`Albis mit Fächerportal und romanischen Fenstern mit Säulchen. Durch enge Gässchen erreichten wir die Kirche San Michele (zu), die bunt glasierten Ziegel der Kuppel glänzten in der Sonne. Beim königlichen Sporn-Turm erreichten wir wieder das Meer und spazierten auf der Bastion entlang zum nächsten Turm Torre di San Giacomo. Wir blickten auf das blaue Meer hinaus zum Capo Caccia mit der Grotte Nettuno. Dann tauchten wir wieder in die Altstadt ein, die Calle Missacordia führte zur Piazza Theatro mit dem Bischofspalast. Wir gingen weiter zur Kathedrale Santa Maria, sie wird renoviert (Gerüst im Kirchenschiff), war aber offen. Die Pfarrkirche aus dem 14. Jh. wurde von 1562-79 zur Kathedrale ausgebaut. Bemerkenswert sind der barocke Marmoraltar aus der Mitte des 18.Jh. mit einem versilberten Tisch und die Kanzel aus buntem Marmor. Es war düster in der Kirche. Der achteckige Campanile besitzt ein buntes Kacheldach.

Nun machten wir Mittagspause bis 15 Uhr in einem netten Restaurant am Jachthafen.

Danach fuhren wir Richtung Capo Caccia. Einige Kilometer nach Fertilia in Richtung Porto Conte besuchten wir um 15.20 Uhr die Nuraghe von Palmavera mit Dorf, sie lag am Weg. Zwischen 1000 und 800 v.Chr. entstand am Hang rechts der heutigen Straße eine Bastion in Form einer Ellipse mit einem Mittelturm und einem weiteren kleinen Turm im Innenhof. Das Dorf rundum bestand aus mehreren Rundhäusern. In einem Steinkreis befanden sich ein Mahlstein und ein Brunnen, es war das Wasserheiligtum. Der Hauptturm trägt noch eine kreisrunde Steinkuppel, ohne Mörtel wurden die Steine aufgeschichtet. Man kann das Innere betreten. Die Nuraghen hatte keine Schrift, daher gibt es über ihre Kultur nur Vermutungen.

Um 16.10 Uhr setzten wir die Fahrt fort zum Naturhafen Porto Conte, das Wasser in dieser gut geschützten Bucht war ganz ruhig. Hier fand die Schlacht zwischen Katalanen und Genuesen statt. Die Katalanen siegten und errichteten in der Folge viele Wehrtürme entlang der Küste zum Schutz vor Überfällen der Sarazenen. Die Straße endet am Capo Caccia, einem aus weißen Kalkfelsen bestehenden Kap, das 168 m hoch über dem Meer aufragt. Vom Parkplatz führt ein schmaler Steig zu den senkrecht abfallenden, weißen Felswänden. Hier beginnt die in den Stein gehauene Treppe „escala del cabriol“ (Rehleiter) mit 656 Stufen zur Grotta di Nettuno. Die Tropfsteinhöhle hat ein 3-4 km langes Höhlensystem, von dem etwa 500 m besichtigt werden können. Leider fehlte uns dazu die Zeit. Wir genossen statt dessen die grandiosen Ausblicke auf das türkis- bis dunkelblaue Meer, die weißen Kalkfelsen und grüne Macchia. In den geschützten Buchten ankerten Segelboote. Wir wären gerne noch länger geblieben, doch wir hatten einen weiten Heimweg.

Über unseren Wunsch brachte uns Marcella zur Azienda Agricola Leda d`Ittiri in Arenosu, wo wir Wein und Olivenöl verkosteten und weil beides ausgezeichnet schmeckte, auch erwarben. Die Azienda vermietet auch Zimmer und hat einen schönen Garten mit Pool.

Rückfahrt ab 17.45 Uhr über Alghero, Sassari, bei der Kirche Trinita stieg Marcella aus und wir fuhren wieder durch die Berge über Tempio und St. Antonio nach Arzachena und Cannigione zum Hotel Blu Laconia, wo wir um 20.20 Uhr eintrafen. Gerade noch rechtzeitig zum Abendessen.

lg albre13

Antwort auf: 23-26.05.14 In Algehro
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