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Städtetrip nach Rom

Frankreich
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Städtetrip nach Rom
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Da war man doch schon quasi auf der "ganzen Welt", aber noch nie in ROM. Hat sich irgendwie nie ergeben. Aber jetzt hat es endlich geklappt (Oktober 2018).

Wir nahmen am Morgen einen frühen Flug und kamen so schon gegen 9 Uhr an.

Leider mussten wir sehr lange auf unser Gepäck warten, auf dem Flughafen sah alles – jedenfalls für uns - recht chaotisch aus.

Wir fuhren dann mit dem Terravision Bus in die Stadt bis zum Termini. Von dort aus waren es ca. 10 Minuten bis zu unserem Hotel in Monti "Raffello".

Nachdem wir das Gepäck im Hotel liessen, das Zimmer war noch nicht parat, besorgten wir uns erst mal ein paar Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Wir liefen zurück bis zum Termini und nahmen den Bus Nr. 40, der anscheinend an einigen der Sehenswürdigkeiten vorbeifährt und, was wir nicht wussten, bis zum Vatikan fuhr.

So waren wir dann schon am ersten Tag auf dem Petersplatz.

Nachdem wir uns zuerst etwas auf dem PETERSPLATZ umgeschaut hatten - in der Mitte waren Stühle aufgestellt - sahen wir, dass die "Schlange" zum PETERSDOM gar nicht so lang war.

Also gingen wir zum Eingang und mussten "nur" ca. 20 Minuten anstehen, bevor wir zum Eingang kamen. Auch das Scannen der Handtaschen ging schnell voran. Vorsichtshalber fragte ich noch, ob fotografieren im Inneren erlaubt sei.

Wenn man den Petersdom betreten hat, ist unweigerlich erst mal der "Wow-Effekt" da - man ist überwältigt von der Grösse und der Pracht. Dieses ist die grösste christliche Kirche, und sie bietet Platz für 60.000 Menschen. Die Ausmasse sind riesig: 211 m Länge, bis zu 186 m Breite und 132 m Höhe.

Die Menschenmengen im Inneren hielten sich in Grenzen, und so konnte man in aller Ruhe die unermesslichen Kunstschätze bewundern.

Man darf aber nicht vergessen, dass nicht nur diejenigen kommen, die sich für das Bauwerk und das Kircheninnere als solches interessieren, sondern es sind sehr viele Leute aus aller Welt hier wegen ihres christlichen katholischen Glaubens. Überall in dem riesigen Gotteshaus befinden sich Seitenaltäre, wo die Gläubigen aus aller Welt in Andacht und Gebet verweilen.

Für die gläubigen Katholiken ist es ganz sicherlich ein "Highlight" einmal im Petersdom zu beten. Währenddessen andere Besucher vor allem wegen der unschätzbaren Kunstwerke hier sind.

Ein besonderer "Hingucker" im Petersdom ist der 20 m hohe Bronzebaldachin von 1636, gestützt von vier vergoldeten Säulen.Immer wieder geht der Blick zu den mit Mosaiken und Fresken verzierten Wänden, Portalen und Decken.

Zum Glück waren an diesem Spätnachmittag keine grösseren Gruppen zur Besichtigung da, so dass man überall einen ungehinderten Blick auf die wunderbaren Kunstwerke hatte.

Ein imposanter Anblick ist der Säulengang auf dem Petersplatz bestückt mit 140 Heiligen. Der Petersplatz kam uns nicht so riesengross vor wie er z.B. an Ostern oder Weihnachten mit den vielen tausenden Gläubigen im TV erscheint. Vielleicht weil in der Mitte die vielen Stühle standen?

Nach Besichtigung des Petersdoms suchten wir eine Weile nach der richtigen Bushaltestelle, um zurückzufahren zum Termini.Von dort hatten wir noch einen wunderschönen Blick auf den Tiber und die im Abendlicht rötlich scheinende Engelsburg.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der Metro bis zur Haltestelle CIRCO MASSIMO und liefen dann zum Eingang des Palatino. Es waren dort fast keine Leute, und so konnten wir direkt zur Kasse gehen, um ein 3er-Ticket für Palatino, Forum Romanum und Colosseum zu kaufen.

Es war erstaunlich wie wenige Leute sich hier auf dem grossen Gelände des PALTINO Hügels aufhielten. Es kam uns vor wie eine "Oase" inmitten der quirligen Stadt Rom und verglichen mit den anderen bekannten Sehenswürdigkeiten.

Der Sage nach ist dies der Hügel, wo Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt wurden. Hier waren in altrömischer Zeit Wohnsitze für wohlhabende Römer. Der Hügel wurde später ein Teil der Farnesinischen Gärten und ist heute ein Freilichtmuseum.

Auf dem Palatinhügel (Palatin ist soviel wie Palast) standen zahlreiche Paläste der römischen Kaiser und mehrere Tempel. Die meisten sind nur noch Ruinen, aber immer noch sehr beeindruckend. Auch Cicero und Catull hatten hier ihre Villen.

Man hat von hier aus immer wieder herrliche Ausblicke, so z.b. auch einen besonderen Blick auf das Colosseum.

Das war der Vorteil, wenn man mit dem Palatino anfängt bzw. sein Ticket dort kauft - man kann direkt von dort zum Forum Romanum laufen ohne in einer endlosen Schlange vor dem Forum anzustehen. Denn viele Touristen wollen einmal einen Blick auf den Mittelpunkt des antiken Roms werfen.

Vom FORUM ROMANUM lässt man seine Blicke trotz der vielen Höhepunkte auch gerne in die Ferne schweifen und geniesst die Sicht aufs Colosseum oder die Türme der vielen Kirchen in Rom.

Zum Glück ist das Areal so gross, dass hier Platz ist für die vielen Leute. Man kann sogar ganz gut fotografieren, wenn die Gruppen mit ihren Guides vor einer Sehenswürdigkeit länger verweilen.

Das Forum Romanum war das Machtzentrum des antiken römischen Reiches. Es war eine politische Bühne für Redner wie Cicero oder Cato.

Das Forum Romanum ist die grösste und wichtigste Ausgrabungsstätte in Rom. Für die kilometerlangen Wege, die man hier zurücklegen kann, sollte man schon fit sein.

Einen guten Überblick über das Forum Romanum hat man, wenn man vom Palatin kommt, von einer Balustrade. Dort oben gibt es auch ein paar Bänke, die aber schnell besetzt werden, vor allem diejenigen im Schatten, denn es war sehr heiss.

Was ich vermisst habe sind Informationstafeln direkt an den Ruinen der Tempel und sonstigen Gebäude. Es ist doch recht mühsam, ständig in einem Reiseführer o.ä. zu blättern um festzustellen "was ist was". Vielleicht wird das ja aber nicht gemacht, damit die Guides nicht ohne Arbeit sein werden.…

Nachdem wir auf dem Patatin Hügel und im Forum Romanum waren, entschlossen wir uns, erst mal eine Mittagspause einzulegen - zumal es sehr heiss war an diesem Tag.

Wir liefen dann bis zur PIAZZA VENEZIA, da wir vom Bus aus gesehen hatten, dass sich dort einige Restaurants befinden. Zu einem leckeren Sandwich gönnten wir uns auch ein kühles Bier, und das war mit Abstand das teuerste, was wir in Rom getrunken haben - 8 €!

Anschliessend rasteten wir noch etwas in dem kleinen Park oberhalb des Riesen-Monuments von VITTORIO EMANUELE II. Dieser Marmorklotz - ein Denkmal als Museum der italienischen Einheit - ist wirklich nicht zu übersehen und stellt mit seiner Grösse andere Sehenswürdigkeiten auf jeden Fall in dieser Hinsicht in den Schatten…

Wir liefen anschliessend zurück - vorbei an den KAISERFOREN - zum Colosseum. Obwohl sehr viele Leute dort waren, war der Eintritt relativ gut organisiert. Man zeigte den Offiziellen sein Ticket und musste in einer bestimmten Reihe anstehen. Es dauerte so wirklich nicht allzu lange, bis wir im Colosseum waren - wir hatten schon schlimmes befürchtet…

Das COLOSSEUM ist das grösste antike Amphitheater der Welt und ein uraltes Zeugnis für Baukunst und ein grausames Spektakel - die Gladiatorenkämpfe.

Der Bau wurde von Vespasian im Jahre 72 n,,Chr. begonnen und von seinem Sohn nach acht Jahren Bauzeit eingeweiht. Kaiser Konstantin schaffte die Gladiatorenkämpfe ab, als das Christentum immer mehr Zuspruch fand, und das Bauwerk verlor an Bedeutung. Über Jahrhunderte verfiel es immer mehr. Dazu beigetragen haben sicherlich auch die Erdbeben in den Jahren 847 und 1349. Viele Steine des Colosseums wurden für den Bau der Stadtpaläste genutzt.

Das Colosseum hat gigantische Ausmasse mit 186 m Länge, 156 m Breite und mit vier Geschossen mit einer Höhe von 57 m. Es gab 80 Tore für die bis zu 50.000 Zuschauer, die hier Platz fanden..

Die 50 m hohe Fassade aus Tuffstein ist gut erhalten.

Unterhalb der Arena warteten die Gladiatoren auf ihren Kampf. Es gab zahlreiche Falltüren, Rampen, Flaschenzüge und unterirdische Gänge.

Was ich vorher nicht wusste, und was mich sehr beeindruckt hat: Seit einigen Jahren findet hier eine Art "Mahnwache gegen die Todesstrafe" statt. Für 48 Stunden wird das Colosseum in bunten Farben beleuchtet, wenn ein Land die Todesstrafe abgeschafft hat oder ein Todeskandidat begnadigt wurde.

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Metro bis zu den VATIKANISCHEN MUSEEN. Wir mussten uns dann noch durchfragen, wo der Eingang ist.

Es waren immens viele Leute dort, und die Schlange schien uns mehrere Kilometer lang.

Wir waren echt froh, dass wir die Tickets schon online gekauft hatten. Wir hatten 11 Uhr gewählt, aber als wir eine halbe Stunde früher da waren, konnten wir schon reingehen, und zwar ohne Wartezeit. Die zusätzlichen 4 € pro Ticket für online-Kauf haben sich also definitiv gelohnt.

Wir mussten unsere online-Reservation noch umtauschen in ein Ticket, und dann ging es los!

Man sollte gut zu Fuss sein und auch passendes Schuhwerk anhaben, denn der Kunstparcours durch 14 Museen mit ungefähr 50.000 Objekten ist 7 km lang!

Vor dem "Start" gingen wir noch draussen auf einen Platz mit einer grossen Weltkugel. Von dort aus hatte man auch einen schönen Blick auf den Petersdom.

Unser Rundgang begann bei den klassischen Statuen im Museo Pia Clementina. Hier waren erstaunlicherweise nicht so viele Leute, vielleicht sind ja alle sofort in die Sixtinische Kapelle geströmt…

Die bekanntesten Statuen sind die Marmorgruppe des Priesters Laokoon mit seinen zwei Söhnen im Kampf gegen eine Riesenschlange, eine Statue des Regengottes und natürlich vom "schönsten Mann im Vatikan" - Apoll (eine römische Kopie des griechischen Originals).

Wenn man alle Kunstschätze wirklich intensiv anschauen will, braucht man nicht nur Tage sondern eher Jahre…

Es ist auch nicht einfach, die bekanntesten Werke im Inneren intensiver zu betrachten, denn da sind schon viele Leute, vor allem die Gruppen mit ihren Guides versperren nicht nur die Sicht sondern auch manchmal die Gänge.

Den schönen Mosaikfussboden konnte man nur sehen, weil er abgesperrt war, so dass die Leute nicht die Sicht versperren konnten. Was man wirklich gut sehen kann sind die einmalig schönen Deckengemälde.

Natürlich könnte man sich einer Gruppe mit einem Guide anschliessen. Aber die Gruppen sind doch meistens recht gross, und nicht alle hören interessiert zu. Viele sind mehr mit ihren Selfies beschäftigt. Und wenn man weiter weg steht, kann man eh fast nichts mehr verstehen.

Auch ein Audio-Guide wäre eine Möglichkeit. Aber eigentlich ist es bei beiden Varianten "too much" Information, man ist fast überfordert, das alles aufzunehmen.

Wahrscheinlich ist es am besten, man geniesst einfach die Schönheit der Kunstwerke ohne allzu sehr auf die grossen Namen der Künstler zu achten.

Und endlich ist man dann im "Allerheiligsten" - der Sixtinischen Kapelle. Man bleibt erst mal ehrfurchtsvoll stehen, wird aber sofort barsch aufgefordert weiterzugehen. Fehlt nur noch, dass Stöcke verwendet werden wie z.b. im Ägyptischen Museum in Kairo, wo man mit Stöcken angestupst wurde, wenn man Tut-ench-Ammun zu lange anschaute...

Dann stand man in der Mitte des 40 m langen, 13 m breiten und 26 m hohen Raums, der 1473-84 unter Papst Sixtus IV als päpstliche Hauskapelle entstand.

Vom Hochstarren bekam man fast Genickstarre, und so waren wir froh, dass endlich Plätze frei wurden auf den Bänken entlang der Wände.

Hier hatten wir nun Zeit und Musse, die wunderschönen Wand- und Deckenfresken von den grössten Künstlern der damaligen Zeit zu bewundern.

Am berühmtesten sind sicherlich die Deckenfresken aus der Schöpfungsgeschichte und "Das jüngste Gericht" an der Altarwand - beides von Michelangelo.

Eine architektonische Augenweide ist dann zum Abschluss noch die wie ein Trichter gebaute Spiraltreppe von 1932, die zum Ausgang führt.

Die ENGELSBURG - fast am Tiber gelegen - wurde bereits im 2. Jahrhundert n.Ch. erbaut. Ab dem 4. Jahrhundert war sie so ausgebaut, dass die Päpste sie als Fluchtort bei Gefahr benutzten, denn sie war nur einige hundert Meter vom Vatikan entfernt.

Das 2Castel d'Angelo2“ war für 2000 Jahre Festung und Schloss, und hier wurden viele der Kaiser beigesetzt.

Die Burg - auch schon als Gefängnis genutzt - ist seit 1925 ein Museum, wo man eine reichhaltige Waffensammlung, die Papstgemächer, dunkle Gefängnisse und Speicherräume anschauen kann.

Wir überlegten uns, ob wir die Burg von innen besichtigen sollten. Aber da wir schon die kilometerlange Gänge in den Vatikanischen Museen "in den Beinen hatten", nahmen wir doch davon Abstand. Für nur einen kurzen Rundgang und der schönen Sicht - weswegen viele Leute kommen - war uns der Eintrittspreis dann doch zu hoch.

Also liefen wir zur Bushaltestelle und fuhren zurück ins Hotel.

Drei Tage klassisches und kirchliches Rom - jetzt wollten wir auch mal das "normale" Rom anschauen.

Zuerst ging es mit dem Bus Nr. 40 von Termini zur PIAZZA VENEZIA. Von dort aus nahmen wir die Strassenbahn nach Travestere und sahen das Monument Vittorio Emanuele mal aus einer anderen Perspektive.

TRAVESTERE - jenseits des Tibers - lag in der Antike ausserhalb der Stadtmauern und wurde durch Kaiser Augustus eingemeindet. Es war lange ein traditionelles Arbeiterviertel, diente als Kulisse für zahlreiche Filme und ist mittlerweile das Lieblingsviertel nicht nur der Römer sondern auch vieler Touristen.

Wenn man einen kleinen Rundgang macht, kommt man schnell an die Santa Maria in Travestere, der ältesten Marienkirche in Rom - aus dem 3. Jahrhundert - mit einem romanischen Glockenturm.

Es fand gerade eine Beerdigung statt, so dass die Kirche nicht zugänglich war. Wir schauten uns das Innere mit den wunderschönen Mosaiken dann auf dem Rückweg zur Tram an.

Der Brunnen auf dem Platz vor der Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Wir schlenderten durch die kleinen Gassen und kamen auch an einen kleinen Markt, wo vor allem Obst und Gemüse verkauft wurde.

Von der Via Garibaldi aus kann man Treppen hinauflaufen und sieht dann bald einmal die "FONTANA DEL ACQUA PAOLO - erbaut 1612. Diese pompösen Wasserspiele lieferten das lebensnotwendige Nass im renovierten Aquädukt in der Kaiserzeit.

Weiter ging es den Gianicolo-Hügel hinauf zur PIAZZA GARIBALDI mit dem Reiterstandbild des italienischen Freiheitshelden. Wir schafften es gerade so, den Salutschuss zu sehen und zu hören, der seit dem Jahr 1847 um Punkt 12 Uhr mittags zelebriert wird. Er wurde sogar wiederholt, das Fernsehen war da, und wahrscheinlich hat irgendetwas mit der Aufnahme nicht geklappt...

Von hier oben hat man eine phantastische Aussicht auf Rom.

In den kleinen Seitengassen von Trastevere befinden sich zahlreiche Boutiquen und auch kleine Lebensmittelgeschäfte. Keinen Mangel gibt es an Restaurants, man hat die "Qual der Wahl". Obwohl das gegen Mittag nicht unbedingt stimmt, denn da sind die Restaurants sehr gut besucht.

Etwas abgelegen fanden wir dann Platz in einem Restaurant, wo wir uns eine Pizza und einen grossen Salat teilten - und bei der Hitze gab es natürlich ein grosses Bier vom Fass dazu…

Wir fuhren mit dem Bus 64 vom Termini bis CAMPO DI FIORI. Dort erwartet man eigentlich - nomen est omen - sehr viele Blumenstände. Aber es überwiegen doch eher Stände mit Gemüse, Obst, Pasta, Olivenöl, Gewürzen und Spirituosen.

Das Angebot ist wirklich vielfältig und von guter Qualität. Und ich kann es verstehen, dass Römerinnen hier gerne einkaufen. Aber sie sollten schon etwas betucht sein, denn die Preise sind ganz schon happig.

Die Piazza ist umgeben von schön restaurierten Palazzi. und einigen Restaurants , wo wir einen ausgezeichneten Kaffee tranken.

Die PIAZZA NOVONA ist sicherlich einer der schönsten in Rom mit den Barockbauten und Brunnen. Er wurde seit Ende des 16. Jahrhunderts angelegt. In der Längsachse befinden sich drei Brunnen: Fontana de Moro, Fontana dei Quattro Fiumi und Neptun-Brunnen mit Obelisk.

Die Kuppelkirche Sant'Agnese wurde im Jahre 1652 begonnen. Immer noch beten hier die schwangeren Frauen um eine glückliche Geburt.

Am Piazza Navona gönnten wir uns endlich mal ein Eis, und dieses war erstaunlicherweise nicht mal teuer - 4 grosse Kugeln für 3,50€ und von ausgezeichneter Qualität.

Dies war wirklich günstig, zumal die Restaurants an diesem Platz doch eher in der höheren Preiskategorie liegen.

Wir liefen von der Piazza Navona zu Fuss Richtung PANTHEON, wo recht viele Leute vor dem Eingang standen. Da es aber keinen Eintritt kostet, und nichts gescannt wird, konnte man doch recht schnell reingehen. Zumal anscheinend nicht alle Leute ins Pantheon wollten, vielleicht haben sie auf irgendwas oder -wen gewartet.

Das 2000 Jahre alte Pantheon wurde 27.v.Ch. als Tempel erbaut. Im Mittelalter wurde das Gebäude zur Kirche umfunktioniert und als Grabmal für das italienische Königshaus genutzt.

So standen wir denn auch vor den Grabmälern von Vittorio Emanuele Ii - dem man schon mit dem Monument ein Riesendenkmal gewidmet hat - und Umberto I.

Die Riesenkuppel ist ungestützt mit einem offenen Oberlicht. - schöne Lichteffekte bei Sonnenschein - bei Regen läuft das Wasser in der Gebäudemitte durch eine Vertiefung ab.

Da waren wir doch schon etliche Male an der Kirche „Santa Maria de Maggiore“ vorbeigelaufen. Aber als wir sie dann am letzten Tag besichtigen wollten, bemerkten wir, dass das gar nicht möglich ist, da vor der Kirche eine weitläufige Absperrung war.

Dabei hatte ich mich vorher noch informiert, dass diese Kirche nicht nur die grösste der 80 Marienkirchen in Rom sei mit dem höchsten Glockenturm, sondern auch das Innere muss durchaus sehenswert sein.

Es war unser letzter Tag in Rom, aber wir hatten viel Zeit, da wir den Rückflug erst abends gebucht hatten. Wir checkten aus im Hotel, deponierten unser Gepäck aber dort, um es später abzuholen.

Wiederum liefen wir bis Termini, wo wir uns entschlossen, schon das Ticket für den Leonardo-Express zum Flughafen zu kaufen.

Wir fuhren von Termini mit der Metro bis SPAGNA , von wo aus wir zur SPANISCHEN TREPPE liefen. Diese Sehenswürdigkeit ist anscheinend eine der beliebtesten in Rom, es wimmelte auch am Morgen schon von Leuten. Viele sassen auf der Treppe, vielleicht schon müde vom Sightseeing.

Viele Touristen bringen auch Probleme mit sich, und zwar mit dem vielen Müll, der hier teilweise deponiert wurde (Verpackungsmaterial von den Fast-Food-Ketten usw.). Inzwischen ist Picknicken hier offiziell verboten.

in der Umgebung der Treppe befinden sich viele Geschäfte mit Luxusartikeln.

Wie ich schon zu Hause gelesen hatte, wurden die Treppenstufen von einem Sponsor - ein Juwelier in der Nähe - restauriert - Kostenpunkt ca. 1,5 Mio. €.

Die Treppe (italienischer Name "Scalinata di Trinità dei Monti" ) aus Travertin wurde 1723-26 auf einem wild bewachsenen Hügel erbaut. Sie ist eine der bekanntesten Freitreppen weltweit.

Die Treppe besteht aus drei Teilen: ein breiter Aufgang zur mittleren Terrasse - die breiteste mit 40 m - und dann ein weiterer Aufgang zur Kirche Trinità dei Monti mit den Doppeltürmen.

Man läuft 23 m hoch auf 138 Stufen, die Gesamtlänge beträgt 68 m.

Vor der Kirche sieht man den 14 m hohen Obelisken "Sallustiano" von 1789.

Von der Spanischen Treppe aus liefen wir zu einer der bekanntesten Strassen von Rom - VIA DEL CORSO. Hier gibt es in den alten römischen Palästen zahlreiche Boutiquen der italienischen "alta moda". Die teuersten dieser Geschäfte befinden sich in den Seitenstrassen Via Condotti und Via del Babuino. Ich war - ehrlich gesagt - etwas enttäuscht vom Corso, denn ich hatte mir die Strasse defintiv grösser und breiter vorgestellt - so etwa die "Champs d'Elysées von Rom"…

Wir liefen noch weiter bis zur PIAZZA DEL POPOLO. Durch die heutige Porta del Popolo kamen bereits in der Antike die Reisenden nach Rom.

Der heutige klassizistische Platz mit den beiden grossen Halbkreisen entstand Anfang des 19. Jahrhunderts. In der Mitte sieht man einen 36 m hohen Obelisken und am Eingang zum Corso die beiden Barockkirchen "Santa Maria dei Miracoli" und "Santa Maria la Monte Santo".

Der TREVI-BRUNNEN ist sicherlich eines der bekanntesten "weltlichen" Sehenswürdigkeiten von Rom. Obwohl der Film "La Dolce Vita" mit Anita Ekberg und Marcello Mastroianni bereits 1960 gedreht wurde, scheint der "gewisse Nimbus" immer noch zu bestehen.

Der grösste Brunnen von Rom hat eine Länge von 50 m und eine Höhe von 26 m. Bis 2007 wurde er durch ein Aquädukt versorgt, seitdem wegen eines Bauschadens durch Leitungswasser.

Die Rückwand ist wie ein Triumphbogen gestaltet. Unter den barocken Figuren und Fabelwesen ist in der Mitte die Figur des Meeresgottes Neptun.

Eigentlich war der Bau des barocken Brunnens im Jahre 1750 eher als kirchliches Denkmal gedacht. Die kirchliche Macht schwand mit der Zeit, aber der Meeresgott Ozeanus braust immer noch mit zwei Pferden durch einen Triumphbogen.

Der Brunnen ist eine gute Einnahmequelle der Stadt. Die hineingeworfenen Münzen - wir warfen übrigens keine rein - bedeuten jährliche Einnahmen von ca. einer halben Mio. Euro und werden einem guten Zweck zugeführt.

Von dort aus war es dann nicht mehr weit zum PALAZZO DEL QUIRINALE. Dieser wurde 1574 auf einem der Hügel von Rom als Sommerresidenz der Päpste gebaut. Ab 1870 wurde das Gebäude von den italienischen Königen genutzt, und seit 1947 residiert hier der italienische Staatspräsident.

Auf dem grossen Gelände besonders auffällig ist der Dioskurenbrunnen mit dem 14 m hohen Obelisk und Statuen von Pollux und Castor, Nachbildungen der griechischen Originale.

So hatten wir also auch den letzten Tag noch voll für Besichtigungen genutzt.

Wir fuhren mit dem Bus nochmals zurück zum Termini, holten unser Gepäck im Hotel ab und zurück am Termini nahmen wir den nächsten Zug des Leonardo-Express zum Flughafen. Zum Glück hatten wir nicht allzu viel Gepäck, denn der Weg vom Bahnhof zum Terminal war doch recht lang. Beim Check-in und Security waren viele Leute, vielleicht weil es Freitagabend war?

Unser Flug hatte dann noch eine Stunde Verspätung, aber immerhin "landeten" wir sicher wieder zu Hause, auch wenn es sehr spät wurde.

Zwei Tage später tobte in Rom ein mächtiges Unwetter mit Starkregen...

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1. AW: Städtetrip nach Rom
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Das nenne ich mal ein Reisebericht! Danke Sol-et-mare.

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Grazie, Luigi!

Braunschweig ...
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3. AW: Städtetrip nach Rom
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Wirklich toll geschrieben und sehr informativ. Vielen Dank für deine Mühe!

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Gerne!

Antwort auf: Städtetrip nach Rom
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