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In Corona-Zeiten nach Berlin...

Frankreich
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Wir wollten eigentlich schon im Mai einen Familienbesuch in Berlin machen und natürlich fliegen… Nachdem es dann einige Wochen später wieder möglich gewesen wäre mit dem Flugzeug zu reisen, entschieden wir uns aber doch für eine Fahrt mit dem eigenen Auto. Es waren für uns zwar ca. 7 Stunden Fahrzeit dafür aber ohne MNS. Und wir waren dann sogar froh, dass wir in Berlin einige - für uns neue - Ausflugsziele mit dem Auto ansteuern konnten.

Wir hatten ein grosses Apartment in einem Aparthotel gemietet, nicht weit vom Bahnhof Friedrichstrasse. Dort fanden wir auch direkt neben dem Bahnhof einen Supermarkt, wo wir gut einkaufen konnten.

Am Abend gingen wir zum Essen in verschiedene Restaurants. Es war sehr warm - teilweise bis zu 36° - und so konnte man gut draussen sitzen. wo man keinen MNS benötigte..

Das Servicepersonal trug teilweise Masken, aber unsere Daten wurden nirgendwo notiert. Ob das auch im Inneren nicht vorgenommen wurde, weiss ich nicht...

Da wo wir uns sonst aufhielten - in der Alexa Mall beim Alex, in der S-Bahn oder auch in kleineren Geschäften hatten - soweit wie wir das sehen konnten - nahezu alle Leute einen MNS. Die Bussen sollen in Berlin ja auch exorbitant sein.…

Wir waren schon sehr oft in Berlin und haben nahezu alle üblichen Sehenswürdigkeiten im Laufe der Jahre gesehen, aber trotzdem gibt es immer noch etwas Neues für uns zum Entdecken!

Von Berlin Mitte fuhren wir ca. 30 Minuten bis zum Nordeingang der "GÄRTEN DER WELT", wo wir auch gut parken konnten.

Anlässlich der 750-Jahr-Feier entstand im damaligen Ost-Berlin 1987 der Erholungspark Marzahn im Rahmen der Berliner Gartenschau. Während der Internationalen Gartenbau-Ausstellung IGA in Berlin im Jahr 2017 wurde der Park noch erweitert, und seitdem fährt eine Seilbahn über das Gelände.

Seit dem Jahr 2000 entstanden dann die sog. Themengärten

Der ORIENTALISCHE GARTEN Garten wurde im Jahr 2005 eröffnet und hat eine Fläche von 6100 qm. Der Garten liegt entsprechend der islamischen Bautradition hinter einer vier Meter hohen Mauer und trennt ihn so von der Aussenwelt. Im viergeteilten Gartenhof befindet sich in der Mitte ein Brunnen und man betritt ihn durch den sog. "Saal der Empfänge" mit kunstvoll verzierten Säulen und Bögen. An den Wänden sieht man bunte marokkanische Fliesen. Der Innenraum ist umschlossen von Arkadengängen.

Die Mauern und Arkaden sind verziert mit marokkanischen Keramikkacheln und zeigen Ornamente mit floriden, kalligrafischen und geometrischen Mustern.

Im Gartenhof gehen von der grossen Brunnenschale in der Mitte vier Wasserbecken ab, an denen vier gleich grosse rechteckige Beete mit Zier- und Nutzpflanzen liegen.

Man sieht hier neben Oliven- und Granatäpfelbäumen sowie Palmen auch Flieder, Jasmin, Oleander, Geranien und Magnolien und einen Judasbaum - eine botanische Besonderheit.

Der ENGLISCHE LANDSCHAFTSGARTEN wurde im Rahmen der IGA 2017 eröffnet. Auf ca. 6000 qm befinden sich weite Wiesenflächen, ein Obstbaumhain, ein Rosengarten sowie Staudenbeete und ein Gemüsegarten.

Das reetgedeckte Cottage in der Mitte des Gartens ist zurzeit nur am Wochenende geöffnet für "TeaTime“ mit Earl Grey und Scones usw.

Der ITALIENISCHE RENAISSANCEGARTEN mit den Marmorskulpturen angelehnt an die Villengärten in der Toskana besteht seit 2008.

Durch ein grosses Holztor gelangt man in einen geschlossenen Gartenraum mit einer Loggia, wo Konzerte stattfinden können, und kommt dann in den Hauptgarten.

In der Mitte des Hauptgartens zwischen Buchs- und Eibenhecken befindet sich ein steinerner Brunnen mit einer Fontäne und einer Marmorskulptur aus dem 16. Jahrhundert.. Die Säulen, Treppen, Bänke und Plattenflächen des Gartens bestehen aus dem für italienische Renaissancegärten typischen hellgrauen Sandstein.

Der Renaissancegarten besteht aus vier Teilen mit zweigeteilten Beeten und säumen den Brunnen in der Mitte. Dieser Garten hat eine Grösse von ca. 3.000 qm und ist der einzige, der einer Epoche zugeordnet ist.

Der IRRGARTEN (LABYRINTH) hat eine Fläche von 2000 qm und wurde im Jahr 2007 eröffnet. Der Hecken-Irrgarten besteht aus 1225 immergrünen 2 m hohen Eiben. Er entstand nach dem Vorbild des Irrgartens von Hampton Court Palace in England aus dem 17. Jahrhundert. Wegen der hohen Hecken hat man quasi keine Orientierung mehr, aber in der Mitte des Irrgartens kann man sich auf einem Aussichtsturm dann einen Überblick verschaffen.

Der Weg zur Mitte wird durch hellgraue Steine markiert, und nach ca. 10 Minuten hat man das Zentrum des Labyrinths erreicht.

Der CHINESISCHE GARTEN wurde im Jahr 2000 eröffnet und ist mit 27.000 qm - davon ca. 4500 qm Teichfläche - der grösste dieser Art in Europa. Die gesamten Materialien wurden 1997 von China aus nach Berlin geschafft. Der Garten wurde bereits 1994 geplant im Rahmen einer Städtepartnerschaft zwischen Peking und Berlin.

Der Garten ist ein Beispiel der Jahrtausende alten chinesischen Gartenkultur. Im Zentrum befindet sich der "Spiegel des Himmels" - ein 4500 qm grosser See umgeben von bepflanzten Hügellandschaften, diversen Brücken, Gebäuden und Plätzen. Über verschlungene Uferwege und eine Brücke erreicht man das Teehaus, wo "normalerweise" Tee serviert wird und eine Vorführung der chinesischen Teekunst zu sehen ist.

IM 2011 eröffneten CHRISTLICHEN GARTEN sieht man die in horizontalen Zeilen angeordneten gold-lackierten Metall-Lettern, die ein licht- und luftdurchlässiges Gehäuse bilden.

Diese Lettern bilden Textpassagen, die sich mit dem Thema Menschen in der Natur und Bibel-Zitaten aus dem Alten und Neuen Testament sowie der Philosophie beschäftigen.

Der von einer hohen Buchenhecke umgebene quadratische Garten erinnert an den Kreuzgang eines Klostergartens. Im Mittelpunkt befindet sich ein Wasserspiel - symbolisch für die Quelle des Lebens.

Im Herbst 2019 wurde der Grundstein für den 2100 qm JÜDISCHEN GARTEN gelegt, der leider noch mehr oder weniger "im Bau" war. Hier sollen Nutz- und Zierpflanzen, die zum jüdischen Leben gehören, angebaut und erforscht werden.

Zusammen mit dem Christlichen und Orientalischen Garten soll der Jüdische Garten zukünftig die drei grossen Religionen präsentieren. In zwei Pavillons plant man Infoveranstaltungen zur jüdischen Kultur.

Karl FÖRSTER war Gärtner und Gartenphilosoph und hat mit seinen Schriften und Einführungen von zahlreicher Wild- und Kulturstauden die Gartenkultur stark beeinflusst. Deshalb wurde der 2008 eröffnete KARL FÖRSTER STAUDENGARTEN mit den markanten Solitärsträuchern nach ihm benannt. Da hier fast das ganze Jahr über irgendwelche Stauden und Gehölze blühen, wird diese Anlage auch "Vier-Jahreszeiten-Garten" genannt.

Dieser Gartenbereich ist ca. 3.600 qm gross mit meistens geometrisch angelegten Beeten, wo man prächtige Stauden sehen kann. Die Beete sind gerahmt von Buchsbaumhecken.

Gegenüber einer blaugrauen Pergola mit 88 Stützen befinden sich ein Heidegarten und auch ein Steingarten, es gibt in diesem Bereich keine Gebäude.

Der ca. 4.000 qm grosse KOREANISCHE GARTEN wurde im Jahr 2006 eröffnet und wurde gemäss der koreanischen Tradition beeinflusst durch den Buddhismus, den Lehren des Konfuzius und dem schamanischen Glauben. Auffällig sind die abstrakten Holzfiguren und Totempfähle.

Der Garten ist eine Art Abbild der koreanischen Natur mit Felslandschaften und den typischen Baumarten wie Kiefern, Bambus, Eiche und Fächerahorn. Es gibt Höfe mit aufwendig gestalteten Toren und Mauerwerken. Das zentrale Bauwerk ist der auf Felsen gebaute Pavillon am Wasser "Kye Zeong".

Der Garten war ein Geschenk der Stadt Seoul, und es wurden fast ausschliesslich originale Kunstwerke und Bauelemente aus Korea verwendet.

Die verschiedenen Holzfiguren und Totempfähle sind Zeugnisse der am Schamanismus orientierten koreanischen Kultur. An die Totempfähle und grossen Holzfiguren werden Wünsche adressiert, die kleineren Figuren sollen vor Naturkatastrophen und Epidemien schützen.

Der 2.700 qm grosse JAPANISCHE GARTEN wurde bereits im Jahr 2003 eröffnet und entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Tokio und Berlin

Es ist ein Garten mit traditionellen Stilelementen, einem Pavillon und typisch japanischen Pflanzen wie Fächerahorn, Lavendelheide und Zierkirschen. Es gibt einen Hügel mit Wasserläufen und einen Teich sowie einen Trockengarten.

In Japan sind Steine ein wichtiger Bestandteil der Gärten, deshalb befinden sich auch 300 der viele Millionen Jahre alten Augengneis-Steine im Japanischen Garten.

Leitmotiv des Gartens ist das Wasser, welches das Zusammenfliessen von Kulturen symbolisieren soll. Die Gärten sind aufgeteilt in miteinander verbundene Abschnitte, die jeweils für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen.

In der Mitte des Gartens sieht man einen symbolischen Wasserfall aus vielen grossen und kleinen Steinen mit einem steinernen Karpfen. Im Zen-Buddhismus heisst es, dass sich der Karpfen, nachdem er erfolgreich den Wasserfall bezwungen hat, in einen Drachen verwandelt. D.h. die Überwindung grosser Hürden ist ein symbolischer Teil des Konzepts im Japanischen Garten.

Der BALINESISCHE GARTEN befindet sich in der 14 m hohen Tropenhalle, die leider "corona-bedingt" geschlossen war.. Der Garten wurde 2017 zur IGA auf 1200 qm erweitert.

So konnten wir leider die Vielfalt aus exotischem Urwald, balinesischen Wohn- und Tempelanlagen und tropischen Anpflanzungen nicht bewundern.

Der Garten entstand 2003 im Rahmen der Städtepartnerschaft von Berlin und Jakarta,, die 1200 qm grosse Tropenhalle zur IGA in Berlin 2017.

Die Tempelanlage wird von der in Berlin lebenden balinesischen Gemeinde genutzt zur Pflege ihrer Kultur und Religionsausübung.

WEISSENSEE UND ORANKESEE

Von Berlin Mitte fuhren wir mit dem Auto in ca. 30 Minuten zum WEISSENSEE. An einer Stichstrasse fanden wir einen Parkplatz und liefen das kurze Stück durch ein Waldgebiet bis zum See.

Der Weissensee ist fast 11 m tief, es gibt ein Strandbad mit Sandstrand und Palmen und einen Bootsverleih sowie einige Cafés. Eigentlich ist das Schwimmen nur vom Strandbad aus erlaubt. Aber als wir in einer halben Stunde rund um den See liefen, sahen wir überall am Ufer Leute, die sich sonnten und auch von dort aus in Wasser gingen.

Der Weissensee entstand nach der Wechsel-Eiszeit. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde rund um den See ein Park angelegt. Das Strandbad besteht seit 1920.

Nur ein paar Autominuten weiter liegt im Stadtteil Lichtenberg der ORANKESEE inmitten eines Villenviertels. Der ca. 4 ha grosse See entstand während der letzten Eiszeit. Das Gebiet in der Umgebung wurde bereits ab 1892 erschlossen, und im Jahr 1929 wurde das Strandbad eröffnet. Es wurde nach dem 2. Weltkrieg geschlossen, aber seit 1957 kann es wieder genutzt werden.

Der 300 m lange Sandstrand wurde mit Sand von der Ostseeküste aufgeschüttet. Es gibt eine Liegewiese mit Strandkörben und einen Kinderspielplatz.

Baden ausserhalb des Freibads ist nicht gestattet, da der See teilweise unter Naturschutz steht. Aber es gibt einen 1,3 km langen Uferweg zum Spazieren oder Joggen.

Wir gingen zu einem Restaurant mit einem grossen Biergarten, um etwas zu trinken und den schönen Blick auf den See zu geniessen.

MIT DEM SCHIFF VON TREPTOW ZUM GROSSEN MÜGGELSEE

Wir fuhren mit dem Auto von Berlin Mitte bis zur Puschkinallee, die mitten durch den Treptower Park führte. Auf einer Stichstrasse zum Treptower Hafen fanden wir auch sofort einen Parkplatz.

Der TREPTOWER PARK mit seiner Flusslandschaft, den riesigen Wiesen und zahlreichen Lokalen ist ein beliebtes Ausflugsziel in Berlin.

Der Park wurde ab 1872 erschaffen, die Bauzeit betrug 12 Jahre. Auf einer Fläche von 84 ha wurden ca. 90.000 Gewächse gepflanzt und rund 300.000 qm Rasenfläche angelegt.

Es gibt ein grosses Wegenetz im Park für Spaziergänger, Radfahrer usw. Das Restaurant "Zenner" ist ein Traditionslokal aus dem Jahr 1822 mit Aussichtsplattform und Terrassen am Fluss. Nach Zerstörungen im 2. Weltkrieg entstand das heutige Gebäude mit einem Biergarten.

Im Norden des Parks befindet sich ein Karpfenteich mit seiner Figurengruppe aus dem Jahr 1908.

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist das größte Denkmal für die gefallenen Soldaten der Roten Armee in Deutschland.

Eine Attraktion ist die Archenhold-Sternwarte mit dem längsten beweglichen Linsenfernrohr der Welt mit einer Brennweite von 21 m und auch modernen Teleskopen und einem Kleinplanetarium.

 Wir liefen zum Treptower Hafen und besorgten uns Tickets für die 3-Stunden-Fahrt mit dem Schiff bis zum Grossen Müggelsee. Das Schiff legte pünktlich um 13.30 Uhr ab, und der Blick ging zunächst zurück zur Oberbaumbrücke. Im Hintergrund entdeckten wir dann die drei "Molecule Men", eine 30 m hohe Metallskulptur aus dem Jahr 1999 - ein symbolischer Treffpunkt der Bezirke Treptow, Kreuzberg und Friedrichshain.

Von Treptow - dem flächenmässig grössten Bezirk von Berlin - ging es zunächst nach Oberschöneweide mit den alten Industrie-Klinkerbauten und dem Adlerhof mit dem wichtigsten Technologiepark von Berlin. Ein moderner Bau beherbergt die Hochschule für Technik und Wirtschaft.

Von den Inseln in der Spree in dieser Gegend ist die INSEL DER JUGEND sicherlich die bekannteste, man kann diese über eine grosse Stahlbrücke erreichen. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel mit einigen kleineren Restaurants. Aber man kann hier auch picknicken oder sich ein Paddel- oder Tretboot leihen, um sich auf der Spree zu tummeln. Man sollte aber immer die grossen Ausflugsboote im Auge behalten, denn diese haben Vorfahrt....

Die Spreeinsel BULLENBRUCH befindet sich südlich der Rummelsburger Bucht in Oberschöneweide und ist ein Landschaftsschutzgebiet.

Auf der "LIEBESINSEL" in Alt-Stralau kann man - mit Glück - Vögel, Biber und Fischotter beobachten. Auch diese Insel in der Rummelsburger Bucht steht unter Naturschutz.

Schon von weitem hatte man eine schöne Sicht auf KÖPENICK mit dem markanten Rathaus. Das erste Rathaus aus dem 17. Jahrhundert wurde zwischen 1901 bis 1904 ersetzt durch einen Bau an der gleichen Stelle im Stil der märkischen Backsteingotik mit einem 54 m hohen Turm. Von 1936 bis 1939 wurde es dann noch durch einen weiteren Trakt in Richtung Schlossplatz erweitert.

Das Rathaus ist eines der schönsten von Berlin und wurde auch bekannt durch die Geschichte vom Hauptmann von Köpenick.

Und dann kamen wir zum GROSSEN MÜGGELSEE - mit 7,4 qkm und einer Tiefe bis zu 8 m der grösste der Berliner Seen. Die Spree fliesst durch den Müggelsee und im Hintergrund sieht man die Müggelberge.

Bei starkem Wind oder Sturm kann es hier kurze hohe Wellen geben, d.h. dann ist der Wellengang nicht zu unterschätzen, und wenn man unvorsichtig ist kann man schnell mal kentern.

Rund um den Müggelsee befinden sich die Ortsteile Friedrichshagen, Rohnsdorf und Müggelheim mit teilweise noch dörflichem Ambiente, und es gibt rund um den See zahlreiche Ausflugslokale.

Das Schiff macht einen Stopp bei der Freizeitanlage am Rübezahl mit einem grossen Kinderspielplatz und einem Biergarten, ein beliebtes Ausflugsziel für die Berliner.

Man kommt vorbei an der ältesten Brauerei von Berlin gegründet 1753, sie wurde im Jahr 2010 aber geschlossen. Neben den alten Fabrikhallen - vor allem im Ortsteil Oberschöneweide - fällt auch ein neues Gebäude auf - die Hochschule für Technik und Wirtschaft. Teilweise gehören auch noch alte sanierte Fabrikgebäude zum Campus der Hochschule.

Auf der Rückfahrt kommt man wieder nach KÖPENICK, und das Schiff legte nochmals hier an. Die kleine Hochzeitsgesellschaft, die von hier aus bis zum Müggelsee mitfuhr, verliess das Schiff wieder.

In der Altstadt von Köpenick steht auch die St. Laurentius Kirche von 1838 mit ihrem 65 m hohen Turm. Der rechteckige Backsteinbau mit den Rundbogenfenstern wurde 1841 in Anwesenheit von König Friedrich Wilhelm IV. und seiner Frau geweiht.

Die Schwenkbrücke von 1922 für den Transport der Kohle von den Lastkähnen zum Kohlenplatz wurde 1996 demontiert. Aber der KRANTURM - vermutlich aus den 1950er Jahren - aber erbaut nach Vorbildern aus den 1920er Jahren - blieb erhalten. Es ist eine Stahlkonstruktion mit gelben Backsteinen, der Aufsatz ist ein drehbarer Kranarm aus Stahlfachwerk. Hier gibt es jetzt ein "interessantes" Café.

Das KABELWERK in Oberschöneweide war zwischen den 1890er und 1990er Jahren ein Grossbetrieb vor allem zur Herstellung von elektrischen Kabeln und Leitungen.

Das Gebäude steht jetzt unter Denkmalschutz, und es finden hier in einem sanierten Teil Kulturveranstaltungen statt.

Das ehemalige KRAFTWERK RUMMELSBURG wurde in den Jahren 1906-07 als Kohlekraftwerk erbaut, in den 1920er Jahren erweitert und 1960 dann stillgelegt. Das Gebäude steht ebenfalls unter Denkmalschutz und wird für Veranstaltungen sowie als Filmkulisse genutzt.

Es war ein interessanter und erholsamer Bootsausflug in eine Gegend, die nicht von so vielen Touristen aufgesucht wird.

Das Boot fuhr zurück in den Treptower Hafen, und wir entschlossen uns kurzfristig, mit dem Auto zum nicht allzu weit entfernten Segelschiff-Restaurant "KLIPPER" zu fahren. Das 2001 eröffnete Restaurant am Rande des Treptower Parks hat ausser dem Segelschiff noch einen Wasserpavillon und eine Seeterrasse. Da wir recht früh waren, bekamen wir auch sofort einen Tisch direkt am Wasser.

Es war sogar gut, dass wir relativ früh zum Essen dort waren, denn es fing an dunkel zu werden und zu donnern. Kaum sassen wir ein paar Minuten im Auto, als wir von einem mächtigen Wolkenbruch überrascht wurden, der uns bis nach Mitte begleitet

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1. AW: In Corona-Zeiten nach Berlin...
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Ich bin Berliner und kann alles von Sol nur bestätigen.

Danke, Sol, für den schönen Reisebericht!

Langsam kehren die Touristen nach Berlin zurück. Es gibt einige Corona-bedingte Einschränkungen, aber man kann dennoch viel als Tourist unternehmen. Ich bin gerade auf einer Deutschland-Rundreise und muss sagen, dass vieles in Berlin einfacher ist. Zum Beispiel sind praktisch alle Restaurants auch nachmittags offen. Parkplätze sind ein Problem, dafür funktionieren U-Bahn, S-Bahn und Busse meist sehr gut.

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2. AW: In Corona-Zeiten nach Berlin...
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"ich bin gerade auf einer Deutschland-Rundreise" - kein wunder, dass ich dich in Berlin nicht getroffen habe... :-)))

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3. AW: In Corona-Zeiten nach Berlin...
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Ich wohne auch in Berlin, und es war ein großer Spaß, ihren schönen Reisebericht zu lesen. Vielen Dank dafür 😁

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4. AW: In Corona-Zeiten nach Berlin...
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das freut mich, Jutta.

5. AW: In Corona-Zeiten nach Berlin...
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Ein schöner Bericht über Berlin.

Wer noch nicht genug hat, der sollte sich mal die kostenlose App von http://www.lialo.com anschauen. Dort werden Touren durch Berlin angeboten, die per Smartphone geführt werden.

Du informierst dich über Geschichtliches und Geschichte und löst nebenbei Rätsel und kleine Aufgaben, so wie bei einer Schnitzeljagd. Bei den Touren sieht man Berlin mit ganz anderen Augen.

Zum Beispiel beim 1. Berlin-Bummel-Marathon, oder mit Emil und den Detektiven auf der Jagd nach einem Taschendieb. Man kann aber auch "Dalli, Dalli" durch Prenzlauer Berg, oder sportlich durch den Olympiapark spazieren. Noch spannender geht es zu beim "Mord in Feuerland". Eine Krimitour durch Berlin.

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