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Böse Überraschungen mit Europcar

Ich plante eine geschäftliche Reise durch die USA. Ich suchte nach einer Autovermietung, die mir als Firmenkunde bestmöglich keine Junge-Fahrer Gebühren berechnen würde, da ich zum Zeitpunkt der Reise noch in die Klasse der Jungen Fahrer fiel.

Bei Europcar wurde ich fündig. Keine extra Gebühren - zumindest nicht in DEUTSCHLAND. Doch auch in den Unterlagen für Anmietungen in den USA war nichts weiter dazu vermerkt. Bei telefonischer Rücksprache dazu mit dem Sales Agent SME, warum nichts zu den Gebühren aufgeführt wäre, riet mir dieser dazu, mich im Call Center zu informieren. Dort könne man die Tarife noch einmal detailliert und tagesaktuell erstellen.

Im Call Center konfigurierte ich dann meine Reservierung unter Angabe meiner Europcar ID. Bei der Reservierung wurde keine Junge-Fahrer Gebühr ausgewiesen und folglich nicht berechnet.

In den Allgemeinen Anmietbedingungen für die USA auf der Internetseite von Europcar waren zwar Gebühren für Fahrer zwischen 21-24 Jahren aufgelistet, doch für mich galten ja die Firmentarife - wie ich dachte..

Auf der Reservierungsbestätigung wurde ein GARANTIERTER PREIS ausgegeben - ohne Junge-Fahrer Gebühren.

Angekommen in den USA ergab sich bei der Abholung des Fahrzeuges, dass offensichtlich ein Fehler unterlaufen war und ich Junge-Fahrer Gebühren nachzahlen müsse. Wichtig anzumerken ist, dass Europcar bei Anmietungen in den USA nur als Vermittler auftritt. Die tatsächliche Anmietung läuft über ‚Advantage Rent A Car’.

Ich meldete mich natürlich per E-Mail bei Europcar und beschwerte mich über die Situation. Eine Antwort auf meine Anfrage per E-Mail erhielt ich NIE.

Nach etwa 2-wöchiger Reise wurde dann das Mietauto Nachts auf der Straße parkend in einen Verkehrsunfall verwickelt - Totalschaden. Das Hin und Her mit der Amerikanischen Mietwagenfirma möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Auch Europcar in Deutschland konnte keinerlei Hilfestellung in dieser Notfallsituation leisten, außer uns die Telefonnummer vom Call-Center von Advantage zu geben…

Zu erwähnen an dieser Stelle ist, dass ich über die Vermittlung durch Europcar alle möglichen Versicherungspakete gebucht hatte – inklusive Pannenservice. Bei der Abholung am Flughafen hatte ich nur leider nach 17-stündiger Reise bei den 8 zu setzenden Kreuzen, dass ich Versicherung xyz kaufen möchte, leider genau beim Pannenservice (8. Kreuz) dem Kauf widersprochen. Der Grundpreis - abgesehen von zusätzlicher Mautgebühr und Junge-Fahrer Zuschlag - war bei der Abholung des Autos jedoch der gleiche gewesen, weswegen ich mir in dieser Situation auch keine Sorgen um meine eigentlich gebuchten Versicherungspakete gemacht hatte.

Das Ergebnis war, dass ich keinen Pannenservice erhielt und selber auf eigene Kosten aus New Orleans nach Miami (13 Stunden reine Fahrzeit) kommen musste, um einen neuen Mietwagen zu bekommen, weil es nämlich vor Ort oder in der Nähre keine Station von Advantage gab.

Nach der Reise schaltete ich meinen Anwalt ein. Es waren mittlerweile immense, nicht einkalkulierte und nicht selbst verschuldete Kosten entstanden - aufgrund des Unfalls in den USA und aufgrund der mangelhaften Beratung im Vorfeld durch Europcar.

Advantage Rent A Car erstattete mir aus Kulanz die durch den Unfall entstandenen Zusatzkosten. Europcar blieb hinsichtlich der Zusatzgebühren für junge Fahrer stur, sie treten schließlich nur als Vermittler auf. Außerdem seien die Bedingungen für das Ausland online einsehbar und fernmündliche Zusagen von Seiten des Call-Centers könne man nicht nachvollziehen. Dass für mich die Firmentarife entscheidend waren, die angeblich individuell erstellt werden und die keine Gebühren für junge Fahrer für mich auswiesen, und dass ich mich wie vom Sales Agent SME empfohlen auf das Call-Center und den dort garantierten Preis verlassen hatte, war mein großer Fehler gewesen.

Europcar hat mittlerweile den Kontakt zu meinem Anwalt ausdrücklich abgebrochen.

Ich habe definitiv auch den Kontakt zu Europcar abgebrochen.