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Vom Loiretal an den Atlantik bis Bordeaux

Frankreich
Reiseziel Experte
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Vom Loiretal an den Atlantik bis Bordeaux
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Wir fuhren am Morgen sehr früh von zu Hause weg und waren deshalb schon gegen Mittag in ORLÉANS, wo wir einen Stopp einlegten. Da wir nicht das erste Mal in Orléans waren, wussten wir, wo man einigermassen günstig und zentral parken kann.

Dann liefen wir zum Place du Martri mit dem grossen Standbild von Jeanne d'Arc, wo wir in einem Restaurant in der Nähe erst mal etwas assen und tranken.

Wir nahmen uns dann anschliessend doch noch die Zeit, um nochmals die bekannteste Sehenswürdigkeit von Orléans aufzusuchen - die 1278 im gotischen Stil errichtete Kathedrale St. Croix.

 Die Kirche wurde vielfach zerstört - im 100jährigen Krieg, durch die Hugenotten und zuletzt im 2. Weltkrieg, aber sie wurde immer wieder aufgebaut, und alles wurde restauriert. Die Fassade ist dadurch nicht mehr original. Beeindruckend sind im Inneren der Kathedrale die schönen Holzvertäfelungen aus dem 18. Jahrhundert, die den Chor und das Chorgestühl verzieren.

Wunderschön sind die Fensterrosen, aber auch die anderen bunten Kirchenfenster aus dem 19. Jahrhundert, die grösstenteils das Leben von Jeanne d'Arc darstellen.

Wir wollten auf dieser Reise vor allem die Schlösser an der Loire sehen und - wenn es die Zeit erlauben sollte - auch besichtigen.

Also ging es von Orléans weiter zum Schloss Chambord

Das Schloss CHAMBORD - ein Meisterwerk der Renaissance - liegt inmitten des grössten zusammenhängenden Waldgebietes von Europa - ca. 50 qkm. Dieses grösste der Loireschlösser ist umgeben von einer 32 km langen Mauer. Erbaut wurde das Schloss durch Franz I., der hier seine Leidenschaft für die Architektur und Jagd ausleben konnte.

Schloss Chambord ist geprägt durch einen beeindruckenden Gigantismus:

eine 156 m lange Fassade, 426 Zimmer, 77 Treppen, 282 offene Kamine und 800 kunstvoll gearbeitete Kapitellen. Die prächtige Kuppel hat einen Durchmesser von 32 m. Durch die vielen verschiedenen Formen und Strukturen ergibt sich eine einzigartige Silhouette.

Weiter ging es nach BLOIS, wo wir im "Holiday Inn" übernachteten. Blois hat eine schöne Altstadt mit malerischen Gassen und Architektur vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert.

Sehenswert ist neben dem Königsschloss das "Maison de la Magie" - ein Zauberkunstmuseum mit den berühmten Drachen und ausserdem die Kirchen St. Vincent de Paul aus dem 17. Jahrhundert, die Kathedrale St. Louis aus dem Jahr 1697 sowie die Kirche St. Nicolas aus dem 12/13. Jahrhundert. Über die Loire führt die alte Brücke "Pont Jacques Gabriel" aus dem 17. Jahrhundert, und von der anderen Seite hat man eine schöne Sicht auf Blois.

Aber vor allem waren wir nach Blois gekommen, um das Schloss wenigstens von aussen intensiv anzuschauen. Die Besichtigung des gesamten Areals fand dann erst viele Jahre später statt...

Der Bau des königlichen Schlosses von Blois erstreckte sich über 400 Jahre - vom 13. bis zum 17. Jahrhundert. Der grosse Innenhof ist quadratisch angelegt. Ein einziges Gebäude des ehemaligen Schlosses der Grafen von Blois aus dem 13. Jahrhundert ist noch erhalten.

Zwischen 1498 und 1503 wurde von Ludwig XII ein weiteres Gebäude im spätgotischen Stil aus Back- und Sandstein errichtet. Ein weiterer Flügel entstand zwischen 1515 und 1520 unter Franz I, und ein unvollendeter Flügel wurde zwischen 1635 bis 1638 für Gaston von Orléans, den Bruder von Ludwig XII., im klassizistischen Stil erbaut.

Von den Terrassen hat man einen schönen Rundblick auf die Stadt und das Loiretal.

Das Château de CHAUMONT ist eines der wenigen Schlösser, die direkt an der Loire liegen, und zwar ca. 40 m oberhalb des Flusses.

Das Schloss wurde bereits im 10. Jahrhundert erbaut als Schutz zwischen den Grafschaften Blois und Anjou. Chaumont war 500 Jahre im Besitz der Familie d'Amboise, und da diese an einem Komplott gegen König Louis XI beteiligt war, liess dieser das Schloss im Jahr 1465 abbrennen. Einige Jahre später wurde das Schloss durch die Familie d'Amboise wieder aufgebaut, und zwar zunächst der Nord- und Westflügel. Später wurden zusätzlich der Ost- und Südflügel, die Vorburg und der Saint Nicolas Turm sowie eine Kapelle errichtet.

Im Jahr 1560 kauft Katharina von Medici dieses Anwesen. Ab dem 18. Jahrhundert wechselte der Besitzer des Schlosses mehrfach. Der Nordflügel wurde abgerissen, es entstand eine ausgedehnte Terrasse mit einem schönen Panoramablick auf das Loiretal.

1875 begann eine umfangreiche Restauration, und das Schloss wurde eine Luxusresidenz mit Möbeln, Tapisserien und Kunstgegenständen aus ganz Europa und wurde ausserdem mit Strom und fliessendem Wasser ausgestattet.

Verschwendung, Misswirtschaft und die Wirtschaftskrise führten Anfang des 19. Jahrhunderts zu einer hohen Verschuldung. Der grosse Besitz wurde stückweise verkauft, um die Schulden zu begleichen - von ursprünglich 2483 ha bleiben ca. 20 ha übrig. Im Jahr 1937 wurde die Domaine durch den Staat enteignet im Sinne der Gemeinnützigkeit.

Das Renaissance-Schloss CHENONCEAU aus dem 16. Jahrhundert ist sicherlich das eleganteste der Loire Schlösser. Bereits im Mittelalter befand sich hier eine Burg am Ufer der Cher, sie war von Graben umgeben und zugänglich über eine Zugbrücke. Die Silhouette des Schloss spiegelt sich im Wasser des Flusses. Das Schloss wurde auf dem Areal einer ehemaligen befestigten Mühle errichtet, hoch über dem Fluss Cher.

Wenn man eine Platanenallee durchgeht, gelangt man zu den prachtvollen Gärten.

Das Schloss wird auch Château des Dames genannt, denn es waren historisch bedeutende Frauen, die Einfluss nahmen vor allem auf die Einrichtung des Schlosses.

Die Räume sind gut und vollständig erhalten. Die Kunstsammlung hat einen unschätzbaren Wert. Vom zentralen Vestibül aus gehen links und rechts die Räume ab und sind über eine Treppe mit geradem Treppenlauf zu erreichen.

In den Räumen mit dem aufwändigen Dekor sieht man prächtiges Mobiliar im Renaissancestil, Gemälde und alte Wandteppiche. Im Erdgeschoss gibt es vier prächtige Säle mit Tapisserien aus dem 16. Jahrhundert. Man kann die Schlafzimmer besichtigen von Franz I,, Diane von Poitiers und Katharina von Medici, den Salon von Ludwig XIV, die Kapelle und die gut erhaltenen Schlossküchen..

Diana von Poitiers war die Geliebte von Heinrich II. Als dieser verstarb, zwang seine Witwe Katharina von Medici Diana nach Chaumont umzuziehen.

Im perfekt gestalteten bewaldeten Park und in den Gärten fällt das kreisförmige Labyrinth auf. Schön anzusehen sind vor allem die vielen Kletterrosen, und der Gemüse- und Blumengarten zeigt die hohe französische Gartenkunst.

Das Schloss AMBOISE liegt auf einer felsigen Anhöhe auf dem linken Ufer der Loire und hatte grosse strategische Bedeutung. Es war der Lieblingswohnsitz von Charlotte von Savoyen, der Gemahlin von Ludwig XI. Hier wurde Karl VII geboren, und er baute das Schloss im Jahre 1495 um. Ein weiterer Flügel entstand, als Franz I. hier residierte.

Wir kamen nach TOURS, wo wir aber nur einen kurzen Stopp einlegten. Dann fuhren wir weiter nach VILLANDRY mit den wunderschönen Gärten von Mitte des 16. Jahrhunderts. Das Schloss stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Die Gärten bestehen aus drei Ebenen - dem Wasserpark, dem Zierpark und dem Gemüsegarten.

Beschnittene Eiben und Buchsbäume bilden die Basis für die geometrischen und symmetrischen Anlagen mit der Lindenallee, den Laubengängen und Obstbaumspalieren. Der Teich wird umrahmt von einer Steinbalustrade

USSÉ oberhalb der Indre mit seinen befestigen Türmen und kleinen Türmchen gilt als Märchenschloss.

Der bekannte französische Märchenerzähler Charles Perrault hat das Schloss gerne besucht, und es hat ihn inspiriert zu seiner Geschichte über das "Dornröschen". In einem der Türme kann man eine interessante Ausstellung sehen, die dem bekannten Märchen gewidmet ist.

Am Anfang stand hier nur eine Burg, die nach und nach ausgebaut und im 15. Jahrhundert mit wehrhaften Aussenfassaden versehen wurde. Die Innenbauten wurden im gotischen und Renaissancestil vorgenommen. Das Schloss wechselte im Lauf von mehr als 500 Jahren mehrmals den Besitzer und wurde immer wieder umgebaut.

Die Nachfahren der Familie Blacas sind immer noch im Besitz dieses Schlosses und bewohnen es, daher ist nur ein Teil für die Öffentlichkeit zugänglich

Man sieht eine schöne Renaissancekapelle und Terrassengärten, die .Sammlung flämischer Gobelins und alte Waffern und antiquarische Möbel.

Das Schloss ist umgeben von umfangreichen und schönen Garten mit altem Steindekor und Skulputuren. Im Frühling sieht man tausende von Blumen.

Die ehemalige königliche Festung von CHINON liegt auf einem Felsen oberhalb der gleichnamigen Stadt und ist eine derjenigen, die nicht an der Loire liegen sondern an der Vienne.

Dieses Schloss wurde zwischen dem 6. und dem 10. Jahrhundert erbaut. Es ist ein Riesenkomplex mit 400 m Länge und 70 m Breite, der ursprünglich aus drei Schlössern bestand - Georgsburg aus dem 13. Jh. - das mittlere Schloss mit dem Uhrturm aus dem 12.-14. J.h und dem Schatzkammerturm aus dem 12. Jh. und dem Schloss Coudray mit der Martinskapelle und dem Mühlenturm aus dem 12. Jh.

Es ging weiter nach SAUMUR, wo wir im Hotel "Londres" übernachteten. Im Zentrum sieht man viele historische Häuser aus dem 15. Jahrhundert. Der Mittelpunkt der Stadt ist der Place de la Bilange mit einem Theater und zahlreichen Cafés und Bars.

Auch hier gibt es ein Schloss, welches auf einem Felsvorsprung über der Stadt und der Loire liegt und 1367 erbaut wurde. Nachdem der Nordostflügel zerstört wurde, befindet sich dort jetzt eine Aussichtsterrasse. Die wehrhafte Burg wird von vier Türmen begrenzt. Die Burg stand lange leer und wurde auch schon als Kaserne und Gefängnis genutzt.

Von Saumur fuhren wir über Angers direkt bis NANTES. Diese Stadt liegt am Zusammenfluss der Loire und der Erdre. Es gibt hier einige Sehenswürdigkeiten - so z.B. die gotische Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul, das Schloss der Herzöge der Bretagne aus dem 15. Jahrhundert und viele historische Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Nantes hat fast 300.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Departements Loire-Atlantique. Ursprünglich nur eine mittelalterliche Festung, entstand hier schon recht früh wegen der günstigen Lage ein Handelshafen.

Wir wollten die PASSAGE DE GOIS zur Ile de Noirmoutier fahren, und dieses ist nur bei Ebbe möglich. Da die beste Zeit dafür erst wieder am nächsten Morgen war, übernachteten wir in LABAULE im Hotel "Océanic".

La Baule zwischen der Halbinsel von Guérande und der Hafenstadt St. Nazaire hat einen sehr schönen 7 km langen Sandstrand, der zu den schönsten in ganz Europa gezählt wird.

Auf der anderen Seite der Promenade und der Strasse gehört La Baule aber sicherlich nicht zu den "schönsten" Feriendestinationen. Hier sieht man eine vielgeschossige Apartmentanlage nach der anderen - sicherlich notwendig für den Massentourismus - vor allem in den Sommermonaten.

Als wir Mitte September hier waren, waren diese Anlagen fast alle geschlossen ebenso wie viele der Restaurants. Eine Querstrasse hinter der Strandpromenade kann man dann sehen, wie es vor vielen Jahren in La Baule war, denn hier gibt es doch noch einige alte Villen inmitten von viel Grün.

Nachdem wir uns am Vorabend erkundigt hatten, wann Ebbe ist, fuhren wir rechtzeitig zur PASSAGE DE GOIS. Es ist schon spektakulär über den 4,5 km langen Damm quasi mitten durchs Meer zu fahren. Der Fahrweg ist durch Baken gekennzeichnet.

Leider ertrinken hier aber immer wieder Menschen, die durch die Flut überrascht wurden. Manche können sich in die Metallkörbe - die auf hohen Stangen entlang des Damms stehen - retten, um dann zu sehen, wie das Auto in den Fluten versinkt.

Die Insel NOIRMOUTIER im Atlantik ist 20 km lang, die grösste Breite beträgt nur 7 km. Die Gesamtfläche der Insel ist ca. 6000 ha, davon sind ca. 1200 ha Salzsümpfe und ca. 900 ha Dünen. Sie ist ziemlich flach, nur im Norden gibt es eine felsige Küste.

Noirmoutier hat dank des Golfstroms ein sehr mildes Klima, im Januar blühen hier die Mimosen. Der Pflanzenwuchs ist besonders im Norden üppig.

In verschiedenen Siedlungen leben ca. 10.000 Einwohner. Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, es kommen pro Jahr bis zu 120.000 Besucher.

Man fährt vorbei an Pinienwäldern und sieht die labyrinthartigen Becken aus Schlamm, worin die Salzkristalle reifen, die als "fleur de sel" (Salzblume) verkauft werden. Die Salzgärten wurden teilweise schon im 5. und 6. Jahrhundert von Benediktinermönchen durch Drainage der Sümpfe angelegt.

In den kleinen Gassen in der Altstadt des Hauptorts Noirmoutier en l'Ile mit den weiss getünchten Häusern, die oftmals blaue oder grüne Fensterläden haben, findet man Geschäfte, Galerien und Restaurants.

Die Markthalle am Place de la République ist jeden Tag geöffnet. Aber dienstags, freitags und sonntags sieht man schon an den vielen Autos auf dem grossen Parkplatz am Anfang der Stadt, dass heute der ganze Platz ein einziger Markt ist.

Der Ort hat einen Hafen, eine sehenswerte Kirche und eine Festungsanlage. Hier wurde bereits im 7. Jahrhundert durch einen französischen Mönch ein Benediktinerkloster gegründet.

Die Kirche St. Philbert mit dem mächtigen Turm wurde vom 7.- 17. Jahrhundert erbaut und einer Abtei angegliedert, daher auch die verschiedenen Baustile.

Die Kirche wurde mehrmals zerstört durch Araber und Normannen und immer wieder aufgebaut. 1863 wurde sie nochmals renoviert und steht jetzt unter Denkmalschutz

 Die mächtige Festungsanlage mit vier Ecktürmen wurde im Jahre 830 von Mönchen errichtet als Schutz gegen die Wikinger. Die Festung hielt später auch den Eroberungen der Engländer und Spanier stand.

Die Insel Noirmoutier ist besonders geeignet für Freizeitaktiviäten. Es gibt 80 km Radwege und 84 km Wanderwege. Die vielen Strände laden ein zum Baden, Surfen, Kitesurfen, Jetski und Segeln.

Mit zu den beliebtesten gehören "Plage des Dames" oder "Plage Anse Rouge" mit den alten Badekabinen. Der "Plage des Sableux" ist der nächstgelegene zum Ort Noirmoutier, und unser Lieblingsstrand war "Plage de la Clère".

Diese Insel ist beherrscht von Ebbe und Flut. Bei Ebbe sieht man im glitzernden Watt viele Leute, die nach Schalentieren graben: Venusmuscheln, Strandschnecken, Herzmuscheln usw. Wir hätten auch gerne mitgemacht, aber ohne die notwendige Ausrüstung besteht keine Aussicht auf Erfolg. Weiter draussen fahren die Traktoren mit Anhänger zu den Muschel- und Austernbänken. Diese kann man - frisch geerntet und zu einem fairen Preis - in den Restaurants geniessen.

Weiter in Richtung Süden fuhren wir über die 1971 gebaute Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet.

Wir fuhren an der Atlantikküste weiter nach LA ROCHELLE. Diese attraktive Stadt ist ein bedeutender Fischerei- und Handelshafen in Frankreich. Der alte Hafen "Vieux Port" mit den zwei Wehrtürmen ist ein Wahrzeichen von La Rochelle. Sehenswert ist die noch teilweise von Wehrmauern umgebene Altstadt, die man vom alten Hafen durch das Tor im Uhrenturm "Porte de la Grosse-Horlage" betreten kann.

Faznierend ist hier der Tidenhub, denn er beträgt um die fünf Meter. Bei Ebbe ist von der Wasserfläche im Hafen nur noch ein schmales Rinnsal übrig..

Wir übernachteten im Hotel "Le Rupella" mit schöner Sicht auf den alten Hafen.

Drei Türme, die im Mittelalter zum Schutz der Stadt erbaut wurden markieren die Hafeneinfahrt. und sind heute historische Denkmäler.

Der Laternenturm ist ein ehemaliger Leuchtturm, der auch schon als Gefängnis diente. Der Kettenturm war in früheren Zeiten ein Eingangstor zum Hafen. Um den Hafen zu schliessen, spannte man eine grosse Kette zwischen diesem Turm und dem grössten Turm "Saint Nicolas".

In der Altstadt mit seinen Arkadengängen und Fachwerkhäusern befindet sich das Hôtel de Ville. Das Rathaus mit den gotischen Mauern und der mit Wasserspeiern und Skulpturen geschmückten Fassade sieht aus wie eine befestigte Burg.

Wenn man genug Zeit hat, sollte man die Markthallen aus dem 19. Jahrhundert besuchen, der jeden Morgen geöffnet hat. Dank der Nähe zum Meer ist hier das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten - vor allem Muscheln - besonders gross.

Freunde hatten uns immer wieder vorgeschwärmt von der Schönheit der ILE DE RÉ, also entschlossen wir uns, auch dort einmal zu übernachten. Das Hotel "Les Gallandières" liegt nur ca. 80 m vom Strand entfernt - war also ideal.

Auf der Ile de Ré sind viele Häuser aus weissem Stein erbaut, und da auch die Salzgärten und die hellen Strände im Sonnenlicht hell leuchten, heisst die Insel auch "Ré die Weisse". Und hier gibt es auch auffallend viel weiss blühenden Oleander.

Eine Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Vor allem in den Sommermonaten wird die Ile de Ré von sehr vielen Touristen besucht, denn hier kann man wirklich gut Badeferien machen.

Bei Ebbe sieht man auch hier viele Leute beim Wattfischen nach Venus- und Herzmuscheln, Austern, Garnelen oder kleinen Krebsen.

Man kann natürlich auch gut wandern und radfahren, und es werden in den Wassersportzentren vor allem Segeln und Wind- sowie Kitesurfen angeboten.

Und die Insel ist auch ein Naturparadies mit Dünen, Weinbergen, Pinienwäldern und vor Jahrhunderten angelegten Salzgärten mit vielen einheimischen Vögeln.

Eine Sehenswürdigkeit ist der Leuchtturm "Phare des Baleines", mit 57 m einer der höchsten in Frankreich. Dieser Leuchtturm wurde zwischen 1849 und 1854 erbaut und steht neben dem alten von Vauban erbauten Turm, der unter Denkmalschutz steht.

Bevor wir nach Royan fuhren, machten wir noch einen Abstecher auf die zweitgrösste Insel von Frankreich - die ILE D‘OLÉRAN. Man erreicht die Insel über eine ca. 3 km lange Brücke.

Die "Mimosen-Insel" ist ein Naturparadies mit Wäldern, Sümpfen, Dünen und oftmals naturbelassenen Stränden. Vom Frühjahr bis in den Herbst ist Oléron ein beliebtes Ferienziel für Badegäste, Wanderer, Radfahrer und Wassersportler.

ROYAN am Eingang der Flussmündung der Gironde ist bereits seit dem 19. Jahrhundert ein Badeort. Es gibt hier immer noch einige sehenswerte Villen der Belle Epoque zu sehen. Aber da Royan im 2. Weltkrieg stark bombardiert wurde, sind viele der Gebäude wie auch die Kirche „Notre Dame“ moderne Bauten. Es gibt hier einen Yachthafen inmitten der Stadt, einige schöne Strände, und der Ort ist bekannt für seine Thalassotherapie.

Weiter ging es an der Küste entlang direkt nach ARCACHON, ein schöner Badeort 60 km südwestlich von Bordeaux. Hier sieht man noch viele alte Villen aus dem 19. Jahrhundert. Wir übernachteten im "Grand Hotel Richelieu" aus dem Jahre 1860 direkt am Meer gelegen.

Der Ort Arcachon liegt am Bassin d`'Arcachon mit einem sehr langen feinen Sandstrand und ruhigem Wasser. Der Aufschwung als Badedestination begann im vergangenen Jahrhundert, und Arcachon ist auch ein Erholungsgebiet für viele Leute aus Bordeaux, die Wohlhabenden besitzen hier sehr schöne historische Villen.

In den Strassen der Stadt findet man viele Boutiquen, Cafés und Restaurants, wo man ausgezeichnete Meeresfrüchteplatten geniessen kann. Es gibt hier einen Fischereihafen, einen Yachthafen und ein Wassersportzentrum sowie ein Thalassotherapie-Zentrum.

Von Arachon ist es nicht weit zu der berühmten DÜNE VON PYLA. Sie ist die höchste Düne in Europa mit einer Höhe von ca. 110 Metern und einer Breite von 500 m und einer Länge von 2,7 km.

Es wurde eine Treppe angelegt für den Aufstieg auf die Düne, und von da aus hat man eine wunderschöne Sicht aufs Meer und auf der anderen Seite auf einen riesigen Kiefernwald. Dieser ist aber in Gefahr, kleiner zu werden, da die Düne sich immer weiter landeinwärts ausdehnt.

Wir hatten unsere Badesachen mitgenommen und kletterten die Düne hinab bis zum Meer. Und da trafen wir nicht all zuviel Leute, denn von der Meerseite gibt es keinen Treppenaufgang. Sondern man muss sehr mühsam hinaufklettern durch den teilweise tiefen Sand. Aber der Aufwand hatte sich gelohnt!

Zum Abschluss der Reise ging es nach BORDEAUX, und da bekamen wir wirklich ein Problem bei der Suche nach einer Unterkunft. Es waren quasi alle Hotels ausgebucht, denn es fand ein grosser Ärtzekongress in der Stadt statt.

Selbst beim Touristenbüro konnte man uns nicht helfen und empfahl uns, wenigstens für eine Nacht ausserhalb in ein "Formule 1" zu gehen, um nicht sozusagen "im Auto zu übernachten..."

Es war alles ziemlich neu und sauber, aber man kam sich ein bisschen vor wie in einem Hostel oder einer Jugendherberge, da es gemeinschaftliche sanitäre Anlagen gab. Aber für eine Nacht war es o.k.

Wir hatten bei der Hotelsuche schon vorgesorgt, und uns als Ausgleich ein Zimmer für die nächsten Tage im 2Hotel de Sèze“ mitten in der Altstadt und nicht weit von der Garonne gebucht.

Bordeaux liegt direkt an der Garonne, einem der wichtigsten und längsten Flüsse von Frankreich, und es gibt hier eine sehr schöne Flusspromenade. Die schöne Altstadt von Bordeaux hat ein lebhaftes Zentrum und besteht aus mehreren Vierteln. Die interessanten sind sicherlich Saint-Pierre mit vielen Restaurants und Bars sowie Saint-Michel - eher ein normales Wohnviertel.

Es hat sehr viele Sehenswürdigkeiten, aber wir liessen uns einfach treiben bei unserem Sightseeing.

So kamen wir zum historischen Glockenturm "Gross Gloche" aus dem Mittelalter, der zum früheren Rathaus gehört. Das Tor "Porte Cailhau" aus dem Ende des 15. Jahrhunderts trennt die Altstadt von der Garonne.

Bereits im 3. Jahrhundert v.Ch. existierte auf dem Gebiet von Bordeaux eine keltische Siedlung. 1145 bis 1453 geriet Bordeaux unter englische Herrschaft, und der Weinhandel mit England und Skandinavien sicherte der Stadt Reichtum. Der ehemalige Rathausturm "Grosse Cloche" aus dem 15. Jahrhundert zeugt noch von dieser Zeit.

Das Goldene Zeitalter von Bordeaux begann im 18. Jahrhundert, als die Stadt der französischen Krone gehörte. Der Hafen wurde zum grössten in Frankreich dank des Handels mit Afrika und den Antillen. Die Stadtmauer wurde abgerissen, und im 19. Jahrhundert entstanden breite baumbestandene Alleen. Kaiser Napoleon I. liess die Brücke "Pont de Pierre" bauen. In der Stadt Bordeaux befinden sich mehr als 350 Baudenkmäler.

Bis zu den Stränden der Atlantikküste ist es nur knapp eine Autostunde.

Und Bordeaux ist natürlich weltbekannt für die Weine der umliegenden Weinanbaugebiete, wie z.b. Médoc, Saint-Emilion, Sautern, Périgord usw. usw.

Ein wichtiges Denkmal für die Stadt ist das ca. 43 m hohe Monument aux Girondons. Es wurde von 1894 bis 1902 zu Ehren von Abgeordneten errichtet, die einen grossen Anteil am Beginn der französischen Revolution hatten und hingerichtet wurden.

Die grüne Lunge mitten im Zentrum ist der 11 ha Stadtpark "Jardin Public" aus dem Jahr 1746, hier kann man sich etwas ausruhen von der Stadtbesichtigung.

Der bekannteste Platz in Bordeaux ist der in den Jahren 1730 bis 1755 erbaute "Place de la Bourse", der zu den schönsten der Stadt zählt. Der Brunnen mit den Drei Grazien befindet sich zwischen dem im klassizistischen Stil erbauten Palais de la Bourse und dem Zollmuseum. Er wurde 1869 errichtet und ersetzte eine Statue von Napelon.

Die Kathedrale St. André erbaut zwischen dem 12 und 16. Jahrhundert hat eine massive Steinfassade und viele Verzierungen an den Gemäuern. Direkt daneben befindet sich der Glockenturm Tour Pey Berland, der im 15. Jahrhundert errichtet wurde.

Eine weitere sehenswerte Kirche ist die Basilika Saint Michel, wo auch wie bei der Kathedrale der 110 m hohe Kirchturm "Flèche Saint-Michel separat gebaut wurde.

Die Kathedrale "Saint André" wurde Ende des 12. Jahrhunderts als gotischer Bau angefangen und im 15. Jahrhundert durch eine romanische Kirche erweitert. Dieser Sakralbau ist mit 124 m Länge, 18 m Breite und 23-29 m Höhe der grösste der Stadt Bordeaux.

Am Nordportal sieht man einen reichen Skulpturenschmuck. Die 81 m hohen Türme haben spitze gotische Turmaufsätze. Die Inneneinrichtung wurde während der Französischen Revolution zerstört.

Es gab einige kleinere Märkte in der Altstadt von Bordeaux, und denjenigen den wir aufsuchten, entdeckten wir eher zufällig. Es war gegen 1 Uhr mittags, und die ersten Stände begannen schon abzubauen.

Die Austern waren deshalb auch günstiger, und dazu ein Glas gekühlten Weisswein - wirklich lecker. Wir sassen an einem grösseren Tisch in der Sonne, als plötzlich einige der Marktleute dazu kamen. Sie brachten Austern und Weisswein mit sich und luden uns dann dazu ein. Das war natürlich eine tolle "Gastfreundschaft" und dazu noch nette Gespräche - das werden wir natürlich nicht so schnell vergessen!

1 Antwort
London, Vereinigtes ...
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Tripadvisor-Team
1. AW: Vom Loiretal an den Atlantik bis Bordeaux
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Ach Sol-et-Mare, wie schön dieser Bericht zu lesen !

Und wie schön diese Reise scheint gewesen zu sein! Ich bin in die Loiretal geboren und doch habe ich diese Reise nie gemacht!

Ich hoffe, dass ich irgendwann dazu komme und werde gerne dieser Bericht als Anhangspunkt nehmen!

Es ist auch schön zu lesen, dass Du ‚mein‘ Stadt besucht hast. Ich hoffe Angers hat Dir gefallen :P

Saumur und Nantes kenne und mag ich auch sehr. In La Baule fahr ich auch immer wieder gerne.

Danke, dass Du dir die Zeit genommen hast dieser Reisebericht zu schreiben und mit uns zu teilen.

Bleib gesund!

Alex

Antwort auf: Vom Loiretal an den Atlantik bis Bordeaux
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