Nochmals "Round the World" - Toronto (6)
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Der Flug von Vancouver nach TORONTO ging schon sehr früh am Morgen, nach 4 Stunden Flugzeit war es dann aber in Toronto schon später Nachmittag wegen der Zeitumstellung. Wir fuhren mit dem Taxi zum zentral gelegenen Hotel "Best Western Primrose", wo wir ein Zimmer mit Sicht auf den Ontario See bekamen.

Wenn es in Vancouver schon kalt war, war es in Toronto einfach nur "saukalt". Wir mussten uns anziehen, als wenn wir zum Wintersport gehen würden. Da wir aber aus sehr warmen Gegenden angereist waren, hatten wir nicht unbedingt Wintersachen mitgenommen, also hiess es, alles übereinander anziehen, was irgendwie wärmt. Dann kauften wir uns noch Stirnbänder, um wenigstens die Ohren vor der Kälte zu schützen.

Toronto am Nordufer des Lake Ontario hat ca. 4,2 Millionen Einwohner und ist nicht nur die grösste Stadt sondern auch das Finanzzentrum von Kanada.

In der Stadt leben mehr als hundert verschiedene Kulturen, und dementsprechend vielsprachig geht es hier zu.

Toronto ist eines der grössten Finanzzentren von Nordamerika, hat die zweitgröste Börse, ist eines der grössten Zentren der Automobilbranche und das drittgrösste Zentrum für Film- und Fernsehproduktionen. Bemerkenswert ist die abwechslungsreiche Kunst- und Theaterszene.

Wir suchten weder die vielen Parks noch die Inseln im Ontario Lake auf, denn es war uns einfach zu kalt, und alles sah unwirtlich aus.

Einen Ausflug von Toronto machten wir zu den NIAGARA FÄLLEN. Leider erwischten wir von den wettermässig schlechten Tagen den grauenhaftesten, es fing immer mehr an zu regnen, je näher wir den Falls kamen.

Zunächst machten wir noch einen Stopp im Ort Niagara-on-the-Lakes, einem malerischen Ort 24 km entfernt von den Fällen mit restaurierten historischen Häusern, Hotels und Geschäften.

Der Ort liegt in einem Obst- und Weingebiet, und in einem Winzerbetrieb machten wir noch eine Weinprobe, u.a. auch Eiswein - wie passend zum Wetter…

Die 60 m hohen und fast 1 km weiten Niagarafälle, wo sich das Wasser über breite Klippen in die Tiefe stürzen, sind weltbekannt. Die Horseshoe Falls sind auf der kanadischen Seite, die American Falls sind kleiner.

Mit einem Lift und durch Tunnel kommt man bei den Horseshoe Falls zu einem kleinen Balkon nahe am Fuss des Falls - sehr imposant trotz des schlechten Wetters. Leider konnte man da keine guten Fotos machen.

Damit wir bei dem starken Regen überhaupt draussen ein wenig herumlaufen konnten, kauften wir uns noch Plastik-Ponchos, die uns später auch bei anderen Gelegenheiten (Iguacu z.B.) nützlich waren.

Auf der Rückfahrt nach Toronto fing es dann an noch an zu schneien…

Ein Muss in Toronto ist der CN-Tower mit 553 m Höhe das Wahrzeichen von Toronto Der zwischen 1927-1976 erbaute Turm ist das höchste freistehende Gebäude Amerikas und eine der am meisten besuchten Attraktionen von Toronto - jährlich ca. 2 Millionen Besucher.

Die 1. Plattform ist auf 342 m und durch den gläsernen Boden "Glass Floor" kann man hunderte von Metern in die Tiefe schauen - so man sich denn traut - ist anscheinend nicht für jeden machbar.

Auf dem nächsten Stockwerk befindet sich ein Drehrestaurant mit wunderschönem Blick auf Toronto und den Ontariosee und bei gutem Wetter sogar bis zu den Niagarafällen - soviel Glück hatten wir allerdings nicht.

Auf der höchsten Plattform mit 447 m "Sky Pot" findet man Informations- und Schautafeln.

Wir kauften uns einen DayPass für die öffentlichen Verkehrsmittel und fuhren mit der Street Car von einer Endstation zur anderen - es war einfach zu kalt, um herumzulaufen.

Dabei fiel uns auf, dass es in Toronto natürlich nicht nur Schokoladenseiten gibt, denn nur ein paar blocks von downtown entfernt, sieht es teilweise doch recht ärmlich aus.

Bemerkenswert ist sicherlich die 28 km lange unterirdische Fussgängerzone PATH mit 1200 Geschäften. Das man in Toronto besser unterirdisch shoppen geht, war uns ja schnell klar geworden, da man draussen wahrscheinlich irgendwann mal erfrieren würde.

Als wir abends zu Fuss ins Mövenpick zum Essen gingen, zogen wir sogar unsere Trekkingschuhe an, denn es hatte ein heftiges Schneegestöber eingesetzt

Unser Flug von Toronto nach Europa ging erst am Abend, und so mussten wir bei dem schlechten und kalten Wetter noch "irgendwie die Zeit totschlagen".

Und wir entschieden uns für das Eaton Center - ein 4stöckiges Einkaufszentrum mit 230 Läden und vielen Restaurants. Hier war es wenigstens trocken und nicht so kalt!

Wir kamen am 5. April nach Hause und was für ein Unterschied zum kalten Kanada - bei uns grünte und blühte schon alles!