Reise in Kanada - Vancouver (4))
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Von der Fähre in Tsawwassen in die Innenstadt - genauer gesagt nach YALETOWN - zu unserem Hotel gelangten wir mit Hilfe des Navis ohne Probleme.

Wir konnten sofort das Gepäck in die Suite im 13. Stockwerk bringen, und anschliessend fuhren wir zum Flughafen, um unser Mietauto zurückzugeben.

Das klappte problemlos, wir mussten nur noch die Einweggebühr bezahlen - Übernahme Calgary und Abgabe Vancouver kostet ca. 150 CAD.

Zurück in die Stadt fuhren wir mit dem Skytrain, für die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum muss man einen Zuschlag von CAD 5 pro Person bezahlen.

Vancouver an der Westküste von Kanada ist dank seiner einzigartigen Lage eine der schönsten Städte der Welt. Sie liegt zwischen zerklüfteten Bergen und dem Pazifik. Im Grossraum Vancouver leben 2,4 Mio. Menschen, in der eigentlichen City ca. 600.000.

In der Stadt gibt es nicht nur Wolkenkratzer aus Glas und Stahl sondern auch viele weitläufige Parks. Aber man sieht auch noch traditionsreiche Gebäude, wie z.b. das Fairmont Hotel, genannt "Castle of the City" mit Luxus und Geschichte aus den 1930er Jahren.

Im Herzen von Downtown an der Hafenfront befindet sich ein Wahrzeichen der Stadt – CANADA PLACE mit dem Convention Center und World Trade Center sowie dem Terminal für Kreuzfahrtschiffe. Hier finden das ganze Jahr über Veranstaltungen statt, wie z.B. Canada Day und National Aboriginal Day.

Inmitten des Zentrums von Vancouver entstanden in den hier gebauten Wolkenkratzern spektakuläre Wohnungen und Büros mit herrlichem Blick aufs Wasser und die Berge.

Der Komplex, der aussieht wie ein Segelschiff mit dem Convention Center und einem Luxushotel war im Jahre 1986 der kanadische Expo-Pavillon.

Die ROBSON STREET - an der sich auch unser Hotel befindet - ist DIE Einkaufsstrasse. Sie geht vom Zentrum bis zum Stanley Park. Hier findet man Läden aller führenden Modeketten, sowie Restaurants und Cafés.

Vancouver ist von Wasserarmen umgeben, und dementsprechend viele Yachten und Segelboote kann man in den Häfen und auf dem Wasser sehen. Viel Lärm machen die vielen Wasserflugzeuge, die direkt am Coal Harbour starten und landen.

Der STANLEY PARK ist der bekannteste und grösste Park von Vancouver und mit 405 ha der grösste Stadtpark von Kanada und der drittgrösste in Nordamerika. Der Park befindet sich westlich von der Innenstadt auf einer Halbinsel, die in den Burrard Meeresarm ragt.

Von der Ostseite des Parks hat man einen traumhaften Blick auf die Skyline von Vancouver. An der Westseite befinden sich einige Strände. Der Park ist seit 1888 ein Erholungsgebiet.

Der Grossteil des Parks ist immer noch dichter Wald - meistens Rotzedern. Es gibt ca. 200 km Spazierwege um den Park. Der ca. 9 km lange Sea Wall wird von einer Ufermauer begrenzt und hat einen asphaltierten Weg für Fussgänger, Radfahrer und Inlineskater.

Im Park leben Eichhörnchen, Gänse, Waschbären und Stinktiere.

Bekannt ist vor allem die Totempfahl-Sammlung. In den 1920er Jahren wurde hier die ersten Pfähle aufgestellt. Später kamen Pfähle aus vielen Regionen von Westkanada dazu, einige wurden bereits 1880 geschnitzt.

Von der nördlichen Spitze des Parks hat man einen schönen Blick auf den Eingang zum Hafenbecken und die Lions Gate Bridge, die Downtown mit dem Norden und Westen der Stadt verbindet und als "Sea-to-Sky" Highway weitergeht in Richtung Whistler.

Am Leuchtturm sieht man eine schöne Nachbildung des Bugteils der SS „Empress of Japan“. Dieses Schiff segelte von 1891-1922 zwischen Vancouver und dem Orient.

Im Wasser befindet sich eine Steinstatue "Girl in Wetsuit", bei Hochwasser sieht es aus, als ob das Mädchen im Wasser treibt.

Im Stanley Park befindet sich auch das Vancouver Aquarium mit Seelöwen, Seeottern, Belugawalen, Delphinen und Haien sowie ein üppiger Amazonas-Regenwald.

COAL HARBOUR liegt zwischen Canada Place und dem Stanley Park, am Wasser entlang führt der Coal Harbour Walkway. Auch hier war ehemals ein Industriegebiet. Seit 1995 entstanden in den gläsernen Skyscrapers viele neue Wohnungen und Büros mit Sicht auf die Marina und die Berge.

GASTOWN ist der älteste Bezirk von Vancouver, hier wurde die erste Siedlung bereits 1858 gegründet. Das einst heruntergekommene Viertel wurde restauriert und hat jetzt einen etwas nostalgischen Charme.

Dieses ist so etwas wie die Altstadt von Vancouver, vor allem in der Water Street befinden sich noch historische Gebäude. Viele der älteren Häuser wurden renoviert, wobei die Fassaden möglichst erhalten blieben.

An den kopfsteingepflasterten Strassen sieht man nostalgische Laternen. Man findet hier Souvenirgeschäfte, Cafés, Restaurants und Kunstgalerien, wo Arbeiten der First Nations angeboten werden und ausserden gibt es eine attraktive Nachtclub-Szene.

Die Steam Clock ist ein Wahrzeichen in Gastown, sie war weltweit die erste ihrer Art und heute die einzige, die noch mit Dampfkraft betrieben wird. Die Uhr pfeift viertelstündlich - ähnlich wie der Westminsterschlag von Big Ben in London - und lässt stündlich Dampf ab. Sie wird vom zentralen Dampfheizungssystem der Gastown angetrieben.

Es war besonders romantisch mit den alten Laternen und der dampfenden Uhr, als wir am Abend in ein Restaurant in Gastown essen gingen.

Im HARBOUR CENTER integriert ist ein Turm, der sog. "Vancouver Lookout", mit einer aufgesetzten runden Aussichtsplattform, ein markanter Punkt der Skyline.

Wir liefen die Robson Street bis zur Granville Street und nahmen von dort den Bus nach GRANVILLE ISLAND.

Granville Island liegt unter dem südlichen Ende der Granville Bridge und erstreckt sich in den Meeresarm False Creek. In früheren Zeiten war hier ein heruntergekommenes Industriegebiet.

Auf dem Areal von Granville Island wurde 1979 in alten Lagerhallen der Granville Island Market eröffnet.

Den Food Court hatte ich grösser in Erinnerung, aber es gibt immer noch genug Auswahl - vor allem an asiatischen Gerichten. Es wurde eine Fülle von Blumen, Früchten und Gemüse sowie viele weitere Nahrungsmittel angeboten.

Ausserdem gibt es Stände für Fischliebhaber und eine reiche Auswahl an Gebäck für Naschkatzen.

Neben dem Public Market gibt es auf Granville Island mittlerweile Restaurants, Geschäfte, Läden, Boutiquen und auch Kunstgalerien sowie Künstlerwerkstätten.

Auf der einen Seite sieht man die Granville Street Bridge, eine 8spurige Fachwerkbrücke über den False Creek. Auf der anderen Seite befindet sich die 1823 m lang 6spurige Burrard Street Hängebrücke, die von 1920-1933 errichtet wurde.

Am Pier liegen die Wassertaxis und kleine Fähren - Aquabus und Falls Creek Ferries, mit denen man zurück in die Stadt, aber auch ins Science World und Olympic Village fahren kann.

An der Waterfront befinden sich Liegewiesen und Bänke, für Kinder gibt es einen Wasserpark.

Von Granville Island hat man einen schönen Blick über den False Creek und die Wolkenkratzer von Downtown.

Wo am FALSE CREEK sich das ehemalige Expo-Gelände zwischen Granville Bridge und Main Street befindet, ist heute ein Wohngebiet.

Auch in Yaletown war früher ein Industriegebiet, das dann heruntergekommen war. In den späten 80er Jahren entstand hier eine attraktive Wohngegend. In vielen alten Warenhäuser entstanden Lofts und im Erdgeschoss trendige Restaurants.

Der DR. SUN YAT-SEN CLASSICL CHINESE GARDEN ist ein Idyll im sonst so wuseligen Chinatown und ein Kontrast zu den Beton- und Glasbauten der City.

Man kann den Garten allein besichtigen oder mit einem Guide. Dieser empfängt die Besucher in der China Maple Hall, einer Halle mit den berühmten Suhóu Seidenstickereien. Dann geht es zu einem kleinen Teich, wo der Guide mit einem Gongschlag die Fische lockt, die dann auch gefüttert werden.

Ein besonderes Schmuckstück ist der Jade Water Pavillon aus Holz mit Fenstern und Balustraden.

Ein Kontrast zum Garten sind die Wolkenkratzer von Downtown, die man im Hintergrund sieht.

In dieser Idylle sieht man die sog." Schüler", die hier lesen, schreiben, musizieren und malen.

Am Ende des Rundgangs servieren diese Schüler den Besuchern einen Tee.

Neben diesem Garten gibt es noch einen freien chinesischen Garten sowie ein Museum.

CHINATOWN grenzt an Gastown, ist aber nicht mehr das Zentrum der hier lebenden Chinesen, die im Grossraum Vancouver einen Bevölkerungsanteil von 20% haben. Denn diese leben inzwischen überall in der Stadt, wo es dann auch chinesische Einkaufszentren und Supermärkte gibt.

Trotzdem ist dies Viertel immer noch authentisch. Es existiert bereits seit über 100 Jahre und wird noch heute geprägt von bunten Farben, exotischer Küche und lebhafter Kultur der Chinesen.

Das Viertel ist eines der ältesten von Vancouver, es entstand Ende des 19. Jahrhunderts, als während des Baus der Transkanada-Eisenbahn tausende chinesische Gastarbeiter kamen.

Chinatown in Vancouver ist die drittgrösste chinesische Siedlung ausserhalb von China. und hat zweisprachige Strassenschilder. Vor allem die Pendler Street ist interessant zum Bummeln. In den chinesischen Lebensmittelgeschäften gibt es exotische Lebensmittel zu bestaunen, von denen wir meistens nicht einmal die Namen kennen. Der Handel spielt sich grösstenteils auf der Strasse ab.

In den Restaurants und Imbiss-Ständen gibt es immer noch unverfälschte fernöstliche Kost. Nach Ladenschluss ist Chinatown nicht mehr interessant, da auch die meisten Restaurants so früh wie die Läden schliessen.