Reise in Kanada - Montreal, Quebec und mehr (1))
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Nach einem angenehmen Flug in der BusinessClass kamen wir in MONTREAL an. Wir flogen scheinbar "endlos" über den insgesamt ca. 3000 km langen Sankt-Lorenzstrom und konnten von oben die vielen Inseln im Fluss sehen.

Wir verliessen das Flugzeug und konnten zunächst zügig in Richtung Immigration laufen. Dann plötzlich stockte alles, die Leute standen in Reihen an, auch die Kanadier, nur die Leute im Transit konnten weiter.

Es ging nur sehr langsam weiter, und als wir endlich in die recht kleine Anflugshalle schauen konnten, trauten wir unseren Augen nicht: es standen hunderte von Leuten dicht gedrängt in engen Reihen... Daher dauerte es auch "ewig" bis wir endlich zur Immigration kamen.

Anschliessend holten wir unser Gepäck und waren froh, dass wir nicht sofort ein Auto gemietet hatten sondern mit dem Taxi ins Downtown Hotel fuhren.

MONTREAL hat ca. 1,6 Millionen Einwohner, im Grossraum Montreal leben ca. 4 Mio. Einwohner, von denen etwa 70% französisch sprechen, aber die meisten Leute sind zweisprachig. Montreal ist die zweitgrösste Stadt von Kanada und nach Paris die zweitgrösste französischsprachige Stadt der Welt.

Die Stadt liegt auf der Ile de Montreal zwischen dem Sankt-Lorenzstrom und der nördlichen Rivière des Prairies. Montreal ist eine wichtige Industrie- und Handelsstadt. Obwohl die Stadt ca. 1600 km vom Atlantischen Ozean entfernt ist, hat auch der Hafen eine grosse Bedeutung.

Das 1992 in postmoderner Architektur errichtete Bürogebäude "1000 de la Gauchetière" mit seinen 205 m - 51 Stockwerke - dominiert Downtown.

In der Nähe unseres Hotels befindet sich am Dorchester Square die gut ausgestattete Touristeninfo, wo man uns über alles Sehenswerte in Montreal informierten. Dort kauften wir dann auch ein 3-Tagesticket für Bus und Metro.

Am Dorchester Square befindet sich das grosse weisse Gebäude "Sun Life Building

Ein weiteres auffallendes Gebäde in Downtown ist der ebenfalls 1992 errichtete Tour McGill mit seinen 158 m Höhe.

Wir suchten uns die nächste Metrostation und fuhren bis zur Station Mont Royal, Dort sieht es schon anders aus als in Downtown, ein bisschen wie in der "Vorstadt" mit Townhäusern, kleinen Geschäften und Restaurants.

Direkt gegenüber von der Metrostation sieht man das schöne Gebäude der "Bibliotheque du Plateau Mont Royal".

Von dort ging es weiter mit dem Bus bis zum PARC MONT ROYAL. Der 200 ha grosse Park wurde vom gleichen Architekten geplant, der auch den Central Park in New York entworfen hat. Der Park liegt 232 m über Montreal und ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Vor dem Visitor Center sieht man wunderschön angelegte Blumenbeete in allen Farben. Dort oben befindet sich eine grosse Aussichtsplattform, von wo aus man einen grossartigen Blick auf Montreal und den Sankt-Lorenzstrom hat.

Auf dem Weg zurück zur Bushaltestelle sahen wir einige Eichhörnchen, die von vielen Leuten gefüttert werden. Bei der Bushaltestelle befindet sich ein grosser Parkplatz, es ist also auch möglich mit dem Auto hierher zu kommen. Ausserdem kann man von Downtown zu Fuss zum Mont Royal hinaufsteigen. Aber da es an diesem Tag sehr heiss war, hatten wir darauf verzichtet.

Der PLACE D‘ARMES ist das alte Bankenviertel von Montreal. Hier befindet sich auch der älteste Wolkenkratzer der Stadt - das New York Life Gebäude aus dem Jahr 1887. Direkt daneben ist der "Uhrenturm", der aus rotem Sandstein errichtet wurde, ein Gegensatz zu den fast nur in grau errichteten Gebäuden zur damaligen Zeit.

Ebenfalls an diesem Platz sieht man das 1931 im Art-déco-Stil errichtete "Alfred Building", welches dem New Yorker Empire State Building ähnelt.

Das imposanteste Gebäude am Place d'Armes ist sicherlich die 1829 im neugotischen Stil erbaute "BASILIQUE NOTRE DAME" - eine der grössten Kirchen und wahrscheinlich auch die schönste in Nordamerika.

Von aussen ist das Gotteshaus eher schlicht, dafür im Inneren umso prachtvoller. Im Inneren beeindruckt die einmalige Holz- und Schnitzkunst, sowie das blaue Licht und die goldenen Sterne an der Decke. An den Glasfenstern sind Episoden der Geschichte von Montreal dargestellt. Die Orgel hat gigantische Ausmasse.

Die ausgedienten Hafenanlagen am VIEUX PORT sind ca. 2 km lang und wurden unter grossem Aufwand restauriert. Es ist jetzt ein beliebter Treffpunkt für die Bevölkerung. Es gibt einen Flohmarkt, einige Stände zum Essen und Trinken. Man sieht Strassenkünstler, kann sich ein Fahrrad mieten, eine Kutschfahrt und einen Schiffsausflug machen.

Der 1847 errichtete Markt Bonsecours war über ein Jahrhundert lang Hauptmarktplatz für landwirtschaftliche Produkte. Später diente er als Konzertsaal und sogar als Rathaus.

In den Jahren 1996/97 fand eine Renovierung statt. Im Erdgeschoss befinden sich jetzt Cafès, Restaurants und Boutiquen, in den oberen Geschossen sind Verwaltungsräume.

Neben dem Markt sieht man die Kapelle Bonsecours - 1771 errichtet eine der ältesten in Montreal.

Der PLACE JAQUES CARTIER ist eine der beliebtesten Plätze in Montreal mit vielen Restaurants und Strassencafés. Tagsüber gibt es einen Blumenmarkt, und man kann auch einige Strassenmaler und Musikanten sehen.

Oberhalb des Platzes sieht man schon von weitem die zwischen 1872 und 1882 erbaute City Hall. Nach einem grossen Feuer im Jahre 1922 wurde das Gebäude wieder vollständig aufgebaut.

Hier rief Charles de Gaulle anlässlich seines Staatsbesuchs im Jahre 1967 sein berühmtes "Vive le Québec libre"!

Statt einer offiziellen Stadtrundfahrt machten wir eine Runde mit dem Bus 175, der am Place Dorchester startet.

In der Nähe des Place Dorchester befindet sich die Kirche "Marie Reine du Monde". Das 1894 errichtete Gotteshaus ist in einer kleineren Version dem Petersdom in Rom nachgebaut.

Zunächst kamen wir an einem grossen grauen Gebäude vorbei - der ehemalige Windsor Bahnhof der Canadian Pacific Railway - welches von 1887-89 erbaut wurde. Seit 1993 sind hier ein Hotel und Büros untergebracht.

Wir sahen einige weitere interessante Gebäude, die zum Komplex der Universität von Montreal gehören, z.b. das Universitätsspital und einen Pavillon, und auch ein bisschen, wie es ausserhalb von Downtown aussieht.

Die sog. UNDERGROUND CITY (La Ville Souterraine) mit fast 12 qkm ist weltweit die grösste dieser Art. Sie entstand, um den Leuten auch im kalten Winter ein angenehmes Einkaufen zu ermöglichen. Die ca. 30 km unterirdischen Gänge sind zwischen dem Mont Royal im Norden und dem Sankt-Lorenzstrom im Süden gelegen. Es gibt Passagen, Rolltreppen, Tunnel und Plätze teilweise bis zu 3 Etagen hoch mit 1700 Läden, Boutiquen, Kaufhäusern, Restaurants und Kneipen.

Am späten Nachmittag unseres letzten Tages in Montreal gingen wir zur Autovermietung, um das Mietauto abzuholen. Wir erhielten nicht nur ein "upgrade" von Alamo sondern konnten uns sogar das Auto aussuchen… In der Nähe des Hotels hatten wir dann das Glück, einen Parkplatz zu finden.

Am anderen Morgen streikte zunächst einmal unser Navi, also hiess es erstmal einigermassen die Richtung zu finden. Wir waren dann doch froh, als das GPS wieder funktionierte, denn es ging hin und her auf verschiedenen Schnellstrassen in Richtung Quebec.

Schlussendlich kam endlich die Abbiegung Richtung Saint Alexis des Monts.

SAINT ALEXIS DES MONTS liegt in einer Gegend mit etwa 600 Seen. Der idyllisch am Lac de Saint Alexis de Monts-See gelegene Ort hat ca. 3000 Einwohner. Es gibt Restaurants und zu unserer Überraschung einen recht grossen Supermarkt. Das kam uns sehr gelegen, konnten wir uns doch mit Proviant und vor allem Wasser eindecken. Denn wir wussten, dass unser Hotel am Lac Sacacomie sehr abgelegen war.

In einem kleinen Familien-Restaurant nahmen wir noch einen Lunch mit einem kühlen Bier ein, bevor wir weiterfuhren.

Das Hotel hat eine traumhafte Lage inmitten der Wälder und Seen, am Rande des La Maurice Nationalparks. Das Gebäude ist im Blockhausstil errichtet und sehr verschachtelt, man muss aufpassen, dass man sich nicht verläuft.

Leider liess man uns sehr lange auf unser Zimmer warten - vielleicht, weil wir nur eine Nacht reserviert hatten (die Unterkunft war recht teuer)? Denn Leute, die nach uns kamen, erhielten ihren Zimmerschlüssel sofort.

Wir liefen dann den steilen Weg hinunter bis zum Lac Sacacomie mit seinem kristallklaren Wasser. Es gibt einen kleinen Sandstrand, und wir suchten uns einen schattigen Platz.

Man kann einige Freizeitaktivitäten nutzen: Kanufahren, Montainbiken oder Wandern.

Ein paar Mutige gingen sogar ins recht kalte Wasser.

Am Abend wollten wir noch bei einem kühlen Drink den Sonnenuntergang von der Terrasse geniessen, aber die Sonne verschwand schon recht bald hinter den Bergen.

Bereits am nächsten Morgen fuhren wir bei blauem Himmel und Sonnenschein durch die Wälder vorbei an vielen Seen Richtung Baie Saint Paul. Als wir dann den Freeway bei Quebec erreichten, hatten wir recht viel Verkehr. Aber es waren ja nur noch 80 km bis Baie Saint Paul.

BAIE SAINT PAUL liegt am Nordufer des Sankt Lorenzstroms und hat etwas mehr als 7000 Einwohner.

Schon von weitem sieht man die Kirche "Saints Pierre-et-Paul" mit ihren zwei Türmen. Die erste Kirche wurde bereits im Jahre 1714 gegründet, somit ist es das älteste Gotteshaus in der Charlevoix Region. Die Kirche wurde während der Kriege zwischen Franzosen und Engländern mehrmals verlassen, 1962 wurde sie durch einen Brand zerstört. Im Jahre 1964 wurde die jetzige Kirche geweiht - das war vor über 50 Jahren.

Baie Saint Paul ist einer der ältesten Orte in der Provinz Quebec. Wegen seiner malerischen Lage war der Ort viele Jahre lang ein Anziehungspunkt für Schriftsteller, Maler, Bildhauer und andere Künstler. In den traditionellen Häusern - vor allem in der rue St. Joseph - gibt es viele kleine Geschäfte, Boutiquen und Galerien.

Von der rue St. Anne kommt man direkt zu einem kleinen Hafen und dem Sandstrand "Fleuve St. Laurent". Aber weder das Wetter noch das Wasser luden zum Baden ein.

Abends gingen wir wiederum in die Mikrobrauerei, wo wir diesmal direkt einen Tisch bekamen. Am Vorabend - samstags - muste man in einer Schlange warten. Denn dieses ist ein beliebtes Restaurant mit gutem Pub-Essen und reichlich Auswahl an Biersorten.

Man kann die Biersorten am besten testen, indem man ein Tablett mit verschiedenen Sorten in kleinen Gläsern bestellt.

Eigentlich wollten wir einen Ausflug machen nach Tadoussac oder in den Parc des Grands Jardins, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Es war stark bewölkt, es fing an zu nieseln und später sogar stark zu regnen.

Aber wir fuhren dann wenigstens am Fluss entlang bis MALBAIE. Da es dort keine vorgelagerten Inseln gibt, kann man den Sankt-Lorenzstrom in seiner ganzen Breite bewundern.

Von Malbaie fuhren wir über die Route des Montagne zurück nach Baie St. Paul. Mit den Bergen im Hintergrund wäre es eine schöne Fahrt gewesen, wenn das Wetter mitgespielt hätte. Wir kamen vorbei am idyllisch gelegen St.-Aimé-des-Lacs, konnten aber leider keine Fotos machen, da es zu stark regnete.

Von Baie Saint Paul fuhren wir über eine kurvenreiche Strasse zu dem kleinen Ort St. Joseph-de-la-Rive. Von hier aus kann man kostenlos mit einer kleinen Autofähre auf die Ile aux Coudres fahren. Da aber viele Autos warteten, entschlossen wir uns, nur als Fussgänger mitzufahren.

Es war schon eine einmalige Sache, mit dem Schiff auf dem Riesenstrom zu fahren. Der St. Lorenzstrom ist von den Grossen Seen bis zum Atlantik 1200 km lang, das gesamte Flusssystem beträgt 2900 km!

Der St. Lorenzstrom mit diversen Schleusen, Staudämmen und Wasserkraftwerken ist ein bedeutender Transportweg und auf seiner ganzen Länge schiffbar.

Die Ile aux Coudres ist 11 km lang und 5 km breit. Der Name "Insel der Haselnüsse" entstand wegen der vielen Haselnussbäume auf der Insel.

Da wir ohne Auto herübergekommen waren, hätten wir zu Fuss den recht steilen Weg hochlaufen müssen, um mehr von der Insel zu sehen. Aber es war uns - ehrlich gesagt - zu heiss und zu mühsam...

Wir wollten ja auch nicht unbedingt auf die Insel, es ging uns mehr um die Fahrt auf dem grossen Strom. Also fuhren wir mit der nächsten Fähre zurück nach St. Joseph-de-la-Rive und mit dem Auto nach Baie Saint Paul.

Auf dem Weg nach Quebec kommt man direkt an den "CHUTE-MONTMORENCY" vorbei. ca. 14 km nordöstlich von Quebec gegenüber der Ile d'Orléans - eine der beliebtesten Attraktionen in der Region.

Der Wasserfall stürzt sich über Felswände in das 17 m tiefe Becken und dann in den Sankt Lorenzstrom und ist damit knapp 30 m höher als die Niagarafälle, aber wesentlich schmaler.

Der Wasserfall wurde 1542 von Franzosen entdeckt, die auf einer Expedition waren. Samuel de Champlain, der Gründer von Neufrankreich, benannte ihn zu Ehren des Herzogs von Montmorency, der zur damaligen Zeit Admiral von Frankreich war.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die obere Ebene zu erreichen - bequem (und teuer) per Seilbahn oder mühsam per Treppe, die seit 1993 besteht. Es ist wirklich anstrengend, die fast 500 Stufen (es sind genau 487 - ich habe sie gezählt!) auf der in die Felswand gebauten Holztreppe hinaufzuklettern

Aber es lohnt sich allemal, den von hier aus sieht man den Wasserfall in seiner ganzen Schönheit und immer wieder aus einer anderen Perspektive.

Über den Wasserfall führt eine Hängebrücke mit atemberaubenden Blick auf die tosende Gischt der herabstürzenden Wassermassen. Hier wird der River Montmorency zum Wasserfall Montmorency.

Im Winter vereisen die Ränder und bilden riesige Eiswände. So entsteht eine beeindruckende Eiswand zum Klettern, den neben dem Eis stürzt der Wasserfall auch zu dieser Jahreszeit mit aller Kraft in die Tiefe.

Beim Heraufsteigen schaut man immer wieder auf den Wasserfall. Beim Heruntersteigen hält man an, um den schönen Blick zu geniessen auf den St. Lorenzstrom, die Brücke zur Ile d'Orléans und die Silhouette von Quebec.

Vom Wasserfall ist es nicht mehr weit bis QUEBEC CITY.

Dank Navi hatten wir kein Problem unser Hotel in Vieux Québec zu finden. Nachdem wir unser Gepäck ausgeladen hatten, fuhren wir das Auto in ein nahe gelegenes Parkhaus. Wir erhielten ein Zimmer in der obersten Etage mit einer tollen Sicht auf den St. Lorenzstrom, die Kirche "Holy Trinity" und das Wahrzeichen von Québec - das Château Frontenac.

Quebec ist die "französischste" Stadt in Kanada. Sie wurde 1608 vom französischen Entdecker Samuel de Champlain am Steilufer des Sankt-Lorenzstroms als befestigte Siedlung gegründet und diente ihm als Ausgangspunkt für seine Forschungsreisen. Quebec ist das Zentrum der französischen Kultur in Nordamerika, französische Lebensart und Lebensfreude sind überall sichtbar. Rund 94% der Einwohner im Grossraum Quebec sprechen französisch.

Die Stadt besteht aus zwei Teilen: innerhalb der alten Stadtmauern die Altstadt - Vieux Quebec - mit der mächtigen Zitadelle, prächtigen Regierungsgebäuden, renovierten historischen Häusern, engen Gassen, kleinen Plätzen und dem Wahrzeichen der Stadt - dem prachtvollen Luxushotel "Château Frontenac" und der Unterstadt mit vielen alten Gebäuden.

In Vieux Quebec geht man sicherlich zunächst einmal zur "TERRASSE DUFFERIN", ein breiter Plankenweg 65 m hoch über dem Sankt Lorenzstrom. Die Promenade wurde 1838 angelegt und 40 Jahre später von 50 m auf 427 m verlängert. Die "Terrasse" ist vielbesucht mit Aussichtspunkten und Bänken. Hier sieht man Strassenmusikanten und Gaukler und geniesst den Ausblick.

Die Fähren fahren hin und her zwischen der Stadt und den Inseln im Strom. Auf dem St. Lorenzstrom sieht man Frachtschiffe aus aller Welt.

Der imposanteste Blickpunkt hier ist sicherlich das CHÂTEAU FRONTENAC, ein grosses weithin sichtbares Schlosshotel, das 1892 im Auftrag der Canadian Pacific Railway erbaut wurde.

Vor dem Hotel sieht man die 4,5 m hohe Skulptur aus Bronze "Alice im Wunderland" von Salvador Dali, die einen Wert von 2,5 Mio CAD hat. Sie wurde hier ausgestellt anlässlich des 25. Jahrestags der Kunstgalerie des Château Frontenac.

Am Nordende der Terrasse Dufferin steht das Denkmal von Samuel de Champlain, Gründer der Stadt. Das Gebäude dahinter ist das Old Post Office mit dem Clock Tower.

1960 wurde die Terrasse Dufferin mit der Promenade des Gouvrneurs verbunden, die unterhalb der Festungsmauern verläuft. Dadurch besteht jetzt eine Verbindung zwischen dem Château Frontenac und der Zitadelle. Ein schöner Spaziergang!

Die ZITADELLE liegt auf dem vorspringenden Cap Diamant etwa 100 m über dem Sankt Lorenzstrom. Die Zitadelle wurde in den Jahren 1820 - 1852 anstelle der älteren Festung gebaut. Es ist eine der grössten Festungsanlagen auf dem nordamerikanischen Kontinent - eine riesige, gut erhaltene, sternförmige Anlage, deren Bauten durch Festungsmauern, Wälle und Gräben geschützt werden.

Eines der restaurierten Gebäude dient heute als Sommerresidenz des Generalgouverneurs. In einem Pulverturm des 18. Jahrhunderts befindet sich ein Militärmuseum. In der Zitadelle ist heute das 22. Königliche Regiment stationiert.

Die bequemste Art in die UNTERSTADT zu gelangen ist die Fahrt mit dem "Funiculaire" - seit 1879 bestehend - zuerst mit Dampf betrieben, später mit Strom.

Wir schlenderten durch das Quartier du Petit-Champlain, welches nach umfangreichen Renovierungsarbeiten heute ein viel besuchter Ort der Unterstadt ist.

Mittelpunkt der Unterstadt ist der Place Royal, wo im Jahre 1608 die französische Kolonisation in Nordamerika begann, als Samuel de Champlin hier die erste dauerhafte Siedlung gründete.

Der Platz entwickelte sich zu einem geschäftigen Marktplatz, und wohlhabende Händler bauten hier ihre Wohnhäuser.

Viele dieser Häuser wurden in den letzten Jahren restauriert und vermitteln einen guten Eindruck einer französischen Stadt im 17. und 18. Jahrhundert.

Am Place Royal befindet sich auch die sehenswerte kleine Kirche "Notre-Dame-des-Victoires" aus dem Jahre 1688. Die Kirche wurde stark zerstört durch die Engländer, aber im Jahre 1759 nach den Originalplänen wieder aufgebaut. 1969 wurde das Gotteshaus renoviert.

Auch in der Unterstadt fällt der Blick immer wieder auf das hoch oben thronende Wahrzeichen von Quebec - Château Frontenac.

Als wir uns zu Fuss an den steilen und mühsamen Aufstieg in die Oberstadt machten, kamen wir noch vorbei an der interessanten "Wall Mural" mit Szenen aus früheren Zeiten.

Unser traditonelles Hotel liegt zentral in Vieux Québec, und so konnten wir alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss besichtigen. Während unseres Aufenthalts blieb das Auto die ganze Zeit über in der Parkgarage.

Direkt gegenüber vom Hotel befindet sich die CITY HALL errichtet im Jahr 1895.

Nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt liegt der PLACE D‘ARMES, wo bis 1875 ein Bauernmarkt stattfand. Inmitten des Platzes befindet sich das Monument Taschereau zu Ehren des ersten Kardinals.

In der Nähe unseres Hotels in der rue St. Anne und in der rue St. Louis befinden sich viele Gesschäfte, Boutiquen, kleine Hotels und Restaurants.

Die Kathedrale "NOTRE DAME DE QUEBEC" ist hervorgegangen aus der 1664 von Samuel de Champlain errichteten Kapelle. Die heutige dreischiffige Kirche wurde in den 1920er Jahren erbaut. Sehenswert sind das reich geschmückte Innere mit schönen Glasfenstern, Malereien und der Orgel.

In der Nähe des Hotels befindet sich auch die Kirche "Holy Trinity", erbaut in den Jahren 1800-1804. Dieses war die erste anglikanische Kirche, die ausserhalb von Grossbritannien errichtet wurde. Das sehenswerte Chorgestühl ist aus Eiche gefertigt. In den Sommermonaten finden regelmässig Orgelkonzerte statt.

Man entdeckt Vieux Quebec am besten zu Fuss und so hielten wir es auch. Vom Hotel aus ging es durch die Rue Saint-Louis zunächst zum PARLAMENTHÜGEL.

Von dort aus ging es ein Stück auf der Stadtmauer weiter, vorbei am schönen Gebäude "Maison Dauphine" - seit 1992 eine Begegnungsstätte für dieJugend.

Von der Stadtmauer aus kamen wir vorbei am Parc d'Artillerie und liefen weiter Richtung Bassin Louise.

Dort befindet sich - etwas abgelegen - der MMARCHÉ DU VIEUX PORT. Am Alten Hafen war bereits im Jahre 1640 ein Marktplatz. Das Gebäude des heutigen Marktes sieht von aussen eher unscheinbar aus. Aber dann staunt man im Inneren über die Vielfalt der angebotenen Waren: Käse, Fisch, Fleisch, Brot und Kuchen, Süssigkeiten, Weine und frisches Obst und Gemüse in Hülle und Fülle.

Direkt hinter der Markthalle liegt der Alte Hafen. Dieser hatte während der Zeit der grossen Segelschiffe in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine grossse Bedeutung.

Die Anlage wurde in den vergangen Jahren erneuert, und heute ist Vieux Port de Québec ein beliebtes Ausflugsziel. In diesem Bereich befindet sich auch der Yachthafen.

Von Quebec fuhren wir zurück nach Montréal. Die Strasse führte uns am Sankt-Lorenzstrom in Richtung der Auslegerbrücke "Ponte de Québec", die eine traurige Berühmtheit erlangte, weil sie vor der Fertigstellung zweimal eingestürzt ist.

Wir fuhren dann über die sich 200 m dahinter befindliche Hängebrücke "Pont Pierre-Laport", die von 1966-1970 erbaut wurde zur Entlastung der alten Auslegerbrücke.

So gelangten wir auf die andere Seite des Stroms.

Unser Auto sollte mit "leerem Tank" abgegeben werden, was gar nicht so einfach war.

Mit ein bisschen "Zittern" ging es dann durch Montreal, und wir kamen zum Glück ohne Schwierigkeit zum Flughafen, wo wir das Mietauto problemlos zurückgeben konnten.

Von Montreal aus flogen wir am späten Nachmittag nach Calgary.

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