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Reisebericht Garden Route 2011

Schönberg ...
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Reisebericht Garden Route 2011

Auch in diesem Jahr 2011 starteten wir unseren Jahresurlaub mit der Garden Route Tour in Südafrika. Im Voraus haben wir unseren Lufthansaflug Hamburg-Frankfurt-Frankfurt-Kapstadt (+Rückflug) für 1.170€ pro Person+ Leihwagen für 4 Wochen (450€ bei Hertz, inkl. Vollkasko), sowie 5 Übernachtungen in der Whalesonglodge in De Kelders (Suite pro Nacht 240€ inkl. Frühstück) und wie im vergangenen Jahr die Villa Paradise in Knysna (14 Tage, Suite pro Nacht 240€ inkl. Frühstück) gebucht.

Am 14.11. starteten wir mit unserem Flug. Wir kamen um ca. 9.45 Uhr ausgeruht in Kapstadt an. Nachdem wir den Zoll passiert hatten, gingen wir zu Hertz und holten unseren Leihwagen (VW Polo mit Stufenheck) ab. Da wir letztes Jahr bereits Südafrika in vollen Zügen genossen haben, fiel uns der Linksverkehr überraschend leicht. Wir haben uns in diesem Jahr gegen die Autobahn N2 entschieden. Anstatt dessen sind wir an der Küste Richtung De Kelders entlang gefahren. Dies war absolut die richtige Entscheidung, da zum einen (wie bei der N2) der Straßenzustand hervorragend war (bis auf ca. 10 km Schotterpiste) und zum anderen wir einen hervorragenden Panoramablick auf die Küste und die Regionen genießen konnten.

Bevor wir De Kelders erreichen konnten haben wir die Pinguinenkolonie in Bettys Bay besucht (Eintritt pro Person 1€). Die Kolonie bei Stoney Point ist einen echten Besuch wert. Die Pinguine sind die dortige Hauptattraktion, die dennoch recht wenig besucht war. Die meisten Touristen fahren m. E. zur Pinguinbeobachtung an die Boulders Beach auf die Kaphalbinsel. Neben den Pinguinen haben wir dort noch Kormorane und eine verwandte Art von Murmeltieren hautnah erleben können.

Unsere erste Unterkunft, die wir auch für das nächste Jahr wieder gebucht haben, ist die Whalesong Lodge in De Kelders. Die Lodge befindet sich direkt an den Klippen zum Atlantik. Auch hier war die Entscheidung für die Suite Gold richtig. Die Suite hat einen sehr großen, direkten, frontalen Panoramablick vom King-Size-Bett, von der Badewanne und vom Balkon aus auf den Ozean. Alle anderen Gäste können diesen gigantischen Blick nur vom Frühstücks- und Aufenthaltsraum und dem davor gelagerten Balkon genießen. Eigentümer ist der gebürtige Kenianer Stanley, der perfekt Deutsch spricht. Während unseres Aufenthalts in der Whalesong Lodge wurden wir wahrlich nicht enttäuscht. Den ganzen Tag über konnten wir die Wale hautnah mit Ihren Babys beim spielen, springen etc. erleben. Sogar ein weißes Walbaby konnten wir sehen. Wie uns Stanley erklärte, besteht bei vielen Touristen der Eindruck, daß die normale Walsaison von September bis Anfang November ist. Dies ist jedoch laut seiner Aussage nicht korrekt. Die Wale können in De Kelders bis Mitte Dezember besichtigt werden, bevor diese in die Antarktis weiter ziehen.

Gespeist haben wir ca. 500 Meter von der Whalesong Lodge entfernt im Whalerestaurant. Auch dort kann man einen hervorragenden Meerblick auf der Restaurantterasse genießen. Das Essen war hervorragend und ist sowohl für Fisch-Fleischesser und Vegetarier sehr zu empfehlen. Da wir von dem Essen und dem Blick sehr angetan waren, haben wir die restlichen 4 Abende ausschließlich dort unser Abendessen genossen. Preisniveau Essen pro Person ab 10€.

Abschließend kann man sagen, dass die Tage in De Kelders für uns ein wirklich unvergessliches Erlebnis waren.

Unser nächstes Ziel entlang der Garden Route war der Südlichste Punkt Südafrikas, wo gleichzeitig der Indische Ozean und der Atlantik zusammentreffen (L`Aguas). Neben dem imposanten Leuchtturm kann man dort die das Meer sowie die atemberaubenden Wellen in aller Ruhe sowie den weitläufigen Strand sehr genießen. Auch dieser Trip ist sehr zu empfehlen.

Dann ging es für uns in die Garden Route Game Lodge (Landeskategorie 3 Sterne), welches an der N2 gelegen ist. Laut den diversen Bewertungen in den Internetforen eine Empfehlung wert (spiegelt jedoch nicht unsere Meinung über ein Reservat wieder). Dort haben wir neben Elefanten, Nashörnern, Giraffen, Zebras, Springböcke, einen Leoparden und einen Geparden aus nächster Nähe (aus dem Safariwagen) erleben können. Was uns persönlich sehr gestört hat, war die Nähe der gesamten Anlage zur Hauptverkehrsstraße N2. Beim fotografieren der Elefanten, Giraffen und des Löwen waren auf den Fotos im Hintergrund entweder Trucks, bzw. die Elektrozäune zu sehen, was uns sehr stark an dem Hagenbecker Tierpark in Hamburg erinnert. Die Verpflegung dort war Halbpension. Sehr leckeres Abendessen, das Frühstück war doch eher gewöhnlich und auf die Masse an Gästen abgestellt. Die Unterkunft in den Holzhütten war gemäß der Landeskategorie i. O. Preis pro Person inkl. Führungen, Übernachtung und HP 160€. Ein Besuch dieses Resorts ist für 1, max. 2 Tage ausreichend. Geplant waren bei uns 2 Übernachtungen, die wir jedoch auf eine Übernachtung reduzierten, da wir beruflich auch im Urlaub auf das Internet zu sehr angewiesen sind, und dieses trotz allen Bemühungen nach 24 Stunden immer noch nicht zur Verfügung stand. Im Nachhinein kann ich sagen, dass der Aufenthalt für eine Nacht für uns ausreichend war. Wer mit Kindern reist und dieses Areal besuchen möchte, sollte m.E. 2 Tage dort einplanen. Abschließend ist anzumerken, dass der Krüger Nationalpark unumstritten die erste Wahl ist und bleibt.

Danach ging es nach einer Urlauber - Empfehlung direkt nach Wilderness in das Boutique Hotel Views (5 Sterne Landeskategorie). Hier verbrachten wir weitere 7 Nächte. Das Views ist ein neues, kleines Hotel mit einem ausgezeichneten frontalen, direkten Panoramablick auf den indischen Ozean, mit einem hervorragenden Frühstück, genialen Zimmern und einem genialen Spa und Wellnessbereich. Nach zähen Verhandlungen haben wir die Suite pro Übernachtung inkl. Frühstück für 240€ bekommen (Normalpreis 480€). Dieses traumhafte Domizil haben wir dann auch gleich für nächstes Jahr zu den gleichen Konditionen wieder eingebucht. Gespeist haben wir aufgrund diverser Tripadvisor Empfehlungen im „the girls“. Unglaublich aber wahr, dieses Restaurant ist auf dem Gelände einer Tankstelle gelegen. Hervorragendes Essen (ab 10€) in einem sehr gemütlichen Ambiente (Reservierung unbedingt zu empfehlen). Da wir auch in diesem Restaurant einen echten Volltreffer gelandet haben, haben wir auch dort in den darauf folgenden 6 Abenden gespeist.

Dann ging es direkt nach Knysna zur Villa Paradise zu Marilyn und Martin (5 Sterne Suite Landeskategorie mit direkten, frontalen Lagunenblick vom King Size Bett, von der Badewanne und von dem Balkon aus/ Preis pro Nacht inkl. Frühstück 240€). Das Ehepaar ist sehr herzlich. Wie im vergangenen Jahr hat man das Gefühl zur Familie zu gehören. Gemeinsame Grillabende, sowie Ausflüge, wenn man dies möchte, sind vorprogrammiert. Sehr zu empfehlen ist der Freitagsmarkt in Knysna (sehr familiär und gemütlich, Veranstalter ist die Montesorischule in Knysna). Dort gibt es lokale, internationale Speisen und Getränke zu unschlagbar günstigen Preisen (Speisen ab 3,50€, Bier oder Wein ab 1,80€). Weiter zu empfehlen ist der Samstagsmarkt in Sedgefield. Auch hier geht es sehr familiär zu, Preise sind wie auf dem Freitagsmarkt in Knysna. Bei dem Freitagsmarkt handelt es sich um einen Abendmarkt, bei dem Samstagsmarkt um einen Vormittags-Mittagsmarkt. Beide Märkte sind m.E. noch ein echter Geheimtip. Knysna selbst ist idealer Ausgangspunkt für verschiedene Touren (Strandtouren wie Brendon on sea, Buffalo Bay, Sedgefeld Bay, sowie die weitläufige Lagune in Knysna), Elefanttour, Tour nach Plettenberg (u. a. geführte Bootstour), Birds of eden, Monkey Land etc. Auch die Golfplätze in Knysna und in Pezulla sind eine echte Augenweide.

Für Kitesurfer ist bei high tide und der entsprechenden Sideshorewindrichtung die Lagune sehr zu empfehlen (noch ein echter Geheimtip). In Knysna können wir das 34th direkt am Bootshafen (Sushi ab 5€, Austern ab 8€), sowie das Ile de Pain (Restaurant und Bäckerei/Essen ab 5€) sehr empfehlen. Da Marylin und Martin in der Villa Paradise über eine geniale Küche verfügen, kann man nach Rücksprache mit beiden auch (wer möchte) selbst kochen. Die Preise in den Supermärkten sind vergleichbar mit den Edekapreisen in Deutschland. Milchprodukte und Schokolade sind auf Dänemarkniveau (also erheblich teurer als in Deutschland).

Unsere letzte Destination führte uns nach Paarl (ca. 50 km von Kapstadt entfernt).

Von Knysna aus ist Paarl in ca. 6 Stunden per Auto erreichbar. Da wir zum einen zügig voran kommen wollten und aber auch zum Schluss die Weingegend und die Berge vor dem Kap genießen wollten, fuhren wir auf der N2 bis Höhe Strand um dann auf der R44 und zum Schluss auf der R45 um nach Paarl zu gelangen. Dies war m. E. eine sehr gute Wahl, da die Winelands ein wirklicher Genuss für das Auge ist. Unzählige, sehr schöne Weinfarmen geschmückt mit einer Blumen und Pflanzenreichen Vegetation begeistern die Gäste. Bei der Durchquerung des Bergpasses nach Paarl hat man das Gefühl, sich in den Alpenpässen der Schweiz wieder zu finden. Die Stadt Paarl haben wir als eher trostlos empfunden. Paarl liegt an einer 11 km langen Straße!!!! Die dortigen Restaurants können wir auch nach diversen Tripadvisorempfehlungen leider nicht weiterempfehlen. Ein absoluter Tipp hingegen war unsere Unterkunft im Grand Roche (5 Sterne Landeskategorie/ Smalest luxury Hotel/ Übernachtung mit Frühstück pro Person 140€). Diese vorzügliche Anlage ist inmitten eines Weinberges gelegen. Die Gästehäuser (Häuser unter Reet) haben entweder Blick auf die Weinberge oder Blick auf das Grün. Trotz der Nähe zu Paarl haben wir den Verkehrslärm der Hauptstraße nicht gehört. Erwähnenswert ist zum einen die Freundlichkeit des Personals (immer hilfsbereit), die hohe Qualität der gesamten Anlage, sowie das geniale Frühstück (Austern, Lachs, verschiedene Fleischsorten, verschiedene Käsesorten, selbst gebackenes Brot und Brötchen, reichhaltiges frisches Obst, und alle Variationen rund um das Ei). Das Restaurant Brosmann in der Anlage wurde mehrfach international ausgezeichnet. 2 sehr schön angelegte Pools, eine nicht mehr so taufrische Fitnessanlage komplettierten das Angebot. Nach 2 wie zuvor beschriebenen Restaurantempfehlungen in Paarl haben wir auf Empfehlung des Servicepersonals Frenschhoek erkundet und waren mehr als nur begeistert!!! Frenschhoek ist ca. eine halbe Autostunde von Paarl entfernt und bietet eine qualitativ sehr hochwertige Restaurantdichte, die wir in Südafrika zuvor noch nicht kennen gelernt haben. Hervorzuheben und ein absoluter Tipp ist m. E. das Weingut Mans (hervorragende qualitativ sehr gute Küche und geniale Weine zu einem sehr guten Preis Leistungsverhältnis-Fischplatte 13€, Steakplatte 12€, Vorspeise ab 3,50€, Nachspeise ab 3,50€). Das Restaurant befindet sich im 1. Stock über der Lagerhalle und die Küche ist eine offene Küche. Hier kann man dem jungen Küchenteam bei der Zubereitung der wirklich sehr leckeren Speisen ohne Geruchsbelästigung zusehen.

Auch zu empfehlen ist das Restaurant Reubens, das Dutch East sowie das Relais & Chateaux, die jedoch schlussendlich unseres Erachtens nicht an das Mans herankommen (Geschmäcker sind jedoch verschieden!).

Nach der gelungenen Garden Route Reise im letzten Jahr haben wir es geschafft die Tour noch einmal zu toppen, was uns sowohl bei den Unterkünften, als auch den Restaurants gelungen ist.

Nach meinem letzten Reisebericht wurde ich oftmals nach preiswerten und guten Unterkünften gefragt. Hier muss ich leider passen, da wir uns auch dieses Mal auf einem sehr hohen Preislevel bewegt haben, das offen gesagt, nicht jedermanns Sache ist. Für sehr preisbewusste Urlauber gibt es in Südafrika aber eine sogenannte „Reisebibel für Backpackers, die man an jeder Touristinfo in Südafrika bekommt. Hilfreich ist auch das “the Greenwood Guide to South Africa“, das man im Buchhandel kaufen kann.

Auch im nächsten Jahr werden wir wieder unseren Erfahrungsbericht über die Garden Route anfertigen und berichten. Mal schaun, was sich dann in Südafrika an Neuigkeiten ergibt. Wir freuen uns auf alle Fälle darauf, dieses wunderschöne Fleckchen Erde wieder besuchen zu dürfen.

1 Antwort
Schwyz, Schweiz
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1. AW: Reisebericht Garden Route 2011

Hallo doerpstraat17 und willkommen im Forum. Danke für den umfassenden Bericht und den Tipp für Reise"Bibeln" für günstigeres Übernachten.

mum47

Antwort auf: Reisebericht Garden Route 2011
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