Sambor Preikuk and Phnom Santuk near Kampong Thom

Schon bei der Ankunft in Kampong Thom hat uns nach einigen eher aufdringlichen Cyclo Fahrern der frohliche und ruhige Mr. Khut Vibol angesprochen, ob er uns zum Hotel fahren darf. Nach Einigung auf den ublichen 1 USD statt der anfangs verlangten 2 USD hinterlieb er uns seine Visitenkarte beim Aussteigen mit dem Angebot uns zu Sehenswurdigkeiten zu bringen. Am fruhen Abend nach einem sehr erholsamen Nachmittag am Pool des Samborvillage Hotel sah er uns sofort wieder, als wir uber die Hauptstr. von Kampong Thom spazierten. Sein fur eine Fahrt mit dem Cyclo geforderter Preis von USD 15,- war der selber, wie im Hotel angeboten. Abends verstandigten wir ihn per sms, dass wir sein Angebot annehmen. Punktlich um 8 Uhr morgens stand er vor derm Hotel bereit und wir fuhren los. An der Tankstelle besorgte er uns noch OP Schutzmasken gegen den Staub. Die ca. 30km teilen sich in ca. 2/3 gute Asphaltstrabe und 1/3 neue fest gepresste, breite Sandpiste. Der starke

 Fahrtwind und der Staub uberholender und entgegen kommender Fahrzeuge macht die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis! Anstrengend! Dafur entschadigt das langsame Tempo von ca. 35km/h bei dem die schone Landschaft und die vielfaltigen Hauser gut zu bewundern sind. Mr. Khut versuchte stets die Staubbelastung zu minimieren durch geschicktes Ausweichen und Tempo reduzieren.

Beim Tempel angekommen wurden wir sofort von Mr. Chenda Cheng angesprochen, der sich als lizenzierter Guide (mit offiziellem Ausweis!) der Samborvillage Community vorstellte. Sein Angebot einer ca. 1 1/2 stundigen Fuhrung durch die drei Gruppen der Tempelanlage sollte USD 7,- kosten, wobei 1 USD an die Community geht. In seinem offiziellen gelben Hemd und mit seiner freundlichen Art konnten wir dem Angebot nicht widerstehen. Wir haben es nicht bereut! Der Mann, dem wir nie sein Geburtsjahr 1972 angesehen hatten wubte sehr gut Bescheid und wubte viel zu erzahlen, auch auf Fragen zur aktuellen Geschichte Cambodias und zur Botanik der Umgebung. Es war angenehm seinem ganz guten Englisch zu zu horen mit dem er anhand eines Kunstbandes die Anlage erklarte. Er erzahlte, dass wenn nachstes Jahr Sambor Preikuk zum World Heritage erklart wird, es fur ihn als durch die Community ausgebildeten Guide ohne universitaren Abschlub nicht mehr moglich sein wird als guide zu

 arbeiten. Dies macht ihm grobe Sorge fur seinen Lebensunterhalt. Wir fanden dies sehr schade, da wir sein umfangreiches Wissen sehr geschatzt haben und meinen, dass es auch ein gutes Konzept ist, dass Menschen aus der lokalen Community sich um diesen Tempel annehmen. So arbeitet er auch Nachts als Wachter, um illegales Holzfallen zu verhindern. Unterwegs zeigte er uns auch einen angehackten Rosewood Baum, dessen Diebstahl verhindert worden ist. Umso mehr finden wir es schade, dass es auf Tripadvisor nicht moglich ist die Telephon Nr. so eines Menschen zu veroffentlcihen.

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<br />Er lieb immer wieder genug Zeit, einzelne Tempel in Ruhe selber anzusehen, nach dem er ihn ausfuhrlich erklart hat. Es stellte sich heraus, dass er am Nachmittag Kindern und Jugendlichen des Dorfes ehrenamtlich Englisch Unterricht gibt. Nie gab es ein Drangen und so wanderten wir ruhig und ohne groben Touristenstrom durch diese bemerkenswerte Tempelanlage, von der sicher nur der kleineste Teil ausgegraben ist.

Zum Schluß fragte er noch, ob wir an einem Lunch interessiert waren und erzahlte die Angebote der lokalen Handler. Als wir meinten, dass es fur Lunch zu fruh ware und wir nur etwas trinken wollen, blieben wir wie selbstverstandlich bei einem der vielen Stande stehen, bei denen wenig los war und erfrischten uns bei einem kuhlen Softdrink und angeregten Gesprachen uber Umweltschutz und Weltkulturerbe.

Anschliebend brachte uns Mr. Khut wieder gut zuruck, wobei er uns auf Wunsch noch zur Katholischen Kirche von Kampong Thom fuhrte. Er mubte sie zuerst ein wenig suchen, da er sich bei den vielen christlichen Denominationen nicht so auskannte. Richtig angekommen wurden wir gleich von gut englisch sprechenden Jugendlichen empfangen, die mit Freude von ihrem Leben in der zur Kirche gehorenden Schule und Heim erzahlten. Sie zeigten uns die Kirche selbstandig nachdem keiner der beiden Jesuiten oder Schwestern im Moment da war.