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...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

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...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...ich stelle hier die Frage, WER war schon "auf der Straße der Vulkane" ( weltweit ) unterwegs, hat einen Ausbruch selbst erlebt, oder sogar einen Vulkan "Bezwungen" ( bestiegen ).

Da es im "Ring of Fire", weltweit hunderte Vulkane gibt, welche uns

ihre außerordentlichen Kräfte, ihre Gefährlichkeit und ihre Ausbrüche fast täglich in den Medien spektakulär vorzeigen, könnten einige von Euch, hier Erlebnisse dazu berichten,

...nur als Beispiele wird dazu angeführt;

2. Vulkane in Europa:

 

...Vulkan der Insel VULCANO, Äolische Inseln:

Ausflug zur Insel Vulcano, 1 km südlich von Lipari.

Vulcano ist 21 km2 groß und hat 450 Ew. In der Antike hieß sie Hiera (Heilige) und Thermessa (Heiße), die heutige Bezeichnung leitet sich vom römischen Feuergott Vulcanus (bei den Griechen Hephaistos) ab.

Die Insel besteht aus fünf zusammengeschlossenen Vulkanen. Sie bilden die Hochebene Piano sowie die Gipfel Monte Saraceno, Monte Aria, Monte Luccia. Nördlich davon erhebt sich das Massiv des Vulcano, es besteht aus zwei Kratern Fossa I und Fossa II, dem Gran Cratere. Er hat am Rand einen Durchmesser von 500 m, eine Tiefe von 200 m und einen Umfang von 1500 m und erreicht eine Seehöhe von 391 m. Seine derzeit zwar eingeschränkte, aber nach wie vor ungebrochene Aktivität ließ bereits die Griechen erschauern. Auch Aristoteles beobachtete bei einer seiner Reisen einen Vulkanausbruch. Bis ins 19. Jh war die Insel nur sporadisch von Fischern oder gar nicht besiedelt. Von 1888 bis 1890 fand die bisher letzte große Feuerperiode statt, allerdings ohne Lavaausfluss. Seither produziert der Vulkan nur noch Dunst, Kohlendioxyd und Schwefelwasserstoff. Seit 1980 registrieren die Vulkanologen (die Forschungsstation befindet sich auf Lipari) eine starke Zunahme der Fumarolen-Aktivität sowohl im Innern des Gran Cratere als auch an dessen Flanken und am heißen Strand von Porto di Levante.

Die Gipfelstürmer zog es bergauf zum großen Krater….

Eine Asphaltstraße, gesäumt von meterhohen leuchtend rot blühenden Geranien, führte uns vom Hafen Porto di Levante zum Vulkankegel. Dann geht es in Serpentinen bergauf, für den Höhenunterschied von 400 m brauchten wir eine Stunde. Typische Macchiagewächse wie Zistrosen und baumförmige Genista ephedroides, eine seltene Ginsterart blühten am Wegesrand – und wir hatten ausreichend Zeit, um alle lohnenden Motive einzufangen. Das letzte Stück wurde es kahler und der Pfad steiler. Am Kraterrand waren viele Zeichen der vulkanischen Tätigkeit zu sehen- das Gelb des Schwefels, das Schwarz der Lava, das Hellgrau bis Rötliche des Tuffstein und pechschwarzer manchmal bräunlich gefleckter Obsidian. Der Krater öffnete sich zu einem riesigen Amphitheater, aus den Hängen stieg brennend heißer Dampf auf und beißender Schwefelgeruch lag in der Luft. In der unmittelbaren Umgebung der Gaslöcher setzten sich große Mengen Schwefel in zarten Kristallen und weiße Salmiak-Skelettkristalle ab. Wir gingen zum höchsten Punkt des Kraters in 391 m und stießen auf den Gipfelsieg an. In der Ferne war die schneebedeckte Spitze des Ätna zu sehen. Auf einem breiten Weg wanderten wir wieder zu Tal. Vor uns lag die runde Halbinsel Vulcanello mit der schmalen, nur 1 m über dem Meeresspiegel liegenden Landverbindung zum „großen Bruder“, dahinter Lipari und die beiden charakteristischen Faraglione-Felsen inmitten der knapp 1 km breiten Meerenge. Links davon sieht man die längst erloschenen Zwillingsvulkane von Salina, in weiterer Entfernung Richtung Norden Panarea und Stromboli, im Westen die Umrisse von Alicudi und Filicudi.

Die Halbinsel Vulcanello entstand um 183 vor Chr. im Verlaufe einer gewaltigen Eruption aus den Tiefen der See und es dauerte bis ins 16. Jh. bis eine feste Brücke aus Schlacke und Asche Vulcano und Vulcanello verband. Die drei Krater des jüngsten Vulkans Südeuropas waren bis Ende des 20. Jh. von Schwefeldämpfen erfüllt.

Wir besuchten noch die Schwefelbäder bei Porto di Levante. In der Zona delle Acque Calde befindet sich keine Kuranstalt, sondern gegen eine Gebühr kann man sich nach Lust und Laune in den Schlammlöchern suhlen. Es gibt keine Duschen und Umkleidekabinen. Der Schlamm hat eine Temperatur von 34 Grad und ist ein sich ständig erneuernder Fangoteich, in den durch den Druck der Gase aus dem Erdinnern biologisch reiner, schwefelhaltiger Schlamm gepresst wird. Er ist heilsam bei Rheumatismus, Bandscheiben-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Nieren-, Gallen- und Frauenleiden, jedoch soll man nicht länger als 30 Minuten pro Tag im Schlamm liegen. Im nur wenige Schritte entfernten Meer kann man den Schlamm abwaschen, jedoch ist Vorsicht geboten, da Strand und Meeresboden mit Fumarolen übersät sind, denen bis zu 200 Grad heiße Dämpfe entströmen……

STROMBOLI - Besteigung des „Leuchtturms der Antike“ bei Nacht: ( erster Beitrag auf TA )

Der Gipfel des Stromboli, Serra Vancori genannt, ist der Rest eines alten Kraters, dessen nordwestliche Seite einstürzte. 200 m darunter breitet sich die Fossa, der jetzt aktive Kraterkomplex, mit drei bis elf, manchmal zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Intensität Feuer speienden Öffnungen aus. In welcher Tiefe sich die Schmiede des Hephaistos, also der Herd des Vulkans, befindet, darüber gehen die Meinungen der Experten auseinander – Schätzungen reichen von 2 bis 25 km. Begrenzt wird der Krater im Osten und Westen durch die Fossa-Zwillingsgipfel, von denen aus man das faszinierende Naturschauspiel am besten verfolgen kann.

                              …..der Aufstieg ..

 

Nachdem die Gipfelstürmer in Gruppen eingeteilt worden waren , die sich an der Helmfarbe unterschieden, erfolgte um 17 Uhr der Abmarsch von Ficogrande nach San Bartolo.Ein Bergführer ging voraus, einer machte das Schlusslicht. Links vorbei an der Kirche rannten wir zunächst über einen gepflasterten, in Serpentinen ansteigenden Weg und stampften dann durch einen staubigen Hohlweg. Der Weg wurde nun steiler und führte über Lavageröll, durch meterhohe Ginsterbäume und duftende Zistrosen. Es war sehr heiß, nicht nur von der Rennerei. Je höher wir stiegen, desto herrlicher wurde die Aussicht, zurück zum Dorf Stromboli und dem Meer, über die blühenden Ginsterbüsche und Zistrosen zu den steilen Lavahängen des Vulkans. Immer wieder musste ich fotografieren, was mir einen Rüffel vom Bergführer einbrachte, da ich als letzter der Gruppe zum Hauptfeld einen größeren Abstand hatte.

Drei schwächere Wanderer wurden vom Bergführer zurück ins Tal geschickt. Zur Strafe - musste ich das letzte Stück bis zum Gipfel als zweiter hinter dem Bergführer gehen. Der Pfad näherte sich nun dem nordöstlichen Rand der Sciara del Fuoco. Das dumpfe Donnergrollen der Eruptionen hörte sich bedrohlich an, der Schwefelgeruch wurde intensiver. Um 20 Uhr trafen wir im Warteraum zum Höllentheater ein. Schon von hier hat man einen schönen Ausblick aufs Meer und die Inselwelt, besonders bei Sonnenuntergang.

Doch dann war es endlich so weit, der letzte Teil des Aufstiegs ist weniger beschwerlich und bald erreichten wir die Loge des Höllentheaters in 918 m Seehöhe. Es war schon dunkel, als der Schlund des Vulkans mit seinen zischenden und dampfenden Öffnungen vor uns lag. Das vulkanische Spektakel ist erst nach Einbruch der Dunkelheit am Eindrucksvollsten und das genossen wir nun sitzend am Zwillingsgipfel oberhalb des Kraters. Vor uns lagen vier kleinere und ein großer Krater. Aus den kleinen Löchern rauchte es ständig und kleinere Feuerfontänen fuhren aus wie ein Feuerwerk. Aus dem großen Krater schossen in 10 bis 15 Minuten Intervall große Feuerfontänen empor und Lava rann über den Kraterrand. Es war ganz dunkel, nur die Sterne strahlten über uns, der Lavastein auf dem wir saßen, war angenehm warm. Immer wieder spuckte und rauchte es aus den Kratern, die hochgeschleuderte Lava fiel kurz vor uns wieder zu Boden ( jetzt wussten wir, warum die Helme…)

Um 21.30 Uhr bliesen die Bergführer zum Aufbruch. Wir nahmen einen anderen Weg zu Tal, der geradewegs bergab über ein Lavafeld führte. Die Lava rutschte und füllte die Schuhe aus, es staubte fürchterlich. Bei einigen gaben die Schuhe den Geist auf, die Schuhsohlen hatten sich gelöst. Dann erreichten wir den Schilf- und Pflanzengürtel und drifteten durch einen mit Staub angefüllten Hohlweg zu Tal. Einen Franzosen verließen die Kräfte, er wurde von einem Führer angeseilt und zu Tal geschleppt.

Um 23.15 Uhr hatten wir wieder das Dorf und den Hafen Stromboli erreicht. Das Meer war sehr stürmisch aber trotzdem gute Rückkehr nach Lipari ins Hotel AKTEA ( Empfehlung ) um 01.15 Uhr, noch einmal „ kehrte der STROMBOLI in unsere Träume zurück“…..

Das ganze Leben werden uns die Bilder der "Bezwingung"

(leistungsbewußt stolz ) in dieser Nacht unvergesslich bleiben.

..dann wohl ein "richtiges" Abenteuer, die Besteigung des hochativsten Vulkans in Melanesien: hier der Beitrag:

tripadvisor.de/Attraction_Review-g317047-d31…

..und so sollten sie fortgesetzt werden, IHRE Erlebnisse auf der weltweiten Straße der Vulkane,

..in der Antike galten sie als "Schmieden" des Vulcanus....

...wer setzt fort, seine Erlebnisse hier zu berichten:

lg albre13 TL

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21. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...danke, Deine Meinung macht mich ganz verlegen, ich lasse sie deshalb unkommentiert stehen ( freu mich jedoch darüber ),

...wenn die 1. Seite vorne wieder "durch" ist, kommt der nächste Beitrag über den "Killervulkan" TUNGURAHUA, wo wir im Februar 2008

( nachfolgend ein schrecklicher Ausbruch ) die Flucht ergreifen mußten...

und noch dazu- sehr aktuell - zur Zeit ist schon wieder ein "Ausbruch" in Gange, Du wirst dort auch Bilder ( ist ein Link dabei ) sehen....

lg albre

Zuletzt geändert: 23. August 2012, 15:59
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22. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

albre für die mühe die du dir hier im forum machst um uns zu unterhalten hast du durchaus anerkennung verdient..........den neusten vulkanausbruch des tungurahua verfolge ich auch seit einigen tagen in den medien, denn diese "naturgewalten " sind wirklich unglaublich. in diesem monat gibt es wie ich finde viel vulkanaktivitäten weltweit, z.b. die 3 neuseeländischen vulkane tongario, ruapehu und white island, zeigen eine erhöhte seismik auf. oder havre seamount bei den kermandec islands, oder auch der ätna sind zur zeit aktiv......lg gaby

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23. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...ein gutes Gefühl, up to date zu sein, gerade bei den Beiträgen zu den Vulkanen, wenn diese weltweit " auf der Straße der Vulkane" in Erscheinung treten,

dazu, der neuerste, sehr aktuelle Beitrag.......

Vom COTOPAXI zum TUNGURAHUA........

…und weiter führte unser Weg „auf der Straße der Vulkane durch ECUADOR –

unser nächstes Ziel war der TUNGURAHUA, der soeben wieder einmal „ausgebrochen“

ist, sieh hier die aktuellen Bilder,

 kurier.at/nachrichten/4509153-tungurahua-spu…

Am Wege lag LATACUNGA, die Hauptstadt der Provinz Cotopaxi, etwas 90 km südlich von Quito, in einer Höhe von 2850 m. Der Cotopaxi ist nur 30 km entfernt und die Stadt wurde bereits 4 x durch seine Ausbrüche völlig zerstört, zuletzt 1877.

Gegenwärtig ist dieser zwar nicht hochaktiv (so dachten wir, die Tage vorher ), aber leichte Erdbeben zeugen von seiner andauernden Aktivität.

Wir fahren weiter Richtung BANOS, unser Weg führt vorerst zur Schlucht des Flusses Pastanza.

Ein Erdrutsch hat die Straße verschüttet und mit unserem großen Bus kommen wir nicht weiter, wir stiegen um in Pick up und setzten unsere Fahrt damit fort.

Als an einem unserer Fahrzeuge der Motor auf einer „heiklen“ Stelle ( eng und tief hinunter ) abstirbt, meint einer unserer Reiseteilnehmer,

jetzt legt der Fahrer nur mehr die Kassette mit dem „Vater unser“ ein, ansonsten konnten wir uns nur selbst helfen.

Da auch ein Kfz - Meister in der Gruppe war, ist der Schaden bald behoben und wir können den unter uns liegenden Wasserfall Manta de la Novia besuchen.

Wir fahren weiter in Richtung Banos. Unser Ziel liegt am Fuß des noch immer wieder tätigen Killervulkans Tungurahua ( 5020m) in einer Höhe von 1800m. Durchschnittstemparatur hier 18 Grad.

Banos übersetzt heißt Bäder. Sie werden durch Thermalquellen des Tungurahua gespeist.

Beiderseits der Panamericana sind ausgedehnte Plantagen mit Apfel-Pflaumen.-Orangen und Mandarinenbäume in einer Höhe bis zu 2500m.

Wir durchfahren Ambato, die in 2600m Höhe gelegene Hauptstadt der Provinz Tungurahua.

Dann….plötzlich ein Aufschrei im Bus;

Die letzten Sonnenstrahlen beleuchten den Tungurahua, der sich kurz vor uns „wie ein Scherenschnitt“, dunkel gegen den hellen Himmel als „Gigant“ in der Landschaft aufrichtet.

Über dem Krater stieg eine riesige Dampf-u Aschenwolke empor.

Beeindruckt ( einige von uns auch ängstlich ) bestaunten wir den sich mächtig vor uns erhebenden Vulkan, von dem wir schon so viel „gehört“ hatten und der auch von uns als sehr gefährlich eingeschätzt wurde.

Am nächsten Tag sollten wir ganz nahe an den Vulkan herangeführt werden

( so war es in unserem Programm geschrieben ) –

.....d o c h es sollte anders kommen….

Als wir Banos erreichten, lag alles im Dunkeln. Der Strom ist abgeschaltet. Nur mit Hilfe unserer Taschenlampen bezogen wir unsere Unterkünfte, vis a via ein Wasserfall.

Nach einem Begrüßungscocktail und ausreichenden Buffett suchten wir bei Kerzenlicht unsere Zimmer auf, wo wir vom Geräusch des Wasserfalls in den Schlaf gewogen wurden.

Am Morgen dann, große Aufregung im Hotel, wir die Gäste sollten BANOS sofort verlassen, da wieder einmal eine Evakuierung der Bevölkerung bevorstand.

Der TUNGURAHUA hat wieder einmal seine „bösen“ Vorzeichen ( ein dumpfes Grollen war ständig vernehmbar und hohe Aschenwolken zeigten sich über dem Vulkan ) und die Einheimischen befürchteten wieder einmal einen Ausbruch.

Noch nie waren unsere Koffer schneller gepackt als heute. Wir nahmen die Warnung der Hotelleitung äußerst ernst und „drängten“ aufgeregt zum Bus.

Eine solche Programmänderung konnten wir nicht vorhersehen, jedoch wollte sowieso ein jeder nur mehr weg von hier.

Mit unserem Bus überqueren wir nun die Ostkordillere, unsere Blicke immer nach rückwärts auf den Tungurahua gerichtet ( in der Hoffnung dort keine Veränderungen, oder sogar eine Eruption zu sehen ).

Die Gespräche waren nur darauf ausgerichtet; „ WAS wir tun, im Falle eines Ausbruches“.

Gott sei Dank haben wir das nicht erlebt ( aber was wäre eine Woche später gewesen, hätte man uns vorher gewarnt ? ), über Tage stieß der Vulkan seine Asche hoch in den Himmel.

….eine Woche nach uns, wir waren schon auf den Galapagos - brach ER aus und richtete großen Schaden an Personen aber auch in der Landschaft an

( schwere Ausbrüche in den Jahren 1999, 2006, 2008 und zuletzt 2010 ) – ER ist zur Zeit der „Killervulkan“ in Ecuador !

Wilde Ananas, Zuckerrohr- u Baumtomatenplantagen säumten unseren Weg. Entlang der Schlucht des Flusses Chambo führte die Straße in Richtung RIOBAMBA, unser nächstes Ziel, wo wir den CHIMBORAZO erreichen wollen.

Nach einer unübersichtlichen Straßenserpentine ist ER da, wie sehen den mächtigen, schicksalhaften und für die Einheimischen „heiligen“ Vulkan CHIMBORAZO, der sich mit seinen 6310 m wie eine „Wand“ vor uns erhob.

Natürlich war vorerst einmal ein langer FOTOSTOP angesagt, jeder wollte diesen Anblick in seiner Kamera festhalten.

Wir genossen diesen Anblick, unvorstellbar dieser Moment, unsere Gefühle zu Beschreiben ist nicht möglich, man muss einmal hier stehen und alles selbst erleben.

Am nächsten Morgen werden wir sehr nahe beim CHIMBORAZO sein…

( im nächsten Bericht ).

albre 13

Zuletzt geändert: 23. August 2012, 18:38
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24. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

albre, hast Du bei Deinen Reisen so ausführlich Tagebuch geführt oder nur Notizen gemacht, nach denen Du jetzt alles nochmals zusammenstellst?

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25. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...soll ich Euch mein Geheimnis verraten,

...richtig, meine Gattin und ich führen auf unseren Reisen gemeinsam immer ein Reiseleitertagebuch, welches für mich als Tourleader, im Falle von Wiederholungen besser als alle Programm zusammen sind.

Meine Gattin schreibt alles am Tag in Steno mit, am Abend wird die gemeinsame Reinschrift hergestellt.

Die Zahl der mir zur Verfügung stehenden, reingeschriebenen Manuskirpte

( oft bis zu 70 Seiten ) füllen schon die Kästen im Haus,.....jedoch muss man auch vorsichtig sein, viele Länder haben sich verändert und die Hotels

sind immer wieder neu....

Aber die Mitschriften sind nur Daten, Zahlen Fakten, Sehenswürdigkeiten

( oft deren Geschichte ) Wichtiges, die Kontakte usw.,

die hier erstellten Beiträge muß ich schon selber schreiben...

....sind Stunden am PC ( aber ich habe jetzt in Pension erst die Zeit dazu, das alles aufzuarbeiten) , macht mir jedoch großen Spaß und meine Quellen sind unerschöpflich.....

lg albre

Zuletzt geändert: 23. August 2012, 19:42
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26. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

albre, das nenne ich mal teamwork.......... :) macht weiter so ich freue mich schon auf neue beiträge :).......lg gaby

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27. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...auf zum CHIMBORAZO, dem "ruhenden Riesen"....kein Ausbruch

seit dem Jahre 640....

Am Morgen von 4x4 Jeeps abgeholt, führte die Fahrt vorerst in Richtung Guaranda um von dort zur Carrelhütte auf ca 4.800 hochzufahren, um dort die „Gipfelbilder“ vom CHIMBORAZO ( 6.310 m ) und CARIHUAIRAZO ( 5018m ) „einzufangen“.

Wir beeilten uns, da der Vulkan nicht ganz frei von Wolken war und unser Guide befürchtete das das Wetter „ nicht halten“ würde.

Am Straßenrand wachsen wilde Lupinien. Als Gemüse angebaut heißen sie Chocho, sind kleine weiße Bohnen, die zB in der Chilisoße gegessen werden.

Da in Guaranda Markttag war gelangen uns bei einem kurzen Spaziergang in diesem Ort gute Bilder der Indios in Festtagskleidung.

Doch immer wieder wurden wir vom Guide zur Weitereise ermahnt, da das Wetter im schlechter wurde.

Auf der Piste ( Straße würde nicht ganz richtig sein ) fuhren wir dem „Fuß“ des Vulkans entgegen. An der Basis hat der Vulkan eine Ausdehnung über 20 km.

Die Landschaft bei der Auffahrt ist eher karg und ohne Sträucher und Büsche. Nur Moosbelegte Steine rundherum. Doch Grüppchen von Vikunas kreuzten unseren Weg und bilden einen guten Vordergrund zum Carihuairazo.

Bald danach, nach einer Fahrt von ca 30 km von Guaranda haben wir den Eingang zum Nationalpark erreicht.

 

Hier geht die „Straße“ weiter zur Carrelhütte auf 4.800 m. von dieser Hütte könnte man weiterwandern, noch 200 m bergan ( 50 Minuten ) zur Whymperhütte, benannt nach dem Erstbesteiger , auf 5.000 m ( die „tüchtigsten“ von uns hatten das vor ).

Hochalpinisten beginnen oft von dieser Hütte den Anstieg zum Gipfel ( schwierige Route wegen Steinschlaggefahr ).

Leider wurde unsere Tour hier vom Guide abgebrochen, da das Wetter völlig „ verrückt“ spielte. Nebel war aufgezogen und leichter Nieselregen setzte ein.

Da wir einige sehr schöne Fotos von beiden Vulkanen bei unserer Anreise „eingebracht“ hatten, fiel uns der Abschied einigermaßen leicht.

Doch diesen Ausflug hatten wir uns anders vorgestellt. Bisher war uns das Glück bei den Vulkanen hold geblieben, einmal – leider hier – erreichte uns das schlechte Wetter.

Wir wurden jedoch vom Guide getröstet, das hier am Vulkan sehr oft das Wetter schlecht ist und sich auch plötzlich immer wieder ändert.

Noch etwas zur Geschichte des Chimborazo.

Alexander von Humbold versuchte als erster 1802 den Vulkan zu besteigen und erreichte immerhin eine beachtliche Höhe von 5.900m.

Erst dem Engländer E. Whymper gelang 1886 der erste Gipfelsieg am Chimborazo, nach ihm ist auch die Hütte benannt.

Auch der Name seines damaligen Bergführers, dem Italiener Antonio Carrel ist mit der gleichnamigen Hütte verewigt.

Zurück in RIOBAMBA ( ca 200 km von Quito entfernt ), der Hauptstadt der Provinz Chimborazo ( heute 160.000 Ew ), nützten wir die gewonnene Zeit und begaben uns auf eine Stadtbesichtigung, bei der wir immer wieder versuchten, den jetzt zur Hälfte frei gewordenen Gipfel des Chimborazo vorteilhaft von hier aus ( ca 30 km ) in die „Linse zu bringen „

Zuletzt fuhren wir zum Aussichtspunkt „LOMA de QUITO“ mit schönem Blick auf die Stadt Riobamba und natürlich zum Vulkan, der jetzt am späten Nachmittag „seine“ Bewölkung verloren hat und die Gletscher in der Abendsonne wiederspiegelten.

Wir sind jetzt absolut zufrieden, mit unseren „Zooms“ haben wir doch noch schöne Gipfelbilder „einfangen“ können.

Noch schnell am Bahnhof vorbei um zu erkunden, ob unser Zug morgen über die „Teufelsnase“ fährt. Die Auskunft war positiv für uns.

Zur INFO:

Diese Fahrt mit dem Zug über die „TEUFELSNASE“ von ALAUSI hinab nach CHANCHAN

( Höhenunterschied 2.356 m, auf einer Strecke von nur 1.500 m )

 war Jahrzehnte die Sensation für die Touristen.

 

Einige im Führerstand ( die Videofilmer ), die anderen am Dach der Waggons, so haben wir diese sensationelle Fahrt, den Berg abenteuerlich hinunter, erlebt.

Die tollen Fotos/Filme dieser Fahrt sind heute Dokumente der Erinnerung, da es diese Zugfahrt vorerst nicht mehr gibt. Zuletzt als zu gefährlich eingestuft, wurde die Strecke eingestellt.

Es gibt jedoch Überlegungen ( aus wirtschaftlichen Gründen, da diese Route bei den Touristen äußerst beliebt war ) die Strecke modernisiert, 2012 oder 2013 wieder in Betrieb zu nehmen. Leider wird dann das beliebte „Mitfahren“ am Dach der Waggons nicht mehr gestattet sein ( zuletzt 2 Tote ).

Unsere Reise führte weiter über TAMBO ( früher die Raststätte der Inkaläufer, die hier ihre Nachrichten übermittelten und neues Proviant fassten ), nach CUENCA, in Folge nach GUAYAQUIL, wo wir zu den Galapagos - Inseln weiterflogen.

Von den Vulkanen des GALAPAGOS – Archipels

( und von der sensationellen Tier- u. Wasserwelt auf den Inseln )

 werden die nächsten Berichte erfolgen.

albre13

Zuletzt geändert: 25. August 2012, 12:26
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28. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Wie immer sehr interessand und lebendig Deine Schilderung.

Betr. Zugfahrt: hast Du auch schon die Zugfahrt am Copper Canyon gemacht?

Teilweise auch spektakulär, aber natürlich nicht so wie die o.a. von Dir.

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29. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Weltreisen, jetzt siehst Du, es gibt doch noch etwas, das ich nicht kenne, diese "Kupferschlucht" kenne ich nicht. Auch war/ist mir die dortige Zugsfahrt nicht bekannt.

Trotz 3 -er Mexiko - Rundreisen habe ich also noch nicht alles gesehen.

Aber die Bootsfahrt im "Caynon del Sumitero" war auch ein nettes Naturerlebnis in Mexiko ( leider "pressen" dort jetzt mit Touristen vollgeladene Schnellboote durch ).

 

1985, bei meiner ersten Mexikoreise war das noch ein spektakuläres Erlebnis und danach die damals noch "unberührten" Indiodörfer in den Bergen ( San Juan de Chamula ). Heute "karren" sie die Busse hin.

Die "Vulkangeschichte" zum POPOCATEBETL kommt auch später hier...

PS:

..ich hab schon mitbekommen, dass Mexiko, eines Deiner Lieblingsländer ist....

lg albre

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30. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

In San Jaun de Chamula waren wir auch, aber privat mit eigenem Auto.

Für ein paar Pesos erhielten wir dann die schriftliche Erlaubnis, die Kriche zu besichtigen. Das war auch ein besonderes Erlebnis, kennst Du aber sicherlich auch.

Die Bootsfahrt im Canyon del Sumitero wollten wir auch machen, da man aber nur 10 Leute hatte, wir eine Stunde gewartet hatten, und die letzten zwei, die man noch haben wollte, nicht auftauchte, sind wir weiter gefahren. Leider. Aber das passt zu dem Kommerz, den Du angesprochen hast.

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