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Aranui 5 - die andere Art einer Kreuzfahrt

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Aranui 5 – die andere Art einer Kreuzfahrt
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Als „Normalreisender“ habe ich zusammen mit meiner Partnerin im Mai 18 auf der Aranui 5 „ die Reise ihres Lebens“ – lt. Prospekt - gemacht. Um es gleich vorweg zu sagen – ja es war eine außergewöhnliche Seereise auf diesem Frachtschiff – ja unsere Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.

Ich fange mit der Kabine an: Gebucht haben wir eine deluxe Kabine – 13 qm und 4 qm Balkon – unsere lag auf Deck 8 mit sehr gepflegter Einrichtung, breites Bett, grosser Schrank, Kommode, Schreibtisch, Tresor, kleiner Kühlschrank, Smart-TV und zwei bequemem Stühlen und ein Tisch auf dem Balkon. Die Koffer ließen sich bequem unter dem Bett verstauen. Im Bad war alles wichtige vorhanden – Handtücher, Bademäntel, Hausschuhe, Pflegemittel, Creme, Seife, Föhn. Steckdosen sind europäisch – Adapter war auf dem Schiff nicht notwendig. Es gab zwei blaue Handtücher – diese können zum Pool oder Strand / Badetuch mitgenommen werden und werden bei Rückkehr wer mag, gegen frische getauscht. Die Kabine war ruhig – vom Pool-/Sonnendeck war nichts zu hören und wir haben sehr gut geschlafen.

Essen – Frühstück gab es als Buffet, in der Regel von 6 / 6.30 – 8 / 8.30 Uhr. Die Auswahl war sehr reichhaltig, Eier und Pfannkuchen wurden direkt frisch gebraten. Für Mittag- und Abendessen gibt es feste Zeiten – alle Essen gemeinsam - meistens um 12.30 Uhr und um 19.30 Uhr – je nach Ausflug oder Veranstaltung auch mal an Land. Mittags und abends gab es ein fest definiertes 3-Gang Menue – die Vorspeise bestand aus Suppe oder Salat, dann Fleisch oder Fisch als Hauptgang und ein Kuchen als Abschluss.

Auf dem Tisch standen Brötchen/Baguette mit Butter sowie zum Trinken Wasser und je eine Flasche Weiß- und Rotwein (für 6 Personen). Andere Getränke gab auch die sind aber im Reisepreis nicht enthalten.

Anmerkung: für Vegetarier war eine Abweichung vom Speiseplan möglich – es besteht ansonsten keine Menueauswahl wie es manche von Kreuzfahrtschiffen kennen. Dennoch konnte man auch kurzfristig eine Alternative bekommen, wenn man danach gefragt hat.

Im Speisesaal sind es 4-er und 6-er Tische ohne feste Sitzordnung. Trotz der rd. 200 Personen funktionierte die Organisation tadellos – allerdings war es manchmal etwas laut – auch fröhlich.

Das Essen schmeckte uns hervorragend und die Portionen waren ausreichend.

Trinkwasser – zweckmässig ist eine Wasserflasche. Diese kann an einem Automaten auf dem Gang mit Trinkwasser jederzeit kostenlos gefüllt werden – ein Eiswürfelspender ist ebenfalls vorhanden.

Bordsprache – grundsätzlich französisch und englisch, auf dieser Reise war ein deutscher Reiseleiter dabei somit war es für die 36 deutschsprachigen Personen (23 Deutsche) einfach und auch die Borddurchsagen kamen meistens auch in Deutsch (Danke an Valentina am Informationsschalter).

Deutscher Reiseleiter - unser deutscher Reiseleiter hieß Jörg – er lebt auf Tahiti und kennt sich sehr gut aus. Täglich gab es ein Briefing (meisten 18 Uhr) von 1 Std. mit allen Informationen/Vorbereitungen zum folgenden Tag wie z.b. Ausflüge, Abfahrtszeiten Barke, Aktivitäten an Bord …….. aber auch mit vielen Hintergrundinformationen wie z.b. Geschichte der Marquesas, Bewohner, Lebensweise, Schulsystem…..es blieben keine Fragen offen. Auf einem DINA 4 Blatt war alles wesentliche nochmals zusammengefasst – das Briefing ist eine sehr sinnvolle Einrichtung.

Schiffsroute – die endgültige Route wurde uns bei der Abfahrt mitgeteilt da sie sich nach der Fracht richtet. Alle Inseln wurden entsprechend der Reisebeschreibung angefahren. Die Inseln sind sehr unterschiedlich – vom flachen Atoll bis zur bergigen Landschaft – von 150 bis 3000 Einwohnern auf einer Insel. Die kleinen Orte bestehen in der Regel aus Post, Kirche, Rathaus, 1 evtl. auch 2 Geschäfte mit allen Dingen fürs Leben sowie ein Kunst-/ Souvenirmarkt der öffnete wenn die Aranui da ist. Je nach Insel wurden sehr schöne Handwerksarbeiten aus Holz, Stein Stroh, Muscheln und natürlich Perlen angeboten. Da das Schiff nur alle 3 Wochen vorbeikommt ist es für die Einwohner ein Ereignis – die Menschen holen am Pier ihre bestellte Ware ab und verladen die Produkte der Insel aufs Schiff. Die wenigsten Inseln haben ein feste Anlegestelle – meistens wurde über die Barke ausgeschifft bzw. die Waren wurden auf dem Floss an Land gebracht. Die Menschen sind sehr zurückhaltend, nicht aufdringlich – sehr freundlich und hilfsbereit.

Die im Reispreis enthaltenen Ausflüge und alle kostenpflichtigen Aktivitäten (wie zum Beispiel Tauchgänge, Reitausflüge und Hochseefischen) sind hervorragend organisiert und da sich alle an die Regeln und Zeiten hielten klappte alles perfekt.

Geld - Auf den Inseln ist der Franc Pacific Zahlungsmittel – Euro oder Kreditkarte sehr begrenzt einsetzbar. (In Rangiroa auf der Perlenfarm geht „alles“). Mit der EC-Karte ist es am einfachsten Geld abzuheben – am besten noch in Papeete. Beim Briefing wird auch darauf hingewiesen wenn auf einer Insel ein Geldautomat vorhanden ist. Prüfen Sie vorab ob ihre EC-Karte auch für Franz. Polynesien freigeschaltet ist.

An Bord benötigt man kein Geld – man bekommt seine Plastikkarte zu Beginn – damit öffnet man die Tür zur Kabine, bezahlt alles an Bord bargeldlos, beim Aus-/Einsteigen wird man erfasst …..d.h. die Karte nicht verlieren und am Besten immer um den Hals hängen. Am vorletzten Abend gab es eine Abrechnung in die Kabine – nach Überprüfung bzw. ok meinerseits wurde die Summe von der Kreditkarte abgebucht - es konnte auch bar bezahlt an der Rezeption.

Telefon – nicht alle SIM-Karten von deutschen Anbietern funktionieren – vorab klären. Wir kauften eine SIM-Karte in Papeete und eine in der Bordboutique – Telefonieren war damit auch auf den Inseln problemlos möglich.

Internet – habe auf dem Schiff im Bordgeschäft den Zugang gekauft – es funktionierte einwandfrei für meine Bedürfnisse.

Waschtag: während der Reise besteht 3 mal die Möglichkeit kostenlos Oberbekleidung – Blusen, Hemden…..waschen zu lassen. Die Wäsche war sauber und sehr ordentlich zusammengelegt – gebügelt wird nicht. Es gibt einen Waschraum mit Waschmaschinen wo man selbst seine Wäsche waschen kann – die Münze für die Waschmaschine kauft man in der Bordboutique.

Bügeleisen und -brett sind vorhanden.

Personal – alle waren sehr freundlich, hilfsbereit und 2-sprachig – französisch/englisch – und Steven kann deutsch – wenn sie ihn treffen reden sie mit ihm damit er in Übung bleibt. Ein französischer Schiffsarzt und Krankenschwester sind an Bord.

Trinkgeld – keiner erwartet während der Reise ein Trinkgeld - jeder wurde gleich und zuvorkommend behandelt. Am Ende der Reise gab es eine gemeinsame Kasse an der Rezeption wo jeder einen Betrag anonym hinterlegen konnte - der gesamte Betrag wird dann unter der gesamten Mannschaft aufgeteilt.

Über ein individuelles Trinkgeld haben sich die Besatzungsmitglieder und auch

die Fahrer / Musikanten / Tänzer auf den Inseln trotzdem gefreut.

Bordfeste/Unterhaltung – die offizielle Begrüßung an Bord ist klasse – die richtige Einstimmung auf die Reise.

Ein Abend gab es eine Vorstellung des gesamten Teams durch den Kapitän und eine Modenschau der Bordboutique.

An einem anderen Abend gab es ein Barbecue Buffet und ein weiterer gemeinsamer Abend unter dem Motto Polynesische Nacht mit Buffet an Deck für alle = Passagiere und Besatzung.

Mal gab es einen Filmabend, tgl. Vorträge in englischer und französischer Sprache, eine Kochvorführung, diverse Bastelangebote, Pareo binden, Tanzkurs…… das Freizeitangebot war vorhanden. Wer eine Stille suchte fand auch diese auf den diversen Decks.

Die Aranui-Band – bestehend aus Teilen der Schiffsmannschaft – spielte abends immer wieder zur Unterhaltung – herrlich die Südseeklänge anzuhören und zu sehen mit welchem Einsatz gespielt wurde. Meistens war aber um 22 Uhr Schluss, da die Arbeit morgens wieder sehr früh begann und die Einfahrten in die Häfen meistens zwischen 5.30 und 6.30 Uhr stattfanden.

 Organisation – das Schiff ist perfekt durchorganisiert, jeder Handgriff sitzt – alles läuft routiniert ab – es wird auf Sicherheit geachtet – ein Gefühl der Unsicherheit oder des Chaos gab es nie. Es ist unkompliziert an Bord – der Zugang zur Brücke ist jederzeit möglich (ausser bei schwierigen Manövern ist ein Teil des oberen Decks mal gesperrt) – der Frachtteil und die technischen Anlagen sind für die Passagiere tabu (kann gefährlich sein und wir hatten dort auch nichts zu suchen) - die Regeln wurden am Anfang besprochen und eine Sicherheitsübung auch gleich durchgeführt. Auch der Hinweis dass auf einem Frachtschiff das „DU“ üblich ist erfolgt gleich am Anfang.

Fazit: eine fröhliche Frachterfahrt in der Südsee – wir haben sie sehr genossen

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1. AW: Aranui 5 – die andere Art einer Kreuzfahrt
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hallo B_E_9999, willkommen im forum.

das ist ein sehr interessanter bericht. was mich noch interessieren würde, von wo seid ihr gestartet und von wo seid ihr wieder zurückgeflogen.

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2. AW: Aranui 5 – die andere Art einer Kreuzfahrt
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Hallo

danke für deine Anfrage. Wir sind von Zürich über Singapur nach Sydney geflogen - 3 Tage Aufenthalt dort - dann über Auckland nach Papeete/Tahiti - dort auf die Aranui 5. Zurück wieder ab Papeete - Auckland - 1 Tag Aufenthalt und dann über Hongkong zurück nach Zürich.

Grüsse

Eugen Bohl

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3. AW: Aranui 5 – die andere Art einer Kreuzfahrt
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danke für die info.

Antwort auf: Aranui 5 – die andere Art einer Kreuzfahrt
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