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Erfahrungsbericht AIDA Sol mit Rollstuhl

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Erfahrungsbericht AIDA Sol mit Rollstuhl

Hallo allerseits,

Meine Mutter (90) und ich haben die Kreuzfahrt "Kanaren und Madeira 1" vom 03. bis 10.09.17 gemacht.

Kurzfassung bzw.TLDR;

Schiff OK, Barrierefreiheit bzw. Unterstützung Naja, von AIDA organisierte An- und Abreise katastrophal. Damit war das Preis- Leistungsverhältnis gerade noch OK, aber nur knapp.

Meine Mutter kann noch kurze Strecken am Rollator gehen. Wir hatten deshalb für die Reise beim Sanitätshaus unseres Vertrauens einen transportablen Rollstuhl mit Elektroantrieb gemietet. Eine behindertengerechte Kabien hatben wir nicht genommen, weil die bereits vergriffen waren. Ich finde, dass die Zahle behindertengerechter Kabinen im Verhältnis zur Gesantzahl viel zu gerig ist. AIDA bietet ja auch ein Komplettpaket mit Flug an, welches wir gebucht haben.Bei AIDA wurde der Fragebogen "Barrierefreiheit" ausgefüllt. Die Anmeldung beim Flughafen und die Sitzplatzreservierung wurde von AIDA daraufhin zügig erledigt. Die erste große Enttäuschung war dann das Ausflugsangebot auf dem AIDA Portal: Es werden so gut wie keine barrierefreien Ausflüge (Kategorie 1) angeboten, und die paar, die es gab waren 90 Tage vorher bereits ausgebucht.

Die 2. große Enttäuschung war die An- und Abreise. Der Hinflug von Frankfurt nach Gran Canaria sollte dort ursprünglich am 03.09. um 19:25 landen, der Rückflug sollte am 10.09. um 08:30 starten. Damit waren die Chancen, was auf Gran Canaria zu besichtigen, schon gering, und reduzierten sich zu Null, als uns eine Flugzeitänderung für den Hinflug mitgeteilt wurde, noch 2 Stunden später.

Die Hilfe/Betreuung für den Rollstuhl in Frankfurt klappte gut. Der Hinflug selbst verzögerte sich um noch eine weitere Stunde, so dass wir erst gegen 22:45 in Las Palmas gelandet sind. Somit verpassten wir selbst die Seenot- Rettungsübung, und auch das East-Restaurant begann schon mit dem Abräumen.

Zum Schiff und der Organisation sowie an Restaurants und Bars gab es nichts gravierendes zu beanstanden.

Arbeiten kann man am Entertainment, speziell an den Theatrium Shows. Hier schwächeln die Stories hinter den Shows. Tänzer und Artisten, also die "2. Reihe" haben mir sehr gut gefallen. Die "AIDA Stars" allerdings sind eine andere Geschichte. Ich sehe ein, dass die Absolvente der Musical- und Schauspielschulen, die es nich in renommierte Häuser schaffen, irgendwo unterkommen müssen. Das entbindet sie aber nicht von der Verpflichtung, weiter an sich selbst zu arbeiten. Sie machten ihre Arbeit zwar handwerklich gut, aber der letzte Funke ist nicht übergesprungen. Außerdem kamen sie mir übergewichtig vor, was man bei der Opensängerin gerade noch tolerieren kann, aber bei den anderen eher nicht.

Die als "barrierefreundlich" empfohlenen Ausflüge wurden mit normalen Reisebussen durchgeführt, wären also für jemanden, der vollständig auf den Rollstuhl angewiesen ist, nicht zu bewältigen gewesen. Dank der Hilfe von Busfahrern und Reiseleitern sowohl von AIDA als auch der lokalen Agenturen ging es trotzdem einigermaßen.

Dann kam die Abreise. Transfer zum Flughafen bis 6:00 Uhr. Das bedeutet, dass man auch die Koffer selbst mitnehmen muss. Das East-Restaurant hatte geöffnet, und im Gegensatz zur Hinreise wurde nicht sofort weder abgeräumt. Allerdings konnte sich die AIDA Crew nicht daran erinnern, dass wir beim Hinflug Spezialtransfer für Rollstuhlfahrer hatten und diesen auch für den Rückflug bräuchten. Da fragt man sich schon, warum man den Fragebogen "Barrierefreiheit" ausgefüllt hat. Der Transfer von der AIDA zum Flughafen war dann auch schnell organisisert, allerdings nicht mit Spezialfahrzeug, wie ursprünglich versprochen und wie bei der Anreise praktiziert, sondern mit einem Taxi. Jedoch war auch die Fluggesellschaft offensichtlich nicht informiert, so dass wir in Frankfurt über eine Stunde warten mussten, bis wir unde noch ein weiterer Rollstuhlfahrer aus dem Flugzeug geholt wurden. Deswegen mussten auch nochdie Passagiere des nachfolgenden Flugs in den Vorfeld- Bussen warten...

Persönliches Fazit:

Brutto 7 Tage Reise, netto aber nur 5 Tage, und ein Ziel Totalausfall. Vielleicht sind die Schiffe inzwischen doch zu groß. Ich werde jedenfalls nicht mit eine AIDA NOVA, die noch mal um 1/3 größer ist, verreisen.

Zuletzt geändert: 22. September 2017, 11:47
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Essen, Deutschland
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1. AW: Erfahrungsbericht AIDA Sol mit Rollstuhl

Da scheint es ja unterschiedlich zu laufen. Ich bin selbst im Rollstuhl (58J.) und habe einen inkompletten Querschnitt , d.h. ich habe zwar eine gewisse Beweglichkeit, kann aber nicht selbstständig in einen Reisebus einsteigen. Somit kann ich an einen normalen Aida - Ausflug nicht teilnehmen. Das habe ich bei meiner ersten Reise im Jahr 2009 schmerzlich erfahren müssen. Nun habe ich mich darauf eingestellt und Ausflüge selbst organisiert. Mit dem Rollstuhl durch die Städte und mit dem hop on hop off bus abgefahren. Mit dem Transfer hatte ich bisher Glück und es klappte alles gut. 2 Reisen mit Flug und einmal Anreise mit dem Auto.

Antwort auf: Erfahrungsbericht AIDA Sol mit Rollstuhl
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