Museum für Vor- und Frühgeschichte

Museum für Vor- und Frühgeschichte, Berlin

Museum für Vor- und Frühgeschichte

Museum für Vor- und Frühgeschichte
3
Das sagen Reisende
Schönes Museum am neuen Ort, leiter etwas inkohärent und sehr selbstbezogen
Okt. 2011
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte befand sich bis vor kurzem im Schloss Charlottenburg und wurde erst mit Abschluss der Rekonstruktion des Neuen Museums hierher verbracht. Im Neuen Museum wird es gemeinsam mit dem Ägyptischen Museum präsentiert, was sicherlich nicht unproblematisch ist, aber historisch so gewachsen ist. Hier hätte sich eher eine Verbindung mit der Antikensammlung angeboten, aber dazu später mehr. Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss mit einer Präsentation der Sammlungsgeschichte, woran sich der wohl bekannteste Teil der Ausstellung anschließt, die Sammlung trojanischer Altertümer von Heinrich Schliemann. Wie schon im ersten Saal wird auch die das Thema Beutekunst und Kriegsverluste thematisiert, ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Museum zieht, und auch die architektonische Gestaltung des Museumsgebäudes, das Kriegsschäden teilweise erkennbar lässt, aufgegriffen wird. Im nächsten Saal wird eine Sammlung von sehr schönen Funden aus Zypern (Steinzeit bis Antike) gezeigt. Diese Räume sind voneinander und vom Rest der Ausstellung thematisch ähnlich vollständig isoliert wie das benachbarte Ägyptische Museum vom Museum für Vor- und Frühgeschichte, was ich vom didaktischen Standpunkt aus für bedenklich halte. Bei der Kunst Zyperns wäre z.B. ein nahtloser Anschluss an die Antikensammlung (Altes Museum, u.a. mit minoischer und antiker Keramik), an das Pergamonmuseum (klassische Plastik) und das Vorderasiatische Museum (Stein- und Bronzezeit Zyperns) möglich gewesen, bei den Troja-Funden z.B. mit dem Vorderasiatischen Museum (hethitische Archäologie). In dieser Form ist das einzig verbindende Element die Ausstellung im gleichen Gebäude. Auch eine inhaltliche Integration mit dem Rest der Ausstellung wäre für viele Funde (Troja, zypriotische Stein- und Bronzezeit) möglich und sinnvoll gewesen, etwa, um Stein- und Bronzezeit im größeren geographischen und historischen Rahmen darzustellen (wie das für andere Kulturen dort tatsächlich geschieht). In dieser Form fällt es dem Besucher schwer, klare Einsichten (z.B. über Entwicklungszusammenhänge und interkulturelle Kontakte in der Frühzeit) jenseits der rein ästhetischen Wirkung der jeweiligen Ausstellungskomplexe mitzunehmen. Bei meinem letzten Besuch am alten Standort (Mitte der 90er Jahre, damals waren leider die Bereiche Bronze- und Eisenzeit wegen Umbauten nicht zugänglich) war das zumindest für den Ausstellungsbereich "Steinzeit" wesentlich besser gelöst. Im Obergeschoss beginnt dann die eigentliche Darstellung der Vor- und Frühgeschichte, weitgehend mit Schwerpunkt auf Mitteleuropa, teilweise aber auch mit ausgesuchten Fundstücken anderer Regionen. Nach der Darstellung der Altsteinzeit (Neanderthaler, beeindruckende paläolithische Ritzzeichnungen) im westeuropäischen Raum werden die Übernahme von Ackerbau und Viehzucht und die Kulturen der mitteleuropäischen Jungsteinzeit vorgestellt. Für Kinder interessant: Objekte zum Anfassen in einem Nebenraum. Es schließt sich eine inhaltlich sehr "lebensnahe" Darstellung von Funden der mitteleuropäischen Bronzezeit an, wobei der Schwerpunkt auf der Darstellung verschiedener Lebensbereiche (Opferpraktiken, Gräber, Rückschlüsse auf die sozioökonomische Situation der Menschen) liegt, weniger auf der Darstellung bestimmter Kulturen. Das erleichtert sicherlich das Verständnis dieser Kulturphase, macht es aber schwierig, Unterschiede zwischen einzelnen Kulturen zu erfassen. Mit einer Replik einer Schale aus dem Goldschatz von Eberswalde wird wieder auf Kriegsverluste hingewiesen. Ein (runder) Nebenraum "dreht" sich ganz und gar um den "Berliner Goldhut", ein herausragendes Kunstwerk der Spätbronzezeit, das als rituelle Kopfbedeckung und Kalender gedeutet wird. Um den Hut herum befinden sich Vitrinen, die die Deutung verschiedener Elemente des Hutes durch Parallelen aus anderen Kulturen (z.B. dem Vorderen Orient und auch eines Keramikobjektes aus Troja) näher darstellen. Insgesamt sicher einer der "gelungensten" Konzepträume des Neuen Museums. Es schließt ein Raum an, der die Eisenzeit näher beschreibt. Zunächst die Hallstattkultur (mit Fundstücken u.a. aus dem Alpenraum), dann die Kelten und die Skythen (was an dieser Stelle vielleicht etwas verwundert, da diese eigentlich archäologisch in Mitteleuropa kaum greifbar sind). Besonders ärgerlich an dieser Stelle ist, das das wichtigste und beeindruckendste Fundstück skythischer Kultur aus Mitteleuropam, der Goldfisch von Gubin, gerade nicht hier gezeigt wird, sondern in der Antikensammlung. Wiederum völlig isoliert vom Gesamtkontext schließt sich ein Saal mit historischen Vitrinen an, der Ausstellungspraktiken des frühen 20.Jh. darstellen soll. Hier finden sich Objekte der meisten Kulturen der mitteleuropäischen Stein- und Bronzezeit, streng nach Kulturen und Chronologie organisiert, des weiteren Funde aus Troja, sowie aus dem Iran (Luristan-Bronzen). Bei letzteren ist besonders schade, dass sie nicht Bestandteil der Ausstellung geworden und "vernünftig" beschrieben worden sind, da sie in dieser Repräsentationsform völlig "untergehen". So nachvollziehbar (und durchaus einzigartig) diese Form der Ausstellung ist, ist sie doch symptomatisch für das Museum für Vor- und Frühgeschichte in der jetzigen Form: Verschiedene thematische Schwerpunkte werden angerissen, aber ohne klares Gesamtkonzept nebeneinander präsentiert. Die teilweise erkennbare systematisch-chronologische Gliederung wird immer wieder durchbrochen, was es eher erschwert als erleichtert, die Entwicklung und die Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Kulturen, die in der Sammlung vertreten sind, nachzuvollziehen. (Darin sollte meiner Meinung nach der Schwerpunkt eines solchen Museums liegen.) Ästhetisch ist das Ergebnis durchaus nicht ohne Reiz, aber letztendlich hinterlässt es den Eindruck von Inkohärenz, der eher erkenntnishindernd als -fördernd ist. Im Mittleren Geschoss werden Rom und die gleichzeitigen Kulturen der Germanen (und -- auch das mag aus geographischer Hinsicht überraschen -- Balten) vorgestellt. Ein ganzer Raum widmet sich erneut Kriegsverlusten, hier werden Vitrinen mit brandgeschädigten Ausstellungsstücken gezeigt (es ist wichtig, daran zu erinnern, aber das war auch schon Gegenstand einer Vitrine im ersten Raum). Es schließt sich ein Raum mit völkerwanderungszeitlichen und merowingischen Objekten an. Insgesamt beherbergt das Museum viele großartige Kunstschätze und faszinierende Schauobjekte der europäischen und außereuropäischen Vorzeit, die den Besuch wirklich lohnenswert machen. Mit anfassbaren Objekten ist sogar etwas für Kinder dabei. Paläolithische Kunst, Troja, der Goldhut, der Xantener Knabe (und natürlich die Nofretete aus dem benachbarten Ägyptischen Museum) sind absolute Highlights. Mich persönlich stört aber, dass das Museum nicht klar strukturiert ist, sondern mehrere inhaltliche Konzepte zu verbinden versucht: Die Dokumentation der Museumsgeschichte und der Kriegsverluste, die systematische Darstellung der kulturellen Entwicklung Mitteleuropas und die Präsentation mehrerer abgeschlossener Separatsammlungen (Zypern, Troja). Zumindest bei mir hinterlässt das einen wirklich störenden Eindruck von Inkohärenz, es wirkt geradezu etwas konzeptlos. Der Umstand, das Museum gerade mit dem Ägyptischen Museum zusammengelegt zu haben, unterstreicht das noch deutlich. Das ist um so bedauerlicher, als dass sich eher eine Verbindung mit anderen Museen der Museumsinsel angeboten hätte, die programmatisch deutlich besser zu den Sammlungsinhalten des Museums für Vor- und Frühgeschichte gepasst hätten. Ich persönlich hätte mir etwas mehr (chronologische, kulturelle) Struktur und etwas weniger Museumsgeschichte gewünscht.

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Das Gebiet
Stadtviertel: Charlottenburg
Bei einem Spaziergang durch die Gartenanlagen des wunderschönen Schlosses Charlottenburg, das diesem wohlhabenden Viertel seinen Namen gab, können Sie die kaiserliche Vergangenheit Berlins spüren. Hier finden Sie einige der ältesten Gebäude der Stadt: Appartementgebäude der Oberschicht mit reich verzierten Fassaden und mit Marmor gestalteten Eingangshallen, die die Kopfsteinpflasterstraßen säumen. Ein Spaziergang führt Sie vorbei an noblen Restaurants, durch kleine Parks oder um den Lietzensee. Der Kurfürstendamm, die bekannteste Einkaufsmeile Berlins für den gehobenen Geschmack mit Geschäften aller großen Designer, lädt zu einem Schaufensterbummel ein. Am Abend können Sie eines der alten Theater am Bahnhof Zoo besuchen, in denen in den 1920er Jahren das Nachtleben pulsierte. Oder Sie speisen in einem der zahlreichen internationalen Restaurants am Savignyplatz, bevor Sie die Nacht in anderen Teilen der Stadt durchfeiern.
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Schönes Museum am neuen Ort, leiter etwas inkohärent und sehr selbstbezogen
Okt. 2011 • Allein/Single
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte befand sich bis vor kurzem im Schloss Charlottenburg und wurde erst mit Abschluss der Rekonstruktion des Neuen Museums hierher verbracht. Im Neuen Museum wird es gemeinsam mit dem Ägyptischen Museum präsentiert, was sicherlich nicht unproblematisch ist, aber historisch so gewachsen ist. Hier hätte sich eher eine Verbindung mit der Antikensammlung angeboten, aber dazu später mehr.
Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss mit einer Präsentation der Sammlungsgeschichte, woran sich der wohl bekannteste Teil der Ausstellung anschließt, die Sammlung trojanischer Altertümer von Heinrich Schliemann. Wie schon im ersten Saal wird auch die das Thema Beutekunst und Kriegsverluste thematisiert, ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Museum zieht, und auch die architektonische Gestaltung des Museumsgebäudes, das Kriegsschäden teilweise erkennbar lässt, aufgegriffen wird. Im nächsten Saal wird eine Sammlung von sehr schönen Funden aus Zypern (Steinzeit bis Antike) gezeigt. Diese Räume sind voneinander und vom Rest der Ausstellung thematisch ähnlich vollständig isoliert wie das benachbarte Ägyptische Museum vom Museum für Vor- und Frühgeschichte, was ich vom didaktischen Standpunkt aus für bedenklich halte. Bei der Kunst Zyperns wäre z.B. ein nahtloser Anschluss an die Antikensammlung (Altes Museum, u.a. mit minoischer und antiker Keramik), an das Pergamonmuseum (klassische Plastik) und das Vorderasiatische Museum (Stein- und Bronzezeit Zyperns) möglich gewesen, bei den Troja-Funden z.B. mit dem Vorderasiatischen Museum (hethitische Archäologie). In dieser Form ist das einzig verbindende Element die Ausstellung im gleichen Gebäude. Auch eine inhaltliche Integration mit dem Rest der Ausstellung wäre für viele Funde (Troja, zypriotische Stein- und Bronzezeit) möglich und sinnvoll gewesen, etwa, um Stein- und Bronzezeit im größeren geographischen und historischen Rahmen darzustellen (wie das für andere Kulturen dort tatsächlich geschieht). In dieser Form fällt es dem Besucher schwer, klare Einsichten (z.B. über Entwicklungszusammenhänge und interkulturelle Kontakte in der Frühzeit) jenseits der rein ästhetischen Wirkung der jeweiligen Ausstellungskomplexe mitzunehmen. Bei meinem letzten Besuch am alten Standort (Mitte der 90er Jahre, damals waren leider die Bereiche Bronze- und Eisenzeit wegen Umbauten nicht zugänglich) war das zumindest für den Ausstellungsbereich "Steinzeit" wesentlich besser gelöst.

Im Obergeschoss beginnt dann die eigentliche Darstellung der Vor- und Frühgeschichte, weitgehend mit Schwerpunkt auf Mitteleuropa, teilweise aber auch mit ausgesuchten Fundstücken anderer Regionen. Nach der Darstellung der Altsteinzeit (Neanderthaler, beeindruckende paläolithische Ritzzeichnungen) im westeuropäischen Raum werden die Übernahme von Ackerbau und Viehzucht und die Kulturen der mitteleuropäischen Jungsteinzeit vorgestellt. Für Kinder interessant: Objekte zum Anfassen in einem Nebenraum. Es schließt sich eine inhaltlich sehr "lebensnahe" Darstellung von Funden der mitteleuropäischen Bronzezeit an, wobei der Schwerpunkt auf der Darstellung verschiedener Lebensbereiche (Opferpraktiken, Gräber, Rückschlüsse auf die sozioökonomische Situation der Menschen) liegt, weniger auf der Darstellung bestimmter Kulturen. Das erleichtert sicherlich das Verständnis dieser Kulturphase, macht es aber schwierig, Unterschiede zwischen einzelnen Kulturen zu erfassen. Mit einer Replik einer Schale aus dem Goldschatz von Eberswalde wird wieder auf Kriegsverluste hingewiesen. Ein (runder) Nebenraum "dreht" sich ganz und gar um den "Berliner Goldhut", ein herausragendes Kunstwerk der Spätbronzezeit, das als rituelle Kopfbedeckung und Kalender gedeutet wird. Um den Hut herum befinden sich Vitrinen, die die Deutung verschiedener Elemente des Hutes durch Parallelen aus anderen Kulturen (z.B. dem Vorderen Orient und auch eines Keramikobjektes aus Troja) näher darstellen. Insgesamt sicher einer der "gelungensten" Konzepträume des Neuen Museums.

Es schließt ein Raum an, der die Eisenzeit näher beschreibt. Zunächst die Hallstattkultur (mit Fundstücken u.a. aus dem Alpenraum), dann die Kelten und die Skythen (was an dieser Stelle vielleicht etwas verwundert, da diese eigentlich archäologisch in Mitteleuropa kaum greifbar sind). Besonders ärgerlich an dieser Stelle ist, das das wichtigste und beeindruckendste Fundstück skythischer Kultur aus Mitteleuropam, der Goldfisch von Gubin, gerade nicht hier gezeigt wird, sondern in der Antikensammlung.

Wiederum völlig isoliert vom Gesamtkontext schließt sich ein Saal mit historischen Vitrinen an, der Ausstellungspraktiken des frühen 20.Jh. darstellen soll. Hier finden sich Objekte der meisten Kulturen der mitteleuropäischen Stein- und Bronzezeit, streng nach Kulturen und Chronologie organisiert, des weiteren Funde aus Troja, sowie aus dem Iran (Luristan-Bronzen). Bei letzteren ist besonders schade, dass sie nicht Bestandteil der Ausstellung geworden und "vernünftig" beschrieben worden sind, da sie in dieser Repräsentationsform völlig "untergehen". So nachvollziehbar (und durchaus einzigartig) diese Form der Ausstellung ist, ist sie doch symptomatisch für das Museum für Vor- und Frühgeschichte in der jetzigen Form: Verschiedene thematische Schwerpunkte werden angerissen, aber ohne klares Gesamtkonzept nebeneinander präsentiert. Die teilweise erkennbare systematisch-chronologische Gliederung wird immer wieder durchbrochen, was es eher erschwert als erleichtert, die Entwicklung und die Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Kulturen, die in der Sammlung vertreten sind, nachzuvollziehen. (Darin sollte meiner Meinung nach der Schwerpunkt eines solchen Museums liegen.) Ästhetisch ist das Ergebnis durchaus nicht ohne Reiz, aber letztendlich hinterlässt es den Eindruck von Inkohärenz, der eher erkenntnishindernd als -fördernd ist.

Im Mittleren Geschoss werden Rom und die gleichzeitigen Kulturen der Germanen (und -- auch das mag aus geographischer Hinsicht überraschen -- Balten) vorgestellt. Ein ganzer Raum widmet sich erneut Kriegsverlusten, hier werden Vitrinen mit brandgeschädigten Ausstellungsstücken gezeigt (es ist wichtig, daran zu erinnern, aber das war auch schon Gegenstand einer Vitrine im ersten Raum). Es schließt sich ein Raum mit völkerwanderungszeitlichen und merowingischen Objekten an.

Insgesamt beherbergt das Museum viele großartige Kunstschätze und faszinierende Schauobjekte der europäischen und außereuropäischen Vorzeit, die den Besuch wirklich lohnenswert machen. Mit anfassbaren Objekten ist sogar etwas für Kinder dabei. Paläolithische Kunst, Troja, der Goldhut, der Xantener Knabe (und natürlich die Nofretete aus dem benachbarten Ägyptischen Museum) sind absolute Highlights. Mich persönlich stört aber, dass das Museum nicht klar strukturiert ist, sondern mehrere inhaltliche Konzepte zu verbinden versucht: Die Dokumentation der Museumsgeschichte und der Kriegsverluste, die systematische Darstellung der kulturellen Entwicklung Mitteleuropas und die Präsentation mehrerer abgeschlossener Separatsammlungen (Zypern, Troja). Zumindest bei mir hinterlässt das einen wirklich störenden Eindruck von Inkohärenz, es wirkt geradezu etwas konzeptlos. Der Umstand, das Museum gerade mit dem Ägyptischen Museum zusammengelegt zu haben, unterstreicht das noch deutlich. Das ist um so bedauerlicher, als dass sich eher eine Verbindung mit anderen Museen der Museumsinsel angeboten hätte, die programmatisch deutlich besser zu den Sammlungsinhalten des Museums für Vor- und Frühgeschichte gepasst hätten.

Ich persönlich hätte mir etwas mehr (chronologische, kulturelle) Struktur und etwas weniger Museumsgeschichte gewünscht.
Verfasst am 31. Januar 2012
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