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“Nadel im Ozean - Pulau Sipadan” 5 von 5 Sternen
Bewertung zu Sipadan Scuba

Sipadan Scuba
Lot: B7-B8, Ground Floor | Semporna Seafront Resort Township, Semporna 91308, Malaysia
+6 (089) 784788
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Platz Nr. 7 von 11 Sehenswürdigkeiten in Semporna
Art: Touristische Touren, Abenteuer
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Berlin, Deutschland
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“Nadel im Ozean - Pulau Sipadan”
5 von 5 Sternen Bewertet am 3. Oktober 2010

Sipadan gehörte einst zu den heißen Tipps unter Meeresschildkröten, die Lust hatten, Nachwuchs aufzuziehen. Rund um die Insel besteht der Strand aus weichem Korallensand, wo leicht zu buddeln ist. Später muss ein Mensch dazu gekommen sein, der die Eier sammelte. Da die Regierung von Malaysien, die über Teile von Borneo, damit auch über Sipadan herrscht, die Tiere schützen wollte, hat man ihm zugestanden, auf der Insel eine Tauchbasis, Abdillah, aufzuziehen. Diese entwickelte sich rasch zu einem der heißesten Tipps unter Tauchern. Die Insel gehört heute zu den Top Ten Tauchspots der Erde. Das Hotel nicht mehr.

Bis 1998 hatte sich die einstige Hüttensiedlung zu einem Hotelkomplex mit etwa 400 Betten entwickelt, wobei der Taucher fast wörtlich vom Bett in einen Tauchspot fallen konnte. Leider waren 400 Taucher wirklich zu viel für die Insel, auf der man sich nur nicht nachts frei bewegen durfte, weil dies die Eiablagezeit ist. Als ich eines Nachts draußen kampierte, um die Schildkröten beim Landgang zu filmen, wurde ich beinah verhaftet.

Die Tauchspots haben sich seitdem verbessert, weil man bereits 1998 die Bettenzahl auf 80 reduzierte, ab 2004 auf Null. Seitdem muss man entweder in der nächsten Stadt (Semporna) wohnen (und täglich mehrere Stunden auf dem Boot verbringen) oder sich auf Mabul einquartieren, einer Nachbarinsel. Von dort aus sind es nur 15 Minuten per Boot. Das klingt nah, ist aber relativ, denn auf Borneo fährt man nicht mit ein paar PS, sondern gleich mit 2x250 PS. Nur die einheimischen Fischer fahren mit Booten, deren Propeller sich gemütlich drehen.

Mabul und Sipadan sind zwei grundverschiedene Tauchgebiete. Um Mabul herum gibt es reichlich Kleingetier in Tiefen ab 1 (!) Meter zu sehen. Die Insel ist ein heißer Tipp unter den Leuten, die sich für "muck diving" interessieren. Muck heißt so viele wie Schlamm, aber schlammig ist der Meeresboden nicht. Muck heißt eher so viel wie uninteressanter Müll oder ähnlich. Aber umso interessanter fällt das Leben aus, das sich dort entfaltet. Allerdings sind die Lebewesen meistens "bonsai", also sehr klein. Man sollte sich eine Lupe mitnehmen. Die Schönheit, die die Schöpfung in diese mikroskopische Welt gesteckt hat, ist wahrlich unbeschreiblich.

Ebenso unbeschreiblich sind die Dinge, die man beim Tauchen um Sipadan erlebt. Die Insel ragt nämlich 600 m vom Meeresboden hoch wie eine Nadel, und daher kann man "muck" neben dem Getier aus der Tiefe des Ozeans (z.B. Hammerhaie) bewundern. Die Schildkröten, anderswo scheue Tiere, finden hier nichts dabei, zwischen der Taucherschwärmen durch zu schwimmen. Auf Sipadan kann man die größten Exemplare von ihnen sehen.

Die jüngsten Exemplare, d.h. die Eier, werden von der Mutter nachts abgelegt, wobei ich etwa 10 Gelege pro Nacht gezählt hatte. Aber noch bevor die Mama wieder zurück in den Fluten landet, kommen die Ranger und holen die Eier weg. Sie kommen in einen Ring aus Maschendraht, der tief im Sand steckt. Schlüpfen die Kleinen aus, bleiben sie im Käfig. Sie werden dann in großer Zahl ins Wasser gebracht. So bleibt der Freßverlust gering.

Echt beeindruckend sind die Papageienfische der Marke Büffelkopf, die die Korallen abgrasen und in Sand verarbeiten. Sie können bis 100 kg schwer werden. Man kann sich vorstellen, wie es wirkt, wenn 100 dieser Tiere so um einen herum schwimmen. Aber auch einem Schwarm von 30 oder 40 Hammerhaien oder einem verliebten Paar Leopardenhaien bin ich begegnet.

Wer nach Sipadan will, sollte sich auch Indonesien vornehmen, besser gesagt, Kalimantan. So heißt der Teil von Borneo, der Indonesien gehört. Eigentlich war Sipadan auch von diesem Land beansprucht worden. Man hätte es geschafft, wäre Indonesien von den Briten kolonisiert worden wie Malaysien. Derawan, Nabucco, Kakaban, Maratua, Sangalaki u.ä. heißen die Tauchspots dort.

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