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“Pyramiden, von den Russen verlassen und von kreuzfahrern besucht” 1 von 5 Sternen
Bewertung zu Pyramiden

Pyramiden
| Billefjorden, Norwegen
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Art: Sehenswürdigkeiten/ Aktivitäten, Bergwerke, Geisterstädte
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Berlin
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“Pyramiden, von den Russen verlassen und von kreuzfahrern besucht”
1 von 5 Sternen Bewertet am 4. Oktober 2013

Während unserer Nordland-Spitzbergen Kreuzfahrt wurden wir auch vor Pyramiden ausgebootet. Was uns erwartete war schlimmer als man sich denken kann. Eine einzige Dreck- und Müllhalde, die die Russen 1998 verließen. Der Kohlebergbau wurde eingestellt. Was man noch abschrauben oder mitnehmen konnte, wurde ausgebaut. Die Häuser teilweise ausgeplündert und zerstört, in den Fensterhöhlen nisten Vögel. Dreck und Unrat soweit das Auge schauen kann. Was sich eine Reederei hierbei denkt, Kreuzfahrer auszusetzen, entzieht sich meiner Logik und Kenntnis. Es war entsetzlich und erinnerte mich teilweise an den Abzug
der Russen aus Berlin.
Ich kann nur allen Menschen raten, kein Geld für eine Besichitgung dieser "Pyramiden" auszugeben. Es lohnt sich nicht. Es ist eine Geisterstadt.

Aufenthalt Juli 2013
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“Eine Ghosttown auf Spitzbergen”
5 von 5 Sternen Bewertet am 25. Juli 2010

Geisterstädte gibt es nicht nur in den USA, Spitzbergen kann sich der nördlichsten Ghosttown der Welt auf 78°40´nördlicher Breite rühmen. Es ist „Pyramiden“ (die Pyramide), so benannt nach dem Berg, an dessen Fuß sie liegt, und dessen Gipfel wie die Stufenpyramide von Sakkara aussieht. Im letzten Jahrhundert wurde dort Kohle gefördert, zunächst von den Schweden, doch später in großem Maße von den Russen. So entstand eine Bergbausiedlung aus hübschen Holzhäusern, aber auch Plattenbauten; sie besaß eine große Sporthalle und einen dem Kosmonauten Gagarin gewidmeten Sportplatz.

Das Kohlebergwerk brachte immer weniger Ertrag und wurde deshalb 1998 geschlossen. Ein Denkmal mit der letzten Lore voller Kohle erinnert daran. Bis zum Jahr 2000 wurde die Stadt von allen menschlichen Bewohnern verlassen, man sprengte einige der Werkshallen und Gebäude und überließ den Rest dem Verfall und den Tieren. Nun brüten unzählige Dreizehenmöwen auf den Fenstersimsen der verlassenen Häuser und Eisbären nutzen die leeren Hütten als Unterschlupf.

Wir waren mit dem MS "Langoysund" von Longyearbyean aus zunächst zum herrlichen Nordenskiöld-Gletscher gefahren. Hier wurde jedem ein kräftiger Schluck Whisky auf wahrscheinlich uraltem Gletschereis serviert.

Direkt gegenüber dem Nordenskiöld-Gletscher legte die "Langoysund" am verlassenen Kai von Pyramiden an. Unser Guide bewaffnete sich mit einem Gewehr und ermahnte die kleine Gruppe der Touristen, unbedingt zusammen zu bleiben, denn die Eisbärgefahr sei hier keine Fantasie sondern raue Wirklichkeit. Leider haben wir keinen Eisbären gesehen, doch der Spaziergang durch die gespenstischen Ruinen und zwischen den leeren Häusern war spannend genug. Einsam stand die Lenin-Büste (die nördlichste der Welt) und blickte über den verlassenen Zentralplatz der Stadt bis hinüber zum Nordenskiöld-Gletscher. Nur das Geschrei der Möwen und das Pfeifen des Windes waren zu hören. Schmelzwasser bahnte sich ungehindert seinen Weg. Über einen halb verrotteten Brettersteg ging es nach knapp 1 ½ Stunden wieder zurück zum Schiff.

Der gesamte Ausflug dauerte etwa 10 Stunden und kostete 170 € pro Person, dabei war ein Barbecue an Bord (das nördlichste der Welt?) inklusive.

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