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“Einfach, zweckmäßig” 3 von 5 Sternen
Bewertung zu Sirena Ranger Station

Sirena Ranger Station
Corcovado Nationalpark, Costa Rica
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Art: Touristen-Information/ Besucherzentren
Attraction Details
München, Deutschland
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“Einfach, zweckmäßig”
3 von 5 Sternen Bewertet am 21. Januar 2013 über Mobile-Apps

Im Nationalpark gibt es ja keine Konkurrenz und das merkt man dann auch deutlich. Die Matratzen sind alt und dreckig, Kopfkissen gibt es keine, auf jeden Fall Hüttenschlafsack mitbringen. Die Toiletten sind ziemlich keimig. Die Lokation an sich ist natürlich der Hammer und das lässt dann doch über einiges hinweg sehen... Allerdings ist Camping wohl deutlich hygienischer mit der eigenen Isomatte und Decke/Schlafsack. Gecampt wird auf einer Holzplattform mit Dach. Es reicht eventuell auch einfach ein großes Moskitonetz als Zelt. Die Zimmer sind alle jeweils für 5 Personen. 2 Doppelstockbetten, 1 Einzelbett!
Das essen war ok, aber teuer. Am letzten Tag haben wir uns ein Frühstückspacket machen lassen für jeweils 20$. Als wir alles auspackten nach 4 Stunden frühen Wanders, fanden wir 1 Ziplock Beutel mit Ketchup, 1 mit Mayonaise, 1 mit Marmelade, 1 mit Erdnussbutter, jeweils 5 Toastscheiben, 1 Gurke, 1 Tomate. Eine absolute FRECHHEIT für den Preis. Aber naja, wie gesagt: keine Konkurrenz...
Der Nationalpark ist wirklich schön und man sollte auf jeden Fall mindesten 1 kompletten Tag in La Sirena einplanen!!!!!

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Wertungen
“Einfache Dschungelunterkunft für Naturliebhaber”
4 von 5 Sternen Bewertet am 6. August 2012

Lage:
Die Sirena Ranger Station liegt im Corcovado Nationalpark. Um die Station herum findet man Urwald, diverse Wanderwege und die Landepiste des Alfa Romeo Aero Taxis. Der Pazifik ist ca. 300 Meter weit entfernt. Man kann die Station entweder zu Fuß (Los Patos Trail oder Carate Trail, jeweils ca. 20 km) oder mit dem Flugzeug (ab Puerto Jiménez, 15 Minuten, 70 US-Dollar p. P. bei Vollbesetzung) oder mit dem Boot aus Drake Bay erreichen.

Ausstattung:
Wenn man hier übernachten möchte, kann man zwischen Dorm (5 Personen) oder Zelt wählen. Das Zelt kann auf einer überdachten Holzplattform aufgebaut werden, sodass man im Trockenen schläft. Je 2 Dorms teilen sich ein "Badezimmer" mit Flush-Toilette und Kaltwasserdusche und Waschbecken. Das Badezimmer war nicht besonders sauber, aber zweckmäßig. Es empfiehlt sich, Flip Flops zum Duschen und Desinfektionstücher zum WC-Gang mitzubringen :-) Auch für die Zelt-Schläfer gibt es sanitäre EInrichtungen, die habe ich allerdings nicht gesehen und kann daher nichts dazu sagen.
In den Dorms gibt es 2 Stockbetten und ein Einzelbett, die Fenster sind einigermaßen dicht mit Moskitonetzen ausgesattet, Fensterscheiben gibt es jedoch nicht. Wir bekamen von unserem Guide ein Moskitonetz sowie Laken zur Verfügung gestellt, in der Station selbst kann man diese Dinge nicht ausleihen. Von daher würde ich empfehlen, die Verfügbarkeit solcher Dinge vorher mit einem Guide abzuklären oder selbst Laken und Schlafsäcke sowie ggf. Moskitonetze für die Betten ( plus Seil zur Befestigung) mitzubringen.
AbEinbruch der Dunkelheit erzeugen ein Generator und Solar-Anlagen etwas Strom, allerdings nur für eine Stunde oder zwei. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, eine ordentliche Taschenlampe mitzubringen.
Ohne den Gästen der Station oder den Rangern etwas unterstellen zu wollen: Ich würde keine Wertsachen mitbringen, denn es mangelt an Möglichkeiten, sie sicher zu verstauen. Unser Guide hatte einen Safe, in welchem wir unsere Wertsachen deponieren konnten, aber man sollte das im Vorfeld abklären. Meine Kamera habe ich nie unbeaufsichtigt im Dorm gelassen, sondern sie auch zum Essen immer mitgenommen.
Man hat uns erzählt, dass vor Kurzem ein Paar Schuhe abhanden gekommen sein soll. Aus diesem Grund habe ich meine Wanderstiefel auch nachts im Zimmer abgestellt und sie nicht auf der Treppe vor der Station stehen lassen.

Verpflegung:
Ich habe in der Station gefrühstückt und zu Abend gegessen. Alle Mahlzeiten bestanden aus Reis und Bohnen sowie zum Frühstück Toastbrot, Eier, Speck, Früche, Kaffee und zum Abendessen Fleisch, Gemüse, Salat. Immer wurde ein limoartiger Saft zum Essen gereicht. Die Portionen waren ordentlich, man kann sich auch noch einen Nachschlag nehmen. Das Essen würde ich als "deftige Hausmannskost" bezeichnen. Alles war frisch und schmackhaft und mein Magen hat sowohl die Speisen als auch die Limo gut vertragen :-)
Allerdings ist zu sagen, dass man sich im Voraus zum Essen anmelden muss (max. 30 Tage im Voraus, am besten in Kombination mit einer Übernachtungsreservierung) und dass das Essen relativ teuer ist (20 US-Dollar p. P. pro Mahlzeit) - man bedenke, wie aufwendig die Beschaffung ist! Davon ab müsste man als Selbstversorger alles, was man essen möchte, in den Wald hineintragen... je nachdem, wie lange man bleibt, wird das ein schwerer Rucksack!

Für Selbstversorger gibt es einen Kochbereich mit Waschbecken, aber ich glaube, dass man sich einen Campingkocher, Geschirr und Besteck selbst mitbringen muss (oder Verfügbarkeit mit dem Guide abklären). Jeglichen Müll muss man wieder mitnehmen, es gibt keine Mülltonnen in Sirena!

Das Wasser aus den Leitungen ist Trinkwasser. Man kann es benutzen, um Wasserflaschen aufzufüllen. Wir haben es zur Sicherheut noch mit UV-Licht (Steri-Pen) behandelt. Allerdings war bestimmt auch die Limo mit Leistungswasser gemacht und die haben wir nicht sterilisiert, das Wasser scheint also bekömmlich zu sein!

Insekten:
Sirena Station liegt im Dschungel und im Dschungel gibt es Tiere - jeglicher Art! In der Station und um die Station herum findet man viiiiiiieeeele Seidenspinnen. Diese Spinnen sind sehr groß und sie weben riesige Netze. Allerdings habe ich all die drei Tage in Sirena nicht ein einziges Mal gesehen, dass eine dieser Spinnen sich aus ihrem Netz herausbewegt hätte. Ein Spinnenfachmann aus dem Stuttgarter Zoo hat mit diese Eigenschaft der Seidenspinnen bestätigt. Also, liebe Spinnenphobiker: Don't panic! Neben Seidenspinnen habe ich kaum Insekten in der Sirena Station gefunden. Ein morgendlicher Schrei aus dem Badezimmer nebenan könnte auf eine Kakerlake hingewiesen haben. Ich selbst habe allerdings nur eine einzige Kakerlake sowie eine Stabheuschrecke und einen Grashüpfer in der Station gesehen.
Allerdings sollte man sich vor den Moskitos in Acht nehmen. Ich habe ein DEET-haltiges Repellent benutzt.

Tiere:
Nasenbären, Tapire, Toukane, Affen... In Sirena und auf den umliegenden Wegen hat man gute Chancen, Dschungelbewohner zu beobachten. Glücklich kann sich der schätzen, der einen Puma und einen Jaguar entdeckt (und unbeschadet davonkommt!).

Fazit:
Wer eine mehrtägige Tour durch den Corcovado-Nationalpark vornimmt, muss in Sirena übernachten. Die Atmosphäre ist besonders friedlich, relaxed und einzigartig. Der Aufenthalt hier ist ein einzigartiges Erlebnis und ich würde es ambitionierten Wanderern und Naturliebhabern unbedingt empfehlen, bei einem Besuch der Osa-Halbinsel im Rahmen einer Corcovado-Expedition nach Sirena zu kommen - am besten begleitet von einem Guide.

Als Tagesausflug würde ich Sirena nur bedingt empfehlen, da die Anreise umständlich und die schnelle Anreise mit dem Flugzeig teuer ist.

Aufenthalt Juli 2012
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