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3 1/2 Tage Siem Reap mit Taxifahrer Vey

Riesa, Deutschland
Beiträge: 1
Bewertungen: 4
3 1/2 Tage Siem Reap mit Taxifahrer Vey

Anfang November 2013 kamen wir bei unserer selbst organisierten Südostasientour von Bangkok kommend am Flughafen in Siem Reap an. Außer dem Hotel "Tara Angkor" hatten wir nichts weiter organisiert. Man braucht dies auch nicht, dass geht doch recht mühelos vor Ort.

Nachdem wir am Schalter gleich am Flughafenausgang ein Taxi zum Hotel für 7 US-Dollar geordert hatten, konnten wir das freundliche Wesen der Kambodschaner gleich kennenlernen.

Unser Fahrer - namens Vey - stellte sich uns vor und fragte, ob wir Interesse daran hätten, ihn als auch als Taxifahrer während unseres Aufenthaltes zu engagieren. Dies natürlich mit einer längeren Geschichte, dass die Taxifahrten zum Flughafen nicht ausreichen, um seine Familie zu ernähren und das wir ihn mit einem Job sehr helfen würden. Er nannte uns auch seine Preise für die kleine (30 USD) und die große Tempeltour (40 USD). Die Anfrage kam uns sehr entgegen, brauchten wir doch für die Ausflüge sowieso ein Fahrzeug und einen Fahrer. Die Preise sind natürlich höher als bei einem Tuk-Tuk, aber gerade bei einer längeren Tour legten wir schon Wert auf ein bequemes und klimatisiertes Fahrzeug. Er fragte uns nach unseren weiteren Interessen für eventuelle Ausflüge und wir meinten, der Tonle Sap wäre interessant und nach den vielen Tempelanlagen könnte auch ein wenig Natur nicht schaden.

Vey sprach langsam aber recht deutlich englisch und wiederholte seine Aussagen auch immer mal wieder. Dies kam uns sehr entgegen, da ich unsere Sprachfähigkeiten wohl eher als holprig bezeichnen würde. Er freute sich unheimlich über diesen Job, schlug vor, noch am Nachmittag den Tonle Sap mit einer Bootsfahrt kennen zu lernen. Am nächsten und übernächsten Tag die kleine und dann die große Tempeltour zu machen und am 3. Tag könnte man in das nördlich gelegene Hügelland fahren, die Gegend um den Pnom Kulem mit erfrischendem Bad am Wasserfall.

Also waren wir mit Vey noch am Ankunftstag mit dem Boot auf dem Tonle Sap. Er kümmerte sich um alles organisatorische, erzählte über die Fischer, den See, die schwimmenden Häuser, besuchte mit uns auch eine kleine Krokodilzucht und den Sonnenuntergang konnten wir bei schönstem Wetter genießen. Am Abend verabredeten wir uns für den nächsten tag bereits am frühen Morgen, wollten wir die Anlage von Angkor Wat bei Sonnenaufgang erleben. Auf unsere Frage nach dem Preis für ein Tuk-Tuk am Abend (für die Fahrt zu den Märkten und Restaurants in der Innenstadt) klärte er uns entsprechend auf: 2 Dollar, nicht mehr und nicht weniger.

Vey wartete wie abgesprochen um 4.30 Uhr vor dem Hotel, eine kurze Fahrt bis zum Parkeingang und die Tickets waren auch recht schnell gelöst. Vom Parkeingang war es nur ein kurzes Stück bis zum Parkplatz vor der Tempelanlage. Mitkommen konnte Vey natürlich nicht, er ist Taxifahrer und hat keine Genehmigung als Guide zu arbeiten. Ein Guide ist aber auch nicht notwendig.

Zum Glück waren wir durch diverse Berichte bereits vorgewarnt, während des Sonnenaufgangs gab es vor der Tempelanlage ein Blitzlichtgewitter. Um uns herum waren mehrere hundert andere Leute, viele Chinesen, Koreaner, Franzosen etc. Es waren einfach zu viele Touristen. Aber man kann es ja auch niemandem verdenken.

Irgendwann machte der Akku unserer Kamera schlapp, also fuhr Vey im Anschluß mit uns noch einmal kurz zum Hotel bevor wir die Tour fortsetzten.

Am nächsten Tag machten wir die große Tour, wie schon am Vortag sagte uns Vey, wie wir uns in den Anlagen bewegen konnten und wo er auf uns warten würde.

Am dritten Tag hatten wir die längste Tour - die zum Berg Phnom Koulen samt Kloster, Wasserfall mit Badengehen sowie Ansehen der Palmenzuckerverarbeitung und des Tempels Banteay Sre für 60 Dollari. Unterwegs probierten wir mit Vey diverse Früchte, geröstete Schnecken, Bananen-Snacks etc. Er fragte auch uns über verschiedene Dinge aus. Sein Wissen über die Welt außerhalb Kambodschas ist wie beim Großteil seiner Landsleute sehr begrenzt. Nach der furchtbaren Ära Pol Pots muss über die Schulbildung erst langsam wieder neues Wissen in die Köpfe junger Menschen gebracht werden.

Am Abreisetag waren wir mit Vey noch in der Seidenfabrik (richtig mit Seidenraupen und Kokons). Für diese Tour bis hin zum Flughafen wollte er kein Geld (sollte eine Art Bonus für den 3-Tage-Job sein). Ich habe ihm aber einen 50-Dollar-Schein als Trinkgeld gegeben mit der Bitte, dafür nicht zu tanken, sondern dies für seine Familie einschließlich seiner kranken Mutter zu nehmen. Da war Vey zu Tränen gerührt.

Ich kann Vey als Taxifahrer nur empfehlen. Wer in der Kürze der Zeit einen Fahrer sucht, der vom Abholservice am Flughafen bis hin zu den verschiedensten Touren rund um Siem Reap einen Ansprechpartner sucht, kann ihm ein paar Tage (oder Wochen) vor Ankunft eine Mail schicken an:

sunvey.angkor@gmail.com

Wir sind inzwischen seit 3 Wochen aus Asien zurück und haben immer noch Kontakt zu Vey.

Zuletzt geändert: 15 Dezember 2013, 14:49
1 Antwort
Beiträge: 1
1. AW: 3 1/2 Tage Siem Reap mit Taxifahrer Vey

Vor zwei Wochen, also mitte November 2014, war ich mit einem Freund in Siem Reap. Wir wollten gerne die Koulen mountain besuchen und haben aufgrund der sehr guten Beschreibung und Erfahrungen von Thomas Vey per Email (sunvey.angkor@gmail.com) kontatkiert. Vey hat sich am gleiche Tag gemeldet und wir haben uns in unserem Hotel verabredet.Vey kam pünktlich und wir haben uns auf 70$ nach Koulen mountain für den Folgetag geeinigt. Die Erfahrungen von Thomas können wir nur bestätigen. Vey hatte eine sehr angenehme Art und war Guide und Taxifahrer zugleich. Sein English war sehr gut. Er hat sich viel Zeit genommen, viele Stops gemacht und konnte uns sehr viel über die Gegenend und auch Kambodscha erzählen und erklären. Wir haben u.a. Sleeping Buddha besucht, sind im Wasserfall geschwommen, und haben ein Dorf besucht.

Antwort auf: 3 1/2 Tage Siem Reap mit Taxifahrer Vey
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