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Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Köln, Deutschland
Beiträge: 18
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Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Tipps und Hinweise für (Individual-) Reisende nach St. Petersburg

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Wer das erste Mal nach St. Petersburg fliegt, sollte um seiner Sicherheit willen und für einen schönen und kostengünstigen Urlaub dringend ein paar Informationen beachten. Da in einigen Foren Russen, die wirklich gut Deutsch sprechen können gezielt Werben und Dinge beschönigen, hier im Folgenden von einem deutschen (Individual-) Reisenden, der gerade vorige Woche aus St. Petersburg wieder wohlbehalten in seinem Heimatland eingetroffen ist, einige Tipps und Hinweise:

Beantragung des Visums:

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Entgegen den Aussagen der Reisebeschaffungs-Services braucht man hier in Deutschland zur Beantragung des Visums als deutscher Tourist inzwischen KEINE staatliche Einladung mehr, sondern nur noch Versicherungs- und Arbeits- oder Studentennachweis (einen Gehaltsnachweis würde ich niemals erbringen!), die ausgefüllten Visumsunterlagen, Foto etc. und den biometrischen Pass. Die Beantragung des Visums auf keinen Fall selbst durchführen, sondern einen Reiseservice beauftragen, weil man so die Sperrung aufgrund von Fehlern bei der Beantragung und das stundenlange Anstehen beim Konsulat vermeiden kann. Leider dauert die Visumbeschaffung, obwohl auf dem Formular mit einer Woche angegeben, oft 2-3 Monate. Die Kosten betragen zur Zeit so um die 250 € pro Person. Es gibt aber oft große Vergünstigungen, wenn man Mitglied in einem Automobilclub o.ä. ist. Sich also vorher genauestens erkundigen. Niemals alleine einen Reiseservice beantragen, sondern immer nur über eine andere Gesellschaft, Firma etc., da die Reiseservices oft falsch abrechnen und dann die Pässe nicht rausrücken. Wenn man dann seinen Pass zurück hat, ist dort das Touristenvisum eingeklebt und man braucht bei der Reise nach St. Petersburg keine anderen Dokumente mehr mitzunehmen.

Ankunft am Flughafen Pulkovo 2:

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Nach der Landung als Neuling in Pulkovo 2, wo alle ausländischen Maschinen ankommen, ist man erstmal überrascht, dass an einem angeblich internationalen Flughafen kein Wort Englisch, sondern nur Russisch gesprochen wird. Auch alle Aufrufe und Durchsagen sind nur in Russisch. Ist man mit dem Bus am etwas ärmlich wirkenden Flughafen eingetroffen, wird man in eine riesige Halle geschleust, in der man mit hunderten Menschen aus allen Destinationen vor ein paar Schaltern etwa eine Stunde auf die Zollkontrolle wartet. Ist man an der Reihe, geht man einzeln (wie damals in der DDR, wer das noch erlebt hat) durch einen schmalen Gang mit Fensterchen, hinter der die oder der ziemlich freundliche Beamte/In sitzt, den Pass und das Visum kontrolliert. Bei den meisten fragt er dann so etwas wie "Vakanzia" (Urlaub) und als Tourist nickt man nur und wartet, dass die Kamera einen fotografiert und der Zollbeamte in den Pass den Stempel reinhaut und die weiße Meldebescheinigung, die man auf keinen Fall verlieren darf, hineinlegt. Das geht alles ziemlich unkompliziert bei der Einreise. Bei der Ausreise sind fünfmal so viele Kontrollen und man muss sich sein Ticket am Selfterminal selbst ausdrucken, was selten auf Anhieb funktioniert. Bei der Rückreise also mindestens drei Stunden vorher am Flughafen sein.

Anschließend werden bei der Ankunft die ganzen Koffer aller Touristen einfach ohne Gepäckband hinter der Schleuse auf den Boden gekippt und man darf sich einen Koffer aussuchen, unglaublich für einen internationalen Flughafen.

Vom Flughafen in die Stadt St. Petersburg

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Vor dem Flughafen warten eine Menge privater Busse, Kleintaxis und eine Vielzahl von Menschen, die einen ansprechen, irgendetwas murmeln oder einen in ihren Privatbus oder Taxi ziehen wollen. Das auf keinen Fall tun, denn sie halten sich nicht an die abgesprochenen Preise. Am besten gleich aus dem Hauptausgang heraus links in die staatliche Buslinie Nr. 13 und schon ist man in kaum 20min an der zentralen Metrostation Moskovskaya mitten in der Stadt. Man steigt einfach vorne beim Fahrer ein, sagt Moskovskaya und bezahlt nur 35 Rubel, viel weniger als 1€ und zack geht´s los.

 

Entgegen der falschen Aussagen muss man für die Koffer weder in der Metro, noch im Bus extra zahlen, sondern nur pro Person. Ist man einmal eingestiegen, kann man im Metro/Bus solange fahren, wie man will und muss erst wieder zahlen, wenn man erneut einsteigt.

Die Metro

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Bus und Metro sind sehr, sehr billig und es lohnt sich im Gegensatz zu den teuren und betrügerischen Privatbussen, unbedingt nur öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Für die Metro gibt es Mehrfahrtenkarten, die sich beliebig aufladen lassen, so dass man nicht immer jedes Mal an den Schalter gehen muss. So lang man sich im Metrosystem befindet, kann man beliebig oft in alle Richtungen fahren, erst, wenn man am Ausgang durch die Schranke herausgeht, muss man neu bezahlen. Das Problem ist nur wieder, den genervten Frauen am Schalter begreiflich zu machen, dass man eine Mehrfahrtenkarte haben will, denn wiedermal kann hier keiner Englisch. Das ist eine Katastrophe für eine Stadt, die Weltruhm beansprucht. Ist man mit Koffern in der Metro, dann auf keinen Fall durch die normalen Drehkreuze gehen: diese blockieren sofort und kreischen laut. Man muss mit dem Koffer durch einen extra Eingang beim Wachpersonal und sie werden dann oft wie am Flughafen nach Sprengstoff abgecheckt. Auch hier braucht man für die Koffer nicht extra zahlen. Nur hat man versucht, durch den normalen Eingang zu kommen und er hat blockiert, muss man neu zahlen. Entgegen den Angaben im Internet gibt es KEINE Mehrfahrtenkarte für Bus und Metro zusammen, sondern nur für die Metro. Es gibt auch keine Tageskarte, sondern man läd die Metrokarte mit einer gewissen Anzahl von Fahrten auf (je mehr, desto günstiger ist umgerechnet die Einzelfahrt) und dann bucht das Drehkreuz am Anfang jedes Mal eine Fahrt ab und zeigt die verbleibenden an.

Die Ermitage

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Jeden 1. Donnerstag im Monat kann man völlig kostenlos die gesamte Ermitage besichtigen, nur sind dann natürlich Riesenschlangen. An allen anderen Tagen kommt man als Student sogar mit deutschem Ausweis immer kostenlos hinein, und als Rentner ermäßigt. Die Ermitage ist aufgrund der unglaublich glanzvollen, heldenhaft von russischen Soldaten zusammengetragenen Kunstschätze;-) ein absolutes Muss und auch für jeden Museumshasser absolut spannend und sehenswert. Die Extragebühr zum Fotografieren in Höhe von 200 Rubel auf KEINEN Fall bezahlen! Warum, das findet jeder selber raus. ;-) Entschuldigt, liebe Russen, dass ich das sage, aber eine Führung ist aufgrund der Unmengen an zu besichtigenden Schätzen nicht notwendig. Man kann sehr gut individuell als Einzelbetrachter umhergehen und sieht so viel, viel mehr, als mit einer Führung. Wir haben die ganze Ermitage in 5 Stunden angeschaut und man hätte noch drei Tage gebraucht. Mit einer Führung sieht man nur wenige ausgewählte Einzelstücke, das Geld kann man sich wirklich sparen. Die Ermitage scheint der wirklich und wahrhaftig einzige Ort in St. Petersburg (außer einigen Fastfood-Ketten) zu sein, wo es eine Information gibt, die tatsächlich Englisch sprechen kann. ;-)

Im Hof wird man oft von einzelnen Personen angesprochen, die einem angeblich günstige Karten oder Privatführungen anbieten, darauf sollte man nicht eingehen, sondern sich einfach anstellen und erst an den zwei Kassen IN der Ermitage bezahlen, die beiderseitigen Schlangen sehen lang aus, aber es werden etwa alle 20min. etwa 50 Leute eingelassen, so dass man etwa 1 Stunde wartet. Vor 11 Uhr geht´s schneller. Die Ermitage ist ein absolutes Muss, wohingegen der Eintritt in die Erlöserkirche nicht unbedingt sein muss, da reicht auch die Bewunderung dieses einzigartigen Bauwerks von außen.

Mit dem Tragflächenbot zum Peterhof

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Das Schönste, was man neben der Ermitage von St. Petersburg aus machen kann, ist eine Fahrt mit dem Tragflächenboot auf dem finnischen Meerbusen 35 min. bis zur Insel mit dem Schloss des Zaren, auch im Russischen "Peterhof" (h=g) genannt. Diese Boote heben sich ein bisschen aus dem Wasser und rasen dann über die glatte Wasseroberfläche, echt ein Erlebnis und auch nicht zu teuer und im Inneren zwar alt, aber ein sehr komfortables Reisen, auch nicht zu teuer. Hier gibt es mehrere Gesellschaften, die direkt hinter der Ermitage am Ufer nebeneinander ganz unterschiedliche Preise am Tag anbieten. Nach 15 Uhr wird es billiger, als Student und Rentner bekommt man auch wieder gute Nachlässe. Also, alles sehr gut vergleichen, ich habe mindestens drei unterschiedliche Firmen gezählt und nur eine gefunden, bei der man auch gleich die Rückfahrt lösen kann, die rote.

Kommt man auf der Insel Peterhof an, wird man nicht vom Anlegesteg runtergelassen, bevor man nicht den Eintritt für den Garten und das Schloss von außen bezahlt hat, was sich aber auf jeden Fall lohnt. Achtung, auf jeden Fall genug Bargeld mit nehmen, man kann nirgendwo mit Karte bezahlen! Das Museum und Schlossbesichtigung innen kostet extra und lohnt nicht unbedingt, weil sich die Massen dort durchdrücken, außen reicht völlig und ist ein Traum. Für die ganze Fahrt mit Außenbesichtigung unbedingt ca. 5-6 Stunden einplanen, es gibt auch einen Strand an der Insel, der aber leider sehr klein ist und das Wasser ist dreckig: schade, dass bei einer solch berühmten Insel so wenig für den Umweltschutz drum herum getan wird, wohingegen das Schloss und die Parkanlagen wirklich spitze in Schuss sind.-

Für die übrigen Fahrten auf dem Wasser, z.B. auf der Neva durch die Stadt gibt es unzählige verschiedene Gesellschaften, die alle völlig unterschiedliche große und kleine Trips anbieten und auch die Preise sind reine Verhandlungssache. Man sollte aber unbedingt eine Fahrt nehmen, die nicht nur durch die Stadt, sondern auch außenrum auf dem Meer an der Ermitage vorbeigeht. Auch hier gilt wie überall in Russland: Niemals für bare Münze nehmen, was geschrieben steht, sondern sich immer individuell vor Ort erkundigen und direkt vor der Fahrt alles genau aushandeln.

Peter und Paul-Kirche

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Das dritte, was man unbedingt gesehen haben muss, ist die gegenüber der Ermitage liegende Insel mit der Peter und Paul Festung und Kirche. Man braucht sich hier jedoch nicht wie die Herdentouristen mit der Fähre übersetzen lassen, sondern kann wunderbar zu Fuß über die Brücke einen Spaziergang machen, der sich wirklich lohnt, denn diese Insel ist wunderschön und man begegnet auf dem Weg dorthin einigen Kuriositäten: Darstellern, die Kanonen abfeuern, so dass jedes Mal die ganze Ermitage drüben erschüttert wird, tanzende gezähmte Bären, die an Kakao-Fläschchen nuckeln, ja wirklich unglaublich, Affen und Papageien, die den Touristen ohne Vorwarnung auf die Schulter gesetzt werden, um sie zum Bezahlen zu animieren. Wirklich interessant. Vor der Festung ist ein ganz schöner Sand-Strand, wo man liegen und relaxen kann.

Vor der Peter und Paul Kirche sind viele Bänke zum Bestaunen der goldenen Außenansicht. Aber auch die unglaublich goldüberladene prunkvolle Innenansicht der Kirche lohnt ausnahmsweise den Eintritt. Auch hier ist eine Führung völlig überflüssig, es drücken sich die Massen von geführten Gruppen herum und man sieht als Einzelbesucher viel mehr und ist weitaus flexibler.

Zum Schluss Wichtiges zur Sicherheit in St. Petersburg

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Es lohnt sich wirklich, so wie ich es mit noch einem Freund gemacht habe, St. Petersburg als Individualreisende und großenteils zu Fuß und mit der Metro und ohne Führungen zu erkunden.

Man sieht viel mehr und wird auch lange nicht so schlecht behandelt wie bei den Gruppenführungen, wo die alten Leute, wie wir es mitbekommen haben, ohne dass man ihnen wenigstens mal eine Ruhepause zum Hinsetzen gegönnt hätte, mit teilweise harten Worten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gehetzt werden. Da hat man es als Individualreisender weitaus schöner, wenn man ein paar Sicherheitsregeln beachtet, die wir leider erst dort auf die harte Tour lernen mussten:

Denn St. Petersburg hat ein großes öffentliches Sicherheitsproblem, da zwar die großen Plätze und Gebäude des Zentrums, da sie zum Weltkulturerbe zählen, wunderschön restauriert wurden, trotzdem aber die Menschen bis auf wenige Ausnahmen bettelarm sind. Daher sollte man besonders am Nevski-Prospekt und anderen touristischen Plätzen wirklich sehr genau auf seine Wertsachen achten, da man an jeder Ecke in Windeseile ausgeraubt oder sonst wie betrogen werden kann. Man sollte in St. Petersburg wie auch überall in Russland als Ausländer niemals alleine und auch nicht im Dunkeln unterwegs sein (die Metro schließt um null Uhr!). Ist man zu zweit oder mehreren, ist man sicher, wenn man auf ein paar Tricks nicht hereinfällt:

Ich habe oben geschrieben, dass man gut mit Bus und Metro fahren kann, aber nur, wenn man selbstbewusst nicht auf die Tricks der Diebe hereinfällt, was man aber nach ein paar Tagen sehr gut raus hat: Die größte Gefahr besteht, wenn man im Bus oder beim Einsteigen in die Metro plötzlich von 5 oder 6 dunkleren Moldawiern oder anderen in Russland lebenden Migranten etc. mit schwarzen Haaren und finsteren braungebrannten Gesichtern umringt wird und sie alle gemeinsam am Koffer und an den Taschen zerren und einen unbemerkt nach Wertgegenständen abtasten. Sie geben vor, aussteigen zu wollen, provozieren Streit, rempeln und umringen einen dabei, erzeugen ein Durcheinander, wollen einen von der Gruppe trennen und aus der Metro drängen und rauben einem dabei in Sekunden alles, was man besitzt. Also immer genauestens vor dem Einsteigen in den Bus oder die Metro schauen, wer dort drin sitzt und nach der Landung am Flughafen alle Wertsachen in den Koffer einschließen, denn wenn man mit den Koffern vom Flughafen kommt, dann ist die Gefahr am größten.

Das sollte einen aber nicht davon abhalten, trotzdem ruhig die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzten, da man diese Gruppen, wenn man Bescheid weiß, leicht vorher einschätzen lernt und umgehen kann und nach einiger Zeit keinerlei Probleme mehr hat, hingegen, wenn man sich ein Privatbüschen oder Taxi nimmt, unglaublich abgezockt werden kann.

Internet und Telefonieren, Einkaufen und dies und das

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WLAN bekommt man in den meisten Hotels kostenlos und in allen großen Fress-Ketten am Nevskyprospekt. Wenn man gut zu Fuß ist, lohnt es sich wirklich, diese große wunderschöne Nevskystraße einmal ganz durchzugehen. Hier gibt es unglaublich viele teure und auch sehr günstige Möglichkeiten, warm zu essen und Russland von seiner schönsten Seite zu entdecken. Empfehlenswert ist auch die Buchhandlung direkt neben dem einzigen hellblauen Haus, in dem die Metrostation "Nevskyprospekt" untergebracht ist und das riesen Einkaufszentrum an der Metrostation "Ploshchad Vosstanyia" mit sehr guten Essensmöglichkeiten und auch russischem Fastfood im 5. Stock.

Die abbruchreifen Häuser und Straßenbahnen in der Außenbezirken ringsherum wirken am Anfang bedrohlich, aber trotzdem ist es nicht gefährlich und es gibt Supermärkte und auch verschiedene Banken, aber die Geldautomaten sind fast immer leer, also besser am Nevskyprospekt Geld abholen. Die Waren in den Supermärkten sind sauber und frisch und man kann dort gut einkaufen.

Als Handyläden kann ich die weißroten MTC-Handyladen, dem russischen Vodafone, empfehlen. Die Mitarbeiter sind seriös und ehrlich und können manchmal sogar Englisch und man kann dort sehr günstig und unkompliziert für ein paar Rubel (ca. 3-4 Euro) eine russische Handykarte bekommen, allerdings nur nach Vorlage des Passes, was aber unkompliziert von den Mitarbeitern erledigt wird. Dann kann man sich aus Deutschland für ein paar Cent anrufen lassen, das ist die beste und billigste Möglichkeit des Telefonierens, wohingegen man nicht selbst aus Russland nach Deutschland wegen den horrenden Kosten anrufen sollte.

Hotels

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Ich könnte noch so viel über Russland und unseren "Abenteuerurlaub" dort erzählen. Was Hotels anbelangt, habe ich in der Hotel-Bewertungs-Rubrik bei Tripadvisor unter meinem Nicknamen IngoG75 ausführlich über unser Hotel Orbita berichtet. Man kann es bedingt empfehlen, unter anderem aufgrund der super tollen Lage direkt neben der Metrostation und der günstigsten Übernachtungsmöglichkeit, aber nur, wenn man die Standardzimmer bucht. Schön ist auch, dass sie einem bei diesem Hotel kostenlos beim Einwohnermeldeamt für die Dauer des Aufenthalts anmelden, was für Ausländer vorgeschrieben ist, andere Hotels verlange dafür auch nochmals Geld.

Insgesamt gesehen kann man sagen, dass in Russland nichts ohne eigene Initiative und eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und Hartnäckigkeit geht, wenn z.B. wiedermal das Zimmer nicht gereinigt wurde und man mit Nachdruck darauf besteht. In Russland wird leider höfliche Zurückhaltung und Freundlichkeit, wie wir es im kultivierten Europa gewohnt sind, nicht geschätzt. Man muss sich daher mehr als in Europa durchzusetzen wissen und ohne Russischkenntnisse ist es im gesamten St. Petersburg nur mit Händen und Füßen möglich, da besonders alle städtischen Mitarbeiter, Hoteliers, aber auch Automaten usw. konsequent kein Englisch sprechen.

Wer noch mehr Tipps und Hinweise bekommen möchte oder noch spezielle Fragen vor seinem Urlaub nach St. Petersburg hat, kann mich gerne hier ansprechen oder mir eine Nachricht schreiben. Es empfiehlt sich, die Reise nach Russland gut vorzubereiten, damit man nicht reinfällt, bestohlen oder abgezockt wird und den Urlaub wirklich genießen kann. Wir hatten riesen Glück, dass wir es geschafft haben, zwei Überfälle abzuwehren und alle unsere Wertsachen bei uns zu behalten, deswegen eine Reise unbedingt gut planen und sich informieren und alle Ansamlungen von mehreren Männern in der Gruppe in Metro und Bus unbedingt meiden.

Viele Grüße

Euer Ingo

6 Antworten zu diesem Thema
Baden-Württemberg
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für Frankreich, Mexiko
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1. AW: Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Ingo, deine tipps und hinweise sind sehr informativ für reisende, die das erste mal nach st. petersburg reisen möchten. vieles davon kann ich nur bestätigen.

aber wir haben auch einige nette junge russen kennengelernt, die englisch und teilweise sogar deutsch sprachen, und die uns dann z.b. behilflich war bei der bestellung in einem restaurant.

die von dir angebenen gebühren für visa stimmen so aber nicht unbedingt.

www.net.visum/visum-russland

www.visum.center.de/russland-visum

Köln, Deutschland
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2. AW: Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Dankeschön. Aber ihr wisst ja: Das, was die Reiseservices auf Ihren Seiten angeben und das, was nachher hinterher wirklich auf der Rechnung steht plus alle Zusatzkosten, ja DAS sind wie es in Russland übrelich ist, zwei Paar ganz verschiedene Schuhe.*lächelt. Aber wir haben zum Glück durch einen großen Automobilclub nur etwa ein Drittel davon bezahlt. ;-))

Berlin, Deutschland
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3. AW: Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Danke für deine Hinweise. Sehr hilfreich!

Zwei Monate auf die Visumbeschaffung warten und 250 EUR dafür bezahlen ist ja krass)))) Ich habe mein Visum genau mit den Fristen und Preisen, wie ich es bestellt habe, bei dieser Agentur bekommen. Die Preise stehen auf der Webseite und es gibt dort keine versteckten Kosten

abng.com/visum/…beantragen-komplett-service

Köln, Deutschland
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4. AW: Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Das freut mich. Denn eigentlich ist Russland so ein wunderbares Land. :-)

Albany, New York
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5. AW: Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Super Tips. Wir peilen Russland fuer naechstes Jahr an. Koenntest Du das mit den Extragebuehren fuers fotografieren bitte erlaeutern? Fotografie ist sehr wichtig fuer mich.

Danke Dir. Undine

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6. AW: Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg

Viele der Informationen sind zwar richtig, doch kann ich einiges so nicht bestätigen.

Zuerst jedoch die Beantwortung von Undine_in_NY Frage: Manche Sehenswürdigkeiten verlangen eine meist relativ geringe Gebühr um Fotos zu schiessen. Wenn Du sie nicht zahlst und trotzdem Fotos machst, interessiert das idR niemanden. Was natürlich nicht überall klappt ist, dass man 5 Minuten von allen Winkeln eine Aufnahme macht. Das sollte ohne entsprechendes "Foto-Ticket" halt alles etwas schneller gehen. Falls man doch mal angesprochen wird (nur einmal passiert) lächelt man einfach freundlich und geht in den nächsten Raum und macht weiter Fotos. Spätestens dort wird es wieder niemanden interessieren. Ich habe vor Ort keinen einzigen Russen mit so einem Ticket gesehen und selbst die Touristen verzichten zu 90% darauf.

Beantragung des Visums

In Frankfurt gibt es z.B. ein Visazentrum. Hier bekommt man für 60€/Person sein Visum. Dies ist 25€ teurer als wenn man es direkt über die Botschaft beantragt, doch die Wartezeit verkürzt sich praktisch auf Null. Nach ca. 2 Wochen konnten wir unser Visum abholen.

Vom Flughafen in die Stadt St. Petersburg

Unsere Anreise war zur späten Stunde und demnach wollte man mit schwerem Gepäck nicht mehr unbedingt Bus fahren. Die Situation auf dem Parkplatz vor dem Flughafen ist gerade Nachts sehr unüberschaubar. So gibt es zahlreiche offizielle wie inoffizielle Angebote in Sachen Taxis. Man sollte sich noch in Deutschland online informieren was momentan die Taxipreise bis in die Stadt sind. Kennt man diese kann man sich einige Meter vom Haupteingang entfernen und Taxifahrern das Angebot unterbreiten.

Wo man einsteigt oder auch nicht sollte man sich natürlich mit gesundem Menschenverstand überlegen. Wir hatte einen sehr hilfreichen Taxifahrer - wenngleich er eher furchteinflößend aussah. Der Preis der vorher ausgehandelt wurde war dann auch der den wir zahlten.

 

Mit dem Tragflächenbot zum Peterhof

Wer einiges an Geld sparen möchte kann auch mit dem Zug nach Peterhof fahren. Die Fahrt alleine ist schon ein lohnenswertes Abenteuer. Man fährt mit einem völlig in die Jahre gekommenen Zug in welchem man am laufenden Band Verkaufspräsentationen erfährt bzw. musikalische Einlagen erleben darf. Der Handel in Zügen scheint in Russland völlig normal zu sein, denn von den nur aus Russen bestehenden Fahrgästen, kauften der ein oder andere tatsächlich gelegentlich einige Kleinigkeiten. Da die Durchsagen nur auf russisch sind, sollte man darauf acht geben, dass man richtig aussteigt. Peterhof ist leicht zu verstehen, es gibt jedoch zwei Haltestellen und die zweitere ist die richtige. Vom Bahnhof kann man entweder laufen, oder man nimmt den Bus. Auch dies ist zu empfehlen, denn in einem solchem zusammengeschweißtem etwas fährt man auch nicht in allzu vielen Ländern.

Insgesamt kann ich jedem eine Reise nach St. Petersburg oder Moskau nur empfehlen. Diese Städte kann man auch gut miteinander kombinieren. Wenn man jedoch keine Erfahrung mit Reisen hat, oder man sich als Frau unsicher fühlt, dann ist eine organisierte Reise vll. die bessere Wahl.

Der ÖPNV funktioniert erstaunlich gut, insbesondere die Metro. In St. Petersburg sind die Haltestellen auch in lateinischer Schrift geschrieben. In Moskau hingegen nur auf Kyrillisch. Hier empfiehlt sich die kyrillische Schrift sich entweder etwas einzuprägen (was generell nützlich ist), oder man zählt die Haltestellen, was auch kein Problem ist. Mein subjektives Sicherheitsempfinden spiegelt sich nicht mit dem von IngoG75 wieder. Ich fühlte mich durchweg relativ sicher, doch ist völlig klar, dass man wie in den meisten Ländern dieser Welt mit Verstand handeln muss und grundlegende Sicherheitsregeln zu befolgen sind.

Die Englischkentnisse der Russen sind bei nahezu Null. Doch da die allermeisten überaus freundlich sind, schafft man es eigentlich immer mit Händen und Füßen immer eine Antwort zu bekommen.

In meinen Bewertungen findet man u.a. auch unser Hotel in St. Petersburg. Dieses kann durchaus empfohlen werden.

Antwort auf: Tipps und Hinweise für Reisende nach St. Petersburg
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