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Wer braucht Tourismus in Belarus?

Minsk
Beiträge: 1
Wer braucht Tourismus in Belarus?

Guten Tag.

       ich bin hier ganz neu, erst heute angemeldet. Aber es geht nicht darum, sondern um den Tourismus in Belarus. Bei uns schreibt man soooooo viel darüber, dass immer mehr Touristen in unser Land kommen. Das stimmt schon, immer mehr, aber nicht unbedingt viel. Warum? Diese Frage möchte ich nicht an die potenziellen Touristen stellen. Ich frage mich, was in in solch einem Land gerne sehen wuerde. Ich wuerde gerne die Lebensweise von Belarussen erleben, mitmachen, an einem traditonellen Fest teilnehmen usw.

       Ich glaube, haetten die Touristen aus Deutschland solche Möglichkeit, sie wären häufiger hier.. oder stimmt das nicht?

       Wenn jemand Lust hat, mal so nach Belarus zu kommen und nicht in Minsk bleiben, sondern auf das Lande gehen, so stehe ich Ihnen gerne zur VErfügung. Ich selber bin in einer kleinen Stadt aufgewachsen, habe eine richtige Grossmutter im Dorf, mit dem Ofen, mit dem Wald in der Nähe und mit allem anderen, wie es sein soll... Wenn Ihr welche Gedanken habt, dann freue ich mich schon auf unsere Diskussion.

       meine email Lenchan@yandex.ru

       

2 Antworten zu diesem Thema
München, Deutschland
Beiträge: 2
1. AW: Wer braucht Tourismus in Belarus?

Hallo Weißrussland,

Ich selber war schon 3 mal in Weißrussland.

Ein Freund hat mich nach Weißrussland eingeladen. War für mich ein Erlebnis!

Weißrussland an sich ist eher langweilig da es sehr wenig Abwechslung in der Landschaft gibt.

Die endlose Weite des flachen Landes ist für große Einblicke ins Land nicht sehr reizvoll.

Kulturelle Bauten (Häuser/Schlösser/Denkmahl) sind eher seltener und noch nicht für den Touristen hergerichtet.

Naja dafür haben wir "Deutsche" auch gesorgt (2. Weltkrieg).

Trotz alledem ist man als "Deutscher" Tourist eine Besonderheit. Das Land schottet sich ja ein bisschen gegenüber dem "Westen" ab.

Ein Visum kostet immerhin über 50-65€ und das ist dann auch nur das einfache Visum (1 Einreise und 1 Ausreise!), also sind mal kurze Trip´s in die Ukraine, Baltikum oder nach Russland nicht möglich oder die Visum-Kosten verdoppeln sich gleich.

Die Einreise ins Land ist schon ein richtiges Erlebnis. Ich bin schon mit dem Zug, Bus und dem Auto gefahren. Im Zug ist es am bequemsten aber auch relativ teuer, dafür wird der internationale Fahrplan eingehalten.

Der Bus stellt für 1 Person wohl die billigste Variante dar. Aber über 24 Std. sind auch für junge Knochen recht anstrengend. Linienbusse müssen sich auch nicht an der Grenze anstellen sondern dürfen gleich bis zur eigentlich Grenze vorfahren.

Aber mit dem Auto wird einem erst bewusst das man in einen echten bürokratischen Staat einreist. Das Auto muss überprüft werden ob es gestohlen ist (am besten man fährt mit seinem eigenem PKW, da man sonst eine notarielle Bestätigung des eigentlichen Besitzers braucht), man selber muss noch eine Krankenversicherung an der Grenze abschließen (Kosten aber gering), die aber im Notfall kaum genutzt wird ($/€ sind wohl die bessere Variante). Eine "Ökosteuer" ist auch noch zu entrichten, die eigene Person und der Inhalt deines Auto´s werden überprüft... man selbst muss sich darum kümmern und den einzelnen Beamten aufsuchen. Aber wenn man nicht´s zu verbergen hat ist das Ganze nach einer Warterei von mehreren Stunden an der Grenze recht WELTBILD-erweiternd ;) . Für mich war es schon ein echtes Vergnügen (wie zu kommunistischen Zeiten) hehe. Man fühlt sich gleich in der Zeit zurück versetzt.

So das war die Einreise --> Danach darf man nicht vergessen das man sich als Ausländer bei der zuständigen Behörde anmelden muss. Dazu Bedarf es einer Hotelbestätigung oder der Einladende/Freund muss nachweisen können ob er mich qm-Technisch auch in seiner Wohnung aufnehmen kann. … das hat man das aber mit guter Vorbereitung an einem Vormittag erledigt. Schreibbüro/Gebühren bei einer Bank einzahlen/Fotos nicht vergessen/Versicherung.....

WILLKOMMEN in BELARUS!

Da ich schon 3 mal das Land besucht habe scheint es doch noch etwas zu geben das mich dazu gebracht hat das Ganze auf mich zunehmen.

Es sind die Leute! Sie sind „noch“ offenherzig und sehr interessiert, speziell an westlichen Ausländer. So eine Gastfreundlichkeit kenne ich von Deutschen nicht. Überall wurde ich herzlich eingeladen und bewirtet. Man darf nicht vergessen das die Einkommen um die 100-200 Dollar liegen. Das bedeutet natürlich das man mit seinen „wenigen“ Euro´s doch über eine gute Kaufkraft verfügt. Obwohl die Preise in den Geschäften für einheimische Verhältnisse recht hoch sind. Man kann sich auf den Basars (Märkten) recht günstig versorgen. Als Deutscher ist es schon recht aufregend sich mit den Marktfrauen zu verständigen. Gott sei Dank stehen überall die Preise dran. Die Qualität ist auch sehr gut.

Lokale und Restaurant´s sind relativ billig und das Essen war immer sehr gut. Einen Dolmetscher sollte man immer dabei haben, man ist dann doch etwas entspannter. Es gibt auch sehr viel Weißrussen die in Deutschland waren (Soziales Jahr/Kindermädchen). Ausgehen macht noch so richtig Spaß! Feiern und trinken, und vor allem das Vodka trinken gehören einfach dazu wobei ich den Leuten auch klarmachen konnte/musste, das ich nach 1 mal betrunken sein meine Erholungspause von 2-3 Tagen brauche! ;)

Und man(n) muss die Frauen gesehen haben...sooo hübsch und freundlich.

Die Städte haben ihren Reiz aber auf dem Land muss man wirklich gewesen sein. Ich fühlte mich gleich in eine andere Zeit versetzt. Plumpsklo * grins * Wasser aus dem Brunner und Holzbefeuerung... Kleinbauernhöfe findet man in Deutschland wohl nicht mehr. Und wieder die Gastfreundlichkeit!!!

Und eine traditionelle Banja (Sauna) mit gutem alten Holzofen ist ein MUSS. Schwitzen, trinken, essen und dazu singen und sich am Leben erfreuen.......

Auch fischen und zelten an den zahllosen Flüssen und Seen mit anschließenden Schaschlik (Grillspießen) und natürlich Vodka und Bier haben sich bei mir so richtig eingeprägt! MANN... habe gleich wieder Lust gekriegt!

Auf seine eigene Sicherheit ist man natürlich bedacht. Die ärztliche Versorgung ist recht gut und eine Zahnkrone habe ich mir auch schon machen lassen (Dauer ca. 10 Tage und 150€ Kosten). Mein Zahnarzt war sehr kritisch ist aber von der Arbeit die gemacht worden ist begeistert! In Deutschland kostet mich das gleich mehrere hunderte Euro wenn nicht sogar über tausend gekostet. Das Gute an einem geschlossenen System ist die relative Sicherheit. Wenn man das politische System außer Acht setzt muss man schon sagen das den Kriminellen (russische Mafia und so … man hört so einiges... hehe) sehr energisch entgegen tritt.

Es gibt halt nur eine Macht in Belarus und das ist der Präsident!

Habe bestimmt den Großteil meiner guten Erinnerungen nicht aufgeschrieben aber mir geht die Zeit aus.

Wollte mal auch etwas informatives über Weißrussland schreiben und meine Erfahrungen der Welt zur Verfügung stellen...gibt ja so wenig über das Land zu lesen. Ist halt kein Touristenstaat.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas

Mülheim an der ...
Beiträge: 1
2. AW: Wer braucht Tourismus in Belarus?

Hallo Andreas, fand durch Zufall Ihren Bericht über Belarus.

Wir, mein Mann und ich, sind ebenfalls vom Virus befallen. Wir haben durch dir Tschernobyl Initiative seit Jahren Kontakt zur einer Familie in einem Dorf südlich von Belarus. Seit 1999 waren wir bereits 7 mal dort und planen in diesem Jahr wieder einen Besuch. Auch wir sind von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft immer wieder berührt und beschämt. Die Leute haben nicht viel und durch die grassierende Inflation wird es schlimmer und nicht besser. Durch unsere Besuche zeigen wir, das sie nicht vergessen werden und können auch helfen.

Besuchen auch Sie weiter dieses Land und zeigen Ihre Verbundenheit mit den Menschen

Gruß Elfriede

Antwort auf: Wer braucht Tourismus in Belarus?
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