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Reisebericht Juli 2009

Magdebug/Germany
Beiträge: 77
Bewertungen: 45
Reisebericht Juli 2009

Wir begannen unsere Reise am Sonntag, den 28.06. um 7.30 Uhr mit der Zugfahrt von Magdeburg nach Frankfurt. Von Frankfurt flogen wir nach Los Angeles, wo wir nach 9 Stunden Flug um 17.20 Uhr Ortszeit landeten. Ein Teil der 6 Stunden Aufenthalt verging mit der Erfüllung der umfangreichen Formalitäten. Auch ein nur 6-stündiger Aufenthalt ist eine Einreise in die USA. Also wurden Zollerklärungen und Einreisepapiere ausgefüllt (den ESTA-Antrag hatte ich schon zu Hause gestellt), das Gepäck musste abgeholt und wieder aufgegeben werden, Fingerabdrücke wurden erfasst, Foto gemacht und eine Stunde später riss die Fluggesellschaft, bei der man für den Weiterflug eincheckt, den grünen Zettel wieder aus dem Pass - Ausreise. Alles ging zügig und problemlos. Beim Einchecken zum Flug nach Rarotonga kontrollierte Air Neuseeland, ob ein Ticket zum Verlassen der Cook-Inseln vorhanden ist. Morgens um 6.00 Uhr (Ortszeit) landeten wir in Rarotonga. In der Ankunftshalle griff der Ukulelespieler in die Seiten und wir fühlten uns angekommen im Südpazifik. Aber eigentlich stimmt das nur zum Teil, denn unser erstes Ziel war Atiu. Das bedeutete Weiterflug um 11.00 Uhr. Was tun? Der Flughafen von Rarotonga ist sehr klein und wird derzeit umgebaut. Also gaben wir unser Gepäck auf und marschierte die ca. 2-3 km nach Avarua, der Hauptstat der Cook-Inseln. Die Zeit reichte für einen ersten Überblick und den ersten Geldtausch. Am Flughafen war das nur am Automaten möglich. Der Umtauschkurs wäre allerdings in Deutschland günstiger gewesen.

              Nach weiteren 50 Minuten Flug mit einer Maschine, in die max. 12 Passagiere passten, erreichten wir Atiu und wurden mit Blumenkette von Roger von unserer Unterkunft Atiu Villas empfangen. Der Weg zur Unterkunft wurde gleich zu einer kleinen Inselrundfahrt genutzt Todmüde bemühten wir uns seinen Ausführungen über die Insel zu folgen. Unsere Unterkunft einer von sieben Bungalows, die sich in einem schönen Garten um einen Pool gruppierten. In einer kurzen Einweisung eröffnete uns Roger, dass unsere Tour in die Anatakitaki Höhle am nächsten Morgen 8.30 Uhr starten sollte. Da wir unser Frühstück noch organisieren mussten – sehr früh. Eigentlich war alles vorhanden, nur Brot oder Brötchen fehlten, was eine morgendliche Fahrradtour in den Ort verlangte. Also 7.00 Uhr aufstehen und ab in den Ort, der per Fahrrad weiter weg war, als angenommen. Die Straße war sehr belebt – auf den Cook Inseln steht man früh auf und die Menschen sind sehr, sehr freundlich, also immer schön grüßen. Der Bäcker hat von 5.00 – 7.00 Uhr geöffnet, war also schon wieder geschlossen, aber schräg gegenüber im Ortsladen bekam ich meine Brötchen. Also zurück, frühstücken und schon stand unser Führer vor dem Bungalow, um letzte Hinweise zur Ausrüstung zu geben. Nach einer kurzen Fahrt bekam jeder einen Stock und los ging es durch den Regenwald – Vorsicht viele rutschige Steine. Dann erreichten wir die Höhle mit ihren Stalaktiten und Stalagmiten. Es sind schöne Formationen zu bewundern, wo Licht einfällt, findet man Vegetation. Aber das Wichtigste – die Höhle ist Wohnort des Kopeka, eines kleinen Vogels, der sich im völligen Dunkel der Höhle nach dem Schall orientiert (ähnlich wie Fledermäuse). Draußen sieht er ganz normal und gibt deshalb auch nur im Dunkeln Töne von sich. Wenn man über eine Leiter in den unteren Teil der Höhle klettert, kann man ein erfrischendes Bad nehmen. Das Wasser ist kristallklar, aber nicht sehr tief, also aufpassen. Schwimmschuh sind wegen der Steine empfehlenswert.

              Am Nachmittag machten wir mit dem Scooter noch eine Inselrundfahrt. Da Flut war, schien uns der Strand mit der starken Brandung nicht sehr geeignet zum Baden. Wir nutzten das leerstehende geschützte Hafenbecken als Meerespool. Den Scooter kann man unbesorgt stehen lassen, auch unser Bungalow hatte kein Schloss – Diebstähle sind nicht zu befürchten. Zum Abendessen trafen sich alle Gäste im angegliederten Restaurant „Kuras Kitchen“, das von Rogers Frau betrieben wird.

              Am nächsten Morgen wurden wir zur Kaffeetour abgeholt. Es gibt zwei Kaffeeproduzenten auf Atiu, einen Deutschen und eine einheimische Frau. Wir besuchten die einheimische Produzentin. Der Kaffee ist 100% Arabica und wird in viel Handarbeit mit einfachsten Geräten hergestellt. Die Tour endete mit einem kleinen Frühstück. Dann musste wir unser Sache packen, der Flug nach Aitutaki, unserer nächsten Station, stand bevor. Roger empfahl uns noch rechts im Flugzeug Platz zu nehmen, um die beiden Inseln, die auf dem 50-minütigen Flug überflogen wurden, aus der Luft bewundern zu können und los ging es. Für Aitutaki hatten wir 3 Nächte im Etu Moana gebucht, tolle Anlage (8 Bungalows) und sehr nettes Personal – einfach perfekt. Von zu Hause aus, hatte ich eine Lagunenfahrt mit Käpt’n Puna und seinem „Yellow Boat“ bestellt. Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und trafen gleich zwei Pärchen aus dem Atiu Villas wieder. Schildkröten sahen wir leider nicht, dafür schwammen Delfine ganz dicht am Boot vorbei. Es wurde ein schöner Platz zum Schnorcheln gesucht und wir konnten die vielen bunten Fische in den Korallenriffs aus nächster Nähe bewundern. Etwas Weißbrot brachte sie ganz in die Nähe des Schiffes. Man fühlte sich, als wenn man in einem Aquarium schwamm. Schnorchelzubehör, Handtücher und Zitronenlimonade waren an Bord und wir wurden von Kapitän Punas Frau bestens betreut. Mehrere Motus wurden angesteuert, Strandspaziergänge und Schwimmen waren möglich. Um die Mittagszeit erreichten wir One Foot Island, ließen uns den originellen Stempel in den Pass machen und gingen schwimmen. Am Strand bewunderten wir Einsiedlerkrebse, die ihr „Häuschen“ spazieren trugen. Dann hatten Puna und seine Frau das Mittagessen fertig. Lecker gegrillter Fisch, Brotfruchtsalat und viele Früchte waren nur eine kleine Auswahl des sehr umfangreichen Speisenangebotes. Brotfruchtsalat schmeckt ähnlich unserem Kartoffelsalat. Nach einer kurzen Wanderung über Sandbänke und Motus sammelte uns Puna ein und brachte uns zurück. Am Abend besuchten wir die Island Nacht im Tamanu Beach Resort. Das Programm war beeindruckend, besonders die Feuertänzer, das Buffet eher nicht. Am nächsten Tag machten wir eine Inselrundfahrt mit dem Scooter. Scooter konnte man im Hotel problemlos mieten. Wir fuhren durch die verschiedenen Dörfer der Insel und auf den höchsten Berg (124 m hoch), von wo man einen schönen Blick auf die Lagune hat. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand des Etu Moanas. Für den Abend hatten wir Plätze im Café Tupuna reservieren lassen ( unbedingt erforderlich). Das Café Tupuna und das Boat Shed sind sehr empfehlenswert. Übrigens nicht nur für den Abend sondern auch am Tag sollte man auf Aitutaki einen guten Mückenschutz (z.B. Nobyte) verwenden. Am nächsten Tag flogen wir zu unserer letzten Station auf den Cook- Inseln, der Hauptinsel Rarotonga.

              Hier wurden wir nicht abgeholt, da unser Hotel, das Crown Beach Resort, auf meine E-Mail-Bitte einen Transfer zu organisieren nicht reagiert hatte. Also fuhren wir die ca. 5 km vom Flughafen für umgerechnet 15 Euro per Taxi. Um 11 Uhr im Hotel angekommen, wurden wir von einer mürrischen Angestellten darauf hingewiesen, dass die Eincheckzeit 12.00 Uhr sei. Wir durften unser Gepäck an der Rezeption deponieren und eine Stunde am Strand warten. Um 12.00 Uhr bekamen wir unseren Schlüssel für den Bungalow, ein Gepäckstück trug der Boy, das andere durften wir nehmen – 4-Sterne-Service. Nach dem Etu Moana empfanden wir den Service hier als deutlich verbesserungswürdig. Auch das Crown Beach ist eine sehr schöne Anlage, aber ein Teil des Personals ist wenig freundlich, was bei den sonst so freundlichen Bewohnern der Cook-Inseln doppelt auffällt. Wir wollten auch hier einen Scooter mieten. Ob der Preis in dem Prospekt, das wir auf dem Zimmer fanden, richtig sei, wusste die Rezeptionistin nicht, immerhin rief sie nach einigem Hin und Her die Vermietung, mit der das Hotel zusammenarbeitete an, um unser Kommen anzukündigen. Als wir 10 Minuten später dort eintrafen, war geschlossen. Wir fanden eine andere Vermietstation, die aber einen Führerschein verlangte. Da es Samstagnachmittag war, versprachen wir ihn Montagfrüh zu besorgen und hatten unseren Scooter. Also beschlossen wir nach Muri Beach zu fahren. Unterwegs probierten wir den hausgemachten Kuchen im Maire Nui Garden Café – sehr gut. Auf dem Rückweg besuchten wir noch den Wigmore Wasserfall. Da gerade eine Jugendgruppe gebadet hatte, war das Wasser sehr aufgewühlt und wir verzichteten auf ein Bad.

              Am nächsten Morgen besuchten wir einen Gottesdienst, beeindruckend die Lebendigkeit mit der der Gottesdienst unter Beteiligung vieler Gemeindemitglieder abläuft, aber auch die technische Ausrüstung. Über zwei Beamer werden alle Texte visualisiert. Die Leute sind sehr freundlich und Touristen gegenüber aufgeschlossen. Man wird zu Tee und Gespräch nach dem Gottesdienst eingeladen. Den Rest des Tages nutzten wir für Strandaktivitäten. Auch hier kamen unsere Badeschuh wieder zum Einsatz. Abends fuhren wir nach Avarua zum „Traders Jack“ Fisch essen. Als wir nach unserer Rückkehr noch einen Cocktail im Crown Beach nehmen wollten, fühlte sich die Dame an der Bar belästigt und so fiel auch der Cocktail aus, zusammengekippt ohne jegliche Dekoration. Am Montagfrüh ging es zur Polizei nach Avarua. Den Führerschein gab es für umgerechnet 12 Euro problemlos, da wir den deutschen Führerschein vorlegen konnten. Nun kann mein Mann bis 2011 auf den Cook- Inseln Motorrad und Auto fahren. Nach einem ausgiebigen Shoppingbummel und dem Bewundern zahlreicher Perlen, war nochmals ein Strandaufenthalt angesagt. Am nächsten Tag ging unser Flug nach Tahiti. Und zum versöhnlichen Abschied endlich ein freundlicher Angestellter des Hotels, der uns bereitwillig zum Flughafen fuhr. Da der Flughafen ausgebaut wird, wurde die Ausreisesteuer auf 55 NZ$ p.P. angehoben.

              Fazit: Jede der drei Inseln ist anders, aber jede auf ihre Art seeehr schön !!!

       

1 Antwort
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1. AW: Reisebericht Juli 2009

Vielen dank für deine ausführliche berichterstattung!

Super. Mann fühlte mitten drin.

Antwort auf: Reisebericht Juli 2009
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