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50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Kassel, Deutschland
Beiträge: 17
Bewertungen: 55
50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Indien & Sri Lanka in 50 Tagen / 2011

50 Tage Abenteuerurlaub, individuell, selbstbestimmt und spannend …

Vom 5. Januar bis zum 20. Februar 2011

Reise 2011:

Indien: Der Westen, der Süden und der Osten Indiens

Sri Lanka: Küsten und Bergland

Unser sicherlich interessanter Reisebericht

über eine fast 30.000 Kilometer lange Reise

und über 1.000 Fotos

Unser vorhergehender Reisebericht, aus 2008, über Nordindien und Nepal ist hier zu lesen:

http://www.wohnmobilforum.de/w-t34172.html

In diesem Bericht …

Planung …

Geführte Tour oder als Edel-Backpacker auf sich allein gestellt?

Individualreise: Mit 20 ein „Muss“ mit 60 ein „Warum denn nicht?“

Alles eine Frage der Kosten! Geht’s denn auch billiger?

Überwintern in Indien - billiger als zuhause bleiben?

Und wie geht das denn mit dem Geld unterwegs?

Spontan vom Plan abweichen, oder warum es manchmal nicht anders geht …

Viel zu viel Klamotten, oder ein Drittel an Kleidung hätte es auch getan …

„Lonely Planet“, der gedruckte und unentbehrliche Reiseführer

Kulturschock …

Indien und Sri Lanka, nichts für zarte Seelchen?

Von Neppern, Schleppern & Touristenfängern …

Wie war das doch gleich mit der Hygiene?

Und immer schön freundlich bleiben …

Die so ganz andere Kultur …

Abenteuer Sri Lanka …

32 Jahre Krieg und schlimmste Unwetter auf Sri Lanka …

Die Tamil Tigers und das Reisen im Norden des Dschungels von Sri Lanka

Buddha und am Berg der Erleuchtung …

Gestrandet auf Sri Lanka: Ein junges Paar mitten in einem Alptraum …

Urwald: Malaria, Dengue Fieber, oder wie komme ich hier gesund wieder raus?

Sri Lanka, wirklich eine Reise wert … ?! Ein Resumè über den Besuch der Insel.

Abenteuer Indien …

Goa: Die einstige Hippiemetropole und wie alte Zeiten wieder aufleben …

Probleme mit dem Indienvisa: Quasi illegal einreisen um wieder raus zu kommen …

Unfreiwillig Prediger auf einer indischen Beerdigung werden …

Burning Ghats …, und was so alles im Hoogly herumschwimmt …

Der Ganges die Mutter aller Flüsse aber so tot?

Bombay: Der Berg der Verstorbenen und die Raben …

Kalkutta: 30.000 Menschen pro Quadratkilometer und das tägliche Chaos.

Für Nichts! 1.000 Kilometer an einem Tag, oder wie man Planungsfehler vermeidet ...

Lebensmüde?! Nachts, 700 Kilometer mit dem Bus nach Bangalore …

Flüge: IndiGo, Kingfisher oder Spice-Jet, oder wer ist der beste Billigflieger?

Gewürzte Speisen: Das hält doch kein Magen wirklich aus …

Lebensräume: Bahndämme und die Ärmsten der Armen …

Mutter Theresa: Missionshaus und ihr Grab in Kalkutta ...

Hindu-Religion: 330.000 Götter, wer kommt denn da noch klar?

Kalkutta (Kolkata) und über den Dächern einer 15 Millionen-Metropole.

„Kalkutta liegt am Ganges …“, Hallo, in welchem Film war Vico Torriano denn?

Erlebnisse mit skrupellosen und korrupten Beamten …

Vorwort

Viele Fotos zu diesem Reisebericht zeigen auch das reale Gesicht Indiens und Sri Lankas.

Die schönen und bunten Tempel, die großartigen Paläste und die grandiose Natur ist nur ein kleiner Teil dessen, was ein Individualreisender zu sehen bekommt.

Bestimmt der kleinste Teil!

Niemand, der so wie wir in diesen Ländern unterwegs war kann sich den Elendsvierteln, der Armut, des Drecks, der Leidenden entziehen.

So verzichten wir auch darauf „nur“ wunderschöne Palmenstrände und vielfarbige Götterstatuen zu zeigen, sondern versuchen einen ausgewogenen Bildbericht zu liefern.

Viele Fotos sind äußerst schlimm.

Wir haben uns dennoch entschieden, auch diese Fotos zu zeigen.

Würden wir sie nicht zeigen, würden wir verstecken was nicht in Ordnung ist, oder was sich ändern muss, um den Armen, Kranken und auch den Toten mehr Würde zu verleihen.

Für gewisse Einzelaufnahmen (… von nicht öffentlichen Plätzen und Orten!) von Lebenden und Toten haben wir uns bei den Menschen, bzw. Angehörigen die Genehmigung zur Veröffentlichung eingeholt.

WER DEN KOMPLETTEN REISEBERICHT MIT FOTOS LESEN MÖCHTE, DER KANN DIE REISE HIER NACHLESEN: http://www.wohnmobilforum.de/w-t57980.html

DIE FOTOS WERDEN ABER NUR ANGEZEIGT, WENN MAN SICH DORT UNTER EINEM NICK-NAMEN ANMELDET.

ES SIND DORT CA. 300 FOTOS HINTERLEGT!

Wer selber mit dem Gedanken einer solchen Reise spielt, der sollte auch unsere Erfahrungen und täglichen Begegnungen per Wort und Bild miterleben.

Zarte Seelchen, sollte diesen Bericht eigentlich gar nicht erst lesen und sich vor allem nicht an einigen Fotos stören.

Allgemeine Informationen

Wir verzichten darauf allgemeine Informationen zu den Zielen zu geben, da wir diese auch nur aus besseren Informationsbereichen abschreiben würden.

Wer über die Städte, Geschichte, Politik und Statistik etwas erfahren möchte, kann die Infos gerne aus Wikipedia beziehen.

Wir beschränken uns ausschließlich auf unsere Erlebnisse und bitten um Verständnis dafür.

Hier einige Links zu entsprechender, weiterführender Themensuche:

Visaservice Indien:

http://www.indischebotschaft.de/

Incredible India:

india.gov.in/outerwin.php…

Infoseite zu Indien:

http://de.wikipedia.org/wiki/Indien

http://www.indien-aktuell.de/

Unsere Meinung: Der beste Blog zu Individualreisen nach Asien:

asienforever.de/blog/category/reisen/indien/

Auf dem Landweg nach Indien und andere Live-Berichte:

umdiewelt.de/Asien/…Reiseziel-in.html

Reiseberichte über Indien:

reiseberichte-aus-aller-welt.de/reise/…

Über uns und die Reise

Wir, das sind Jeff und Gitte. Wir sind kurz vor 60 und immer noch verwegene Abenteurer.

Nach fast unendlich vielen Reisen haben wir uns entschlossen, wieder zu Individualreisen, wie in unseren jüngeren Lebenstagen, zurückzukehren.

Unser erstes Fazit aus dieser Reise ist, dass jeder, der gerne Indien und die schönen und besonders kulturellen Seiten des Landes kennen lernen möchte, besser Nordindien, die klassischen Routen bereist. (Siehe Link zu Nordindien in der Überschrift zu diesem Bericht)

Wer das Land wirklich erleben möchte, wer bereit ist viel Staub zu schlucken, einen Teil seines Gehörs zu schädigen, wer bereit ist täglich neu entscheiden zu müssen, den Kampf mit der Straße aufzunehmen sich nicht ziert, dem sei diese Reise empfohlen.

Woran denken wir jetzt, in diesem Augenblick, 24 Stunden nach unserer Rückkehr?

Das Reisefieber hat uns wieder vollends gepackt!

Wir denken an die nächsten Ziele!

Wir denken an diesmal 100 Tage!

Wir denken an das Gebiet des großen Himalajas hoch im Norden Indiens, an Nepal, Bhutan, Bangladesh, Myanmar bis Vietnam, als eine große Länder- und Streckenreise.

Die Planung und die Kosten

Sechs Monate bevor wir uns aus den Schneewehen der nicht geräumten Straßen und Wege der Halbinsel Scheid, im Edersee, befreien konnten und endlich abhoben um nach viel zu langer Zeit die seit Monaten vermissten Sonnenstrahlen über den Wolken als wohltuende Wärme zu empfinden zu können, begann unsere Reiseplanung.

Individualreise, oder geführte Tour, das ist hier die Frage.

Und die Kosten erst recht!

Unser deutsches, örtliches Reisebüro wollte für die knapp 50 Tage, als geführte Tour, mit 3-4 Sterne Hotels, ohne Verpflegung und Getränke rund € 12.000, für zwei Personen.

Zwei indische Veranstalter lagen bei rund € 8.000 und bis zu € 15.000, ohne die internationalen Hin- und Rückflüge.

Wir rechnen einmal selbst die Reise als Individualreise (2Personen!) grob durch:

Hin- und Rückflug als Gabelflug Indien: 2 Flüge x € 800 = € 1.600

50 Übernachtungen in 2-3 Sterne-Hotels: 50 Nächte X € 35 = € 1.750

4 Inlandsflüge Indien und Sri Lanka: 4 Flüge X € 150 = € 600

4 Touren mit Taxis und Fahrer, ca. 20 Tage 4 Touren X € 300 = € 1.200

50 Tage Verpflegung, inkl. Getränke 50 Verpflegung X € 20 € 1.000

Sonstige Kosten und Unvorhergesehenes Pauschal € 500

2 Visa a. € 75,00 € 150

Gesamtkosten Planung € 6.800

Immerhin sparen wir mindestens € 5.000!

Damit ist die Entscheidung gefallen, wir werden eine Individualreise unternehmen.

Anmerkung: Der Hin- und Rückflug wurde bei der Lufthansa gebucht.

Wir hätten hier ebenfalls gut und gerne nochmals rund € 300 sparen können, wären wir auf eine andere Airline ausgewichen.

Haben wir aber nicht, weil wir im Miles & More Programm sind und für diesen Hin- und Rückflug beide auf unseren Vielflieger-Karten jeweils 7.000 Meilen gutgeschrieben bekommen.

Für die Bezahlung der Tickets mit der Miles & More Mastercard bekommen wir nochmals 1.600 Meilen gutgeschrieben und sind automatisch für krankheitsbedingte Notflüge zurück nach Deutschland versichert.

Ebenso sparen wir uns eine Reiserücktrittsversicherung, denn, wer mit dieser Karte bezahlt, ist automatisch gegen den Schaden eines Reiserücktritts versichert.

Jede Rechnung die wir über die Masterkarte „Miles & More“ bezahlen, bucht automatisch pro € 1,00 = eine Meile auf unserem Prämienprogramm gut.

Durch das Ansparen von Meilen haben wir jetzt schon einen Freiflug nach z.B. Indien. Wer sich für das System Miles & More interessiert, der kann die Seite www.Lufthansa.de besuchen und alles genauestens nachlesen, bzw. die Anträge für die Karte stellen.

Tatsächliche Kosten

01. Parkhaus „Airparks“ in Frankfurt € 164

02. Hin- und Rückflug Lufthansa € 1.600

03. Hotelkosten insgesamt € 1.400

04. 4 Flüge Inland und Sri Lanka € 750

05. Taxis von und zum jeweiligen Airport und Touren € 850

06. Bustour 700 km € 40

07. Eintrittsgelder € 100

08. Spenden, Almosen, Trinkgelder € 100

09. Essen & Getränke € 750

10. Schlepper € 20

11. Sonstige Kosten € 200

12. Benzinkosten zum Airport und zurück € 50

13. Visakosten € 150

Gesamtkosten € 6.174

Anmerkung zu den Einzelpositionen

Zu 03. Hotels: Jeweils in der Kategorie 2-4 Sterne. Wir hätten hier auch gut und gerne € 700 sparen können, hätten wir uns nicht auch wirklich einige gediegene Strandhotels geleistet.

Zu 05. Hier hätten wir uns eine Tour wirklich sparen können. Es waren rund 1.000 Kilometer für € 150.

Zu 09. Essen & Getränke: Da wir gerne gut essen und trinken, sind die Kosten schon im oberen Bereich anzusiedeln. Interessant die Tatsache, das die Kosten für die Essen nur 1/3 ausmachen. 2/3 sind Kosten für Getränke.

Fazit: Hätten wir wirklich gespart und zwar bei Essen & Trinken und den Hotelkosten, wären wir auch locker mit € 4.000 als Gesamtkosten hingekommen.

Überwintern an Goas Stränden

Wer an den schönsten Stränden Goa`s, vornehmlich der Bucht von Palolem überwintern möchte, kann sich dort eine Bambushütte direkt am Meer mit Aircondition und Bad, WC und Dusche leisten. Dies für sage und schreibe € 10 bis Euro 15 pro Tag und Nacht.

Einfach traumhaft und wirklich zu empfehlen!

Gegenrechnung

Nun, die Gesamtkosten unserer Reise beliefen sich ja auf € 6.174.

Um fair zu sein, haben wir auch einiges zu verrechnen.

Da wären z.B. die Heizkosten für 50 Tage mit rund € 150. Oder die Wasserkosten mit rund € 100. Ebenso die Stromkosten mit rund € 100.

Damit wären wir bei rund € 5.824!

Und, … Kosten für Essen und trinken hätten wir ja auch hier in Deutschland zu bezahlen gehabt. Gitte hat mal nachgerechnet und so kam sie bei 50 Tagen auf rund € 1.500. Ziehen wir die € 750 auch noch ab, die wir ja gespart haben, liegen die Gesamtkosten bei € 5.100.

Und auch hier, Steuern, Steuern, Steuern …

Die Preise in den verschiedenen Staaten des Subkontinents Indien hängen auch sehr von den Steuern ab.

Entgegen dem Steuergeschenk des Herrn Westerwelle an die deutschen Hotels, zahlt man in Indien gestaffelt nach den Übernachtungspreisen Luxussteuern auf den Zimmerpreis. Diese betragen je nach Hotelpreis 8 – 12,5 Prozent.

Alkohol wird auch entsprechend besteuert, außer in den Steueroasen von Goa und Pudicherry (Pondicherry).

Eine Flasche Bier, 650 Milliliter kosten in Bombay 180 Rupien (€ 2,50).

In Goa nur 60 Rupien (€ 1,00) und in Puducherry 80 Rupien.

Ein Päckchen Marlboro kostet rund € 1,20 doch Vorsicht!, erst ein Päckchen öffnen und eine Zigarette rauchen.

Die indischen Zigaretten sind ungenießbar und sie werden in den gleichen Packungen angeboten.

Der einfache Inder (Arbeiter) gibt pro Person am Tag maximal € 0,30 für Verpflegung und Wasser aus. Sein Monatseinkommen beträgt aber auch nur € 30.

Wir dachten, diesem Kapitel mit den Kosten einer solchen Reise, würden Euch schon interessieren und so haben wir entsprechend diesem Kapitel auch Raum geschaffen.

Der Reisebericht

05.01.2011 Flug von Frankfurt nach Mumbai (Bombay):

Dauer: 7,5 Stunden.

Ankunft in Mumbai am 06.02. um 2:00 Uhr.

Das Hotel mit den Namen „Four Seasons“ haben wir als einziges Hotel schon online gebucht.

€ 83 pro Nacht, 3 Sterne Bereich.

Mumbai (Bombai) bietet das Dreifache des durchschnittlichen, indischen Einkommens und ist entsprechend teurer als andere Städte, in anderen Bundesstaaten.

Link zu dem Hotel: agoda.de/asia/…hotel_four_seasons_juhu.html

Unsere Empfehlung: Niemals hier buchen!

Bewertungen zu diesem Hotel:

tripadvisor.de/Hotel_Review-g304554-d500573-…

Mumbai (Bombay) wir kommen …

Um 2 Uhr morgens können wir endlich unser Gepäck in Empfang nehmen.

Als wir die Flughafenhalle verlassen schlägt uns auch schon die Hitze entgegen.

Als wir in 60 cm hohem Schnee unsere Heimat verließen, waren es gerade einmal 10 Grad Minus. Jetzt um die Zeit in Mumbai, 40 Grad.

Das sind 50 Grad unterschied und wir merken es auch sofort.

Das Atmen fällt schwer, die T-Shirts sind im Nu klitschnass.

Wir nehmen das erst beste Taxi und lassen uns zum Hotel bringen.

Die Ausreden der Taxifahrer kennen wir schon!

Von wegen das Hotel ist abgebrannt und er kennt ein viel schickeres und überhaupt, erstmal zu einem Reisebüro und nachfragen, Geld sparen …, Hallo?!

Wir machen dem Herrn sofort klar, dass wir eben noch mit dem Hotel telefoniert haben und im übrigem ist das Hotel bereits bezahlt.

Der Stadtplan in meiner Hand und ein vorher ausgehandelter Preis verbieten ihm uns fünfmal um den Blog zu fahren und dafür extra zu kassieren.

30 Minuten dauert die Fahrt, bevor uns der erste Schock trifft.

Das Four-Seasons ist nicht ein wirkliches Hotel dieser doch recht guten Hotelkette, es ist eine dreckige, nahe den Slums gelegene alte Bude die zudem stark renovierungsbedürftig ist.

Aber was macht man schon um diese Zeit, morgens, gegen drei Uhr?

Das Zimmer was man uns zeigt ist jedenfalls frisch renoviert, sauber und wir sind einfach nur müde.

Unter dem Geräuschzelt dieser Millionenstadt schlafen wir dann trotzdem schnell ein.

Am nächsten Morgen stehen wir zeitig auf.

Drei Tage haben wir uns für Mumbai, früher Bombay, Zeit genommen.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese riesigen Metropolen nicht mehr Zeit beanspruchen, wenn man sich nur auf sie konzentriert und keine anderen kulturellen Bedürfnisse wie Konzerte, Museen und Kunstgalerien hat.

Gitte steht zuerst am Fenster und öffnet die schweren Gardinen.

„Oh Mist Jeff, es regnet wie aus Kübeln!“, waren ihre Worte.

Ich schaue hinaus und tatsächlich, das Wasser klatscht nur so an die großen Scheiben.

Komisch denke ich, der Himmel ist aber blau und die Sonne scheint doch, wie kann das sein?

Die Erklärung ist schnell gefunden.

Es wird aufgestockt und die Arbeiter im neuntem Stockwerk, wir wohnen im Dritten, lassen irgendwelches Wasser an der Fassade herunter laufen.

Vielleicht läuft auch nur der Wassertank, der sich wegen des Wasserdrucks auf jedem Gebäude befindet, über.

Wir lachen, ziehen uns an und begeben uns zum Frühstück.

Da stockt uns dann doch der Atem.

Eine große Terrasse, eine Plastikplane darüber, unendliche Hitze, dreckige Tische mit Essensresten und Stühle die vor Dreck stinken stellen den Frühstücksraum dar.

Das so genannte Frühstücksbuffet ist eher jämmerlich und auch nicht sehr frisch.

Willkommen in Indien!

Ich frage freundlich bei der Rezeption nach und mache klar, dass wir ja eigentlich was anderes gebucht hätten und auch wenn mit Kreditkarte schon bezahlt wurde, ich die Zahlung ja auch wieder zurückziehen könnte.

Es geht nun alles sehr schnell!

Das indische Hotelpersonal streitet sich mächtig, man schreit sich gegenseitig an und wir können im Restaurant frühstücken und bekommen auch frischen Toast, Spiegeleier und richtigen Kaffee.

Andere europäische Gäste bemerken sehr schnell, dass hier weißer Mann und weiße Frau eine Sonderbehandlung erfahren.

Jedenfalls füllt sich am nächsten Tag zur Frühstückszeit das Restaurant.

Inder oben, unter der Plane, Europäer unten im klimatisierten Hotelrestaurant.

Ach wenn man sich doch nur nicht so arrogant fühlen würde! Aber wir wollen doch nur was wir bezahlt haben und was uns angekündigt wurde.

Nach dem Gerangel ums Frühstück verhandeln wir mit einem Taxifahrer.

Er will pro Tag, für 5 Stunden, 3.500 Rupien. Immerhin sind das knapp € 60, wo er doch normal nur und ausnahmsweise weil in Mumbai andere Preise gelten, € 100 pro Monat verdient.

Jedenfalls werden wir uns bei 1.200 Rupien einig. Das sind rund € 20 und immer noch zu viel, aber okay, wir ziehen mit, auch, weil man sein Englisch einigermaßen verstehen kann. Normal wären 600 bis 800 Rupien gewesen. Immerhin eine ganze Tageseinnahme.

Wir fahren los, es geht in Richtung Stadtmitte, die ja nur 18 km vom Hotel entfernt liegt, für die wir aber unendliche 2 Stunden benötigen.

Der Verkehr ist einfach Wahnsinn!

Was uns gleich auffällt ist, das es nicht, wie in Dehli vor drei Jahren nach Abgasen richt und die Straßen doch recht sauber sind.

Erstes liegt daran, dass man in Mumbai mit Gas fährt und Zweites daran, das die Straßenkehrer unermüdlich die Bordsteine fegen.

Wir erreichen das Kaffee Leopold in der Innenstadt.

Kaffee Leopold? Hallo! Sind wir irgendwo in Bayern gelandet, oder doch in Mumbai.

Doch, es gibt dieses Kaffe in der Millionenmetropole und einen Anschlag darauf gab es auch schon, wie auch vor vier Jahren auf das Hotel Thaj Mahal, gegenüber dem Indian-Gate, wo über 170 Menschen, auch Deutsche darunter, ihr Leben lassen mussten.

Jedenfalls wollen wir unseren Taxifahrer hier in ca. 3-4 Stunden wieder treffen.

Wir laufen zum Meer, zum Indian-Gate und zum Thaj-Mahal-Hotel und bewundern die großartigen Gebäude.

Es ist schon gegen Mittag und die Sonne brennt auf uns hernieder.

Es sind knapp 40 Grad, jedoch Gefühlte 50.

Der Tag vergeht wie im Fluge.

Wir trödeln durch die Gassen und versuchen uns langsam an die uns umkreisenden Schlepper zu gewöhnen:

„Do need Money changing?“

„Taxi, wan`t Taxi?”

“Marihuana, ... you wan`t?”

“Come inside my Shop!”

etc.

Gegen Abend sind wir wieder im Hotel, sind müde und erschlagen.

Unser Taxifahrer darf morgen wieder kommen, er hat seinen Job gut gemacht.

Tag 2, in Mumbai

Pünktlich ist unser Taxifahrer am Hotel.

Heute ist alles angesagt, was im Lonely Planet Erwähnung findet.

Die hängenden Gärten mit dem Platz der Toten.

Victoria-Station, ein riesiger Bahnhof mit einem Schalter für Nichtinder, die Tickets für die Bahn benötigen.

Die Elendsviertel der Flüchtlinge aus Bangladesh, einige Tempel, die großen Brücken und was es sonst noch so zu sehen gibt.

Doch zunächst zu Victoria Station, denn man sollte frühzeitig dort sein, bevor alles vor dem Schalter 51 im ersten Stock drängelt.

Rund 20 Touristen, meist Backpacker (Rucksacktouristen) warten dort schon.

Es ist eine lange Reihe.

Ein junges Mädel versucht nun schon 20 Minuten mit dem Beamten eine Reiselösung zu finden.

Alle anderen die dort stehen hören gespannt zu.

Wir rechnen einmal kurz nach.

Es ist 10 Uhr morgens.

19 Leute, plus das Mädel sind vor uns. 19 Mal 15 Minuten sind 285 Minuten, ergo 4,75 Stunden.

Wenn wir also dran kommen, ist es schon Nachmittag und ob wir dann noch eine Buchung für den nächsten, oder übernächsten Tag nach Goa bekommen, fraglich.

Wollen wir doch mit der Konkan-Bahn die 600 Kilometer an der Westküste herunter in das Hippieparadies der 60-er Jahre.

Gitte und ich schauen uns an, es geht einmal wieder, wie so oft, ohne Worte.

Wir drehen um und verlassen den Palast beamteter Unzulänglichkeit und Inkompetenz und steuern auf das erste Reisebüro zu.

In nur 30 Minuten haben wir für € 158 zwei Flugtickets nach Goa.

Unsere Tour führt uns noch weiter durch Mumbai.

Wir schießen unendlich viele Fotos.

Sie zeigen nicht nur das touristische Mumbai, sondern auch die Elendsviertel.

Am Rande des Berges der so genannten hängenden Gärten, die auch nicht wirklich hängen, befindet sich der Platz der Toten.

Hier werden die Toten auf einer Wiese vor einem Tempel gelegt.

Es sind Hunderte.

Die Raben besorgen den Rest und wenn nach einigen Wochen nur noch Knochen dort liegen, werden diese bestattet.

Wir verzichten aber auf den Besuch dieses Ortes.

Der Taxifahrer möchte eine richtige Zigarette und wir geben großzügig gleich eine handvoll.

Mit einer indischen Zigarette, wenn man den dünnen und kurzen Glimmstengel so nennen kann, bedankt er sich bei uns.

Gitte lehnt dankend ab und der Taxifahrer und ich beginnen zu rauchen.

Nach dem dritten Zug wird mir klar, was man unter Piri-Piri rauchen zu verstehen hat.

Langsam aber sicher werde ich, wie wir es früher zu Jugendzeiten nannten, „High – bis in die Fußspitzen!“

Ganz nach dem Motto „Morgens einen Joint und der Tag wird Dein Freund“.

Von da an lachen der Taxifahrer und ich auf dem ganzen Weg zum Hotel und Gitte schüttelt nur den Kopf.

Mit knapp 60 noch einmal so was wie einen Joint für Arme, wer einmal eine Reise tut – der kann bekanntlich was erleben!

Nach drei Stunden klärte sich mein Kopf wieder auf und ich lutschte ein Bonbon, was der Taxifahrer mir schenkte.

Was dann folgte war ein zweiter Rausch der Sinne.

Na-ja, ist eh schon 9 Uhr und Schlafenszeit. Gute Nacht!

Gute Nacht? Von wegen!

Gegen 22 Uhr befanden wir uns wohl inmitten eines Basswoofers der puren Bum-Bum-Techno-Sound ausspuckte.

Und das lag nicht am Piri-Piri oder dem Lutschbonbon.

Im zweiten Stock des Hotels, das ja angeblich so leise und romantisch ist, so die Beschreibung, spuckte pure High-Tech-Music aus und zog über 200 junge Inder hinein.

Wir, mit unserem Zimmer im dritten Stock vibrierten unfreiwillig mit.

Es war ohrenbetäubend laut und ohne Übertreibung nicht zu ertragen.

Ein erster Anruf so gegen 23 Uhr bei der Rezeption erbrachte folgendes: „Nur eine kleine kurze Party – gleich wieder vorbei!“

Mein zweiter Anruf gegen 24 Uhr wurde wie folgt beantwortet: „Sir, gleich vorbei, nur noch der Geburtstag um 24 Uhr!“

Der dritte Anruf folgte um 1 Uhr morgens. Antwort: „Musik kommt gar nicht aus dem Hotel, kommt aus anderem Hotel!“

Ich quäle mich aus dem Bett und fahre mit dem Aufzug hinunter zur Rezeption.

Ja – ja, ich bin ein Spielverderber, ich weis es ja, und Ihr nun auch.

Der Herr an der Rezeption sagt: „Das geht bis so gegen 5 Uhr morgens!“

Meine Antwort: „Okay, dann holen wir doch mal die Polizei und sehen, was die dazu zu sagen hat!“

Es war mehr so eine Warnung endlich leiser zu werden, mehr so eine Drohung uns endlich schlafen zu lassen.

Ich wandere wieder ins Bett.

Kissen auf die Ohren, … aber …, gegen 3 Uhr klingelt das Telefon!

„Hier ist die Touristenpolizei Mumbai, kommen sie bitte ins Büro des Hotelmanagers!“

Ich stehe auf, gehe hinunter zum Büro. Die Musik ist inzwischen aus und man kann sich wieder unterhalten.

Gitte wird schlagartig ängstlich!

Was kommt nun auf uns zu?

Die Polizeibeamten waren sehr freundlich.

Sie hatten bereits die illegale und schon aus Sicherheitsgründen unerlaubte Disko inspiziert, sofort abgeschaltet, den Discjockey in Gewahrsam genommen und den Hotelmanager der Nacht in einer Ecke platziert.

Dort kauerte er jedenfalls sichtlich eingeschüchtert.

Der nette Herr von der Polizei gab mir zu verstehen, dass man so nicht den Gast in Indien behandelt und meine Beschwerde völlig rechts sei.

Er erklärte weiterhin, dass der Manager nun eine hohe Geldstrafe zahlen müsste und ob ich weiter vorgehen wollte, was ich verneinte und klar machte, einfach nur schlafen zu wollen.

Was für eine Nacht?! Willkommen in Mumbai, der Stadt die niemals schläft!

So hätten wir uns das dann doch nicht gleich vorgestellt!

Jedenfalls konnten wir beide diese Nacht kein Auge mehr zumachen.

Goa, … wir müssen Dich einfach lieben …

Am vierten Tag verlassen wir gegen Mittag Mumbai und nehmen unseren Flug nach Goa, wo wir am Nachmittag landen.

Weiter geht es dann mit dem Tag 5

Goa und ein Traum wird Wirklichkeit ...

Gedanken zurück zu fernen Zeiten ...

Goa, ein Jugendtraum und das unbändige Fernweh …

Als wir so kurz vor Zwanzig waren, junge Männer und von allem möglichen geplagt wurden, auch vom Fernweh, begab es sich, dass viele meiner Freunde viele, fremde Wege gingen.

Die Mehrzahl von uns gingen, wie ich auch ich und auch Gitte, die normalen Wege.

Normal waren damals wohl Lehre oder Studium, Arbeit, Bausparvertrag, Häuschen, Familie, etc.

Wie habe ich doch die Leute bewundert, die so ganz andere Wege gingen.

Da gab es Die, die z.B. alte Mercedes-Benz-Automobile nach Afghanistan gefahren haben, dort eine zeitlang abhingen, um dann nach Deutschland zurück zukommen (… oft per Bus!) und dann den nächsten Wagen zu verschieben.

Ich bewunderte diese Abenteurer damals.

Ihre Geschichten klangen wie Märchen aus 1000 und einer Nacht nur eben realer.

Dann gab es die ersten wahren Fernaussteiger, die nach Katmandu (Nepal) pilgerten und irgendwie nie mehr auftauchten.

Auch ihre VW-Busse wurden nie mehr gesehen.

Aus dieser Zeit, den 60-er Jahren, gibt es dort noch einen Friedhof vieler junger, deutschen Seelen. Ob einige dort geblieben sind?

Dann wurde Pona (Indien) Mode. Der übermächtige Sexguru der die Befreiung versprach und selber über 20 neueste Rolls-Royces besaß, Millionen scheffelte und dann selbst früh verstarb.

Ich kenne welche die ihm, oder ähnlichen „Lichtgestalten“ folgten.

Die Beatles gehörten damals auch zu den Suchenden in Indien.

San-Yasins, oder so, nannten sich wieder andere, glaube ich mich zu erinnern.

Gelbe Gewänder und Tamburins waren ihr Markenzeichen.

Sie zogen durch unsere Städte und sangen das Hare-Khrisna in Jesuslatschen.

Was aus ihnen wurde, only God knows.

Einige schafften es bis nach San Fransisco und zogen mit den Hippies nach Woodstock.

Nur Einen von ihnen sah ich je wieder und das war kein erhebendes Gefühl.

Es gab aber auch Leute, denn es war so Mode, die nach Goa verschwanden.

Goa war der Inbegriff des freien Lebens, welches man sich dort unter der immer währenden Sonne Indiens schaffen konnte.

Make love – No war, … lautete die Devise damals und auch „Mach kaputt – was Dich kaputt macht!“

Wie oft habe ich damals von diesen Ländern und Typen geträumt und war neidisch, selber nicht den Mut gehabt zu haben, ihnen zu folgen.

Nie wieder, bis auf die eine oder andere Postkarte, habe ich von ihnen etwas gehört.

Sie bleiben für mich für immer entschwunden.

Leben sie noch? Und wenn „Ja“, wo sind sie?

Sind sie glücklich geworden dort, oder sind sie heimlich zurückgekehrt, leben heute ein bürgerliches Leben in Deutschland?

Gut erinnere ich mich, als ich in den Semesterferien LKW fuhr und eine große Holzkiste aus Ceylon auflud.

Meine Fingernägel krallten sich tief in das weiche Holz.

Ich wusste wohl nicht mal wo Ceylon lag damals, aber die Kiste entzündete endgültig das Fernweh in mir.

Es sollte noch rund sieben Jahre vergehen, dann begann für Gitte und mich eine fast unendliche Lebensreise in die fernsten Länder.

Fast alle dieser Flecken auf dieser Erde, denen wir, ohne sie zu kennen, so wehmütig in unseren jungen Jahren nachhingen, haben wir seitdem besucht und in vielen dieser Länder auch gelebt.

Goa musste irgendwie immer warten!

Es stand einfach nicht auf der „urgent to do list“ unseres Lebens.

Aber die Flamme in unserem Herzen brannte immer noch für dieses Wort, diesen fremden Hauch von einem Namen, „Goa!“

Wie fremd und fern das doch klingt und welche Bilder sich damit verbinden.

Für uns jedenfalls!

Endlose Strände, einsame Buchten, Bambushütten, Meeresrauschen, unendlich viel Sonne. Frieden, Musik, zurück zu den Ursprüngen des Lebens.

Dem Ruf der eigenen Seele folgen. Ruhe finden?!

Goa! Goa! Goa! So oft hast Du uns gerufen, wir sind Dir nicht sofort gefolgt.

Goa! Goa! Goa!, nun, wo wir und die Hippies von damals in die Jahre gekommen sind, sind wir Deinem Ruf gefolgt.

Es tat verdammt gut, Deinem Ruf gefolgt zu sein.

Für alle Freunde und Abenteurer die nicht mehr sind, die aber in unserem Herzen weiter leben.

Für alle die wir nie mehr gesehen haben und die auf dieser Welt verstreut leben mögen, die wir auch nie vergessen werdenn und für Die, von denen wir wissen, dass sie viel zu früh gegangen sind, um Goa zu sehen und zu erleben, haben wir an Palolem`s Beach eine kleine Palme gepflanzt.

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Ein gedankliches Gespräch mit einem Freund, den es nicht mehr gibt …

Und Irratio, lieber Freund.

Schon lange gibt es Dich nicht mehr.

Es war Deine Entscheidung zu gehen.

Ja-ja, Afghanistan und Deine Geschichten, wir sprechen oft darüber.

Du wolltest mir doch Good-Bye sagen bevor Du uns verlassen hast.

Du hast Dein Wort nicht gehalten. Hast es einfach getan.

Wir hoffen das dort wo Du nun bist sehen konntest, wie wir auch für Dich, diese kleine Palme gepflanzt haben.

So bist auch Du nun irgendwie endlich in Goa angekommen.

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Goa! Wir wissen schon heute, wir kommen wieder, ganz bestimmt, versprochen!

Du rufst ja immer noch!

Goa, ein Traum, ein Traum für uns und der Höhepunkt unserer Reise und mit Goa geht’s es dann auch weiter.

Das alte Goa, einst eine portugische Enklave inmitten im Dschungel

Hügel, unendlich viele Palmen, heiße und drückende Schwüle. Bäche und die Backwaters vom Meer, das ist Alt-Goa.

Eingewachsene Ruinen lassen nur noch erahnen, dass hier mal eine reiche Handelsstadt mit zahllosen Kirchen, Schulen und Häusern stand.

 

Eine hohe Luftfeuchtigkeit steigt aus den morastigen Gründen der alten Reisfelder und Wasserwege auf.

Vögel zwitschern, überall raschelt und knistert es.

Affen schreien und springen durch den Busch.

Die Sonne scheint unerbittlich.

Es ist brütend heiß.

Nur wenige Touristen verirren sich an diesen Ort und nur wenige Händler, meist Getränkebuden, bieten hier ihre Ware feil.

Wir erinnern uns an einen Film:

„Aquire, der Zorn Gottes“, ist sein Name und Klaus Kinski war der Hauptdarsteller.

Der Film handelt von dem Wahnsinn der Eroberung fremder Länder.

In diesem Film allerdings vom einem Sagen umworbenen Goldland am Amazonas.

Von Helden, Versagern, von Einheimischen die unterdrückt wurden, von Missionaren, von Händlern und vom Niedergang der Invasoren durch die Geheimnisse des Landes selber.

So als wolle sich das Land von den Fremden selber reinigen.

Die Geschichte von Aquire und dem Zorn Gottes könnte auch in Goa gespielt haben.

Man kann es irgendwie nachempfinden, es drängt sich einem auf.

Dschungel, nur Dschungel!

Meer, nur Meer, endloses Meer!

Moore, Meeresrückwasser (Backwater) und Flüsse.

Schlangen, Mosquitos und Tiger.

Einsamkeit, Feindseligkeit, Traurigkeit und Misserfolge.

Und dann die Pest Asiens, die Malaria, das Dengue Fieber und nicht heilen wollende Wunden.

Das alles war Goa. Das Goa der Portugiesen.

Verlassen ist Goa heute, das alte Goa, die alte Stadt inmitten des Dschungels.

Man kann sich sehr gut vorstellen, wie das letzte Dutzend Portugiesen hier ihre letzten, von Malaria gezeichneten Tage fristeten.

Wie erhält man unterwegs wichtige Informationen zur Weiterreise?

Da gibt es grundsätzlich einige Möglichkeiten:

1. Wenn man im Hotel einen Fernseher hat, gibt es auch meisten einen Sender, der in englischer Sprache Nachrichten bringt. Zum Beispiel BBC.

2. Das Internet ist auch sehr hilfreich, aber es dauert doch oft schon lange, genaue und präzise Informationen zu bekommen.

3. Und die beste Lösung ist es, mit Leuten zu plaudern, die in umgekehrter Richtung unterwegs sind. So kann man sich meist recht gut austauschen. Sie wollen dorthin wo man selbst schon war und umgekehrt.

Letzteres (3.) hat uns veranlasst die erste Änderung unserer Reise vorzunehmen.

Wir fuhren nicht weiter wie geplant die Westküste Indien hinunter zu den Backwaters in Kerala, um dort auf einer Hoteldschunke einzubuchen und zwei – drei Tage auf den Wassern der Sümpfe zu verbringen.

Grund: Mosquitos, Kakalaken und nicht wirklich das Aha-Erlebnis, wie im Prospekt versprochen.

Bei unseren Überlegungen mussten wir aber auch immer eine gewisse Zeiteinteilung fahren.

Wir durften nicht zu schnell unterwegs sein.

Nach vielen Gesprächen entschlossen wir uns mit dem Bus nach Bangalore zu fahren, immerhin eine Nachtfahrt mit rund 700 Kilometer.

Von Bangalore wollten wir dann nach Colombo, auf Sri Lanka fliegen, um dort ca. 3 Wochen zu verbringen.

Irgendwann, einen Abend, so nach rund 14 Tagen Goa ging es dann los.

Der Bus war, wie zu erwarten, unpünktlich.

Gegen 21 Uhr stiegen wir ein und das Gerät mit dem Namen Semisleeper (Halbschläfer), was auf die Sitze bezogen war, raste los.

Vorne im Bus ein Riesenbildschirm und in den Gepäckkompartements unzählige Lautsprecher aus denen passend zum Bild Bollywoodfilme quäkten.

Es sind diese komischen Filme, in denen sich meist Männer wegen einer Frau völlig zum Idioten machen.

Nicht witzig, eher peinlich und fürchterlich laut.

Bangalore, die Stadt der Ratten und die Denkfabrik

Nach zwei Stunden kommen wir dann an die innerindische Grenze zum Bundesstaat Karnaktaka.

Der Bus wurde gestoppt und zwei unwirsch wirkende Beamten bestiegen den Bus.

Sie schrien auch gleich los – keine Ahnung was sie sagten.

Jedenfalls packten sie gleich einen jungen Mann der aufgestanden war, um an sein Gepäck zu greifen.

Mit ein paar Schlägen auf den Rücken wurde er aus dem Bus gescheucht.

„Nett wie die mit ihren Landsleuten umgehend!“, durchfuhr es uns.

Irgendwann kreischte einer der beiden Beamten mich an.

Ich sollte ein Gepäckstück öffnen, welches gar nicht mir gehörte.

Mein Zucken mit den Schultern fasste er wohl als eine Verweigerung auf und schrie darum.

Ich betete nur, dass er mich nicht anfassen und boxen würde, dieweil ich dann nicht für meine Gegenreaktion garantieren kann.

Ein junger Mann rettete dann aber die bremsliche Situation, indem er sich als Gepäckstückbenutzer gerade noch rechtzeitig zu erkennen gab.

Wir schliefen wieder etwas ein, in diesem unsäglichen Kühlschrank mit Fernsehen auf vier Rädern.

Die Nacht durch wurden wir kräftig durchgeschüttelt, um am nächsten Morgen gegen 10 Uhr in Bangalore, der Stadt der Ratten, anzulanden.

Mit dem Taxi ging es dann zum Airport und nach einigen Stunden im Flieger in Richtung Sri Lanka.

Ein kleineres Problemchen tat sich allerdings noch vorher ein einchecken auf.

Wir hatten kein Rückflugticket von Sri Lanka nach Indien gebucht.

Ohne ein solches hätte man uns den Flieger aber nicht besteigen lassen.

So besorgten wir im Flughafen noch dieses Ticket und saßen schon bald in der Sri Lankan Airlines Richtung Colombo.

Rund zwei Stunden dauerte der Flug und gegen 23 Uhr standen wir auf dem Flughafen von Colombo.

Was nun folgte ist das, was wir immer vermeiden wollten.

Wir fielen auf einen Schlepper in der Gestalt eines Taxifahrers herein.

Mehr dazu dann morgen!

Namaste, liebe Leser und gedanklich Mitreisende!

Schlagen wir doch noch mal einen Tag zurück.

Es geht danach aber gleich weiter mit Sri Lanka.

Wir sitzen in Bangalore, vor dem neuen Airport, auf einer Parkbank und warten auf den Flug nach Colombo.

Über uns Büsche und Blumen und, da ja Bangalore die Stadt der Ratten ist, eben auch Ratten, die um uns herum huschen und die Girlanden hinauf klettern.

Und was macht man wenn man so richtig Langeweile hat?

Genau! Man kramt in seinen Sachen, in den Papieren und im Pass herum und erinnert sich gerne an die vielen Reisen an die einem ja die Stempel und Visa erinnern.

Ich schaue mir nun das Indien Visum einmal genau an.

Lese „Multientry“, was bedeutet, wir können hinein und hinaus, innerhalb von sechs Monaten, so oft wir wollen.

Doch was steht denn darunter?

Brille auf und was lese ich dort:

„Between Visits to India it is compulsory to have a gap of two months”.

In anderen Worten, wenn wir ausreisen, können wir erst nach 2 Monaten wieder einreisen.

Ja, das steht dort und mir Dussel ist es nicht vorher aufgefallen.

Wir werden leicht nervös, denn unser Rückflug aus Kalkutta (Kolkata) liegt ja schon innerhalb dieser Frist.

Würde ja bedeuten, wir müssten einen völlig neuen Flug aus Colombo heraus buchen.

Was folgt ist ein Anruf bei unserer Tochter Jenny.

Sie ruft die indische Botschaft in Berlin an und bekommt die Auskunft:

„Überhaupt kein Problem!“ „Ihre Eltern mögen doch zum High-Commissioner (Botschaft von Indien) of India in Colombo gehen und wir bekämen ohne Probleme einen entsprechenden Stempel!“

Wir sind erstmal beruhigt, rufen aber selbst die internationale Nummer der Lufthansa an und fragen nach Möglichkeiten der Umbuchung, auf Colombo, oder, Thailand, oder …, was auch immer.

Man sollte ja meinen, das eine Fluggesellschaft die Millionen von Menschen transportier auch flexibel auf notwendige Änderungen eines Reiseplanes reagieren würde, zumal der Kunden (Wir!), ja auch Umbuchungskosten gerne tragen würden.

Die Auskunft ist entsprechend platt, wie man sie auch aus einer Behörde z.B. erwarten würde: „Das geht nicht!“

Es geht nicht, weil wir einen besonders preiswerten Gabelflug gebucht hatten.

Dieser lässt sich nachträglich nicht mehr ändern, auch wenn man upgraden möchte und dafür bezahlen will.

Ergo fällt Lufthansa schon einmal aus. Wir müssen so reisen, wie die Lufthansa es wünscht und nicht so, wie wir es möchten.

Komisch nur, das als wir dann wirklich von Kalkutta aus fliegen (19.02.2011), wie gebucht und bestätigt, man uns € 1.200 bietet, das Taxi zu einem 5-Sterne-Hotel in Kolkata, die Übernachtung und Verpflegung dort bietet und natürlich einen Tag später wieder zum Airport gebracht würden, um dann eben um eben diesen Tag verspätet zu reisen. Grund dafür: Heillose Überbuchung des Fluges!

„Nö – nun nicht sagen wir!“ „Erst wolltet ihr nicht, nun sind wir beleidigt und wollen nicht!“

Wir sind dann auf diesem Flug, sehen aber viele, die, die Abflughalle wieder verlassen müssen.

Wir bieten der Dame dann noch an, unser Ticket per unserem Meilenkonto auf Businessklasse zu upgraden, um in der Holzklasse noch zwei Sitze frei zu machen, was aber auch nicht möglich war.

Der Lufthansa können wir jedenfalls kein Kompliment machen und werden den spätestens übernächsten Flug, da wir noch Meilen abfliegen möchten, bei der Airline „Emirates“ buchen, die sehr viel flexibler auf die Wünsche der Kunden reagiert.

Übrigens! Für Sri Lanka benötigen Deutsche und Schweizer kein Visum.

Es wird am Airport kostenlos und für 30 Tage erteilt.

Dies änderte sich allerdings per 1.2.2011, seitdem man dass Visa per Internet beantragen muss.

So, und nun fliegen wir wieder schnell nach Colombo, wo wir gnadenlos von einem Schlepper, einem Taxifahrer, abgezockt werden.

Namaste!

Auf Sri Lanka

Ein neuer Tag liebe Mitreisende,

und wo waren wir stehen geblieben?

Ah-ja, bei der Ankunft in Colombo und dem Nepper – Schlepper – Bauernfänger.

Es ist kurz vor 23 Uhr, als wir landen.

Die Gepäcklieferung in Sri Lanka, hier am Airport in Colombo geht alles etwas langsamer.

Erst dauert es bis die Koffer auf dem Förderband anlanden, dann kommen immer wieder keine Koffer, dann mal nur Einer, dann mal wieder Nichts!

Die Reisenden staunen und beklatschen nun schon jedes Gepäckstück, welches es nun bis in die Anflughalle schafft.

Völlig irritiert hebt ein Airportmitarbeiter die Gummischürze, welches Laufband vom Gepäckwagen trennt an, um zu schauen, was denn da los ist.

So gegen 24 Uhr sind wir draußen.

Erklärung: An jedem Airport in Indien und Sri Lanka kann man ein so genanntes Pre-Paid-Taxi mieten.

„Pre-Paid“ bedeutet, man gibt an einem solchen Schalter sein Ziel an, dort berechnet man die wirklichen Fahrkosten, man bezahlt, bekommt ein Ticket und eine Fahrzeugnummer und wird dann ohne Hickhack, Tricksereien der Taxifahrer auch wirklich unmittelbar zum Ziel gebracht.

Dieser bekommt sein Geld dann auch erst gegen Vorlage eben diesen Zettels, wenn er zurück am Airport ist und somit, per Unterschrift nachweisen kann, dass er seinen Job erfüllt hat und nicht etwa den Gast irgendwo am Straßenrand abgesetzt hat, um schneller an die nächste Fuhre zu kommen.

Wir haben uns diese Prozedere eigentlich immer gespart, dieweil wir eigentlich immer noch etwas günstiger an ein freies Taxi kamen.

Oh-weh – oh-weh, diesmal war das ein Fehler, der uns rund € 120 gekostet hat.

Man muss auch wissen, dass um 22 Uhr alles dicht macht auf Sri Lanka und man hier und dort, auf der Suche nach einem Hotelraum, den Schließer erst aufwecken muss.

Das gilt natürlich nicht für die Edelkaschemmen, mehr für die Hotels, die wir bevorzugen.

Jedenfalls verspricht uns der Taxifahrer mit dem wir uns über den Preis einig werden (€ 10) zu einem solchem Hotel zu bringen.

Wir fahren los!

In Negombo, 15 km nördlich von Colombo beginnt dann der Alptraum.

Er bringt uns zu Hotels die allesamt geschlossen haben.

Für jede weitere Anfahrt zu einem anderen Hotel will er € 5,00.

So geht das dann bis ca. kurz vor 2 Uhr am Morgen.

Wir sind zudem müde und wollen endlich zu einem Hotel.

Seine Rechnung steht nun schon bei € 30!

Als ich dann, fast schon im Tiefschlaf etwas lauter werde (… man wird auf Sri Lanka nicht lauter!), bringt er uns nach Colombo zu dem, natürlich einzigem noch offenem Hotel.

Hier können wir dann auch wirklich einchecken, allerdings für sage und schreibe 90 US-Dollar.

Aber um diese Zeit ist einem fast alles egal.

Wir nehmen also das Colombo-City-Hotel.

Der Taxidriver bekommt nun schon € 35 und zockt vom Hotel auch noch einmal, dafür, dass er uns dorthin gebracht hat, irgendeinen Betrag zwischen 30 und 50% ab.

Willkommen auf Sri Lanka!

Das Zimmer ist klein, die Wände verschmiert und die alten Bettmöbel knirschen, als wir uns hinein legen.

Die Klimaanlage ist so positioniert, dass sie mir eiskalte Luft aus nur 30 cm Entfernung ins Gesicht bläst.

So kann kein Mensch schlafen!

Sie wird ausgestellt, basta.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf, ein anderes Hotel zu finden.

Und wie macht man das?

Tja – da müsst Ihr erstmal drauf kommen!

Wir gehen also am Strand entlang, um uns einen Überblick zu verschaffen.

Ein Herr, nicht schlecht gekleidet, überholt uns auf dem Gehweg, grüsst freundlich und fragt: „Where are you comming from, if I may ask!“

Das hat doch jetzt jeder verstanden, oder?

Wir antworten freundlich: „From Germany!“

Niemals wären wir auf die Idee zu kommen, dass wir schon wieder am Haken eines Schleppers hängen.

Er arbeitet im Interconti, so seine Worte.

Ich frage ihn, wie hoch denn dort der Zimmerpreis sei.

Er antwortet, „US-Dollar 50!“

Na-ja denken wir, immerhin besser als 90 Dollar.

Ob er uns dort unterbringen könnte, war meine nächste Frage.

„Klar!“, gibt er uns zu verstehen.

Wir möchten nun die Modalitäten des Hotelumzugs schnell hinter uns bringen und uns seiner Hilfe annehmen, als er uns fragt, ob wir denn auch etwas Vergleichbares für nur 20 Euro nehmen würden?

„Logisch!“, sagen wir.

Er arrangiert alles, Taxi, Hotel, und auch gleich den Besuch eines Tempels, wo ja nur heute der große Königs-Elefant zu sehen sein wird und der Umzug mit vielen Elefanten und dann hat er noch einen Geheimtipp wo man günstig Edelsteine kaufen kann.

Er war ja hilfsbereit, spart uns viel Geld denken wir, wollen wir nicht unfreundlich sein, so unsere Stimmung an diesem Morgen.

Der Umzug ist schnell erledigt.

Wir sind durstig und hungrig und laden ihn zu einem Snack ein.

Am Ende haben wir zwar wirklich rund 60 Euro pro Nacht in Sachen Hotel gespart, er hat aber Dollar 20 für seine Mühe bekommen, dies von uns, rund 30% vom Hotel als Provision, der Snack und die Biere waren ebenso frei für ihn.

Der Taxifahrer, den er arrangiert hatte bekommt ein Vermögen, ca. das Vierfache des normalen Preises und für unsere Tour in die Berge und entlang der Küsten haben wir auch gleich einen Fahrer mit Taxi für rund € 300 (4 Tage und 1.000 km), wovon er nochmals ca. € 100 zieht.

Gitte kaufte dann in den so preiswerten Laden für unsere Tochter noch ein paar Edelsteinchen und er zog nochmals Geld von dem Betreiber des Ladens.

Für uns liegt das noch alles irgendwie im grünen Bereich, er aber hat uns gnadenlos abgezockt.

Er hat an diesem Vormittag rund 200 Euro verdient, die wir ja letztlich bezahlt haben.

Für ihn das Einkommen von normalerweise 3-4 Monaten Arbeit.

Unser Gespartes, befindet sich nun in der Geldbörse des Schleppers.

So funktioniert das hier!

Was sagte er noch zum Abschied zu uns:

 „Ich sammele kein Geld, ich sammele Freundschaften!“

Okay mein Freund, dann wollen wir Dich nun auch nicht nochmals treffen, weil es uns zu teuer wird, denn das Hotel für € 20, hätten wir garantiert auch gefunden, es lag ja gleich um die Ecke.

Ja – ja, nennt uns Anfänger! Lacht über uns!

Eines garantiere ich Euch, Ihr wärt genauso darauf hineingefallen.

Die Schlepper habe es eben voll drauf!

Immerhin waren wir ja auch in dem Tempel, haben wirklich den König der Elefanten gesehen, aber einen Elefantenumzug gab es nicht.

Ach da war doch noch etwas!

Unser guter Freund wollte dann ja noch das Taxi für unsere 4 Tage in Colombo organisieren. Pro drei Stunden sollte es € 20 kosten.

Wir lehnen dann aber doch dankend ab, denn der normale Preis für drei Stunden liegt bei nur € 5,00.

Wir bummeln nun in aller Ruhe durch Colombo 1, der City.

Das Hotel, Nippon nennt es sich, ist ein in die Jahre gekommenes, ehemals sehr japanisch ausgestattetes Hotel.

Das Zimmer ist groß und geräumig und die Dame hinter dem Tresen ist eine wahre Seele.

Der Vorteil des Hotels ist zudem, dass nebenan, im selbem Haus, eine Bar ist.

Bar steht hier eher für dunkle Kneipe dafür hat dieser Laden den Riesenvorteil, kaltes, ja eiskalter Bier zu servieren und dies für 650 ml nur für € 1,00.

Kleine Bierkunde, für uns Männer!

In Indien und Sri Lanka werden fast die gleichen Biermarken serviert.

Die großen Flaschen, 650 ml., gibt es mit verschiedenen Umdrehungen:

Leichtbier: 1,5 – 2,0%

Mediumbeer: 2,0 – 4,0%

Strongbeer: 4,00 – 5,00%

Verystrongbeer: 8,00 %

Die Flaschen tragen alle die folgende Aufschrift:

„Alkohol ruiniert Dein Land – Deine Familie – Deine Freunde und auch Dich!“

Okay, nun haben wir wieder etwas gelernt.

Um den Lernprozess zu verstärken, trinken wir gleich zwei – drei Flaschen.

Bierpreise

Die fallen höchst unterschiedlich aus.

Es hängt erst einmal von der Alkoholsteuer ab, die schon über 30% betragen kann.

Dann, klar, wo man es trinkt.

Kaufen kann man Bier eher selten, da es kaum, außer in Goa, Getränkeshops gibt.

So kostete das Bier in Goa (650 ml) faire € 1,00 in einem Getränkeladen.

Im Hotel dann schon das Doppelte.

In Bombay schon den drei- bis vierfachen Preis, was eigentlich unverschämt ist.

Wesentlich teurer ist importiertes Bier, z.B. Heinneken.

Für dieses Gebräu zahlt man dann schon für eine 350 ml. Flasche € 5,00.

Biergeschmäcker

Das deutsche Bier kann keine Brauerei Toppen. Hopfen scheint ein Fremdwort zu sein und das Brauwasser muss wohl völlig mineralfrei sein.

Hier einmal die Sorten, die nicht nur nach Sprudel mit Alkohol schmecken.

„Fosters“: Ein australisches Bier, was einem verwöhnten deutschen Biergeschmack noch eher am nächsten kommt.

„Kingfisher“: Ein indisches Bier, was man noch eben so trinken kann, um eben die geschmackliche Seite der indischen Getränke auch einmal probiert zu haben.

„Elephant-Beer“: So wie „Kingfisher“, noch eben so trinkbar.

„Sandpieper“: Übel, aber manchmal wird kein anderes Bier serviert, weil die Bar mit denen einen Vertrag hat.

„6000“: Übelste Kloake! Ungenießbar, so als würde man Bakterienstämme im Fäulnisprozess in die Kehle bekommen.

Und bevor nun alle Leser denken hier schreiben zwei Alkoholiker, gehen wir wieder zu dem Reisethema über.

Die erste Nacht in Colombo schlafen wir fest und tief.

Ohne Moss – nichts los!

Wie kommt man in Indien und auf Sri Lanka an Geld.

Die Antwort lautet: ATM

A für Automatic

T für Teller

M für Maschine.

Die freundlichen Geräte gibt es fast an jeder größeren Bank.

Man muss nur checken, ob der Name der eigenen Kreditkarte mit aufgeführt ist.

Die größeren Banken spucken pro Transaktion rund € 250 in entsprechender Rupienwährung aus.

Die kleineren meist nur € 100.

Warnung!!!

Wenn die Transaktion abgeschlossen ist, sprich die Karte und Geld herauskommen, muss man das Geld sofort entnehmen und dann erst die Karte verstauen.

Macht man es umgekehrt, ist nach 30 Sekunden das Geld wieder im Automaten verschwunden.

Das soll angeblich Gauner abhalten!

Empfehlung!!!

Immer auch Bargeld, Euro und Dollar zum Wechseln dabei haben, wenn nach Wochenenden, in denen Inder die Automaten quasi ausgeplündert haben, bis Dienstag erst wieder Geld aufgefüllt wurde.

Bargeld lacht immer – besonders in diesen Gefilden!

Und morgen geht es dann weiter.

Wir nehmen Euch mit in die Hauptstadt Sri Lankas und anschließend in die Berge hoch im Norden des Landes, dort wo die Tamil Tigers zuhause sind.

Spannende Tour – spannende 4 Tage im Dschungel – interessante Erlebnisse und Abenteuer!

Namaste!

Wikipedia zu Sri Lanka:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sri_Lanka

Tourismus Sri Lanka:

http://www.srilankatourism.org/

Reiseberichte und Fotoserien zu Sri Lanka:

fotoreiseberichte.de/srilanka/srilanka_allge…

Sri Lanka und seine Küche

Wer meint indische Speisen sind sehr scharf, der muss mal die srilankische Küche probieren.

Besser immer einen Feuerlöscher bereithalten!

Hier ist ein sehr interessanter Link der nicht nur die Gerichte Beschreibt, sondern auch fotografisch ausgezeichnet visualisiert.

fotoreiseberichte.de/srilanka/srilanka_kulin…

Anmerkungen

Was wirklich nervt!

Sri Lanka ist, wenn man es als Backpacker, Edelbackpacker und Individualreisender bereist sicherlich sehr viel anders, wie es zum Beispiel ein Allinclusive-5-Star-Edeltourist erlebt.

Während der Individualreisende täglich mit Buchungen, der Straße, den Menschen auf der Straße, den Abzockern und völlig irren und abgedrehten, schon meist bekifften Busfahrern zu kämpfen hat, ist der Edeltourist meist gut behütet.

Er bracht die Kultur nicht suchen, sie kommt zu ihm in Form von Tanzgruppen ins Hotel.

Und wenn er dann schon mittels Ausflug im klimatisiertem Bus ins Land fährt, huscht das Leben doch nur wie in einem Film an ihm vorbei und die Plätze die er zu sehen bekommt sind die besonders schönen Seiten der Landschaft, Städte, Tempel und Kultur.

Uns geht es jedenfalls so, dass wir den Staub der Strasse schlucken müssen, was mehr sprichwörtlich zu nehmen ist.

So nervt doch einiges, wenn es sich ständig, manchmal minütlich wiederholt.

Da ist zum Beispiel die ständige Nachfrage von Tok-Tok-Drivern, ob man denn ein Taxi wolle.

Egal wo man steht, egal wo man geht, die nervigen Rupiensammler stellen sich meist quer vor uns hin und behindern uns am weitergehen.

Wollen wir dann einmal wirklich ein Tok-Tok und wissen, dass die Tour maximal 200 Rupien kosten darf, so will der Fahrer gleich 1000 Rupien.

Das ständige feilschen nervt einfach nur.

Dann die Busse!

Sie rasen mit Tempo 70 in den Städten und auch über Land, einfach laut hupend in den Gegenverkehr sich vollends darauf verlassend, dass dieser schon ausweichen wird.

Auf zweispurigen Straßen eröffnen sie meist schon mal eine dritte und vierte Spur und drängen andere Fahrzeuge vollends ab.

Die Lautstärke ihrer Hupen ist ohrenbetäubend und sie hupen, auch ohne Grund, ohne Unterlass.

Überhaupt wird ununterbrochen gehupt.

Jeder Fahrer der etwas auf sich hält hat in großen Buchstaben am Heck seines Fahrzeugs diese Zeilen stehen:

„Please Horn“!

„Love to hear your Horn!“

“Push your Horn!” etc.

Die Geräuschverschmutzung ist in den Städten kaum zu ertragen.

Oft tragen wir Ohrenschützer.

Verschmutzung der Straßen, Natur, Denkmäler und Kirchen:

Der Dreck fliegt aus dem Fenster der Fahrzeuge, wo immer, wann immer.

So sind die schönen ländlichen Straßen sehr verschmutzt.

Plastiktüten, Dosen, Flaschen, Zeitungen, eben alles, was die Insassen entsorgen möchten.

Fenster auf und raus damit, lautet die Devise.

Noch ekeliger und gefährlicher ist, dass fast jeder diese Betelblätter kaut.

Es handelt sich um eine Droge in Form von großen, grünen Blättern.

Gekaut verfärben sie sich im Mund rot.

Betelblätter / Link:

…azarius.net/smartshop/…

Nach reichlichem kauen und dem Eintritt der berauschenden Wirkung wird das Ganze dann einfach im hohen Bogen ausgespuckt.

Oft beim fahren in der Stadt und bei mehrfachen Fahrspuren.

Man tut gut daran Fenster des Wagens geschlossen zu halten, um diese ekelhafte Dusche nicht auf Sitze oder sich selbst zu bekommen.

Wer regelmäßig diese Droge kaut, dem faulen die Zähne weg.

Man erkennt die Süchtigen leicht an den kaum noch wahrnehmbaren braunen Stumpen im Mund.

Die Nepper, Schlepper und Touristenfänger sind ein weiteres Übel.

Sie findet man überall, wo sich Touristen tummeln.

Sie wollen Geld dafür, dass sie auf die Schuhe aufpassen, die man im Tempel vorne am Eingang zurücklassen muss, denn das Betreten der Tempel mit Schuhen ist verboten.

Aber das sind noch die Kleinen unter den Schurken.

Es gibt auch die, mit denen man einen Preis vorher klar ausgehandelt hat, die dann, nach erbrachter Leistung dass Doppel und Dreifache wollen.

Der freundliche Hinweis die Polizei anzurufen, regelt dann aber den Preis wieder auf das Vereinbarte.

Fußgänger leben gefährlich!

Es ist quasi ein Spiel auf Leben und Krankenhaus, eine Strasse zu überqueren.

Selbst bei Fußgängerüberwegen und bei roten Ampeln wird voll auf die Fußgänger drauf gehalten, so dass meist nur ein schneller Lauf oder Sprung einen vor den irren Fahrzeuglenkern zu schützen.

Busfahrer leisten hier wirklich Spitzenleistungen!

Sie kennen keine Bremsen, so unser Eindruck.

Polizisten ahnden Verkehrverstöße meist, indem sie sich Geld zustecken lassen.

Busfahrer in Sri Lanka:

rp-online.de/reise/news/Viele-Busfahrer-trin…

Professionelle Bettler, bedürftige Alte und Kranke und bettelnde Kinder

Auch so ein Thema für sich!

Den alten und wirklich kranken Menschen, denen man die Behinderung auch wirklich ansieht, den geben wir jeweils 10 Rupien.

Das reicht für zwei einfach Mahlzeiten.

Danke sagt man nicht, man fordert nach Vereinnahmung der Gabe mehr Geld.

Das nervt!

Gibt man Geld und andere sehen das, ist man umzingelt und Händen, kreischenden Bettlern und vor allem Kindern.

Kindern geben wir generell kein Geld!

Solange Kinder mittels ihrer Bettelei Geld nachhause bringen, schickt man sie nicht in die kostenlosen Schulen.

Übrigens lesen wir erfreulicherweise in einer indischen Zeitung, dass 94% der Kinder die Schule besuchen.

Würden wir den Kindern Geld geben, würden wir folglich ihre Bildung helfen zu unterbinden.

Ebenso kleinen Kinder, die von ihren Müttern auf dem Arm getragen werden, meist irgendwelche dicken Beulen, oder ähnliches haben, geben wir kein Geld.

Die Krankenversorgung in Indien und Sri Lanka ist kostenlos.

Bettelnde Mütter lassen oft ihre Kinder nicht behandeln, weil mittels der erbarmungswürdigen Erkrankung, die ja Geld für die Mutter, die Bettlerin bring, eine Behandlung den Untergang des Geschäftsmodells bedeuten würde.

Und Achtung!

Die professionellen Bettler sind die schlimmsten!

Sie rutschen über den Asphalt.

Ihre Beine scheinen völlig verbogen und deformiert.

Nachdem sie Geld erhalten haben und man sich noch einmal nach ihnen umdreht, stehen sie auf und können ganz normal gehen.

Wir geben also Almosen in kleinen Mengen, wie empfohlen und schmeißen nicht wie viele Amerikaner es tun, mit Dollarscheinen um uns.

So abgespeist, werden wir für unsere kleine Gabe auch oft noch beschimpft, manchmal schlimmer noch, verflucht.

Bettler / Kategorien / Verhalten / Empfehlungen:

srilanka-info.com/mozilla/…bettler-2.html

So Freunde, genug gemeckert, wir müssen weiter!

Colombo

http://de.wikipedia.org/wiki/Colombo

Um 9:30 Uhr, 30 Minuten früher, fährt unser Taxi vor, welches nun für 4 Tage und rund 1.000 Kilometer unser fahrbarer Untersatz sein wird.

Der junge Fahrer ist symphatisch, freundlich und ein ruhiger Fahrer.

Das gefällt uns!

Es geht los!

Die Tour soll von Colombo hoch ins Bergland gehen, dann zurück entlang der Ost-, Süd und Westküste.

Er und auch wir wissen nicht wirklich und so ist es vorher vereinbart, wo wir hin können, wo was geht, oder wo wir umgehen müssen.

Dies, weil 14 Tage vorher ein riesiger Monsun, zu dieser ungewöhnlichen Jahrzeit, runter gegangen ist und Straßen und ganze Ortschaften weggespült hat.

Über 200.000 Menschen sollen obdachlos sein.

32 Jahre Krieg mit den Tamilen haben dem Land zudem starke Narben zugefügt.

In gewissen Landstrichen müssen wir zudem, gleichwohl das Thema Krieg seit zwei Jahren erledigt sein soll, vorsichtig sein.

Auch verminte Gebiete gibt es noch in den Dschungeln im Norden des Landes.

Wir fahren los!

Ganze zwei Stunden brauchen wir, um aus dem Moloch Colombo nebst Vororten hinaus zu kommen.

Im Bergland der Insel

Dann steigt die Straße an und wir erreichen Nahe Candy das Bergland.

Unser erstes Ziel soll ein Elefantenbaby-Waisenhaus in Pinnawela sein.

Elefanten-Waisenhaus: translate.google.de/translate…

Nach vier Stunden ungeheuerlicher Fahrt auf schwer vom Monsun gezeichneten Straßen erreichen wir den Dschungel mit dem Camp für diese Elephanten-Waisenkinder.

Wir steigen aus, wollen Bananen kaufen und begeben uns zum Eingang, wo uns dann doch wieder einmal der Atem stockt.

Inder zahlen 10 Rupien Eintritt, was völlig okay ist.

Ausländer, und nun kommt es, zahlen pro Person € 22,00, plus nochmals Euro 5,00 für eine Kamera und € 7,00 für eine Videokamera.

Hallo! Geht’s noch?

„Entschuldigung, aber wir lassen uns hier doch nicht völlig ausnehmen!“, denken wir und verlassen den Eingang und fahren weiter.

Ziel 2 ist der Berg der Erleuchtung des Buddha, hoch oben im Bergland, im Norden des Landes bei Sigiriya.

Unterwegs, entlang des Flusses Kelani Ganga, wurde 1956 der Film „Die Brücke am Kwai“ gedreht.

Brücke am Kwai:

de.wikipedia.org/wiki/Die_Br%C3%BCcke_am_Kwai

Bilder zu der Brücke am Kwai:

http://www.google.de/images?hl=de&q=br%C3%BCcke+am+kwai&wrapid=tlif129846893010911&um=1&ie=UTF-8&source=univ&sa=X&ei=UhBlTferG4ySOpWR5NQF&ved=0CDoQsAQ

Gegen 16 Uhr landen wir dann am schon gelb-orange in der untergehenden Sonne leuchtenden Berg der Erleuchtung an.

Man kann sich ihn so vorstellen, wie eine Miniaturausgabe des Ayers-Rock in Australien, nur das er inmitten des Dschungels liegt.

Die erste Lodge die wir ansteuern ist kaum belegt, die Zimmer schön und der Blick auf den Rock erleuchtend.

Wir schauen uns zwei Zimmer an, nicken uns gegenseitig zu und wollen buchen.

€ 55 will der Besitzer der kleinen Lodge.

Und hier sind wir wieder bei den Abzockern gelandet!

„Nein danke sagen wir!“, uns reisen weiter zur nächsten Lodge.

Ah, Euro 10,00 die Nacht ist doch okay. Lakmini-Lodge!

Das Zimmer auch und die Terrasse macht auch einen guten Eindruck.

Sehr schön die auf Stelzen hoch gebaute Hütte, mit Holzbänken und dem direkten Blick zur Erleuchtung gefällt uns besonders gut.

Nach sieben Stunden Fahrt genau der paradiesische Platz, wo wir uns niederlassen und gleich auch ein eiskaltes Bier bekommen.

Hier rauche ich meine erste Zigarre in Sri Lanka.

Für besondere Momente hatte ich mir einige gute Stücke mitgebracht.

Herrlich die Aussicht und ich schieße eine Menge Fotos.

Als die Sonne untergeht, sprühen wir uns mit einem bestimmten Mosquitospray ein und wandern Richtung Restaurant, welches ca. 3 Kilometer entfernt, ebenfalls im Dschungel liegt.

Malaria

http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria

Abwehr gegen Mosquitostiche:

malaria-impfung-prophylaxe.de/vorbeugung-mue…

Selbst hier, inmitten des Urwaldes, im Nowhere, im Never-Never, greift uns ein Schlepper an.

„Der Straße dürfen wir nicht folgen in der Dunkelheit!“, gibt er von sich.

Nachts kommen die Tamil Tigers, und auch Tiger, wilde Elefanten, Schlangen, Spinnen und er zählt mit Blick auf Gitte alles an Getier auf, was empfindlichen Frauenseelchen unheimlich sein könnte.

Er macht das aber so übertrieben und charmant, dass wir für 100 Rupien seine Tok-Tok-Dienste in Anspruch nehmen.

Weniger weil wir uns fürchten, mehr weil wir die 6 Kilometer hin- und zurück nicht wirklich laufen wollen.

Im dem Dschungelrestaurant, mehr so eine offne Hütte und mangels weiterer Mitwettbewerber zahlen wir € 15 für drei Sandwichs und zwei Flaschen Bier.

Dann geht es zurück zu unserem Camp.

Der Dschungel ist längst erwacht.

Überall Geräusche, geknistert, schreiende Vögel und Affen und in der Ferne die Sirenen der wilden Elefanten, sind zu hören.

Der freundliche ältere Herr dem die Lodge gehört kümmert sich rührend um unser Wohl.

Sigiriya / Geschichte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sigiriya

Fotos zu Sigiriya / … unbedingt anschauen!

www.google.de/images…

Wir sitzen auf der Terrasse und fühlen uns einfach nur noch wohl!

Eine gute und erleuchtende Nacht, so Nahe am Berg Buddhas, liebe Leser!

Buddhas Erkenntnis und Lehre:

http://www.buddhakids.de/page12/page12.html

Buddhismus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus

Die Lehre Buddhas:

palikanon.com/diverses/…lehrebuddhas1.htm

Sehr interessanter Link mit Karte von Indien und Sri Lanka. Durch einfaches anklicken kommen dann die Fotos zu den einzelnen Orten hoch:

twip.org/world-in-photos-asia-sri-lanka-en-8…

Wir schlafen tief und fest, in dieser Nacht, inmitten des Urwaldes von Sri Lanka.

Am nächsten Morgen genießen wir die Terrasse und das Frühstück.

Gegen 10 Uhr geht es dann weiter.

Nächstes Ziel ist Candy.

Candy ist eine heilige Stadt der Hindus.

Eine der heiligsten Städte sogar und eine der schönsten, wenn nicht gar die Schönste Sri Lankas!

Candy, schönste Stadt Sri-Lanka`s

Fotos zu Candy:

http://www.google.de/images?hl=de&wrapid=tlif129847033032811&q=kandy+sri+lanka&um=1&ie=UTF-8&source=univ&sa=X&ei=yxVlTaGBMtHsOaPjlI4G&ved=0CCcQsAQ

Buddhas Zahn hat magische Kräfte und gilt als Heilig:

de.wikipedia.org/wiki/Sri_Dalada_Maligawa

Bilder zum kulturellen Teil Candys und zum Tempel, der den Zahn Buddhas beherbergt:

www.google.de/images…

Die Fahrt heute ist wesentlich kürzer.

Wir haben nur rund 120 Kilometer vor uns.

Schon gegen Mittag erreichen wir Candy und sind wahrhaft begeistert.

Ein Gasthaus ist schnell gefunden, wir zahlen allerdings auch rund € 40.

Nach dem einchecken begeben wir uns auch sofort auf „Safari“.

Candy ist um einen See herum gebaut.

Auf der nördlichen Seeseite befindet sich der so genannte Zahntempel.

Hier wird, nach dem Tode Buddhas und der Verbrennung seiner Leiche der einzig des Feuers entgangener linker Eckzahn aufbewahrt.

Dieser Zahn wird den Gläubigen zweimal am Tag gezeigt.

In diesen Zeiten quillt der Tempel über und Tonnen von Blumen und Gaben werden dem Heiligtum gereicht.

Der Zahn hat eine besondere Bedeutung.

Wer ihn besitzt, ist quasi Religionsführer.

So haben die Tamil Tiger natürlich per Anschlag schon versucht den Tempel in die Luft zu jagen, um an eben diesen Zahn zu kommen.

Buddha’s Tot:

buddhawege.de/CMS/Der-Tod-des-Buddha.140.0.h…

Der Bürgerkrieg auf Sri Lanka dauerte 32 Jahre, fast 200.000 Menschen starben:

…wikipedia.org/wiki/…BCrgerkrieg_in_Sri_Lanka

Wir verbringen einen wunderschönen Tag und Abend in Candy.

Natürlich besuchen wir auch den Zahntempel.

Am nächsten Morgen geht es wieder weiter.

Individualtourist zu sein kann ganz schön anstrengen.

Nuwara Eliya

Weiter geht es hoch in die Gebirge, 2200 Meter ü. M., zu den Teeplantagen und einer kleinen Gebirgsstadt namens Nuwara Eliya.

Der Stadt des Lichts!

Link zu Nuwara Eliya: http://de.wikipedia.org/wiki/Nuwara_Eliya

Fotos zu Nuwara Eliya: http://www.google.de/images?hl=de&q=nuwara+eliya&um=1&ie=UTF-8&source=univ&sa=X&ei=HB1lTaa6K9CVOuCUufkF&ved=0CCkQsAQ

Bisher haben wir bei 40 Grad schwitzen dürfen.

Nun wird es frisch.

Wir packen unsere Winterpullover aus, denn bei 10 Grad plus frieren wir hier gewaltig.

Die Fahrt von Candy hoch ins Gebirge ist eine der schönsten Strecken die wir je gefahren sind.

Es sind zwar nur rund 70 Kilometer, wir lassen uns aber über drei Stunden Zeit hierfür.

Cruisen langsam auf glatten, schlaglochfreien Asphalt.

Ständig, hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer und grandioser Ausblick.

Entweder hinunter in das 2000 Meter tiefe Tal, oder wieder hoch ins Gebirge, oder den wunderschönen kleinen und auch riesigen Teeplantagen.

Überall an der Straße befinden sich kleine Fabriken, die den Tee verarbeiten.

Viele davon kann man besichtigen und auch Teeproben nehmen.

Die Luft ist so klar, so sauber, wir atmen tief ein.

Es herrscht kaum Autoverkehr hier und die Ruhe, die Befreiung aus den Hupkonzerten der Stadt Colombo wirkt gut, tut gut.

Ganz nach dem Motto, „… wie sie hören – hören sie nichts!“, genießen wir diesen Ausflug hier hoch ganz besonders.

Das einzig störende ist, das inmitten der Plantagen die Mobilfunkanbieter überdimensionale Werbeflächen gemietet und mit entsprechend, teilweise 50 Meter langen und 20 Meter hohen Werbetafeln die Landschaft verschandeln.

Die großen Landschaftsverschmutzer in Sachen Werbung sind insbesondere „Vodafone“ und „Airtel“.

Überhaupt sind ihre Plakate an jeder Bude, jedem kleinem Geschäft auf Sri Lanka.

Sie schreien unsere Augen, in ihrem krassen Rot förmlich an.

Wir konzentrieren uns aber auf die unglaubliche Landschaft, hier im Gebirge Sri - Lankas.

Als wir den Gebirgskamm, der von Einheiten der Armee streng bewacht wird, wie auch überall auf Sri Lanka entsprechende Armeeposten stationiert sind überwinden, geht es zweihundert Meter hinunter nach Nuwara Eliya.

Wir finden für € 30 ein nettes Guesthouse am Rand der Stadt.

Es ist ein Gebäude im Kolonialstil, erbaut wohl noch von den Engländern und sehr gepflegt.

Es gibt eine Bibliothek und ein gemütliches Zimmer hier, ähnlich eines Clubzimmers in englischen Adelshäusern.

Jeder kann hier sitzen, lesen, ausruhen oder sich mit anderen Gästen unterhalten.

Hier treffen wir einen sehr speziellen Individualtouristen - Ehepaar aus Deutschland.

Sie sind unterwegs mit einem Fahrer, einem Reiseleiter und sogar einem Bodyguard.

Unüblicherweise zahlt er ihnen auch noch das Hotel, Verpflegung und sonstige Kosten.

Da kommt schon ganz schön was zusammen.

Unser Fahrer hingegen versorgt sich selbst und bekommt jeweils in den Hotels wo wir weilen, ein Fahrerzimmer, welches er sich auch manchmal mit mehreren anderen Fahrern teilen muss.

Am Nachmittag zieht es uns in das kleine Städtchen und wir durchschlendern die Marktgassen und Plätze.

Wir freuen uns über die vielen kleinen Bäume, die hier sorgsam gepflanzt wurden, ein Schutzgitter besitzen und ein Schild auf dem steht, „Dieser Baum wurde für Ihre Enkel gepflanzt!“

Am Abend haben wir, trotz entsprechender Bräune und Sonnengewöhnung durch die Höhenlage (2.000 Meter über dem Meeresspiegel) einen kräftigen Sonnenbrand im Gesicht.

Morgen geht es weiter, hinunter zur Ostküste.

Hinunter zur 163 Kilometer langen Tsunamiküste, an der 2004 mehr als 100.000 Menschen ihr Leben ließen.

Morgens, wieder so gegen 9 Uhr in der Frühe, verlassen wir Nuwara Eliya.

Bisher waren die Straßen recht annehmbar, sogar manchmal richtig gut.

Nun kommt, was wir befürchtet haben.

Der Monsun der hier vor 12 Tagen niederging, hat genau den Abschnitt des Landes erwischt und zerstört, der nun vor uns liegt.

Es ist schrecklich!

Ganze Straßenabschnitte fehlen, aber, … die Bauarbeiten sind schon im vollem Gange.

Im vorbeifahren können wir Häuser ausmachen, die tief den Hang hinunter gerutscht sind.

Von manchen Häusern fehlen ganze Hälften und die Erdrutsche von den Hängen sind deutlich auszumachen, die Erde allerdings schon geräumt.

So geht es sehr langsam voran.

Schrittgeschwindigkeit ist angesagt und immer wieder warten, … warten, … warten, bis die Baufahrzeuge die Straße einmal kurz für den Verkehr freigeben.

Der Himmel heute ist stark bewölkt und es könnte Regen geben.

Ein neuer Monsun, vielleicht?

Deshalb versuchen wir das Gebirge schnell hinter uns zu lassen.

So schnell wie eben nur möglich.

Gegen Mittag erreichen wir die Ebene, nachdem wir etliche kleine und große Gebirgsörtchen durchfahren haben.

Entlang der Küste

Verkehrsschilder fehlen leider und so müssen wir uns immer wieder durchfragen.

Schließlich erreichen wir gegen 14 Uhr die Küste.

Überall sehen wir die Schilder der Hilfsorganisationen, die sich an der Tsunamihilfe beteiligen.

Allerdings können wir außer den Neubauten die hier entstehen, keine Spuren der Katastrophe mehr wahrnehmen.

Unser Ziel ist es eigentlich, ein nettes Hotel direkt an der Küste zu finden und dort einige Tage auszuspannen.

Gegen Abend wissen wir, dass es damit nichts geworden ist.

Die kleinen Hotels hier an der Ostküste sind sehr heruntergekommen.

Es liegt wohl daran, dass der Tourismus noch nicht wieder hier angekommen ist und seit dem Tsunami einfach das Geld fehlt.

Die besseren Hotels wollen sage und schreibe Dollar 150 pro Nacht.

Das ist uns in anbetracht der Zeit die wir hier eigentlich verbringen wollen, einfach viel zu viel.

So landen wir schließlich und endlich gegen Abend wieder in Colombo an.

Wir nehmen wieder das Nippon Hotel, da es sauber ist, geräumig, inmitten der Stadt liegt und natürlich, die kleine Bar mit dem kühlen Bier nebenan hat.

Die € 20 entsprechen auch unserem Budget, so bröckelt unsere Tagesausgabe auch wieder etwas nach unten, unser Tagesschnitt verbessert sich wieder.

Zurück in Colombo

Die nette Dame im Hotel ist überrascht uns so schnell wieder zu sehen.

Eigentlich wollten wir ja noch so 7-10 Tage auf Sri Lanka bleiben.

Da das mit dem Hotel an der Ostküste und auch an der Südküste nicht geklappt hat, wollen wir aber auch nicht diese lange Zeit in Colombo vertrödeln.

Am nächsten Morgen mache ich mich auf zum Büro der Kingfisher-Airline und lasse das Ticket gleich auf übermorgen, für den Mittagsflug zurück nach Indien umbuchen.

Port of Destination: Chennai.

So haben wir noch zwei Tage Zeit, das mit den Visa zu klären.

Denn eigentlich dürfen wir noch gar nicht wieder nach Indien einreisen.

(Siehe Kapitel Bangalore!)

Am Nachmittag begeben wir uns gegen 16 Uhr zum High-Commissioneer auf India.

Dort herrscht schon ein ziemliches Gedrängel.

Als wir endlich an der Reihe sind, erklärt und der Beamte, dass wir auf keinen Fall nach Indien einreisen dürften.

Es müssen zwei Monate Zeit dazwischen liegen und Basta!

Unsere Bemühungen ihm das mit dem Rückflug nach Kolkata und dann nach Deutschland zu erklären interessieren ihn nicht.

Ein anderer junger Beamter hört sich das alles an.

Er spricht mit uns und sagt: „Da lässt sich was machen!“

Wir sollen morgen früh, bevor das Konsulat öffnet kommen und er würde uns den Stempel besorgen.

Er sagt es nicht direkt, aber er deutet an, dass uns das doch so um die 100 Dollar wert sein sollte.

Was sollen wir machen, wir nicken ab und versprechen morgen früh genau wie von ihm verlangt, gegen 8:45 Uhr wieder hier zu sein.

Die Dollars würden wir im Pass deponieren.

Dollar 50 in jedem.

Wir sprechen noch mit einem verzweifelten, jungen Paar aus England.

Ihre Pässe, mit dem gleichen Problem der Rückreise nach Indien, werden nun schon seit 10 Tagen hier bearbeitet.

Nicht einmal der Beamte weiß, wo sie gerade unterwegs sind.

Er wimmelt die beiden einfach frech ab.

Menschliche Züge, Verständnis für die Situation, etwas Freundlichkeit?

Fehlanzeige!

Ein schlicht aufgeblasener, dummer, wichtigtuerischer Beamter!

Sie mussten schon über 20 Anträge ausfüllen, Angaben machen, Kopien liefern, etc.

Das schlimmste aber ist, morgen läuft ihr Sri-Lanka Visa aus.

Sie stehen dann in Colombo ohne Pässe, ohne Aufenthaltsgenehmigung und können nicht einmal, mangels Pass, in ein neues Hotel einchecken.

Zudem geht morgen ihr Flug zurück nach Indien.

Sie haben wirklich pure Angst, man sieht es ihnen an.

Wir bummeln noch durch Colombo und gehen gegen Abend in ein Restaurant welches srilankisches Buffet anbietet, um alle Speisen einmal zu verkosten.

Pppppuuuuuhhhhh, so scharf haben wir noch niemals gegessen.

Uns stehen die Tränen in den Augen.

Am nächsten Morgen machen wir uns früh auf.

Wir brauchen den Stempel für übermorgen.

Ergo stehen wir um 8:45 Uhr an der indischen Botschaft.

Wer nicht kommt ist der Beamte, der uns durchschleusen wollte.

Der andere Beamte ist ruppig, ja gar frech und verkündet uns schon mal, dass wir nicht nach Indien können.

Er behandelt uns wie Dreck!

Wir bekommnen eine Wartemarke, müssen durch zahlreiche Sicherheitsschleusen und sitzen vor den Schaltern der Herrschenden, der Beamten.

Um uns herum viele Leute, die dasselbe Problem haben und darüber diskutieren, wie man es lösen könnte.

Sieben Schalter gibt es dort, nur einen hat offen.

Man sieht es dem Typen inter dem schusssicheren Glas an, dass ihm das alles irgendwie überhaupt nicht interessiert.

Gitte und ich schauen uns an und eines ist uns sofort klar: Unsere Pässe bekommen diese, Sorry für das Wort, Vollidioten hier nicht. Niemals!

Sie könnten uns ohne Ende abzocken, uns grillen, braten, ausnehmen wie eine Weihnachtsgans.

Wir stehen auf und gehen und beraten, wie es nun weiter gehen könnte.

Dafür entwickeln wir verschiedene Szenarien.

Plan „A“ wäre, einfach zum Airport zu fahren und versuchen einzuchecken und quasi, wenn es niemanden auffällt, illegal in Indien einzureisen.

Plan „B“ wäre es, ein neues Ticket für ein visafreies Land zu kaufen und dorthin zu fliegen. Thailand zum Beispiel, käme in Frage.

Natürlich wäre auch Deutschland möglich, aber wir wollen ja noch 20 Tage unterwegs bleiben.

Letzteres würde aber mangels der Kooperationsbereitschaft der Lufthansa bedeuten, dass unser Rückflug von Kolkata verfällt und wir einen neuen Flug buchen müssten.

Am Abend sitzen wir wieder in der Bar.

Wir sind wütend über diese korrupten, dümmlichen Beamten und entscheiden uns klar uns nicht weiter vera….. zu lassen und Plan „A“ durchzuziehen.

Diesen Abend bechern wir etwas und trinken uns einfach Mut an.

Zusammenfassung SRI LANKA

Aus unserer Sicht und nur unsere Meinung nach der Art und Weise unserer Individualreise:

Lohnt sich Sri Lanka wirklich?

Klare Ansage! Nein!

Die Strände sind meist kurz, liegen meist an Hauptstrassen oder Bahnstrecken, oder schmuddeligen Orten.

Die guten Hotels sind völlig überteuert. 5-Sterne weit über 100 Dollar pro Nacht.

Ausflüge ins Hochland oder das Kulturdreieck sind zwar interessant, aber, für eine so lange Reise und die Kosten gibt es bessere, interessantere Ziele.

Sri Lanka ist laut, schmutzig und nervös.

Alle touristischen Ziele werden von Neppern – Schleppern – Touristenfängern belegt und die sind wirklich nervtötend.

Man kann sie nicht loswerden, selbst wenn man selbst laut wird.

Die Fahrkünste der Fahrer im Straßenverkehr sind lebensgefährlich.

Schöne, kleine Cafes an den Sehenswürdigkeiten zum ausruhen, relaxen und bewundern gibt es so gut wie keine.

An kulturellen Städten hat Sri Lanka eigentlich wenig zu bieten, es sei denn, man nimmt lange Strecken in auf sich.

Der Norden Sri Lankas ist noch immer mit Gefahren verbunden.

Zwar schweigen die Waffen seit zwei Jahren, aber der Konflikt ist längst nicht beigelegt.

Der Norden ist zudem stark vermint und kann nicht ohne weiteres in gewissen Teilen besucht werden.

Weit gereist wie wir es nun mal sind, würden wir Sri Lanka nicht wirklich auf unserer „to do list“ aufnehmen.

Wir hatten einige schöne Tage dort, es war eine Erfahrung, aber eine Wiederholung wird es nicht geben und eine Empfehlung, von uns jedenfalls, wirklich auch nicht.

Eine Woche nachdem wir Sri Lanka verlassen haben hören und sehen wir in den BBC Fernsehnachrichten, dass ein erneuter Monsun niedergegangen ist.

Über 200.000 weitere Menschen sollen obdachlos sein.

Die Ostküste und das Bergland sind besonders betroffen.

Na, da war unser Timing ja perfekt. Leid tun uns nur die Menschen, die diese Unwetter nicht überlebt haben, oder die alles verloren haben.

Indien wir kommen …

Am nächsten Morgen checken wir aus dem Nippon aus und unser Fahrer wartet schon.

Der netten Seele an der Rezeption rufen wir noch zu: „Vielleicht bis heute Abend!“

Dann geht es zum Airport.

Der Plan beinhaltet, die Damen von der Airline und die Airportbeamten so bei der Passkontrolle in Gespräche zu verwickeln, dass sie gar nicht dazu kommen, den Zusatz im Pass zu lesen.

Aus Versehen die Handtasche von Gitte über sie / ihn ausschütten, gehört im Notfall auch dazu.

Und so ziehen wir unser Ding einfach durch!

Es sind sechs Hürden zu nehmen:

1. Sicherheitskontrolle gleich vorne am Eingang zum Airport

2. Die Damen der Airline, die die Visa eindeutig und genau checken

3. Die Zollbeamten vor der Gepäckschleuse

4. Die Beamten vom Migrationsdepartement vor der Lounge

5. Der Beamte der beim Besteigen des Flugzeugs nochmals den Pass checkt

6. Schaffen wir diese Hürden, so müssen wir bei der Ankunft in Chennai, in Indien, nochmals die Immigration durchlaufen und auch hier nicht auffallen, oder nach Plan auffallen.

Die Sicherheitskontrolle ist kein Hindernis. Die Dame von der Airline sieht jedoch den Eintrag im Pass und spricht ihre Kollegin an.

Die zuckt nur mit den Schultern und wir verwickeln sie sofort in ein Gespräch.

Irgendwie ist sie abgelenkt, der Pass und Eintrag sind ihr nicht mehr direkt gegenwärtig und wir bekommen die Boarding-Pässe.

Der Rest des Plans „A“ geht einfach von statten.

Schließlich sitzen wir nach zwei Stunden im Flieger, bestellen Champus.

Das haben wir uns verdient.

Wir grinsen uns an, drücken uns die Hände.

„Na Gittchen, wie haben wir das nun wieder gemacht?“, sage ich zu meiner besseren Hälfte.

Was kann denn nun noch kommen?

Verhaften werden die uns bestimmt nicht am Airport.

Wir wissen, wir könnten sofort darauf bestehen, unseren Konsularbeamten zu sprechen. Oh – das wäre ja Ärger, Berichte schreiben, etc.

Zuviel für einen gelangweilten Beamten.

Das schlimmste was kommen könnte, dass wir zur Fremdenpolizei müssten und dort vielleicht entschieden werden könnte, dass wir gleich wieder Indien verlassen müssten.

Nun sehen wir das ganz locker.

Unsere Papiere für die Weiterreise und das Ticket für unseren Rückflug nach Deutschland haben wir ja.

Ein Hotel in Indien ist gebucht, wir könnten ja auch dort auf weitere Entscheidungen warten.

Kurz und knapp, wir sind auf alles vorbereitet!

Die Anspannung steigt erst wieder an, als wir in Chennai ankommen und in der Reihe der Passkontrollen stehen.

Wir suchen uns die Reihe sehr genau aus.

Schauen uns die Gesichter der Beamten an und entscheiden uns für einen älteren Herrn der eher gemütlich mit den Pässen der Einreisenden umgeht.

Gitte sagt: „Den nehmen wir, der geht bald in Rente, der hat keine Lust auf Stress!“

Jiiiiipppp! Und es klappt!

Gelangweilt blättert er die Pässe durch.

Schaut sich das Visa nur oberflächlich an.

Vielleicht kann er auch gar kein Englisch.

Zweimal knallt der Stempel in unsere Pässe und wir sind durch.

Plan „A“ hat gezogen und wie.

Heute Abend werde ich mir eine dicke Zigarre anstecken und mich freuen!

Wir sind wieder in Indien und müssen unweigerlich an die jungen Leute denken, die keine Pässe mehr hatten.

Was mag aus ihnen geworden sein?

Mutig waren wir ja schon, denn wir hatten gar schon von Colombo aus das Sea-Breeze-Hotel in Mamallapuram gebucht und sehen, als wir den Airport verlassen auch schon ein Schild, mit unseren Namen darauf.

Wir grinsen!

Es stört uns auch nicht, dass der Taxifahrer über 30 Minuten benötigt, sein Taxi zu finden.

Er wusste nicht mehr genau, wo er geparkt hatte.

Wir nehmen in diesem Taxi noch ein anderes deutsches Paar mit, welches wir beim einchecken in Colombo kennen lernten und die zufällig im gleichen Hotel gebucht hatten.

Mamallapuram im Tamil Nadu

2,5 Stunden brauchen wir für die 22 Kilometer, wovon 15 durch den Moloch Chennai führen.

Mamallapurams Tempel, die fünf Rathas, der außergewöhnliche Leuchtturm und die Reliefs und Höhlen sind Teil des Unesco-Weltkulturerbes und haben einiges zu bieten.

Hier wollen wir nun 14 Tage bleiben und von hier aus Ausflüge in den Süden Indiens unternehmen.

Gegen 20 Uhr erreichen wir das Hotel und checken ein.

Für heute Nacht haben wir ein bescheidenes Zimmer, morgen jedoch beziehen wir einen großen Raum mit Balkon und Meeresblick.

Die Übernachtung ist nicht wirklich preiswert mit 50 Euro, inklusive 12,5% Luxussteuer, aber nun wollen wir auch einmal wieder ausspannen, es gut haben und unsere Kasse haben wir bisher ja auch wirklich geschont.

Unser Tagesschnitt liegt bisher bei rund € 70 pro Tag inklusive allem und mit € 100 hatten wir uns die Grenze gesetzt.

Das Hotel ist wirklich klasse.

Palmengarten, einen riesigen Pool, Gärten, Restaurant und direkt am Meer, der Bucht von Bengalen.

Hier ist es immer windig und man spürt die Hitze nicht so.

Es ist richtig paradiesisch.

Gleich am Tor zum Hotel beginnt die Altstadt von Mamallapuram und wir sind mittendrin im Geschehen.

Wir sind sehr zufrieden!

Mamallapuram / Google Maps:

http://maps.google.de/maps?hl=de&q=mamallapuram&wrapid=tlif129854730956210&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=Mamallapuram,+Tamil+Nadu,+Indien&gl=de&ei=iEJmTZzZA8j2sgbgq_3jDA&sa=X&oi=geocode_result&ct=title&resnum=1&ved=0CBwQ8gEwAA

Mamallapuram Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mamallapuram

Mamallapuram Fotos:

www.google.de/images…

Der Apostel Thomas, der das Christentum nach Indien brachte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_(Apostel)

Fotos vom Grab des Apostel Thomas:

http://www.google.de/images?hl=de&xhr=t&q=grab+des+apostel+thomas&cp=22&wrapid=tljp1298560149562036&um=1&ie=UTF-8&source=og&sa=N&tab=wi

Am nächsten Morgen beziehen wir unser neues Zimmer.

Es ist wirklich toll.

Der große Balkon mit Blick über die Palmen und dem Meer ist erstklassig.

Das Bad ist recht modern und noch nicht, wie die meisten Bäder der Hotels verschimmelt.

Das Zimmer ist elegant, hat eine Klimaanlage und Ventilator.

So wollten wir das für unser letztes Drittel unserer Reise haben, genau so und nicht anders.

Zwei, drei Tage unternehmen wir nichts.

Liegen am Pool, schwimmen im Meer und abends gehen wir aus und suchen uns die Restaurants mit den besten, frischen Fischen und wirklich kaltem Bier.

Zum zweiten Male genießen wir eine Auszeit in Indien und müssen nicht gleich morgen wieder packen und lange Tage mit reisen verbringen.

Mamallapuram ist ein kleines, eher zurückgebliebenes Städtchen, welches die üblichen 200 Touristenläden beherbergen und die mit dem gleichen Schnickschnack aufwarten.

Mamallapuram lebt von den 5 Rathas und vielen Felsreliefs die irgendwelche Mönche vor hunderten von Jahren hier in den Fels gehauen haben.

Außerdem ist Mamallapuram Ausgangspunkt für viele Touren.

Wir befinden uns übrigens im Bundesstaat Tamil Nadu.

Tamil für Tamilen und im übrigen wurde dieser Bundesstaat einst von Pakistanern besiedelt.

Diese Kultur, Mentalität und Ausdrucksweise haben sich bis heute erhalten.

Man nennt Tamil Nadu auch Back-Pakistan.

Die nächsten Tage besuchen wir die aus Stein gehauenen Monumente die den Namen Fünf-Rathas tragen und die vielen Reliefs und vor allem Shivas Butterkugel.

Der große Tempel am Meer liegt direkt bei uns am Strand.

Fünf Rathas:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ratha

Fotos zu den Rathas:

http://www.google.de/images?hl=de&q=5+rathas&wrapid=tlif129854812028110&um=1&ie=UTF-8&source=univ&sa=X&ei=qUVmTYfPNcvEswaI14j4DA&ved=0CEsQsAQ

Restaurant die zu empfehlen sind:

1. Moonraker, das beste in Town

2. Santana-Rooftop an der Beach

3. Beachside-Restaurant

4. Sea-Breeze-Hotel Restaurant.

Eine große Platte mit Riesengarnelen, einen mittelgroßen Fisch, Gemüse, Pommes-Frittes, Reis und Tintenfischringen, direkt vom Fischer ins Restaurant und auf den Grill kosten 500 -600 Rupien, fertig serviert auf unseren Tellern.

Die Portion reicht meist für zwei Personen.

600 Rupien sind rund € 10.

Gibt es nun noch eine Frage darüber, wie wir uns ernährt haben?

So, und wie sind nun unsere weiteren Pläne.

Wir haben ja schon Anfang Februar 2011 und am 19.02.2011, morgens um 2:30 Uhr müssen wir, so die Tickets, aus Kolkata (Kalkutta) ausfliegen.

Unser Plan ist es, die Ostküste hinauf zu fahren.

Mit der Bahn? Nie mehr per Bus!!! Mit dem Auto!, mal sehen.

Die Stationen die wir geplant haben wären:

1. Vijayawadda: 500 km nördlich von unserem Standort

2. Vishakhapatnam: 800 km von Standort, wo wir uns nun befinden

3. Puri und Bhubaneshwar: 1.200 km

4. Kolkata: 1.500 km und Ende unserer Reise.

Quasi die gesamte Ostküste Richtung Norden, immer entlang des Golfes von Bengalen.

Doch wie schon so oft wartet das nächste Abenteuer und ein ganz anderer Plan auf uns. Und, … der ist auch nicht schlecht, bestimmt sogar besser.

Doch nun …, erst einmal: Mamallapuram

Wir verbringen einige ruhige und gelassene Tage.

Es zieht uns immer wieder an den Strand.

Inzwischen habe ich eine Bräune, die mich kaum noch von den helleren Indern unterscheidet.

Jeden Tag bummeln wir durch Mamallapuram, schließen kleine Freundschaften mit den Betreibern der Restaurants und Tourveranstaltern.

Wir würden ja gerne eine größere Messingfigur mit nach Hause nehmen, aber die Händler wollen einfach zuviel dafür.

Viel mehr, als diese in anderen Städten kosten.

Der Schlag trifft mich fast, als ich einen jüngeren Verkäufer vor mir habe und nach seinem letzten Preis für eine Figur frage:

„1,3 Lak!“ seine Antwort.

Ich muss laut lachen, denn das wären rund 2.000 Euro.

Kosten darf diese Figur maximal € 150, wenn nicht gut verhandelt, max. € 250.

Für € 2.500 bis 3.000, bekommt man in Mamallapuram ein Grundstück mit einem kleinen Haus darauf, wo durchaus eine Familie ihr Auskommen und Leben genießen kann.

Und so verhindern die guten Händler die Geschäfte selbst, indem sie völlig überzogene Preise fordern.

Auch die Textilien die hier angeboten werden, sind nicht wirklich Qualität.

Es ist eben alles für Rucksacktouristen gefertigt.

€ 3 und der neue Sari ist gekauft.

Nach dreimal tragen, oder einer Wäsche, kann er dann entsorgt werden und man kauft sich einen neuen.

So vergehen die Tage zwischen aufstehen und schlafen gehen wie im Fluge.

Ach – könnte es nicht immer so weiter gehen.

Aber …, die Zeit steht nie still und es muss weiter gehen, denn in 14 Tagen müssen wir in Kolkata (Kalkutta) sein.

Dort wollen wir ja auch noch drei Tage bleiben, ergo, haben wir noch 11 Tage für die 1500 Kilometer, hoch an der Ostküste und zu den Orten, die wir noch sehen wollen.

3-4 Tage müssen wir alleine an Reisezeit rechnen.

Es wird Zeit aufzubrechen! Wir müssen! Leider!

Mit dem Veranstalter Moonraker verhandeln wir einen Fahrer mit Wagen.

Für € 150 soll er uns die 500 Kilometer hoch nach Vijayawadda bringen.

Hotels haben wir schon im Internet gescheckt.

Bis nachmittags sollten wir dort sein und einchecken.

Richtung Kolkata, oder?

Wir brechen sehr früh auf.

Freundlich verabschiedet man uns im Hotel.

Wir alle wussten noch nicht, dass wir nach 1.000 Kilometern, genau am nächsten Tag und genau in diesem Hotel wieder einchecken werden.

Der Highway Nr. 5, der eigentlich bis nach Kalkutta (… hört sich doch viel schöner an als Kolkata!) führt, den teilen wir uns.

Teilen ihn uns mit Ochsengespannen, heiligen Kühen, Ziegenherden, riesigen, selbstgeschweißten Lastwagen aus Nepal mit Überlängen und mindestens 6 Metern hoch, mit Fahrradfahrern, mit allem, was sich irgendwie bewegt.

Hinzu kommen die Bauern!

Hier werden Palmenblätter auf die Fahrbahn gelegt, um durch das Überrollen dieser einfacher an die Fasern zu gelangen.

Teile des Highways dienen auch als Lager für Reis, der dann irgendwann abgeholt wird.

Es wird einfach eine Fahrspur gesperrt.

Aus den vier Fahrspuren werden dann schon mal schnell sechs Fahrspuren, wenn die Busse einem entgegenkommen und laut hupend Platz fordern.

Unser Fahrer, Vino, nennt er sich, nimmt es gelassen.

Für das Verlassen des Bundesstaates Tamil Nadu benötigt er, wie könnte es anders sein, behördliche Stempel.

Für die Einfahrt in den Bundesstaat Andhra Pradesh, benötigt er ebenso ein Dokument mit entsprechenden Stempeln.

Es dauert über eine Stunde, die Behörden erst einmal zu finden.

Irgendwann so gegen Mittag haben wir alles was wir brauchen, gehen schnell essen und es geht weiter.

Schnell kommen wir nicht voran.

Für die 500 km werden wir 11 Stunden brauchen, im Dunkeln ankommen und feststellen müssen, dass unser Hotel inzwischen ausgebucht ist.

Die wenigen anderen Hotels die wir ansteuern sind auch alle belegt.

Vijayawadda / Fotos:

www.google.de/images…

Vijayawadda Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vijayawada

Es ist auch sehr schwierig sich zu verständigen.

Hier wir ein anderes Indisch gesprochen und unser Fahrer versteht nur Bahnhof.

Englisch ist auch nicht gerade die Amtssprache in Andhra Pradesh und so wird es langsam immer später und wir haben keine Ahnung, wo wir schlafen werden.

Unser Fahrer drückt nun auf Geschwindigkeit, denn er will ja noch die 500 Kilometer zurück nach Mamallapuram.

Es ist uns richtig unheimlich hier, dass hier ist nicht das Indien mit dem wir vertraut sind.

Es gibt auch keine Touristen hier und die Leute schauen irgendwie grimmig.

Im Hochland gibt es noch Stämme die mit Steinen Besucher aus den Dörfern vertreiben und wir müssen eine Entscheidung treffen.

Jetzt und Hier!

Die Entscheidung lautet, wir fahren wieder mit zurück nach Mamallapuram.

Wir schlafen zwei Stunden am Straßenrand, dann geht es los.

Gitte und ich wechseln uns unterwegs ab, den Fahrer zu unterhalten, damit er nicht einschläft.

Nachts ist es besonders gefährlich auf dem Highway No. 5.

Jeder hat zwar vorne Scheinwerfer und überdimensional ausgestattete Hupensystem, aber Rücklichter sind hier ein Fremdwort.

Wir sehe einige Unfälle, passieren einige Straßensperren und um es kurz zu machen, um 8:00 Uhr früh sind wir wieder im Sea-Breeze-Hotel.

Mrs. Janana, die gute Seele lacht laut auf und hält uns schnell den Schlüssel 606 entgegen.

Wir beziehen wieder unser Zimmer.

Na, denn!

Wir planen einmal mehr um.

Planen einen Trip in den Süden zu machen.

Drei Tage soll er dauern und dann hätten wir noch ein paar Tage in unserem Lieblingshotel und dann fliegen wir eben nach Kalkutta.

Und so sollte es werden!

Zwei Tage verschlafen wir erstmal nach dem Marathon und dann sitzen wir schon wieder in einem Taxi für eine 500 Kilometer Tour nach Pondicherry (Pudocherry) und die südlichen Tempelstädte mit Namen, die niemand aussprechen kann.

Für diese Tour zahlen wir € 140, 500 km, 3 Tage.

Pondicherry & Tanjavure

Die Fahrt nach Pondicherry gestaltet sich herrlich.

Viele kleine Tempel, kleine Siedlungen und viel, viel Urwald.

Gegen Mittag sind wir in der ehemaligen französischen Stadt, in der die Straßennamen allesamt französisch sind, wie auch die Gebäude aus Marseille stammen könnten.

Die Stadt hat Charme!

Wir beziehen unser Hotel mit einem tollen Seeblick, für nur € 25 die Nacht und im 5. Stockwerk eines imposanten Gebäudes aus der Gründer- und Kolonialzeit.

Pondicherry / Google Maps:

http://maps.google.de/maps?hl=de&xhr=t&q=pondicherry&cp=5&wrapid=tljp129856731046808&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=Pondicherry,+Puducherry,+Indien&gl=de&ei=qJBmTcGDBoXGtAbYq833DA&sa=X&oi=geocode_result&ct=title&resnum=1&sqi=2&ved=0CCwQ8gEwAA

Wikipedia Pondicherry:

http://de.wikipedia.org/wiki/Puducherry

Fotos Pondicherry:

www.google.de/images…

Auroville, New-Age-Idee …

Auroville, die Idee:

http://de.wikipedia.org/wiki/Auroville

Auroville / Fotos:

www.google.de/images…

Auroville aus der Sicht eines Besuchers mit interessanten Fotos:

umdiewelt.de/Asien/…Kapitel-0.html

Die Stadt Auroville, wo Menschen (2.000) fast aller Länder leben und arbeiten.

Sie haben sich einer New-Age Idee verschrieben.

Alles Eigentum was sie hatten, mussten sie abgeben und dafür dürfen sie in der Gemeinschaft von Auroville schwere Arbeit leisten.

Ist doch eine tolle Idee, aber so gar nicht für uns geeignet!

Kritiken gibt es im „www“ genug über diese Idee und die Ausbeutung von Menschen, vieler Kulturen.

Einfach einmal googeln unter: „Auroville - Kritik“

Hier schreiben Ehemalige über Ihre Erfahrungen, Tagesabläufe und die rigiden Bedingungen des Zusammenlebens.

Darunter auch ein Bericht über einen Zivildienstleistenden, der hier sein Jahr gemeistert hat.

So sind wir auch nicht sonderlich angetan von diesem Ort.

Wir glauben nicht an diese Befreiung von Geist und Seele durch Aufgabe jeglichen Besitztums, Genusses und Indienststellung des eigenen Lebens ausschließlich zum Wohle einer Gemeinschaft.

Wir schießen ein paar Fotos und machen uns schnell wieder weg.

Den Abend verbringen wir in Pondicherry in einem wunderschönen Restaurant unter Palmen und kleinen Hütten, unweit vom Hotel, unweit vom Strand.

Die Strandpromenade ist sehr schön.

Ghandi wird dort ein beeindruckendes Denkmal gebaut.

Wir freuen uns auch darauf eine liebe Bekannte zu treffen, die wir einst schon in Domremi la Pucelle in Frankreich besucht zu haben:

Johanna von Orleans!

Ihr ist hier ebenfalls ein Denkmal gesetzt.

Überhaupt ist in Pondicherry alles auf France abgestimmt, was ja nicht weiter verwundert.

Bilder und unser Reisebericht (Grosse Reisemobiltour!!!) und zu Besuch bei Johanna von Orleans:

http://www.wohnmobilforum.de/w-t16787.html

Wie viel Menschen passen in ein Tok-Tok?

Unglaublich was wir gezählt haben:

1. Fahrer selbst

2. Links und rechts vom Fahrer jeweils eine Person mit jeweils einem Kind auf den Knien

3. Rückseite Fahrer: 4 Kinder + 2 Kleinkinder auf dem Schoß

4. Gegenüber: 3 Erwachsene Frauen + 3 Kleinkinder auf dem Schoß

5. Außen am Tok-Tok hängend: 2 Jugendliche

6. Hinten am Tok-Tok hängend: 3 Jugendliche

Summe: 22 Menschen

Am nächsten Tag geht es weiter.

Wir fahren rund 5 Stunden für diese 250 km.

Der Ort den wir besuchen trägt den Namen Thanjavur (Tanjore)

Hier gibt es einen Königspalast, eindrucksvolle Tempel, aber …, wir befinden uns inmitten des schwarzen Tamil Nadu.

Nicht besonders schön, aber auch interessant.

Das Hotel welches wir haben trägt den Namen Orient Tower.

Wir bekommen ein Zimmer im 8. Stockwerk und checken erst einmal die Feuerleitern und Fluchtwege.

Es gibt drei Stück und erst dann checken wir ein.

Ohne hätten wir uns auf den 8. Stock niemals eingelassen.

Am Hotel befindet sich zudem direkt angebaut eine Tankstelle.

Gitte hat sowieso Höhenangst, aber so, konnte ich sie beruhigen.

Das Zimmer ist soweit okay, es ist sauber und kostet € 30, was für diese Gegend ein Vermögen ist.

Witzig ist, dass man die alte Badewanne mit Silberbronze gestrichen hat.

Klar das alles am abblättern ist.

Der Ausblick zeigt über die Stadt, die Bahnlinien und geschäftigen Viertel von Thanjavur.

Wir besuchen die Sehenswürdigkeiten, aber richtige Beigeisterung kommt nicht auf.

Morgen soll es weiter zu einer Tempelstadt gehen.

Tiruchirappalli, lautet der Name.

Noch mehr Tempel!

Gitte hat genug von Tempeln, sie mag wieder Ambiente und Gepflegtheit.

So entscheiden wir anstatt der Tempelstadt einen Besuch abzustatten, nach Pondicherry zurück zu reisen und dort den nächsten Tag zu verbringen.

Pondicherry hat es ihr wirklich angetan.

Unfreiwillig auf einer Beerdigung …

Auf dem Weg zurück bemerken wir, dass viele Blumen auf der Straße liegen.

Unser Fahrer erklärt, dass dies üblich sei bei einer Beerdigung.

Hinter der nächsten Kurve liegt auch schon der Friedhof und wir sehen eine Trauergemeinde, die einen gestorbenen Menschen hierher trägt.

Ich bitte unseren Fahrer anzuhalten, möchte das beobachten, vielleicht ein paar Fotos aus der Ferne machen.

Er stoppt.

Ich schleiche mich an eine Tankstelle, die eine hohe Rampe besitzt, von der man die Grabstelle gut einsehen kann und schieße ein paar Fotos.

Es kommt wie es kommen musste.

Klar entdeckt man mich.

Die Handzeichen deute ich so, dass ich gefälligst verschwinden soll.

Handzeichen in Indien sind eben anders als bei uns in Deutschland.

Jedenfalls räume ich die Rampe, will zurück zum Taxi, als mich auch schon drei Männer bedrängen.

Sie kamen direkt vom Grab.

Ich entschuldige mich, so wie ich es nur kann, verneige mich, will sie beruhigen.

Keine Chance!

Der Taxifahrer kommt und fragt nach, ob es ein Problem gibt.

Man spricht miteinander und der Taxifahrer übersetzt mir, dass es eine Ehre für die Familie und die Verstorbene sei, wenn ein weißer Mann am Grab ein Gebet sprechen würde.

Eigentlich will ich das gar nicht, aber …, ich komme nicht drum herum.

So gehe ich mit den Männern auf den Friedhof.

Man platziert mich direkt vor einer alten Oma, die nun eben verstorben ist.

Särge hat man nicht, sie liegt auf zwei Bohnenstangen, die von Seilen zusammen gehalten werden. Darüber liegen Palmenblätter, Blumen, Gebinde und eben die Verstorbene.

Ich soll Fotos machen, unbedingt, verlangt man von mir.

Das ist doch pietätlos denke ich, fühle aber, es ist besser den Weisungen zu folgen.

Man hebt den Kopf der Verstorbenen sogar an um alles besser in Position zu bringen.

Gerne tue ich das nun nicht, aber die vielen schwarzen Tamilen um mich herum veranlassen mich mit allem Respekt zu tun, was man möchte.

So schieße ich einige Fotos.

Dann soll ich die Kamera weglegen und beten.

Es ist eine christliche Beerdigung.

Okay, damit habe ich dann kein Problem.

Ich verneige mich vor der Verstorbenen, lege meine rechte Hand auf mein Herz, spreche ein paar Sätze und schütte meine Hand mit den guten Wünschen über sie aus.

Dann verneige ich mich tief, als letzte Ehrerbietung.

Das gefällt den Leuten um mich herum sehr gut.

Jeder gibt mir die Hand, bedankt sich und jeder will auf dem Screen der Nikon die Fotos sehen.

Die Männer sind sehr zufrieden.

Es war ihnen eine Ehre, dass ich auf der Beerdigung als Gast war.

Unser Taxifahrer der schon ungeduldig wartet übersetzt noch, ob ich die Fotos irgendwohin schicken soll und ob ich diese in meinem Reisebericht verwenden darf.

Beides wird bestätigt und man verabschiedet mich überaus freundlich.

So verwende ich die Fotos auch für meinen Reisebericht und versichere, dass dies ausdrücklich gewünscht wurde.

Buntes, französisches Flair in Pondicherry

Die Fahrt geht weiter, zurück nach Pondicherry, wo wir gegen Mittag ankommen und wieder das Zimmer mit Meeresblick beziehen.

Wieder wandeln wir die Straßen, Promenaden und gehen abends wieder in das Restaurant, wo wir schon unter Palmen und kleinen Hütten zwei Tage vorher speisten.

Besonders schön ist der Besuch des Frischmarktes von Pondicherry.

Wir schießen unzählige Fotos.

Der Kellern, ein netter Kerl, ist sehr interessiert an meiner Zigarre.

Er hat so was noch nicht gesehen, lässt sich alles genau erklären.

Ich schenke ihm Eine und er freut sich wie ein Kind darüber.

Als ich ihm auf seiner Nachfrage hin den Preis dafür nenne, kommt er aus dem Staunen nicht mehr heraus und steckt sie schon fast ehrfürchtig in seine Jackentasche.

Am nächsten Tag geht es zurück nach Mamallapuram.

Wir brauchen rund zwei Stunden hierfür.

Dann bleiben wir noch vier Tage in unserem nun schon fast zur Heimat gewordenen Sea-Breeze-Hotel und fliegen dann von Chennai nach Kalkutta (Kolkata)

Die letzten Tage in Mamallapuram

Wir gammeln die letzten Tage nur noch so ab.

Ziehen Resumè, denn gesehen und erlebt haben wir nun ja wirklich genug.

Wirklich genug?

Das wildeste liegt noch vor uns, wir wissen es nur noch nicht, gleichwohl wir es ahnen.

Unsere Zeit geht langsam dem Ende zu.

Noch 6 Tage, dann sitzen wir schon wieder im Flieger nach Deutschland.

Mir wird es wehmütig ums Herz.

Die Reise war einfach unbeschreiblich aufregend, schön, hässlich, klasse und doch auch wieder nerv tötend.

Es geht los, der Morgen der Abreise ist gekommen.

Wir verabschieden uns bei den freundlichen Leuten des Hotels.

Unser Taxi bringt uns nach Chennai (… früher Madras!), zum Airport.

Hier herrscht ein fürchterliches Gedränge.

Die Durchsagen, die im Sekundentakt folgen sind so laut, dass wir uns Papier in die Ohren stecken.

Kolkata / Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kalkutta

Kolkata / Fotos:

www.google.de/images…

Mutter Theresa / Fotos:

http://www.google.de/images?um=1&hl=de&tbs=isch:1&sa=1&q=mutter+teresa+in+indien&aq=1s&aqi=g1g-s2g1&aql=&oq=Mutter+theresa

Mutter Theresa / Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Teresa

Kalkutta, nimm uns in Deine Arme …

Schon bald wird unser Flug aufgerufen.

Mit IndiGo-Airlines geht es nach Kalkutta, der letzten Station unserer Reise.

Das Hotel und die Abholung vom Airport sind organisiert.

Wir haben das Hotel Lindsay in der Lindsay Street, genau inmitten Kolkatas und am neuen Markt.

Nicht weit ist das Haus und Grab der Mutter Theresa, die wir auf jeden Fall besuchen werden.

Wir haben uns eine Liste angelegt.

Alles was wir sehen wollen steht darauf.

Wir landen und brauchen zwei Stunden ins Herz dieser unglaublichen Metropole.

Vorbei geht es an Hochhäusern, dem neuen Kalkutta.

Dann erreichen wir das Hotel.

Das erste Zimmer was man mir zeigt lehne ich ab.

Es hat nicht einmal ein Fenster.

Das zweite nehme ich, denn wir blicken auf den großen Platz mit dem neuen Markt.

Es sind 40 Grad, drückend schwül, laut, es stinkt und überhaupt drängeln sich tausende von Menschen in den zahllosen Gassen.

Am nächsten Tag legen wir los.

Wir engagieren einen englischsprachigen Taxifahrer, einen Sikh, dem man trauen kann.

Er erhält eine Liste für die nächsten Tage.

Jeden Tag wollen wir von 9:00 bis 12:00 Uhr alles sehen, was auf der Liste steht.

Er will 900 Rupien für die drei Stunden, pro Tag.

Wir einigen uns bei 600 Rupien, was auch wieder viel zu teuer ist, aber wir wollen ihn haben.

Wir besuchen zuerst dass Victoria-Memorial. Ein Prunkbau zu Ehren der damaligen Königin von England.

Dann geht es weiter zum Blumenmarkt unter der großen Brücke, die über den Fluss Hoogly führt.

Von wegen lieber Vico Torriano: „Kalkutta liegt am Ganges …!“

Hallo!

Der Ganges mündet bei Bhubaneswhar in den Golf von Bengalen.

Der Hoogly kommt zwar auch aus dem Himalaya, aber er heißt nun mal nicht Ganges und ist auch nicht der heilige Fluss und auch nicht der Fluß aller Flüsse, die Mutter aller Flüsse.

Aber …! Er ist genauso dreckig, stinkt genauso und trägt alles in sich mit, was eigentlich niemand wissen will.

Wir knipsen unzählige Fotos in den nächsten drei Tagen und genießen diese außerplanetare Riesenmetropole, die eigentlich gar nicht von dieser Welt sein kann.

So langsam geht unsere Zeit zu Ende.

Wir haben auch Sehnsucht.

Sehnsucht nach unseren Kindern, unserem Kater Theo, der in einer Katzenpension weilt, und den Katzen Bärchen und Zwickelchen, die bei Gittes Schwester sind.

Am 19. Februar, 2:30 Uhr besteigen wir unsere Lufthansa Maschine.

Wenn wir in Deutschland ankommen, haben wir sage und schreibe 45 Grad Temperaturunterschied.

Der Flug verläuft ruhig und wir kommen auch zum schlafen.

Unsere Nachbarn und Freunde, mit denen wir ständig in SMS und Emailkontakt standen, erfüllen uns einen riesigen Wunsch zum Abendbrot.

Was wir uns gewünscht haben wollt Ihr wissen?

Ihr dürft raten!

Na?

Na?

Na?

JJJJJjjjjjjjaaaaaaaa! Wiener-Würstchen mit Kartoffelsalat.

Endlich mal wieder ein deutsches Gericht.

Kaum auf der Bundesstrasse, nachdem wir unseren Wagen aus dem abseits gelegenen Parkhaus geholt haben stoppe ich an einer Metzgerei.

Gitte und ich kaufen uns eine echte Frikadelle, mit Senf, im Brötchen.

OOOOOooohhhhhhhhhh, welch ein Geschmack.

Ein Essen für Könige!

Als wir unser Haus aufschließen, brasselt schon das Feuer im Kamin.

Es sind „nur“ 24 Grad.

So liebe Leser, die Reise ist zu Ende!

Wir hoffen wir konnten Euch ein klein wenig von unseren Erlebnissen vermitteln und es hat Euch auch gefallen.

Bis zum nächsten Mal, von irgendwo auf dieser Welt!

Gruß

Jeff & Gitte

Versicherung:

Wir haben alle Fotos selbst geschossen!

Wir hatten keinen Ghostwriter für diesen Reisebericht!

Wir haben alles selbst geschrieben und nirgendwo abgekupfert oder kopiert!

10 Antworten zu diesem Thema
Krefeld, Deutschland
Reiseziel Experte
für Wien
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1. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

schließe mich altermann an...ich habe den Sinn des Berichts nicht begriffen. Vielleicht solltest du das Ganze in Buchform bringen?

Vienna15

Bottrop, Deutschland
Reiseziel Experte
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2. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Du hast Dir wirklich viel Mühe gemacht und ganz viel Arbeit in diesen Bericht gesteckt, aber irgendwie sprengt er hier den Rahmen des Forums. Es ist eher ein Beitrag für ein Blog (oder wirklich für ein Buch).

Aber falls es möglich wäre könntest Du einzelne Themen herausgreifen und zusammenfassen, dann wären das Informationsquellen für alle Ratsuchenden hier. Die meisten Leute hier nehmen sich vermutlich nicht die Zeit solch ausführliche Bericht zu lesen, sie wollen Informationen zu bestimmten Themen oder eine Übersicht. Denk ich jedenfalls.

Trotzdem vielen Dank.

Tschüss

patara01

London
Beiträge: 1.923
Bewertungen: 2
3. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Hallo Jeffgitte,

vielen Dank auch von mir für euren ausführlichen Bericht. Ich sehe ihr habt auch schon Bewertungen über einige Restaurants und Hotels geschrieben, daß ist eigentlich die beste Art und Weise konkretes Feedback abzugeben, denn Bewertungen werden von den meisten Leuten gelesen.

Also falls ihr Lust und Zeit haben solltest, auch noch mal etwas konkreter einzelne Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Hotels zu bewerten, würden wir uns sehr freuen.

Viele Grüße

Bettina

(TripAdvisor Team)

Kassel, Deutschland
Beiträge: 17
Bewertungen: 55
4. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Vielen Dank für Euren Feedback, den wir allerdings, zumindest die ersten zwei Beiträge, nicht richtig einordnen können.

Die Frage nach dem Sinn dieses Berichts?

Nun, zunächst handelt es sich um unser Reisetagebuch!

Vielleicht fehlen Euch einfach die Fotos dazu, die wir hier ja nicht veröffentlichen können.

Wir haben aber einen Link gesetzt, wo diese, jedem Kapitel zugeordnet, angesehen werden können.

Mit den Fotos wird vieles bestimmt sehr viel klarer, aussagekräftiger.

In der Einleitung haben wir ja beschrieben, das wir ungeschminkt berichten.

Und wir schrieben auch, dass wir nicht über die Geschichte der Orte berichten.

Das ist alles irgendwo nachzulesen und wir lehnen es eigentlich ab, einfach abzukupfern.

Daher auch stets ein Link zu jedem Ziel für diejenigen, die mehr Informationen wünschen.

Wir haben einfach aufgeschrieben, was wir wirklich gesehen haben.

Und, dazu eine Menge Informationen hinterlegt.

So handelt unser Bericht von unseren Erfahrungen und Erlebnissen dieser Reise.

Wir bedauern, wenn das nicht richtig rüber gekommen ist.

Er ist aber sicherlich in einem richtigen Reiseforum besser aufgehoben.

Gruss

Bottrop, Deutschland
Reiseziel Experte
für Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 12.641
Bewertungen: 89
5. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Ich glaube, es geht nicht darum, dass Euer Beitrag nicht anschaulich ist oder nicht original, oder etwa langweilig, er ist einfach zu lang für ein solches Forum. Und auch sehr persönlich und teilweise eigenwillig im Stil, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, was mich allerdings nicht stört. Ich habe beim Lesen sofort gedacht, dass es eher ein Blog Beitrag ist.

 Dehalb fürchte ich, dass er hier nicht richtig gewürdigt werden kann, da die meisten Forumsnutzer einfach Informationen über einen Ort suchen, evtl. auch ein paar Vorschläge und Tipps, "zur Not" auch noch einen Reisebericht lesen, wenn er denn einigermaßen kurz gehalten ist, aber kaum jemand wird sich die Mühe machen, diesen langen Beitrag zu lesen.

Weil es aber schade wäre, wenn all Eure Erfahrungen und Informationen verloren gingen, hatte ich daran gedacht, ob man ihn einfach ein bisschen nach Themen strukturieren könnte und einzeln hier posten. Ich weiß, dass das viel verlangt ist, aber so würden alle davon profitieren, auch die Leute, die nicht so gern lange Berichte lesen. Im englischen Forum ist das eine gängige Praxis, wenn jemand solch einen langen Bericht oder ein Tagebuch schreibt. Er unterteilt dann einfach entweder nach Themen oder nach Tagen, dann ist alles überschaubarer.

Dies soll keine Abwertung Eurer Arbeit sein, und sie bleibt ja auch hier stehen, ich bin nur ziemlich praktisch veranlagt und wollte den größtmöglichen Nutzen für das Forum daraus ziehen:-))

Die Entscheidung liegt selbstverständlich bei Euch.

Tschüss

patara01

Kassel, Deutschland
Beiträge: 17
Bewertungen: 55
6. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Danke fürs Feedback!

Nochmals, dieser Bericht ist unser Reisetagebuch.

Wir werden uns nicht mehr die Mühe machen, es zu ändern.

Es ist so entstanden und gewachsen, wie wir es vor Ort niedergeschrieben haben.

In anderen Foren haben wir bereits auf nur diesen Bericht 1900 Zugriffe in nur einer Woche und hundertfachen, positiven Feedback mit vielen Nachfragen, etc.

Unsere Reisetagebücher insgesamt, haben schon über 250.000 Zugriffe und 1000-fachen Feedback.

Insofern glauben wir, liegen wir mit den Informationen die wir liefern schon ganz richtig.

Das was Ihr meint, die Bewertung der Ziele in Kurzform und mit Fotos ist eine andere Sache.

Wenn Ihr unsere Beiträge lest, dann werdet Ihr sehen, dass wir daran bereits hier bei Tripadviser arbeiten.

Sowohl als Ziel-, als auch als Hotelbewertungen.

Gruss

Udaipur, Indien
Beiträge: 4.056
Bewertungen: 72
7. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Hallo jeffgitte aus Kassel..

vielen danke fuer ihre Reisebericht das wird sicherlich reisenden hilfen

und eine lange reise mit so viel erfahrungen sind sicherlich sehr interesant.

Danke noch mal

Hamburg, Deutschland
Beiträge: 23
8. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Hallo!

Ja, ich teile die Meinung! Klingt interessant, aber auch abschreckend. Nun ja, ich finde es aber auch gut, dass du viele nützliche Links (Visum,...) rein gegeben hast. Aber ich empfehle trotzdem allen, sich besser selbst ein Bild vom Land zu machen und nicht zu voreingenommen, aber auch nicht mit den falschen Erwartungen zu reisen.

In dem Sinne,

Liebe Grüße,

Lisa

Salzburg, Österreich
Beiträge: 4
Bewertungen: 18
9. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Gratuliere zu diesem, wenn auch wirklich sehr ausführlichen Bericht und kann nur bestätigen, dass sich was Sri Lanka betrifft, in den letzten beiden Jahren nicht viel geändert hat!

Wirklich - wie aus dem Sri Lanka Leben gegriffen und immer noch höchst aktuell.

Bhopal
Beiträge: 14
Bewertungen: 40
10. AW: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht

Hallo,

vielen Dank für diesen langen und dennoch kurzweiligen Reisebericht, den ich zu großen Teilen nachvollziehen kann. Zum Thema Wiedereinreise mit 2-monatiger Einreisesperre für Indien: Inzwischen hatten die indischen Behörden ein Einsehen und haben diese idiotische Verordnung wieder gestrichen. Dennoch war es schon dreist von Euch, sich einfach darüber hinwegzusetzen und es einfach zu probieren. Aber für Indien gilt stets: Frechheit siegt!

Zu Sri Lanka:

Ich lebe überwiegend in Indien und hatte Sri Lanka 1992 zum letzten Mal besucht. Damals hatte ich auch die Route Colombo - Negombo - Kandy - Nuwara Elija - Sigiria - Anurtapura etc. genommen und fand das Land wunderschön, besonders die Teeplantagen in den Bergen zwischen Kandy und Nuwara Elija.

Im letzten Monat nun bot sich auch mir wieder einmal die Chance, alte Erlebnisse aufzufrischen. Leider war ich überwiegend enttäuscht von der Entwicklung des Landes. Colombo hat nicht mehr den Charme, den es damals hatte. Überall nur noch Hochhäuser und Luxushotels, begleitet von Verkehrschaos. Und natürlich überall die westlichen Konsum- und Fastfoodkonzerne. Der Charakter des Landes geht langsam vor die Hunde.

Der Wechselkurs von 160-170 LRS für den Euro klingt günstig, aber die Preise sind im Vergleich zu Indien unverschämt hoch, besonders in den Küstenstädten zwischen Colombo und Galle. Seafood kostet dreimal soviel wie in Goa oder Kerala und 4-5 Mal soviel wie in Puri, Orissa.

Im Vergleich der kulturellen Stätten schneidet Sri Lanka im Vergleich zu Indien ganz schlecht ab - aber ich gebe zu, daß der Vergleich unfair ist.

Was hat mir in Sri Lanka am Besten gefallen? - Die Zugverbindung Galle - Colombo mit Zügen, die dem Vergleich mit deutschen Nahverkehrszügen um nichts nachstehen. Reisen mit öffentlichen Verehrsmitteln ist in Sri Lanka noch immer spottbillig.

Ich weiß nicht, ob ich noch einmal dort Urlaub machen werde - wohl eher nicht. Da zieht es mich doch eher nach Malaysia, Indonesien, die Philippinen (wo ich schon zwei Jahre lebte), Kambodscha oder Vietnam. Oder ganz exotisch nach Myanmar oder Laos.

Antwort auf: 50 Tage Indien & Sri Lanka in 2011 / Reisebericht
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