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Individual Trekking

Jena
Beiträge: 11
Individual Trekking

Hallo

meine Freundin und ich planen für zwei Monate nach Tanzania zu fahren. Wir würden gerne mit Fahrrad und zu Fuss vor allem den Norden bereisen. Da wir aber keine großen Freunde von Tour Operatorn und Guides sind haben wir die Frage inwieweit man auch alleine durch die Berge wandern und klettern kann. Gibt es ab und zu Hütten zum Proviantversorgen? Gibt es Wanderwege? Oder zumindest vernünftige Karten? Wie sieht es mit der Sicherheit aus ? Es ist klar, dass Neru und Kilimanjaro nur mit Guide gehen, wg. Nationalpark etc. Aber es gibt ja noch genug andere Berge dort. Wie ist es mit Tieren? Kann man einfach sein Zelt aufstellen? Gibt es irgendwo Büchern oder Websites mit genaueren Infos dazu? Wir sind recht erfahrene Reisende mit auch vernünftiger Berg/Wandererfahrung. Von daher würde das schon passen. Aber wie es dann wirklich vor Ort aussieht, darüber bräuchten wir halt noch mehr Infos.

Vielen Vielen Dank für jeden Tip!

Marc

14 Antworten zu diesem Thema
zanzibar
Beiträge: 2
1. AW: Individual Trekking

Lieber Marc,

zwei Monate Tansania - ich hoffe ihr habt Euch das gut überlegt und verfügt über die entsprechende Urlaubskasse, denn selbst wenn ihr Low-Budget unterwegs seid, müsst ihr dennoch an die 30-40 USD für eine wenig akzeptable Unterkunft berappen. Ordentliche Unterkünfte mit Warmwasser, einem sauberen Bett und einem ordentlichen Schloss an der Türe sind meistens unter 80 usd pro Zimmer nicht zu haben. Campen kostet meist an die 5 bis 10 USD pro Person, in den Nationalparks 30-50 USD. Wild Campen ist möglich, es muss aber immer ein Einheimischer als Wachmann abgestellt werden, was per se auch wieder auf Schwierigkeiten stößt, wenn dieser sich mitten in der Nacht dazu entscheidet, doch lieber mit Eurem Gepäck abzuhauen als auf das Zelt aufzupassen. Am ehesten würde ich noch im Süden wild campen, wo die Menschen vom weißen Geld noch nicht verdorben sind und man noch ehrenwertere Menschen trifft. Auf Sansibar ist campen gänzlich unmöglich.

Unter keinen Umständen könnt ihr auf eigene Faust Wandern gehen. Ich bin kein Angsthase, habe selbst 3 Jahre in Tansania gelebt und bin mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut und spreche Swahili - aber ohne Guide geht einmal gar nix. Es gibt weder Wanderkarten noch Hütten (außer auf dem Kili und dem Mount Meru). DAs einzige, was Euch weiterhelfen kann, ist ein GPS-Gerät, aber auf eigene Faust würde ich trotzdem nichts unternehmen - schon gar nicht wenn man noch nie in AFrika war und nicht mit der Mentalität der Menschen vertraut ist. Überfälle sind an der Tagesordnung, Betrügereien sowieso. Natürlich ist auch mit Tieren zu rechnen, aber eher seltener. Im Süden kann es schon mal passieren, dass ein Elefant oder ein Löwe am Zelt vorbei kommt, aber im Norden ist das eher unwahrscheinlich.

Wenn Ihr wirklich nach Tansania wollt, gibt es zwei Möglichkeiten: mit Tour Operator unterwegs sein oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn). Der Nachteil mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Sicherheit, täglich passieren schwere Busunglücke, da die Fahrer wie die Idioten rasen und weder die Straßen noch die Busse in bestem Zustand sind. Radfahren würde ich nur auf Nebenstraßen, dort wo wenig Autos fahren, denn Autos bedeutet immer gleich enormes Sicherheitsrisiko! Zu Fuss geht überhaupt gar nix, das begebt ihr euch in absolute Lebensgefahr. Weiße, ungeschützte Menschen sind Freiwild und am dritten Tag wärt ihr vermutlich ausgeraubt und im schlimmsten Fall verletzt oder gar tot.

Ich bin kein Schwarzmaler, sondern Realist. Tansania ist KEIN Individualreiseland, so wie Thailand, Vietnam oder Sri Lanka. Wenn man auf Safari gehen möchte in die Nationalparks, muss man ohnehin einen Tour Operator anheuern (zw. 100-150 usd pro Tag pro Person für eine Camping-Safari, nach oben hin gibt es keine Grenzen), außerhalb kommt man am besten per Bus und Bahn vorwärts. Auto mieten ist nicht nur teuer, sondern verdammt gefährlich, wenn man mit dem mörderischen Verkehr und den schlimmen Pisten nicht vertraut ist.

Eure Urlaubspläne hören sich eher nach USA, Europa oder Australien an, aber definitiv nicht nach Afrika. So eine REise wäre nicht einmal im zivilisiertesten Land von Afrika, in Südafrika möglich. Am dritten Tag wärt ihr gemeuchelt. So ist die Realität in AFrika. Weiße Menschen müssen mit dem schlimmsten rechnen, auch wenn man nur die besten Absichten hat. Besonders in Norden von Tansania geht momentan die Angst um, da kenianische und somalische Banden begonnen haben, die tansanischen Dörfer zu infiltrieren und sie zu gemeinsamen Überfällen auf Safari-Fahrzeugen zu animieren. Einige Touristen sind schon zu Schaden gekommen (getötet!), doch sowas hört man in der Presse natürlich nicht. Mein Tipp: Wenn Ihr AFrika entdecken wollt, müsst Ihr Eure Pläne komplett überarbeiten!

Ganz liebe grüsse und auch wenn es viele Gutmenschen nicht glauben möchten - Tansania ist Afrika, und Afrika ist für Weiße immer gefährlich.

danny

Jena
Beiträge: 11
2. AW: Individual Trekking

Hallo Danny,

vielen Dank für die warnenden Worte. Hm ich habe zwar als Kind 6 Jahre in Nigeria gelebt und war dort auch viel mit meinen Eltern alleine unterwegs, zwar meisstens im Auto, aber gut. Andere Zeit, anderes Land.

Hm das waren ja sehr eindingliche und ehrliche Worte. Vielleicht waren wir da etwas naiv. Naja auf jeden Fall überlegen wir uns das jetzt noch mal gut. Es ist ja auch noch nichts gebucht. Vielen Dank. Und was machst Du in Tanzania?

LG Marc

zanzibar
Beiträge: 2
3. AW: Individual Trekking

hmmm marc,

ich will Euch nicht vom Reisen abraten, denn Tansania und Afrika generell ist wahnsinnig faszinierend, und wer einmal dort war (so wie du in Nigeria), wird immer wieder zurückkommen, da (bei all der Hässlichkeit des Kontinents) so eine eigenartige Kraft von ihm ausgeht.

Ihr solltet einfach Eure Reisepläne überarbeiten. Es gibt ganz offensichtliche Gründe, warum Tansania weder von Selbstfahrern, Radfahrern, Motorradfahrern und anderen Individualisten "entdeckt" worden ist. Weil es einfach zu gefährlich ist! Besonders für Touristen und REisende - wenn man in Tansania lebt und Swahili spricht, stellt sich die Situation geringfügig anders dar. Da weiß man, worauf man aufpassen muss, wie man sich selbst mit kleinen Notlügen an der Polizei vorbeischwindeln kann, wie man mit Straßensperren umgeht, wie man mit Schmiergeldforderungen umgeht und und und...

Ein haariger Punkt in Tansania ist das Geld - Tansania ist für uns das bisher teuerste Reiseland der Welt gewesen, und wir waren in Südafrika, Namibia, Sambia, Mosambik, Malawi, Kenia, Hawaii, Mauritius, La Reunion, .... um nur einige zu nennen! Wir sind 1,5 Jahre durch Afrika und Ostafrika gereist (mit dem eigenen Auto) und sind komplett abgebrannt. Mit dem Geld hätte man in Europa 1/3 einer Wohnung bezahlen können... in Asien hätten wir in der selben Zeitspanne nicht einmal 1/10 der Summe ausgegeben... aber wir haben uns halt eingebildet, wir müssen Afrika entdecken :-)

am schluss, nach unserer Reise, sind wir in einer Lodge hängen geblieben, und haben dort gearbeitet. aber wie das halt so ist in afrika - wenig von alledem, was uns versprochen wurde, wurde eingehalten. also haben wir unsere zelte wieder abgebrochen - denn für einen Hungerlohn (weniger als Sozialhilfe in Deutschland) zu arbeiten, wenn der Lodgebesitzer pro Nacht und Nase 400 usd für die übernächtigung verdient - da war uns dann unser Enthusiasmus zu schade, um so verbraten zu werden.

Na ja, Tansania ist also entweder mit den Öffis oder mit den Tour Operators zu machen. Anders gehts irgendwie nicht.

lg, danny

anywhere
Beiträge: 3
4. AW: Individual Trekking

Also ich finde das ist nicht gamz richtig.

Tanzania ist mit Sicherheit und abstand das friedlichste Land in ganz Afrika.

Natürlich gibt es überall böse Menschen aber in TZ passiert eigentlich wenig von wegen am dritten Tag überfallen u. ausgeraubt.

Raubritter dort sind Beamte also z. B. Poliziosten etc. die immer vorgeben werden zu helfen etc. u. am Ende kommt immer Geld für sie dabei raus.

Die brauchen das aber auch alle weil sie sonst kaum leben können. Muss man charmant mit umgehen, funktioniert am besten.

Was richtig ist sind einige gefährliche higways für radfahrer, autos und vor allem trucks haben da vorfahrt ohne grenzen.

Was auch richtig ist, das der umgang mit Behörden u. instanzen recht ungewöhn lich ist und für mzungos sehr schwer, am besten jemanden helfen lassen sind alle sehr nettm aber eben auch selbstbewusst.

C manchmal da

Deutschland
Beiträge: 46
5. AW: Individual Trekking

Hey,

ich bin eigentlich echt nicht ängstliche Typ Mensch, aber bei dem, was surfergirl4ever da geschrieben hat, naja, da wird man doch zumindest mal nachdenklich...

Und dann habe ich auch noch am Wochenende Blood Diamond gesehen, und naja, bin eben wieder ins Grübeln gekommen. Gut, Blood Diamond spielt in Sierra Leone, aber für den unbedarften Afrika-Reisenden (ja, ich !), ist irgendwie alles dasselbe. Verzeiht meine Unwissenheit.

Um die abzubauen und trotzdem Urlaub zu machen, werde ich meinen Urlaub auf Sansibar verbringen. Das ist nicht tief in Afrika, aber ich bin auch kein Dokumentarfilmer oder so. Nun zur Abzocke, denn es ist gar nicht mal so billig, der Spaß. Geht das Geld wirklich an den Lodge-Besitzer? Und die Angestellten? Wie kann ich dafür sorgen, dass die auch was abbekommen? Ohne nur denen was zu geben, die mir am glaubhaftesten ihre schlimme Geschichte vorlügen...?

anywhere
Beiträge: 3
6. AW: Individual Trekking

Film ist nicht realität u. siera leone ganz sicher nicht tanzania.

Zansibar ist ja ganz net, aber eben auch nicht unbedingt zentralafrika. Übrigens hauptsächlich muslime da.

Wenn man helfen will, kann man den Leuten direkt was geben, brauchen können dies alle. In Tz lügen die auch nicht so sehr (weils nicht so viele Touris gibt).

Deutschland
Beiträge: 46
7. AW: Individual Trekking

Hey, danke für die Antwort.

Okay, also ich denke, wenn man das den Leuten direkt in die Hand drückt, dann kommt es auch an. Leider bleibt das, was ich für die Unterkunft bezahle, womöglich beim Besitzer hängen. Ist halt überall irgendwie gleich, auch wenn die Maßstäbe schonmal anders sind.

Noch kurz was @ MTRE: Habe von Bekannten, die ne Tour durch Tansania (naja, genauer: ziemlich viel von Afrika!) gemacht haben, (fast) nur Gutes gehört. Die beiden sind Franzosen, wer schonmal französisch kann, der findet ihren Bericht auf ihrer Homepage: trip-harmonic.com/tanzanie/carnet-tanzanie/b…

Tschau!

Frankfurt aM
Beiträge: 1
8. AW: Individual Trekking

Hallo,

kleiner Literaturtipp:

Lonely Planet; Trekking East Afrika; da steht alles drin, Tourenbeschreibungen, wo man vernünftige Karten kriegt usw...

schöne grüsse... martin

Deutschland
Beiträge: 46
9. AW: Individual Trekking

Danke für den Tipp!

Super. Ich wäre selbst gar nicht drauf gekommen, so etwas klassisches wie einen Reiseführer zu lesen ;-)

Aber nun ist er bestellt und ich bin schon gespannt!

10. AW: Individual Trekking

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Antwort auf: Individual Trekking
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