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taxi in die medina

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taxi in die medina

Hallo zusammen, ich werd am Samstag mit meinem Freund nach marrakesch fliegen, die Freude ist schon groß! Wir sind beide das erste mal dort... meine frage wäre, da es schon dunkel ist wenn wir landen, ob uns ein Taxi vors riad in der medina fahren kann, oder ob wir da schon dem Wirrwarr der Gassen ausgesetzt sind... desweiteren mach ich mir ein wenig sorgen wegen den Warnungen der Medien zwecks Terror u entführungen von taliban, was meint ihr? LG

6 Antworten zu diesem Thema
Frankfurt
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1. AW: taxi in die medina

Hallo die Berten,

zur Frage des Taxi: wäre jetzt natürlich schon wichtig, zu wissen, wo genau das Riad liegt, denn es gibt nicht wenige Riads in der Medina, die gar nicht mit dem Auto angefahren werden können. Also das sollte man - zumal wenn man das erste mal in die Medina nach Marrakech geht, schon bedenken. Wäre also gut, vorab das Riadmanagement zu fragen, ob man dahin mit dem Taxi anfahren kann. Wenn ja, kein Problem, wenn nein, sollte man besser jemanden fürs erste mal organisieren, der einen die letzten Meter auch zu Fuß bringt. Man muss sich auch überlegen, ob man das Taxi vom Riad organisieren lässt. Ein vom Riad organisiertes Taxi kostet oft das mehrfache eines Taxis, das man am Flughafen nimmt. Aber kennt jeder Taxifahrer jedes Riad? Eher nein! Also vielleicht beim ersten mal in den sauren Apfel beißen und mehr fürs Taxi bezahlen und vom Riad organisieren lassen. Die sollten einen dann auch bis vors Haus bringen. Später dann (am Folgetag) kann man in aller Ruhe mal schauen, wo man eigentlich wohnt und wie man am Besten hin und zurück kommt. Am Anfang (erste Reise nach Marrakech) ist man eh gestresst, weil man müde ist, dieses Chaos nicht gewohnt ist und all die Exotik einen vielleicht etwas abschreckt.

Trotzdem würde ich mich vor der ersten Anreise GENAU informieren, wo mein Riad in diesem Gassenlabyrinth eigentlich liegt. Dieser Stadtplan ist ziemlich genau

  amazon.de/CityTrip-Marrakesch-Reisef%C3%BChr…

Gegen ein extra Trinkgeld sollte auch ein von Euch organisierter Taxifahrer Euch die letzten Meter zu Fuß bringen, aber dazu solltet Ihr und er genau wissen, wo das Riad liegt (zumindest auf dem Plan und mit genauer Adresse). Wie gesagt, nicht jeder Taxifahrer kennt jedes Riad der Stadt. Immer im voraus klar den Preis absprechen. Sie waren immer freundlich (und wir auch...). Wenn es wirklich mal Ärger gibt, mit Polizei drohen. Ich hatte noch nie Probleme mit Taxifahrern in Marrakech. (Wenn Ihr wollt, könnt Ihr mir ja mal die Riadadresse mitteilen - ich schau mal, wie man da hinkommt).

Zur Sicherheitslage: Ich habe in Sachen Sicherheit hier schon einiges im Forum getextet. Könnt Ihr Euch das mal durchlesen.

Bezüglich des Terrorrisikos:

Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit. Ja, es gab schon einen Bombenanschlag in Marrakech (wo in Weltmetropolen gab es noch nie einen?). Seither ist die Präsenz der Geheimpolizei enorm gestiegen. Sicher ist zur Zeit relativ viel Unruhe in der Sahelzone. Dieser Konflikt ist zumindest in Westafrika aber sehr auf Mali (und Südalgerien) beschränkt, denn es ist eine (traditionelle) Fehde von wenigen Tuaregstämmen - eigentlich nur von den "Ifoghas" - ein Tuaregstamm, der nur 20% der Tuareg ausmacht und nur 1% der Bevölkerung dort -, die von externen Al Qaida Terroristen unterstützt wird. Die ziehen sich zur Zeit nach Norden zurück. Aber das sind noch einige hundert Kilometer Wüste von der marrokanischen Südgrenze entfernt und Marrokko gilt als militärisch nicht zimperlich, wenn es um die Verteidigung "seiner" Grenzen geht (incl. Westsahara). Zudem liegt noch das Atlasgebirge zwischen Sahara und Marrakech.

Der Stamm der Ifoghas kommt aus Nordostmali mit Grenzgebiet Algerien - dieses Gebirge ist etwa 1.200 Wüstenkilometer von Marokko entfernt. Ich glaube, man kann zur Zeit eine Ausweitung dieses Konfliktes auf Marrokko ausschließen, solange sich nicht die Situation in Marrokko selbst verändert. Bisher gibt es keine wesentlichen Unruhen in Marrokko. Die Bevölkerung weiß, dass sie wesentlich vom Tourismus abhängig ist und steht überwiegend zum König (der sich zunehmend offener und "demokratischer" zeigt - wenn auch nicht mit westlichem Standard vergleichbar). Die Bevölkerung ist allerdings überwiegend streng muslimisch gläubig - das wirkt sich natürlich auch politisch aus.

Also der Konflikt in Mali wird aktuell meiner Meinung nach NICHT auf Marrokko übergreifen.

Was man natürlich NICHT ausschließen kann, ist , dass sich Terroristen irgendwo auf der Welt Geiseln nehmen oder Bomben zünden. Klar kann das auch in Marrakech sein, wo viele Franzosen sind, denn aktuell will Al Quaida sich vielleicht an Franzosen rächen. Aber dies könnte überall passieren, wo sich Franzosen (oder auch andere "Verbündete" ) aufhalten.

Dieses Restrisiko bleibt. Ich war nach dem Bombenanschlag auf dem Place Djemaa el Fna vor zwei Jahren auch verunsichert und war aber seither wieder dort (die Attentäter von damals sind angabegemäß gefasst worden). Ich würde das Risiko aktuell nehmen, aber das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Wenn Ihr Euch entscheidet hinzugehen, solltet Ihr jedenfalls den Kopf frei haben, diese wunderbare Stadt unbeschwert zu genießen.

Viel Spaß wünscht

ikarusfly

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2. AW: taxi in die medina

wow, danke ikarusfly für die ausführliche Antwort! Jetzt fühl ich mich schon sehr viel besser - ich möchte wirklich die Stadt genießen und ohne schlechte Gedanken Vieles entdecken!

die Adresse von dem Riad ist:

89 ARSET AOUZAL-BAB

DOUKKALA-medina 61

Riad Ambre et Epices

Danke + Liebe Grüße

Frankfurt
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3. AW: taxi in die medina

Hallo "die Berten",

also zunächst mal herzlichen Glückwunsch zu der Wahl in mehrfacher Hinsicht!

Ein sehr schönes Riad in sehr schöner Lage! Das Riad liegt im Westteil der Medina. Einerseits etwas durch die Zufahrtsstraße "Rue dal el Bacha" oder "Rue dar el Glaoi" (die selbe Straße - mit den Straßennamen hat man es nicht so in Marokko - die werden leider unterschiedlich angegeben) etwas abgeteilt vom Zentrum und den zentralen Souks der Medina, andererseits ist das genau das Gute, denn so kommen die großen Touristenströme nicht hier hin (sondern eher die Touristen aus den Riads dieses Viertels).

Mit der vorgenannten Straße kommt Ihr bis auf ca 150 - 200 m an Euer Riad mit dem Taxi ran. Dort halten oft Taxis. Dann geht es zu Fuß hinein in die atmosphärische "Route Sidi Abdelaziz" nach Westen (also nach Taxifahrtrichtung links). Von hier dann nach ca 100 Metern geht es links ab - hier ist schon die Arset Aouzal, die sich zwar in mehrere Sackgassen teilweise mehrfach verzweigt, aber das ist kein Problem (Ihr solltet den empfohlenen Stadtplan von Reise know how haben, da fehlen zwar die meisten Straßennamen, aber es ist jede noch so kleine Sackgasse drin genau eingezeichnet (Ihr müsst nur einfach wissen wo Ihr seid). Jeder den Ihr hier trefft, hilft Euch auch gerne weiter. Vielleicht ein paar Dirham geben.

Ihr werdet zuerst vielleicht etwas verunsichert, denn das sind dunkle Gassen (sowohl die Arset Aouzal und besonders Ihre Seitengassen und bei Dunkelheit ist in der Arset Aouzal nichts los - wirkt auf den ersten Blick etwas gespenstig. Aber ich kann Euch beruhigen, das ist eine sehr schöne und friedliche Ecke der Stadt - sehr zu empfehlen. Und was am Anfang etwas Angst macht, ist am nächsten Tag einfach urig und authentisch...

Ihr kommt ja zu Fuß von der Route Sidi Abdelaziz (so heißt die in Google-maps) - die hat auch spät abends noch gute Beleuchtung und einiges an einheimischen Passanten, die dort nämlich Einkaufen, denn auf dem Weg zu Eurem Riad kommt Ihr in dieser Straße an mehreren kleinen Straßenverkaufs-"Tante-Emma-Läden" vorbei - die abends noch offen haben und dort ist immer bis spät abends was los. Erst ab der Arset Aouzal wirds dann duster und ruhig. Also das KANN man locker alleine schaffen - aber muss man natürlich bei der Anreise nicht. Taxi sollte vom Flughafen umgerechnet zwischen EUR 7 und EUR 15,-- kosten (wenn man es selbst organisiert und den Preis vorab bespricht!). Aber wie gesagt, kann man bei der Anreise das Bringen zum Riad auch durch das Riadmanagement organiseren lassen.

Unbedingt empfehlen kann ich Euch am Tage mal die vorgenannte Route Sidi Abdelaziz weiter nach Westen Richtung Bab Doukkala (schönes altes Stadttor) also Richtung Rue Bab Doukkala zu laufen. Immer geradeaus - die eine Straße geht in die andere über - dann kommt Ihr hin. Auch hier im weiteren Verlauf schöne kleine Straßengeschäfte und Menschen, die Obst und Gemüse auf den Straßen anbieten. Vor dem Tor vielleicht die Stadtmauer innen nach Norden entlang - hier werden in zahlreichen winzigen Werkstätten Motorräder auf den Straßen repariert - dann vieleicht nach 200 Meter nach rechts in die D Sidi Messoud Sghir (lt. Google Maps) wo auf der Straße auch Gemüsemarkt ist - ohne Touris (nur als Beispiel, was direkt vor Eurer Tür liegt...).

Und zum Zentrum DER Souks habt Ihr es von Eurem Riad auch nicht weit:

Einfach die vorgenannte Route Sidi Abdelaziz (bei Reise know how "Rue Dar el Bacha) jetzt in die andere Richtung - also nach rechts (Osten) laufen und Ihr kommt mitten ins Herz der Souks.

Viel Spaß wünscht

ikarusfly

Bad Rappenau ...
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4. AW: taxi in die medina

Hallo Ikarusfly,

tolle Antworten! Mich erschüttert schon seit längerer Zeit was in Mali passiert,auch vorweg die Zerstörung von Weltkulturerbe, zumal ich die Musik aus Mali und Ihre Künstler sehr mag. Das Desert-Festival wird wohl auf lange Zeit nicht möglich sein mal abgesehen vom Leiden der Bevölkerung.Es war schon im "Exil" geplant und jetzt mal auf den Herbst verschoben.

http://www.festival-au-desert.org/

Die Abholung der Riads liegt im Moment bei 15 - 20 Euro.

Mache demnächst nur einen Stopover in Marrakech und bestelle hier vor und zahle 10 Euro,das mag ich mehr wie nachts am Flughafen handeln.Fährt auch alles nach Wunsch an.

http://www.taximarrakchi.com/

Habe noch den Rough Guide Stadtplan mit der Medina, der ja schon lange vergriffen ist. Aber mit Google Maps kommt man auch gut zurecht.

Da ich selten in der Gegend Bab Doukkala bin, werde ich deinen vorgeschlagenen Weg auch mal laufen. Wohne meisst im Mouassine Viertel, wenn ich länger in Kech bin.

Schönen Sonntag

Gabriele

Bad Rappenau ...
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5. AW: taxi in die medina

noch als Ergänzung, vielleicht interessiert es dich. Ein Projekt für Mali

http://www.sahelcalling.com/project.php

In Marokko kommt es immer wieder zu Demonstrationen, zuletzt in Fes, die auch gewaltätig gewesen sein sollten. Die Unzufriedenheit wächst weiter(auch Mohamed 6 gegenüber) und die Jugend begehrt immer wieder auf und wird agressiver. Die hohe Arbeitslosigkeit und das Aufkaufen der Altstädte durch Europäer, vergrössert die Schere zwischen Arm und Reich zunehmend. Das gibt den Islamisten Zulauf. Aber von all dem bekommt der Tourist selten etwas mit. Marrakech ist immer noch ein orientalischer Traum,doch verändert es sich stark, auch das Geschäftsgebaren,dagegen stehen kulturelle Höhepunkte, wie das Film- und Kunstfestival, aber oft der Elite vorbehalten. Deshalb ist es gerade schön auch in die Randgebiete der Medina(weniger touristisch wie du sagtest) zu gehen. Das wirst du alles selbst bemerkt haben.

Doch gibt es auch Fortschritte,die vielen Festivals, die für Freiheit der Jugend stehen(den Islamisten ein Dorn im Auge) und auch das Frauenrecht , die Moudawana, sind Mohamed 6 zu verdanken!

Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich immer, auch um die Menschen besser zu verstehen.

Marokko, vorallem auch der Süden ist mein Traumland und ich hoffe auch das Marokko weiterhin so liberal bleibt , dem Westen zugewandt und man unbesorgt reisen kann.

War auch kurz nach dem Anschlag aufs Argana in Marrakech - wir waren alle entsetzt.

Gruss aus Süddeutschland

Gabriele

Zuletzt geändert: 27 Januar 2013, 6:07
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6. AW: taxi in die medina

Hallo ganga,

vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich freue mich immer von Dir zu lesen und Informationen von Dir zu erhalten. Und finde es klasse, wie Du hier den Fragestellern detaiiliert weiter hilfst! Teilen wir doch unsere Liebe zu Marokko Land und Leute!

Da das hier ja kein politisches Forum ist, versuche ich mich auch auf das Nötigste zu beschränken, auch wenn sich natürlich Politik und Reisen nicht immer trennen lässt. Allein die Sicherheitslage macht es aber notwendig, sich auch hier etwas damit zu befassen.

Ja, es gab und gibt Demonstrationen und teilweise auch Gewalt, insbesondere als Folge des "arabischen Frühlings". Marokko ist ein sehr armes Land bzw der Unterschied zwischen arm und reich ist sehr extrem.

Es gibt Armut und es gibt Konfliktpotential die unterschiedliche Ursachen haben (kulturelle, ökonomische, religiöse, soziologische etc etc). Und ich möchte das hier auch gar nicht weiter werten. Jugendarbeitslosigkeit ist auch ein Problem (auch in Südeuropa - wenn auch dort auf anderem Niveau...- man misstraue übrigens hier den offiziellen marokkanischen Zahlen).

Aber soweit ich es erkenne, gibt es zum Teil gegenläufige Trends: Ich denke, der überwiegende Teil der Bevölkerung sieht eine deutliche Verbesserung vom derzeitigen König Mohammed dem VI. zu seinem Vorgänger/Vater. Mohammed VI. öffnet das Land und führt zunehmend "demokratischere Strukturen" ein (wie gesagt - das ist NICHT westeuropäisches Niveau und in vielen Bereichen beklagenswert - siehe unten ). Der aktuelle König scheint in großen Teilen der Bevölkerung "relativ" beliebt zu sein.

Trotzdem bleiben natürlich die ökonomischen Probleme (bzw verbessern sich leider nicht zeitgleich flächendeckend). Mit dem arabischen Frühling traut sich die Bevölkerung nun mehr, auch Verbesserungen einzufordern. Das wäre bei dem Vorgänger Monarchen Hassan dem II. so nie möglich gewesen.

Die Demonstrationen waren auch mal von Gewalt begleitet (wo auch in Europa nicht?). Aber ich sehe seit dem arabischen Frühling bisher keine Intensivierung dieser Entwicklung. Eher sind nach meiner Beobachtung die Demonstrationen in den letzten Monaten zurück gegangen (nicht zuletzt, weil Mohammed ja mit neuen Reformen darauf reagiert hat). Das ist natürlich keine Zukunftsprognose (daher schreib ich oben "aktuell") sondern ich denke das ist für die aktuelle Situation eine gewisse relative Sicherheit.

Weite Teile der Bevölkerung haben ein niedriges Bildungsniveau, aber ich denke zumindest in den Metropolen kommt an, wie der arabische Frühling in Ägypten, Syrien, Tunesien; Lybien sich weiter entwickelt - das wird sicher aufmerksam über die (wie auch immer gefärbten) Medien verfolgt und mündlich ins Land getragen.

Der wachsende Tourismus hat natürlich auch seine zwei Seiten: einerseits trägt er allein direkt schon zu mehr als der Hälfte zum Sozialprodukt des Landes bei und hat nicht zu unterschätzende indirekte positive Effekte, die zunehmend auch in entfernten Winkeln des Landes ankommen, andererseits kann das bei Preissteigerungen das Problem für die, die eben nicht davon profitieren, noch verstärken.

Nicht zu vergessen die tägliche direkte Konfrontation von Touristen ganz anderer Kultur mit den Ärmsten der Armen - das ist ein sensibles Thema (Religion, Moral, Kultur und Reich trifft auf Arm). Das mag zumindest die Armen, die davon nicht profitieren und die extremen Islamisten weiter aufstacheln.

Ich denke aber, der überwiegende Teil der Bevölkerung wünscht sich weiter Toleranz und Öffnung. Aber sie sind fast alle gläubige Muslime, die sich natürlich Respekt vor Religion, Kultur und Menschen wünschen. Das gilt es eben den Touristen zu vermitteln - aber das gelingt leider unzureichend.

Wie Du Dir vielleicht denken kannst, sehe ich diese Entwicklungen auch mit gemischten Gefühlen. Marrakech und viele andere Gegenden verändern sich so rasend schnell. Viel ursprüngliche Lebensatmopshäre geht jedes Jahr unwiderbringlich verloren. Daher ist auch Werbung für dieses Land für mich mit gemischten Gefühlen versehen und daher versuche ich immer hier auch über m.E. angemessenes Verhalten aufzuklären (wenn ich schon weiter für das Land "werbe").

Und wie gesagt, ich bin weit davon entfernt, zu sagen, Marokko sei ein freies Land. Es gibt nach wie vor Probleme mit Meinungsfreiheit und die gestiegene Präsenz des Geheimdienstes auf den Straßen mag zur Sicherheit gegen Terroristen notwendig sein, aber ich habe kein Verständnis für Touristen, die bei jeder "Belästigung" gleich nach der Polizei schreien. Daher versuche ich auch aufzuklären:

In Marrakech geht es bei Handel und Anbieten seiner Dienste traditionell nicht zimperlich zur Sache. Das mag übertrieben erscheinen, aber es gibt nicht wenige, die ihren Lebensunterhalt (und den mehrerer Generationen) täglich sichern müssen. Und da schließe ich auch den spontanen "Fremdenführer" (oft ohne Arbeit udn mit Großfamilie) mit ein. Hier sollte die Polizei sich - soweit sich das Problem "klassisch" lösen lässt - zurück halten und wenn es den Touristen nicht passt (ich habe beschrieben, wie man problemlos damit allein fertig wird), der soll ins deutsche Einkausfzentrum gehen (wo ihm vielleicht ein Handyvertrag aufgeschwätzt wird, den er nie braucht...). Ich habe mehfach erlebt, wie in den letzten Jahren die Geheimpolizei Leute abgreift, die ihre Dienste anbieten.

Hoffen wir das Beste für Land und Leute

liebe Grüße

ikarusfly

Antwort auf: taxi in die medina
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