Wandern und ÖPNV

Ich bin jemand, der gerne alleine wandert (naja, manches würde ich auch gerne jemandem zeigen). Ausserdem besitze ich keinen Führerschein.

Ich bin also bei Wandertouren auf öffentliche Busse (oder Taxis) angewiesen.

Vor zwei Jahren habe ich, nachdem ich vor drei Jahren mal eine Stippvisite mit der Aida gemacht habe, für eine Woche in Canico de Baixo im RIU Palace gewohnt. Das war in gewissem Maße ein Fehler, weil man zwar gut nach Funchal kommt, aber schlecht in den Norden von Madeira. Zudem waren in dem Jahr etliche Levadas durch Überschwemmungen und Erdrutsche in Mitleidenschaft gezogen worden.

Jedenfalls konnte ich die schon ein Jahr zuvor gemachte Levadatour 'Levada do Bom Successo' nicht machen. Die Ausweichtour 'Curral dos Romeiros' hat mich zu der 'Levada dos Tornos' geführt. Die Levadatour, die nicht ohne Reiz war, führte letzendlich zu so einem Armenviertel, wobei ich froh bin, das ich weder überfallen noch belästigt worden zu sein. Allerdings sehe ich auch nicht wie ein normaler Tourist aus. Ich schweife ab.

Die zweimalige Taxifahrt (hin und zurück) zu einer (anstrengenden) Levadatour an der 'Faja do Nogueira' in der Nähe von Fajal kostete mich jeweils etwa 100 Euro.

Dieses Jahr habe ich es etwas intelligenter gemacht. Ich habe mir eine Unterkunft in Santana gesucht (Hotel Quinta do Furao). 10-15 Minuten bis zur Bushaltestelle. Die Tour 'Faja do Nogueira' und die Tour am Riberio Frio zu den 'Balcoes' und an der 'levada do Furado' nach Portela habe ich jeweils an einem Samstag begonnen, wobei ich noch vor dem Frühstück mit dem Bus losgefahren bin.

Die Tour am 'Ponta de Sao Lourenco' habe ich an einem Wochentag begonnen. Ich bin von der Bushaltestelle in Santana so losgefahren, das ich die Busverbindung etwa um 10 Uhr in Machico problemlos erreicht habe (ganz ehrlich war es reiner Zufall, das sich die Gelegenheit ergab).

Einen meiner Fehlgriffe war der Versuch, an einem Sonntag von Santana, über 'Arco de Sao Jorge' mittels zweier Busgesellschaften, nach Sao Vicente zu kommen, um die dortigen 'Grotas' zu besichtigen. Zwar fuhr die eine Buslinie problemlos vo Santana nach Arco de Sao Jorge. Jedoch saß ich dan in diesm kleinen Kaff fest, weil der Bus der anderen Linie eben nicht fuhr. Da ich mich in Arco de Sao Jorge nicht vier Stunden lang aufhalten wollte, habe ich mich auf einen beschwerlichen Fußweg zurück gemacht.

Die Besichtigung der Grotas von Sao Vicente habe ich dann, eine Woche später per Taxi erledigt. Irgendwo hinter Arco de Sao Jorge in Richtung Sao Vicente passiert man die abeteuerlichsten, aber auch sehenswertesten Straßentunnel, die ich je auf Madeira oder sonstwo gesehen habe.

Ach ja, noch ein etwas gruseliges Erlebnis: Von Portela bin ich zu Fuß nach Porto da Cruz gelaufen. Auf dieser Tour habe ich folgende zwei Erlebnisse gehabt: An einer Kurve ist aus einer Wasserrinne ein Tier hervorgekrochen, das ich im Nachhinein als Kaninchen identifiziert habe. Das Tier war wohl angefahren worden, ubnd das was von dem Tier übrig war, war kein angenehmer anblick. Ebenso bizarr war ein Huhn, das ich vor einer Bar/Lebensmittelladen gesehen habe. Das Huhn war an sich in einem gesunden zustand. Nur standen vom Schnabel Ober- und Unterteil in einem weiten Winkel unnatürlich auseinander.

Nachtrg:

Die Tour an der 'Levada do Bom Successo' habe ich bei dem diesjährigen Aufenthalt wiederholt. Leider floß in der ganzen Levada, im Gegensatz zu vor drei Jahren, kein Wasser. Das war eine riesen Enttäuschung. Immerhin haben wenigstens die dirtigen Kakteen wunderschön gelb geblüht.

Zuletzt geändert: 07 Juli 2012, 1:56