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...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Wien, Österreich
Reiseziel Experte
für Ladakh, Usbekistan, Neukaledonien, Portugal
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...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...ich stelle hier die Frage, WER war schon "auf der Straße der Vulkane" ( weltweit ) unterwegs, hat einen Ausbruch selbst erlebt, oder sogar einen Vulkan "Bezwungen" ( bestiegen ).

Da es im "Ring of Fire", weltweit hunderte Vulkane gibt, welche uns

ihre außerordentlichen Kräfte, ihre Gefährlichkeit und ihre Ausbrüche fast täglich in den Medien spektakulär vorzeigen, könnten einige von Euch, hier Erlebnisse dazu berichten,

...nur als Beispiele wird dazu angeführt;

2. Vulkane in Europa:

 

...Vulkan der Insel VULCANO, Äolische Inseln:

Ausflug zur Insel Vulcano, 1 km südlich von Lipari.

Vulcano ist 21 km2 groß und hat 450 Ew. In der Antike hieß sie Hiera (Heilige) und Thermessa (Heiße), die heutige Bezeichnung leitet sich vom römischen Feuergott Vulcanus (bei den Griechen Hephaistos) ab.

Die Insel besteht aus fünf zusammengeschlossenen Vulkanen. Sie bilden die Hochebene Piano sowie die Gipfel Monte Saraceno, Monte Aria, Monte Luccia. Nördlich davon erhebt sich das Massiv des Vulcano, es besteht aus zwei Kratern Fossa I und Fossa II, dem Gran Cratere. Er hat am Rand einen Durchmesser von 500 m, eine Tiefe von 200 m und einen Umfang von 1500 m und erreicht eine Seehöhe von 391 m. Seine derzeit zwar eingeschränkte, aber nach wie vor ungebrochene Aktivität ließ bereits die Griechen erschauern. Auch Aristoteles beobachtete bei einer seiner Reisen einen Vulkanausbruch. Bis ins 19. Jh war die Insel nur sporadisch von Fischern oder gar nicht besiedelt. Von 1888 bis 1890 fand die bisher letzte große Feuerperiode statt, allerdings ohne Lavaausfluss. Seither produziert der Vulkan nur noch Dunst, Kohlendioxyd und Schwefelwasserstoff. Seit 1980 registrieren die Vulkanologen (die Forschungsstation befindet sich auf Lipari) eine starke Zunahme der Fumarolen-Aktivität sowohl im Innern des Gran Cratere als auch an dessen Flanken und am heißen Strand von Porto di Levante.

Die Gipfelstürmer zog es bergauf zum großen Krater….

Eine Asphaltstraße, gesäumt von meterhohen leuchtend rot blühenden Geranien, führte uns vom Hafen Porto di Levante zum Vulkankegel. Dann geht es in Serpentinen bergauf, für den Höhenunterschied von 400 m brauchten wir eine Stunde. Typische Macchiagewächse wie Zistrosen und baumförmige Genista ephedroides, eine seltene Ginsterart blühten am Wegesrand – und wir hatten ausreichend Zeit, um alle lohnenden Motive einzufangen. Das letzte Stück wurde es kahler und der Pfad steiler. Am Kraterrand waren viele Zeichen der vulkanischen Tätigkeit zu sehen- das Gelb des Schwefels, das Schwarz der Lava, das Hellgrau bis Rötliche des Tuffstein und pechschwarzer manchmal bräunlich gefleckter Obsidian. Der Krater öffnete sich zu einem riesigen Amphitheater, aus den Hängen stieg brennend heißer Dampf auf und beißender Schwefelgeruch lag in der Luft. In der unmittelbaren Umgebung der Gaslöcher setzten sich große Mengen Schwefel in zarten Kristallen und weiße Salmiak-Skelettkristalle ab. Wir gingen zum höchsten Punkt des Kraters in 391 m und stießen auf den Gipfelsieg an. In der Ferne war die schneebedeckte Spitze des Ätna zu sehen. Auf einem breiten Weg wanderten wir wieder zu Tal. Vor uns lag die runde Halbinsel Vulcanello mit der schmalen, nur 1 m über dem Meeresspiegel liegenden Landverbindung zum „großen Bruder“, dahinter Lipari und die beiden charakteristischen Faraglione-Felsen inmitten der knapp 1 km breiten Meerenge. Links davon sieht man die längst erloschenen Zwillingsvulkane von Salina, in weiterer Entfernung Richtung Norden Panarea und Stromboli, im Westen die Umrisse von Alicudi und Filicudi.

Die Halbinsel Vulcanello entstand um 183 vor Chr. im Verlaufe einer gewaltigen Eruption aus den Tiefen der See und es dauerte bis ins 16. Jh. bis eine feste Brücke aus Schlacke und Asche Vulcano und Vulcanello verband. Die drei Krater des jüngsten Vulkans Südeuropas waren bis Ende des 20. Jh. von Schwefeldämpfen erfüllt.

Wir besuchten noch die Schwefelbäder bei Porto di Levante. In der Zona delle Acque Calde befindet sich keine Kuranstalt, sondern gegen eine Gebühr kann man sich nach Lust und Laune in den Schlammlöchern suhlen. Es gibt keine Duschen und Umkleidekabinen. Der Schlamm hat eine Temperatur von 34 Grad und ist ein sich ständig erneuernder Fangoteich, in den durch den Druck der Gase aus dem Erdinnern biologisch reiner, schwefelhaltiger Schlamm gepresst wird. Er ist heilsam bei Rheumatismus, Bandscheiben-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Nieren-, Gallen- und Frauenleiden, jedoch soll man nicht länger als 30 Minuten pro Tag im Schlamm liegen. Im nur wenige Schritte entfernten Meer kann man den Schlamm abwaschen, jedoch ist Vorsicht geboten, da Strand und Meeresboden mit Fumarolen übersät sind, denen bis zu 200 Grad heiße Dämpfe entströmen……

STROMBOLI - Besteigung des „Leuchtturms der Antike“ bei Nacht: ( erster Beitrag auf TA )

Der Gipfel des Stromboli, Serra Vancori genannt, ist der Rest eines alten Kraters, dessen nordwestliche Seite einstürzte. 200 m darunter breitet sich die Fossa, der jetzt aktive Kraterkomplex, mit drei bis elf, manchmal zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Intensität Feuer speienden Öffnungen aus. In welcher Tiefe sich die Schmiede des Hephaistos, also der Herd des Vulkans, befindet, darüber gehen die Meinungen der Experten auseinander – Schätzungen reichen von 2 bis 25 km. Begrenzt wird der Krater im Osten und Westen durch die Fossa-Zwillingsgipfel, von denen aus man das faszinierende Naturschauspiel am besten verfolgen kann.

                              …..der Aufstieg ..

 

Nachdem die Gipfelstürmer in Gruppen eingeteilt worden waren , die sich an der Helmfarbe unterschieden, erfolgte um 17 Uhr der Abmarsch von Ficogrande nach San Bartolo.Ein Bergführer ging voraus, einer machte das Schlusslicht. Links vorbei an der Kirche rannten wir zunächst über einen gepflasterten, in Serpentinen ansteigenden Weg und stampften dann durch einen staubigen Hohlweg. Der Weg wurde nun steiler und führte über Lavageröll, durch meterhohe Ginsterbäume und duftende Zistrosen. Es war sehr heiß, nicht nur von der Rennerei. Je höher wir stiegen, desto herrlicher wurde die Aussicht, zurück zum Dorf Stromboli und dem Meer, über die blühenden Ginsterbüsche und Zistrosen zu den steilen Lavahängen des Vulkans. Immer wieder musste ich fotografieren, was mir einen Rüffel vom Bergführer einbrachte, da ich als letzter der Gruppe zum Hauptfeld einen größeren Abstand hatte.

Drei schwächere Wanderer wurden vom Bergführer zurück ins Tal geschickt. Zur Strafe - musste ich das letzte Stück bis zum Gipfel als zweiter hinter dem Bergführer gehen. Der Pfad näherte sich nun dem nordöstlichen Rand der Sciara del Fuoco. Das dumpfe Donnergrollen der Eruptionen hörte sich bedrohlich an, der Schwefelgeruch wurde intensiver. Um 20 Uhr trafen wir im Warteraum zum Höllentheater ein. Schon von hier hat man einen schönen Ausblick aufs Meer und die Inselwelt, besonders bei Sonnenuntergang.

Doch dann war es endlich so weit, der letzte Teil des Aufstiegs ist weniger beschwerlich und bald erreichten wir die Loge des Höllentheaters in 918 m Seehöhe. Es war schon dunkel, als der Schlund des Vulkans mit seinen zischenden und dampfenden Öffnungen vor uns lag. Das vulkanische Spektakel ist erst nach Einbruch der Dunkelheit am Eindrucksvollsten und das genossen wir nun sitzend am Zwillingsgipfel oberhalb des Kraters. Vor uns lagen vier kleinere und ein großer Krater. Aus den kleinen Löchern rauchte es ständig und kleinere Feuerfontänen fuhren aus wie ein Feuerwerk. Aus dem großen Krater schossen in 10 bis 15 Minuten Intervall große Feuerfontänen empor und Lava rann über den Kraterrand. Es war ganz dunkel, nur die Sterne strahlten über uns, der Lavastein auf dem wir saßen, war angenehm warm. Immer wieder spuckte und rauchte es aus den Kratern, die hochgeschleuderte Lava fiel kurz vor uns wieder zu Boden ( jetzt wussten wir, warum die Helme…)

Um 21.30 Uhr bliesen die Bergführer zum Aufbruch. Wir nahmen einen anderen Weg zu Tal, der geradewegs bergab über ein Lavafeld führte. Die Lava rutschte und füllte die Schuhe aus, es staubte fürchterlich. Bei einigen gaben die Schuhe den Geist auf, die Schuhsohlen hatten sich gelöst. Dann erreichten wir den Schilf- und Pflanzengürtel und drifteten durch einen mit Staub angefüllten Hohlweg zu Tal. Einen Franzosen verließen die Kräfte, er wurde von einem Führer angeseilt und zu Tal geschleppt.

Um 23.15 Uhr hatten wir wieder das Dorf und den Hafen Stromboli erreicht. Das Meer war sehr stürmisch aber trotzdem gute Rückkehr nach Lipari ins Hotel AKTEA ( Empfehlung ) um 01.15 Uhr, noch einmal „ kehrte der STROMBOLI in unsere Träume zurück“…..

Das ganze Leben werden uns die Bilder der "Bezwingung"

(leistungsbewußt stolz ) in dieser Nacht unvergesslich bleiben.

..dann wohl ein "richtiges" Abenteuer, die Besteigung des hochativsten Vulkans in Melanesien: hier der Beitrag:

tripadvisor.de/Attraction_Review-g317047-d31…

..und so sollten sie fortgesetzt werden, IHRE Erlebnisse auf der weltweiten Straße der Vulkane,

..in der Antike galten sie als "Schmieden" des Vulcanus....

...wer setzt fort, seine Erlebnisse hier zu berichten:

lg albre13 TL

62 Antworten zu diesem Thema
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61. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

hallo albre, deine PN mit den fotos ist angekommen vielen vielen dank für die mühe die du dir gemacht hast, der dank gilt auch deiner gattin, schade das es jetzt keine interessanten beiträge mehr von den galapagos inseln gibt, die wirklich noch etwas besonderes sind. ich finde es gut das man dort versucht den "sanften tourismus" zu praktizieren. die 200 USD schrecken mit sicherheit viele menschen ab, und wer wirklich an den inseln interessiert ist wird das geld gerne bezahlen um damit zum erhalt dieses inselparadieses beizutragen.........nochmals danke für deine mühe.............lg gaby

Kempten, Deutschland
Beiträge: 2
62. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Hallo!

Ich war anfang 2010 in Costa Rica auf dem Irazu und ca. 2 Tage vorher ist der grüne Schwefelsee einfach verschwunden/versickert/verdampft! Das war echt krass. Unser Guide meinte, dass er sowas noch nier erlebt hat.

Dieses Jahr hab ich mit Gulliver Expeditions ( http://gulliver.com.de/ ) eine Tour zum Vulkan Corazon in Ecuador gemacht und war total begeistert von der Landschaft dort. Durch die Höhenunterschiede ist das Ganze halt viel anstrengender :)

Da ich leider nur eine begrenzte Zeit in Ecuador hatte, konnte ich nicht mehr Vulkane erklimmen (obwohl der Veranstalter echt noch mehr coole Touren im Angebot hatte...)

War schonmal jemand auf dem Vulkan Pasochoa?

Antwort auf: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"
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