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...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

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...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...ich stelle hier die Frage, WER war schon "auf der Straße der Vulkane" ( weltweit ) unterwegs, hat einen Ausbruch selbst erlebt, oder sogar einen Vulkan "Bezwungen" ( bestiegen ).

Da es im "Ring of Fire", weltweit hunderte Vulkane gibt, welche uns

ihre außerordentlichen Kräfte, ihre Gefährlichkeit und ihre Ausbrüche fast täglich in den Medien spektakulär vorzeigen, könnten einige von Euch, hier Erlebnisse dazu berichten,

...nur als Beispiele wird dazu angeführt;

2. Vulkane in Europa:

 

...Vulkan der Insel VULCANO, Äolische Inseln:

Ausflug zur Insel Vulcano, 1 km südlich von Lipari.

Vulcano ist 21 km2 groß und hat 450 Ew. In der Antike hieß sie Hiera (Heilige) und Thermessa (Heiße), die heutige Bezeichnung leitet sich vom römischen Feuergott Vulcanus (bei den Griechen Hephaistos) ab.

Die Insel besteht aus fünf zusammengeschlossenen Vulkanen. Sie bilden die Hochebene Piano sowie die Gipfel Monte Saraceno, Monte Aria, Monte Luccia. Nördlich davon erhebt sich das Massiv des Vulcano, es besteht aus zwei Kratern Fossa I und Fossa II, dem Gran Cratere. Er hat am Rand einen Durchmesser von 500 m, eine Tiefe von 200 m und einen Umfang von 1500 m und erreicht eine Seehöhe von 391 m. Seine derzeit zwar eingeschränkte, aber nach wie vor ungebrochene Aktivität ließ bereits die Griechen erschauern. Auch Aristoteles beobachtete bei einer seiner Reisen einen Vulkanausbruch. Bis ins 19. Jh war die Insel nur sporadisch von Fischern oder gar nicht besiedelt. Von 1888 bis 1890 fand die bisher letzte große Feuerperiode statt, allerdings ohne Lavaausfluss. Seither produziert der Vulkan nur noch Dunst, Kohlendioxyd und Schwefelwasserstoff. Seit 1980 registrieren die Vulkanologen (die Forschungsstation befindet sich auf Lipari) eine starke Zunahme der Fumarolen-Aktivität sowohl im Innern des Gran Cratere als auch an dessen Flanken und am heißen Strand von Porto di Levante.

Die Gipfelstürmer zog es bergauf zum großen Krater….

Eine Asphaltstraße, gesäumt von meterhohen leuchtend rot blühenden Geranien, führte uns vom Hafen Porto di Levante zum Vulkankegel. Dann geht es in Serpentinen bergauf, für den Höhenunterschied von 400 m brauchten wir eine Stunde. Typische Macchiagewächse wie Zistrosen und baumförmige Genista ephedroides, eine seltene Ginsterart blühten am Wegesrand – und wir hatten ausreichend Zeit, um alle lohnenden Motive einzufangen. Das letzte Stück wurde es kahler und der Pfad steiler. Am Kraterrand waren viele Zeichen der vulkanischen Tätigkeit zu sehen- das Gelb des Schwefels, das Schwarz der Lava, das Hellgrau bis Rötliche des Tuffstein und pechschwarzer manchmal bräunlich gefleckter Obsidian. Der Krater öffnete sich zu einem riesigen Amphitheater, aus den Hängen stieg brennend heißer Dampf auf und beißender Schwefelgeruch lag in der Luft. In der unmittelbaren Umgebung der Gaslöcher setzten sich große Mengen Schwefel in zarten Kristallen und weiße Salmiak-Skelettkristalle ab. Wir gingen zum höchsten Punkt des Kraters in 391 m und stießen auf den Gipfelsieg an. In der Ferne war die schneebedeckte Spitze des Ätna zu sehen. Auf einem breiten Weg wanderten wir wieder zu Tal. Vor uns lag die runde Halbinsel Vulcanello mit der schmalen, nur 1 m über dem Meeresspiegel liegenden Landverbindung zum „großen Bruder“, dahinter Lipari und die beiden charakteristischen Faraglione-Felsen inmitten der knapp 1 km breiten Meerenge. Links davon sieht man die längst erloschenen Zwillingsvulkane von Salina, in weiterer Entfernung Richtung Norden Panarea und Stromboli, im Westen die Umrisse von Alicudi und Filicudi.

Die Halbinsel Vulcanello entstand um 183 vor Chr. im Verlaufe einer gewaltigen Eruption aus den Tiefen der See und es dauerte bis ins 16. Jh. bis eine feste Brücke aus Schlacke und Asche Vulcano und Vulcanello verband. Die drei Krater des jüngsten Vulkans Südeuropas waren bis Ende des 20. Jh. von Schwefeldämpfen erfüllt.

Wir besuchten noch die Schwefelbäder bei Porto di Levante. In der Zona delle Acque Calde befindet sich keine Kuranstalt, sondern gegen eine Gebühr kann man sich nach Lust und Laune in den Schlammlöchern suhlen. Es gibt keine Duschen und Umkleidekabinen. Der Schlamm hat eine Temperatur von 34 Grad und ist ein sich ständig erneuernder Fangoteich, in den durch den Druck der Gase aus dem Erdinnern biologisch reiner, schwefelhaltiger Schlamm gepresst wird. Er ist heilsam bei Rheumatismus, Bandscheiben-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Nieren-, Gallen- und Frauenleiden, jedoch soll man nicht länger als 30 Minuten pro Tag im Schlamm liegen. Im nur wenige Schritte entfernten Meer kann man den Schlamm abwaschen, jedoch ist Vorsicht geboten, da Strand und Meeresboden mit Fumarolen übersät sind, denen bis zu 200 Grad heiße Dämpfe entströmen……

STROMBOLI - Besteigung des „Leuchtturms der Antike“ bei Nacht: ( erster Beitrag auf TA )

Der Gipfel des Stromboli, Serra Vancori genannt, ist der Rest eines alten Kraters, dessen nordwestliche Seite einstürzte. 200 m darunter breitet sich die Fossa, der jetzt aktive Kraterkomplex, mit drei bis elf, manchmal zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Intensität Feuer speienden Öffnungen aus. In welcher Tiefe sich die Schmiede des Hephaistos, also der Herd des Vulkans, befindet, darüber gehen die Meinungen der Experten auseinander – Schätzungen reichen von 2 bis 25 km. Begrenzt wird der Krater im Osten und Westen durch die Fossa-Zwillingsgipfel, von denen aus man das faszinierende Naturschauspiel am besten verfolgen kann.

                              …..der Aufstieg ..

 

Nachdem die Gipfelstürmer in Gruppen eingeteilt worden waren , die sich an der Helmfarbe unterschieden, erfolgte um 17 Uhr der Abmarsch von Ficogrande nach San Bartolo.Ein Bergführer ging voraus, einer machte das Schlusslicht. Links vorbei an der Kirche rannten wir zunächst über einen gepflasterten, in Serpentinen ansteigenden Weg und stampften dann durch einen staubigen Hohlweg. Der Weg wurde nun steiler und führte über Lavageröll, durch meterhohe Ginsterbäume und duftende Zistrosen. Es war sehr heiß, nicht nur von der Rennerei. Je höher wir stiegen, desto herrlicher wurde die Aussicht, zurück zum Dorf Stromboli und dem Meer, über die blühenden Ginsterbüsche und Zistrosen zu den steilen Lavahängen des Vulkans. Immer wieder musste ich fotografieren, was mir einen Rüffel vom Bergführer einbrachte, da ich als letzter der Gruppe zum Hauptfeld einen größeren Abstand hatte.

Drei schwächere Wanderer wurden vom Bergführer zurück ins Tal geschickt. Zur Strafe - musste ich das letzte Stück bis zum Gipfel als zweiter hinter dem Bergführer gehen. Der Pfad näherte sich nun dem nordöstlichen Rand der Sciara del Fuoco. Das dumpfe Donnergrollen der Eruptionen hörte sich bedrohlich an, der Schwefelgeruch wurde intensiver. Um 20 Uhr trafen wir im Warteraum zum Höllentheater ein. Schon von hier hat man einen schönen Ausblick aufs Meer und die Inselwelt, besonders bei Sonnenuntergang.

Doch dann war es endlich so weit, der letzte Teil des Aufstiegs ist weniger beschwerlich und bald erreichten wir die Loge des Höllentheaters in 918 m Seehöhe. Es war schon dunkel, als der Schlund des Vulkans mit seinen zischenden und dampfenden Öffnungen vor uns lag. Das vulkanische Spektakel ist erst nach Einbruch der Dunkelheit am Eindrucksvollsten und das genossen wir nun sitzend am Zwillingsgipfel oberhalb des Kraters. Vor uns lagen vier kleinere und ein großer Krater. Aus den kleinen Löchern rauchte es ständig und kleinere Feuerfontänen fuhren aus wie ein Feuerwerk. Aus dem großen Krater schossen in 10 bis 15 Minuten Intervall große Feuerfontänen empor und Lava rann über den Kraterrand. Es war ganz dunkel, nur die Sterne strahlten über uns, der Lavastein auf dem wir saßen, war angenehm warm. Immer wieder spuckte und rauchte es aus den Kratern, die hochgeschleuderte Lava fiel kurz vor uns wieder zu Boden ( jetzt wussten wir, warum die Helme…)

Um 21.30 Uhr bliesen die Bergführer zum Aufbruch. Wir nahmen einen anderen Weg zu Tal, der geradewegs bergab über ein Lavafeld führte. Die Lava rutschte und füllte die Schuhe aus, es staubte fürchterlich. Bei einigen gaben die Schuhe den Geist auf, die Schuhsohlen hatten sich gelöst. Dann erreichten wir den Schilf- und Pflanzengürtel und drifteten durch einen mit Staub angefüllten Hohlweg zu Tal. Einen Franzosen verließen die Kräfte, er wurde von einem Führer angeseilt und zu Tal geschleppt.

Um 23.15 Uhr hatten wir wieder das Dorf und den Hafen Stromboli erreicht. Das Meer war sehr stürmisch aber trotzdem gute Rückkehr nach Lipari ins Hotel AKTEA ( Empfehlung ) um 01.15 Uhr, noch einmal „ kehrte der STROMBOLI in unsere Träume zurück“…..

Das ganze Leben werden uns die Bilder der "Bezwingung"

(leistungsbewußt stolz ) in dieser Nacht unvergesslich bleiben.

..dann wohl ein "richtiges" Abenteuer, die Besteigung des hochativsten Vulkans in Melanesien: hier der Beitrag:

tripadvisor.de/Attraction_Review-g317047-d31…

..und so sollten sie fortgesetzt werden, IHRE Erlebnisse auf der weltweiten Straße der Vulkane,

..in der Antike galten sie als "Schmieden" des Vulcanus....

...wer setzt fort, seine Erlebnisse hier zu berichten:

lg albre13 TL

62 Antworten zu diesem Thema
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1. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

hallo albre vielen dank für deinen beitrag ich habe ihn mit großem interesse gelesen und bin begeistert davon wieviel mühe du dir immer machst, um uns an deinen reisen teilhaben zu lassen. leider kann ich zum beitrag selbst nichts hinzufügen da ich noch keine solche reise unternommen habe......lg gaby

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2. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Das ist ein sehr interessantes Thema und ein sehr interessanter Beitrag von Dir, albre. Ich kann nur kurz über unsere Vulkan-Erfahrungen berichten, es sind so viele, es würde den Rahmen sprengen.

ITALIEN - Ätna - dort waren wir anfangs März, es lag noch Schnee, also hielt sich das Wandern in Grenzen.

HAWAII: Auf Big Island waren wir im Kilauea N.P. - Vor kurzem war ein Ausbruch, es gab noch jede Menge glühende Lava, und man musste sehr aufpassen, wo man hintrat (zum Glück hatten wir Trekkingschuhe an - wurde übrigens vom Ranger kontrolliert). Den Rückweg musste man sich anderweitig suchen, weil die glühende Lava sich eben ihren eigen Weg sucht.

Auf Maui sind wir im Haleakale N.P. auf den Kratergrund gelaufen, war auch sehr imposant.

COSTA RICA: Der Poas ist gut zu erreichen und wird auch von den locals aufgesucht, kriegt man netten Kontakt.

Der Irazá liegt auf 3432 m, und es waren nur 11°. Da wir in diesem Land nicht unbedingt auf diese Temperaturen eingerichtet waren, hielten wir uns nicht sehr lange dort auf. Denn es war wirklich beissend kalt - schade.

NEUSEELAND ist ja ein Land der Vulkane. Empfehlenswert ist die Route der Vulkane in der Nähe des Lake Taupo auf der Nordinsel. Der Lake Taupo ist ja durch einen Vulkanausbruch entstanden.

REUNION: Vom Maido - 2000 m hoch - hat man eine phantastische Sicht auf den Cirque de Mafate.

La Pointe de la Table ist entstanden durch einen Vulkanausbruch des Piton de la Fournaise - 25 ha mehr Land.

Leider hatten wir nur eine Woche Zeit, um diese wunderschöne Insel zu entdecken, und die eine oder andere kleinere Wanderung zu unternehmen.

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3. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

..guten Morgen,

Weltreisen 10,

..so in etwa habe ich mir eine Beteiligung von Beiträgen vorgestellt,

  ...whoo Du hast schon einige Vulkane "hinter" Dir....

...da ich noch nicht in Costa Rica war ( hab ich mir immer wieder aufgehoben ), würde ich Dich ersuchen uns ( auch in Eigeninteresse ) etwas mehr zum IRAZA mitzuteilen,

..wie (Strecke) kann er erreicht werden, ist er zu "besteigen", wie sind die Unterkünfte dort. Ist es möglich ( empfohlen oder nicht ) auch eine Gruppe dort "hochzubringen". Gibt es um den IRAZA noch weiteres zu unternehmen,

usw....

..danke im Voraus, lg albre 13

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4. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

albre, betr. Irazú - come back to you asap.

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5. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

albre, ich habe jetzt ein bisschen in meinen Unterlagen gewühlt:

der Irazú ist 34 km geteerte Strasse entfernt von Cartago (1425 m hoch), dieses wiederum 23 km von San José.

Der Irazú kann von San José aus in einer Tagestour "gemacht" werden. Man kann mit dem Auto bis zum Kraterrand fahren. Umrundung des Kraters ist möglich, aber nicht ungefährlich. Es sind meistens kalte Winde dort oben, die tiefste Temperatur war 3°. Am Kraterrand 300 m tief ist ein giftig grüner See, wenn es neblig ist - kann man ihm kaum sehen.

Die Indigenas nennen den Vulkan "bebender und grollender Berg", d.h. er kann und ist oft ausgebrochen.

Ein Restaurant zum Aufwärmen ist in ca. 2700 m Höhe.

Übernachtungsmöglichkeiten natürlich in San José evtl. in Cartago (müsstest Du mal nachforschen).

Costa Rica ist kein grosses Land, so sind die Entfernungen manchmal nicht so weit, aber man braucht der Strassen und der landschaftlichen Schönheit wegen recht viel Zeit.

Für eine Gruppe empfiehlt sich vielleicht eher der Poas.

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6. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

...danke für Deine guten, wertvollen INFOS,

...werden abgespeichert.

lg

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7. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Indonesien: „die Schmieden des Vulcanus“ ( röm Gott des Feuers ) „

Im „ Ring of Fire „ - BROMO – BATOK - SEMERU

Für dieses Ziel hatten wir bereits 14.000 km mit dem Flugzeug,

ca 1000 km mit dem Bus und 24 km bis in eine Höhe von 1700 m mit Minibussen zurückgelegt.

Um diesen Vulkan zu ersteigen und in den Kraterschlund sehen zu können lagen noch einmal einige Kilometer mit den Jeeps und 245 Stufen, in einer Höhe von 2000 m vor uns.

Doch noch war es nicht soweit. Nach unserer frühmorgendlichen Anfahrt zum höchsten Punkt der Caldere erlebten wir „Licht-und Schattenspiele“ durch die aufgehende Sonne.

Die Schatten im „Sandmeer“ der Caldera unter uns wechselten ständig im Sonnenlicht, die Kraterränder änderten andauernd ihre Farben.

Nun „öffneten“ sich unsere Blicke zu den uns umringenden Vulkane, links vor uns der BROMO ( 2302 m ), rechts davon der BATOK ( 2440 m ) und im Hintergrund der SEMERU mit seinen 3676 m.

In kurzen Abständen „bließ“ der Semeru, ein Killervulkan, geschlossene Dampfwolken ab und standen diese kurz über seinen Krater, ehe sie vom Wind verblasen wurden.

Unsere Kameras liefen „heiß“, jeder versuchte, die sich uns, im noch schwachen Sonnenlicht darbietende Landschaft ins „ Bild“ zu nehmen. Über 2 Stunden verblieben wir an diesem Aussichtspunkt und bannten dabei

„ die Wiedergeburt der Sonne“

im Anblick dieser Vulkanlandschaft in unsere Kameras.

Wie waren angelangt, bei den „Schmieden“ des Vulcanus, hier in

Indonesien.

Anschließend ging es weiter in den Jeeps, dieses Mal steil hinunter in das Sandmeer der Caldera.

Tief hinterließen wir unsere Spuren im feinen Sand, näher und näher führte unser Weg zum Bromo.

Am Fuße des Kraters angelangt, verließen wir unsere Fahrzeuge und bestiegen die Kraterwand. Nachdem das steilste Kraterstück hinter uns lag, mussten noch die 245 vor uns liegenden Stufen erklommen werden.

Kurz später ( und einigen kurzen Pausen ), welch ein Blick!.

Hinter uns das Sandmeer, in welchem sich das Sonnenlicht brach, und vor uns der Blick in den tiefen, blau und gelb rauchenden „Schlund“ des Bromo.

Auch die Geräusche der ausströmenden Gase, das „Blubbern“ der Schlammblasen und ein dumpfes Grollen aus dem Kraterinneren war zu hören.

Verblüfft ließen wir diese Kulisse auf uns einwirken, noch teilweise außer Atem fiel das Fotografieren schwer.

Anschließend bestiegen wir noch den höchsten Punkt der Kraterwand. Nur ein steiler Fußweg führte nach oben.

Ein Fehltritt würde den Absturz in den Kraterschlund bedeuten.

Vorsichtig und äußerst konzentriert, Schritt für Schritt stiegen wir bergan, den Blick fast immer in den „kochenden Schlund“ des Kraters gerichtet.

Oben am Gipfel angelangt, wurde dieser Moment natürlich im Bild festgehalten.

Nach eingehender Betrachtung der umliegenden Vulkane und dem stolzen Gefühl, einen „Gipfelsieg“ errungen und dabei den Bromo „bezwungen“

( bestiegen ) zu haben, stiegen wir wieder den schmalen Grad – äußerst vorsichtig – hinunter, kehrten zu unseren Jeeps zurück, wo wir anschließend einige Seitentäler dieses Massivs fotografieren konnten.

Zu diesem Sonnenaufgang, zu diesem Panorama an Vulkanen, ja auch zur „Bezwingung“ des Bromos, im weltweiten „Ring of Fire „ dieses Mal in Indonesien, werden sich die Teilnehmer

jahrelang ( ich denke, auch etwas stolz zur eigenen Leistung ) gerne erinnern.

lg albre 13

Zuletzt geändert: 21 August 2012, 6:17
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8. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Wieder ein interessanter Beitrag von Dir, albre. War toll zu lesen.

Leider habe ich im Moment nicht soviel Zeit, um meine alle meine Vulkan-Erlebnisse so ausführlich zu schildern. Dafür müsste ich alle Unterlagen nochmals durchackern.

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9. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

Im weltweiten Ring of Fire, zu den „Schmieden des Vulcanus“ führte unsere Reise auch auf die Osterinsel zu den Vulkanen „RANO KAO und

RANO RARAKU“ – den „Geburtshelfern“ der Osterinsel.

Anreise:

Wien-Frankfurt ( 655 km ), Frankfurt – Buenos Aires ( 11422 km ), ein Fug von 13,5 Std.,

- dann 3 Wochen durch Argentinien und Chile- abschließend zur Festlandreise, der Flug zur Osterinsel ( 3750 km ), etwas mehr als 5 Std.

Nachdem wir tagelang die ehemaligen Zeremonienstätten samt den Moais besichtigt hatten, führte unser heutiger Tagesausflug zu den Vulkanen der Osterinsel.

Früh am Morgen verließen wir Hanga Roa ( heute ca 3000 EW ) in südlicher Richtung, Vorerst führte unser Weg durch einen Eucalyptuswald, es blühten Wandelröschen und persischer Flieder. Die unbefestigte Straße führte uns direkt zum Kraterrand des

RANO KAO.

Der Kraterrand ( auf einer Höhe von 325 m ) des Vulkanes hat 1700 m Durchmesser, der Kratersee liegt 170 m tiefer, noch soll er 80 m tief sein, jedoch verlandet er unaufhaltsam.

Vom Aussichtspunk am Krater hat man einen grandiosen Blick auf Hanga Roa zurück, zur Halbinsel Poike und sogar bis zur anderen Inselseite. Der Horizont über dem Meer „verschwindet ins nichts „.

Die Felsküste der Kraterwände steigt hier fast senkrecht, mehr als 300 m aus der Brandung empor.

Am Rand des RANO KAO liegt das Zeremoniendorf Orongo. Hier sind auch die drei kleinen Inselchen Motu Kao Kao, Motu Iti und Motu Nui vorgelagert.

An unserem Standort war es sehr stürmisch, man musste aufpassen, um nicht vom Sturm „weggeblasen“ zu werden.

Hier in Orongo, an den Abhängen des Vulkans war die Zeremonienstätte des Vogelmannkults

( die Kenntnis dieses Kults wird vorausgesetzt – siehe auch Film ( K. Costner )

 – RAPA NUI aus dem Jahre 1994 ).

Auf zahlreichen Felsen des „windverblasenen“ Kraterrandes sind Petroglyphen vorhanden.

Es sind dies mehr als 100 Abbildungen des Gottes Makemake und Darstellungen des Vogelmannes.

Die Reliefs sind jedoch schon stark verwittert und teilweise nur mehr im Schräglicht zu erkennen.

Die letzte Zeremonie zur Auswahl des Vogelmanns fand hier 1874 statt.

Über Ana Kai Tangata, der „Menschenfresserhöhle“ führte unsere Tagestour anschließend weiter zum wohl berühmtesten, touristischem Ziel der Insel, nämlich zum Krater des Vulkans

RANO RARAKU.

Der RANO RARAKU, war die „Fabrik“, ja die „Geburtsstätte“ der Moais.

Hier liegen und stehen sie noch immer, die MOAIS, die zum Teil unvollendeten Statuen in verschiedenster Entstehungsform. Von hier wurden die Steinfiguren ( nach ihrer Fertigstellung ) zu den Ahus transportiert. An die 300 „liegen u stehen“ noch immer herum.

Langsam durchwanderten wir die Caldera und unsere unvergesslichen Bilder/ Filme entstanden dabei.

Alles hier noch näher zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Kommen SIE selbst hierher, erfahren Sie die Geschichte der Insel vor Ort, besuchen Sie die Vulkane und nehmen SIE, so wie wir, sagenhafte Eindrücke und einzigartiges Filmmaterial nach Hause mit.

Zum Abschluss des Besuches bei den Vulkanen der Osterinsel, noch die Logbucheintragung von James Cook, vom 13. März 1774,

 „Keine Nation wird je für die Ehre kämpfen, die Osterinsel erforscht zu haben, zumal es kaum ein anderes Eiland im Meer gibt, welches weniger Erfrischungen bietet und Annehmlichkeiten für die Schifffahrt denn dieses.

“ ( James Cook ).

lg albre 13 TL

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10. AW: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"

albre, hast Du gelesen, dass in Ecuador der Tiunguarahua ausgebrochen ist. Vielleicht warst Du ja auch schon?

Antwort auf: ...die "Schmieden" des Vulcanus, weltweiter "Ring of fire"
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