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Meine längste Bahnreise

Innsbruck ...
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Meine längste Bahnreise

Ich komme gerade von meiner längsten Bahnreise zurück und gebe gerne Tips weiter, wer Infos braucht, nur zu!

Die Reise führte mich durch Slowakei, Polen, Ukraine, Russland/Sibirien/Baikalsee, Mongolei, China - Peking, Lhasa, Xi'an, Dunhuang, Turfan, Urumqi, Kashgar - Kirgistan und Usbekistan.

13 Antworten zu diesem Thema
Frankfurt
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1. AW: Meine längste Bahnreise

Hallo ladyfromaustria,

das ist wirklich beeindruckend! Wie bucht man denn solch eine Reise? Einfach so im Reisebüro oder hast Du Dir die einzelnen Etappen selbst ausgesucht?

Viele Grüße,

Claudi

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2. AW: Meine längste Bahnreise

Hallo Claudi2000,

ich fuhr los mit dem Ticket für die Transsib (ist wegen der Sprachschwierigkeiten leichter von hier aus zu organisieren) und einer Hotelreservation für Moskau (gibt nicht viele einigermassen günstige und nette Hotels und die sind oft ausgebucht). Ausserdem hatte ich das Visum für Russland, Mongolei und China schon in der Tasche. Das hatte ich mir selbst besorgt, ich vermeide Reisebüros, denn die sind sehr oft von meinen Vorstellungen überfordert, dafür lese ich viel und verbringe Stunden vor dem I-net.

Alles andere - und es war noch viel!! - besorgte ich mir unterwegs. Natürlich braucht man dafür Zeit und manchmal verbringt man auch einige Stunden in einem Amt, doch ist das für mich auch Teil der Reise und bringt mich einem Volk näher als manche Sehenswürdigkeit...

Bin ja erst einige Wochen wieder zu Hause und plane schon die nächste Reise ---ggg---

Frankfurt
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3. AW: Meine längste Bahnreise

Hallo,

das hört sich super an!

Ich frage eigentlich, weil meine Eltern seit der Reportage "Ballade vom Baikalsee" von Klaus Bednarz, ständig davon reden, aber eben weil es keine klassische Reisebüro-Sache zu sein scheint, ist es mit dem Buchen bisher nichts geworden.

Kannst Du einne Reiseführer empfehlen, dann schenke ich den ihnen und sie können sich mehr einlesen.

Eine andere Sorge ist, dass sie sich unsicher sind, ob sie mit nur Deutsch (sprechen nur wenig Englisch) durchkommen. Insbesondere wenn Probleme auftreten. Was waren da Deine Erfahrungen? Sprichst Du russisch?

Danke,

Claudi

Innsbruck ...
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4. AW: Meine längste Bahnreise

Hallo, es hat nun einige Tage bis zu meiner Antwort, entschuldige.

Also, mein eigentliches Reiseziel war nicht der Baikalsee, sondern die Zugsreise und die führte mich auch nach Irkutsk in Sibirien und dort machte ich den Abstecher an den Baikalsee ---und verliebte mich in die Gegend dort! Dieses riesengrosse (636 km) und wahnsinnig tiefe Wasser (1.600 und etwas mehr m) mit glasklarem metertiefen Eis bedeckt, das war einfach wunderschön. Man konnte auf dem See mit dem Auto fahren und an Stellen, wo der auf dem Eis befindliche Schnee abgeschabt war, sah man die Fische durch das dicke Eis - so klar war es! Manchmal waren die Eisschollen auch etwas zusammengeschoben und von der Ferne sah es wie Wellen aus, ich war begeistert!

Aber genug vom Schwärmen, ich benutzte auf meiner Reise viele Reiseführer..Prinzipiell beschäftige ich mich vor meiner Abreise intensiv mit dem Zielland - diesmal war das nicht ganz einfach, denn es waren ja viele Länder. Gut fand ich das Transsib-Handbuch aus der Trescher-Reihe Reisen Isbn 3-89794-052-3. Mein Exemplar war die Auflage 2005, vielleicht gibt es schon eine Neue. Zum Einstimmen auf die Reise mit der Transsib gibt es im gleichen Verlag das Transsib-Lesebuch, eine Sammlung kurzer Reiseberichte von Journalisten, Schriftstellern etc., erstellt von 1936 bis heute. Habe es zu Hause und dann nochmals im Zug gelesen - sehr interessant und empfehlenswert.

Die Sprache - das ist ein Kapitel für sich! (Ich spreche kein Russisch)

Nützlich war "Kauderwelsch Russisch", ich vertraute zuerst nicht, doch nahm ich meinen Mut zusammen und las das lautsprachlich geschriebene so wie es da stand und - O Wunder - die Leute verstanden mich!!! So wurde er zu meinem ständigen Begleiter und ich konnte überall fragen - bis ihn ein Taschendieb aus meiner Manteltasche stahl - ihn hat er bestimmt nicht genützt und ich fühlte mich etwas verlassen.

Die Russen waren zu mir äusserst freundlich und hilfsbereit und sehr bemüht, mir weiterzuhelfen, ich erinnere mich an kein ernstes Problem.

Die Schrift zu entziffern nützt gar nix, denn dann hat man halt ein russisches Wort, das man wiederum nicht versteht. In der Metro merkte ich mir immer die ersten drei Schriftzeichen, damit ich mich nicht verlief und das hat ganz gut funktioniert.

Sag Deinen Eltern, sie sollen sich informieren und dann einfach losfahren, denn es ist lang nicht so schwierig, wie es sich anhört. In ihr Gepäck sollten sie eine grosse Portion Zuversicht und vor allem viel Humor mitnehmen, dann geht alles gut! Sollten wider Erwarten Probleme auftauchen, so lege ich das immer als Erfahrung mit einer fremden Kultur ab und erledigt.

Alles Liebe

Frankfurt
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5. AW: Meine längste Bahnreise

Ich habe das Transsib-Handbuch gleich für meine Eltern bestellt. Mittlerweile gibt es eine Auflage von März 2008. Ich hoffe, dass meine Eltern ausreichend "beruhigende" Informationen darin finden.

Durch Stöbern im Internet habe ich noch so einige Informationen mehr gefunden.

Dort heißt es übrigens, dass man mit einem Zugticket keine Fahrtunterbrechungen machen kann. Also, man muss für jede Teilstrecke das passende Ticket haben. Und wenn man einen bestimmten Zug verläßt und ihn dann verpaßt, verfallen alle späteren Tickets. Ist das wirklich so? Ist das Ticket streng an den jeweiligen Zug und nicht an die Strecke generell gebunden?

Ansonsten habe ich noch gelesen, dass das Essen sehr gut sein soll (das wird besonders meinen Vater beruhigen). Kannst Du das bestätigen?

Innsbruck ...
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6. AW: Meine längste Bahnreise

Hallo Claudi2000,

ich habe mir in Bratislava durch einen wohlinformierten Bekannten ein sog. Citystarticket besorgen lassen und das kostete von eben Bratislava über die Ukraine nach Moskau und Sibirien bis an die mongolische Grenze Euro 100,--. (Inzwischen sind die Preise etwas gestiegen.)

Dieses Ticket gilt für 3 Monate.

Dazu musste ich noch die Reservierungen für den Schlafwagenplatz vornehmen, das erledigte ich zu Hause, 1. kostet es gleich viel wie in Russland (im Dez. 2007 ca. 120,--) und 2. kann ich mich ohne Sprachprobleme auseinandersetzen und auch nachfragen.

Mit dem Kauf des Liege- bezw.Schlafwagenplatzes legt man sich natürlich datumsmässig fest - mir gefiel das auch nicht besonders, doch es geht nicht anders. So entschied ich mich im vorhinein, wieviel Tage Aufenthalt ich bei jedem Stop einlegen möchte, stellte mir einen Plan zusammen und marschierte zum Bahnhof, um einen anfänglich überforderten Beamten zu überzeugen, dass er mir das Gewünschte sehr wohl ausfertigen kann (gut ist, sich die Namen der Orte, an denen man einen Aufenthalt wünscht, genau aufzuschreiben, denn nicht jeder ist gut in Geographie ---ggg---).

Zu erwähnen wäre noch, dass man die Bahntickets und damit auch die Schlafwagenbillets erst 45 Tage vor Abfahrt des Zuges erwerben kann.

Das Essen im Zug ist einwandfrei. Ich habe jeden Tag einmal im Speisewagen gegessen und sonst habe ich mich mit Instantnudeln und div. anderen Sachen, die man von den Babuschkas an den versch. Haltestellen erwerben kann, ernährt. Der Speisewagen verfügt ausserdem über einen Kiosk und man kann dort Schoko etc. und Getränke kaufen. Es gibt in jedem Waggon einen Samowar mit heissem Wasser, mit dem man sich Tee oder Kaffee zubereiten kann.

Auch die Hygiene im russischen Zug ist sehr gut, die Provodnizas (Schaffnerinnen) putzen immer wieder und bemühen sich sehr, alles in Ordnung zu halten. Sie selbst sind ja auch wie aus dem Ei gepellt, kein Fädchen auf dem dunkelblauen Mantel...

Bei der Reservierung der Betten vielleicht drauf achten, dass man unten liegt, man hat das Fenster und es ist nicht so toll, immer raufklettern zu müssen und im Sommer ist es sehr heiss.

So, das ist alles, was mir mom einfällt, beantworte gerne noch weitere Fragen.

Gruss aus Tirol

Frankfurt
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7. AW: Meine längste Bahnreise

Hallo ladyfromaustria,

Wenn ich mir das so durchlese ist im Grunde wirklich für alles gut gesorgt und die meisten Dinge kann man von zu Hause aus schon regeln.

Das ist meinen Eltern immer besonders wichtig. Am liebsten machen sie ja diese organisierten Busfahrten mit, wo sie sich einfach nur reinsetzten und sich um nichts mehr kümmern müssen. Von daher versuche ich sie bei etwas abenteuerlicheren Reisen so gut wie möglich zu unterstützen.

Vielen Dank für Deine Hilfe!

Liebe Grüße,

Claudi

Niederbipp (CH)
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8. AW: Meine längste Bahnreise

Hallo

Dies ist schon ein älteres Thema, aber vielleicht ist es ja trotzdem jemandem hilfreich.

Ich war diesen September mit Lernidee Erlebnisreisen GmbH von Peking via Ulan Bator nach Moskau unterwegs (= Transsibirische Eisenbahn). Ein Sonderzug, alles tiptop durchorganisiert und Deutschsprachig. Klar war es tatsächlich eine riesige Reisegruppe (rund 200 Fahrgäste), aber weil wir nach Sprache in kleine Grüppchen unterteilt waren, blieben wir trotzdem flexibel. Für Besichtigungen waren wir nur unsere „Familie Gelb“ mit 24 Personen und unserem „Ständigen Reisebegleiter“ (ggf. plus Stadtführer/in und Carfahrer).

Hier der Link:

lernidee.de/de/…russland-bahnreise.html

Grüsse

Niederbipp (CH)
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9. AW: Meine längste Bahnreise

Für die Schweizer wäre das dann via Kontiki-Saga Reisen, CH-5400 Baden buchbar:

kontiki.ch/DE/Destinationen/Europa/Russland/…

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10. AW: Meine längste Bahnreise

Genial. Ich war früher auch viel unterwegs. Zb. Inter Rail. Wie lange warst du unterwegs? Grüße Oli

Antwort auf: Meine längste Bahnreise
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